Indien und Oman - ein nicht alltägliches Ensemble

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UniformSierra1

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06.02.2022
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HAM
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Ouvertüre

Schon vor einigen Jahren beim Dinner mit einem Kollegen aus der beruflichen Anfangszeit, versuchte er mich zu einem gemeinsamen Trip auf den indischen Subkontinent zu bewegen. Zur damaligen Zeit erschienen mir aber etliche andere Gegenden zunächst wichtiger und interessanter. Gänzlich ignorieren konnte ich das Land aber auch nicht mehr. Trotzdem wurde Indien gedanklich vorerst auf Standby gesetzt.
Einige Jahre später, genau genommen im vergangenen Sommer, kam bei einem weiteren Schlemmer Menü das Thema Indien wieder hoch. Bei unserer Suche nach sehenswerten Orten in Indien wird man gänzlich erschlagen, groß und abwechslungsreich scheint es zu sein. Ideen kamen und worden wieder verworfen.

So beschlossen wir zunächst den Zeitraum vom 24.11 bis 03.12. dafür freizuhalten. Mumbai als Klassiker sollte zum Warm Up mit dabei sein. So erschienen hier zwei Nächte im St. Regis als adäquat. Danach sollte es weiter in den Süden nach Kerala gehen. Dort hatten wir Anfangs die Intention uns drei Tage auf einem Hausboot einzunisten und schön über die Gewässer des Hinterlandes schippern zu lassen. Allerdings haben wir den Plan in letzter Minute umgewandelt, da wir befürchteten die lange Zeit auf dem Boot würde vielleicht doch etwas eintönig werden. So wollten wir die Bootstour als private Tagestour machen und über Nacht bleiben wir lieber in einem Resort an Land und sehen was dann dort so geht.
In der Zwischenzeit hat es sich jedoch ergeben, dass der Kollege bereits am 30.11 weiter Richtung Afrika musste. Somit wäre der Zweimann-Trip an der Stelle bereits beendet. Ich hatte jedoch bis zum 03.12. frei und überlegte was nun anzufangen sei. Beim Durchstöbern der Flugpläne stellte ich fest, dass Oman Air teils zweimal täglich von Cochin (COK) nonstop nach Muscat pendelt. Wie ein Blitz durchfuhr es mich! Das ist endlich die Gelegenheit dem Grand Canyon im Oman, auch bekannt als Wadi Ghul, auf diesem Wege einen Besuch abzustatten. Und ein paar Tage arides Wüstenklima nach dem humiden Indien können gewiss nicht schaden. Vor Ort sollte dann definitiv ein Mietwagen auf mich warten, um möglichst unabhängig die Gegend erkunden zu können. Muscat wäre dann für vier Tage die Basis und von da aus geht es dann, neben dem Canyon, auch an der Küste entlang. Also mal wieder ein Solo-Abenteuer etwas abseits der Pfade-herrlich!

So bastelte ich dann dieses Routing zusammen: HAM-DXB-BOM-COK-MCT-MUC-HAM

Als neue Airlines sollten es so Vistara und Oman Air ins Log schaffen. Da die Flüge max. 7h lang waren und die Differenz zwischen Y und C recht hoch, dachte ich mir, ich werde die verhältnismäßig kurzen Legs in der Cattleclass überleben. Das Fliegen in den vorderen Reihen würde ich mir für den Jahresabschlusstrip aufsparen, aber das ist noch eine andere Story.
Mein Kollege würde aus zeitlichen Gründen Freitag mit Vistara ex FRA fliegen, mir hingegen passte das abendliche Emirates-Routing besser, sodass wir uns dann am Samstagnachmittag den 25.11. in Mumbai treffen würden.

Zur geografischen Einordnung das Routing:
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(Quelle: gcmap.com)
Somit einmal mehr die Einladung virtuell dabei zu sein!
 
Zuletzt bearbeitet:

gee86

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27.08.2015
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HAJ
Lese gerne mit. War selbst vor kurzem Solo im Oman und ich vermisse es. Wadi Ghul auf jeden fall sehenswert. Mit dem Wanderweg "Balkony Walk" ein Traum.
 

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06.02.2022
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HAM
Wunderbar, dann kann es losgehen!

Wie so häufig an einem Freitag klappe ich den Laptop zu, greife den Kamerarucksack und den Trolley und mache mich auf zum Airport. Am Emirates Check-in ist eine ziemlich lange Schlange und AHS hat ein strenges Auge auf das Gepäck. Ausschließlich einen Gegenstand und nicht mehr darf mit in die Kabine genommen werden. Somit gebe ich den Trolley auf. Am Gate ist es auffallend, dass in der Y-Schlange wirklich jeder nur eine Sache dabei hat. Da ist ja selbst die LH-Group noch generöser.
Als ich zu meinem Sitz trotte, komme ich an der geöffneten 3L vorbei, an der der Kapitän gerade die Tragfläche ableuchtet.
Es wird daraufhin die Entscheidung zum De-Icing getroffen und die Herren machen sich an der A6-EGU zu schaffen.
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Vorm Abflug wird vermeldet, dass in DXB Gewitter und Holdings für unsere Ankunft erwartet werden. Zunächst geht es ohne nennenswerte Ereignisse durch die Nacht. Es folgen zwei Runden im Holding ehe wir bei recht starken Regen auf der 30L aufsetzen. Von der allseitsbeliebten Außenposition werden wir in schockgefrorenen Bussen zum Terminal gebracht. Etwa drei Stunden später hat sich das Wetter beruhigt und ich sitze in der A6-EGB.
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Über die 12R gehts raus und man sieht hier die alte und neue Livery direkt nebeneinander.
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Es folgt ein flacher Climbout.
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Die etwa 2,5 Stunden gehen mit dem Essen und aus dem Fenster gucken recht schnell vorbei.
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Auf FL200 gibt es eine 360-Grad Verzögerungskurve.
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On Final for rwy 27.
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Beim Taxiing gibt es für mich diverse Erstsichtungen neuer Airlines.
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Aber auch etliche Flieger die eingepackt sind.
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Die Einreise läuft ziemlich flux, hab mir im Vorwege gleich das 5-Jahresvisum geholt, um auch Indien als Transitmöglichkeit zu haben. Um 1410 sind wir on block und um 1500 bin ich abfahrbereit draußen. Per Taxi gehts zum St. Regis. Mein Kollege erwartet mich bereits. Im Zimmer werden die Sachen gedroppt und die weitere Lage besprochen.
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Wir beschließen vor Dunkelheit zum Dhobi Ghad zu gehen, der älteste und größte Ort, wo händisch unter freien Himmel gewaschen wird.

Zu Fuß bahnen wir uns den Weg durch den Verkehr.
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Unterwegs beobachten wir Instandhaltungsmaßnahmen.
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Wir passieren noch eine Bahntrasse und dann sind wir da.
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Erstaunlich sauber sieht die Kleidung aus.
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Wir beobachten eine zeitlang das geschäftige Treiben.
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Es gibt viele Details zu entdecken.
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In der Dämmerung gehts zurück zum Hotel wo wir inhouse dinnieren. Dabei tauschen wir noch einige Erfahrungen aus der Anreise aus und planen den nächsten Tag. Wieder auf dem Zimmer angekommen, war der Turndown-Service schon da.
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Erschöpft von der durchflogenen Nacht geht es zeitig zu Bett.

To be continued...
 

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06.02.2022
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HAM
Den nächsten Morgen lassen wir entspannt angehen am Buffet. Wir haben für 1700 eine Reservierung zum Hi-Tea im Taj Hotel. Bis dahin wollen wir uns etwas durch die Stadt treiben lassen. Zunächst einmal die Aussicht vom Hotel.
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Wie man sieht ist das Cityscape hier in Mumbai nicht unbedingt ansehnlich, die fotografischen Schmankerl liegen eher im Detail. Dazu gleich mehr.
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Es liegt zudem noch ein leichter Smog über der Stadt.
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Wir satteln die Hühner und machen uns auf den Weg nach draußen. Wir wollen mit der Bahn ein paar Stationen fahren. Eine richtige Metro ist scheinbar noch in der Mache. Wir visieren daher also einen gewöhnlichen Pendlerzug an.

Auf dem Weg dorthin die erste Straßenszene.
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Die Menschenmengen die gerade unterwegs sind, sind eher übersichtlich.
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Wir kommen an der Lower Parel Station an und lößen zwei Fahrscheine in der ersten Klasse ein, der Preisunterschied zur zweiten bzw dritten Klasse ist für unsereins marginal, für den Durchschnittsinder wohl eher nicht. Es müssten umgerechntet etwa 50 Eurocent gewesen sein für die paar Stationen bis zum Church Gate.
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Als der Zug einrollt ist für uns nicht sofort ersichtlich, welcher Waggon welche Klasse beinhaltet. Fast den ganzen Zug hechten wir entlang bis wir sie gefunden haben. Dann rollt er auch schon an, die Türen bleiben offen.

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Für uns natürlich total ungewohnt. Vorsichtig lehne ich mich nach draußen um einen Blick zu erhaschen. Jedoch bloß nicht zu weit, da die Pfeiler entlang der Trasse keinen halben Meter vom Zug entfernt stehen. Sobald der Zug im Bahnhof einrollt, springen die meisten noch während der Fahrt vom Zug.

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Die erste Klasse ist ziemlich leer und wir auch die einzigen Ausländer.
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Der Church Gate Bahnhof ist weniger überlaufen als erwartet und wir suchen uns den Weg nach draußen.

Ob der jemals wieder bewegt wird ?
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Gefühlt wird jede Freifläche für Cricket verwendet - ist ja schließlich auch der Sport schlechthin hier in Indien.
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An der nächsten Straße ein ähnliches Bild.
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Btw wir haben schwüle 28 Grad.
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Laufen wir denn planlos umher ? Natürlich nicht, wir wollen zum Victoria Terminus, welcher bis heute als Bahnhof benutzt wird und von außen ganz nett anzusehen ist.
Von einem Podest, welches der Polizei zum Regeln des Verkehrs vorbehalten ist, genehmigen wir uns eine kurze Aussicht.
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Nächstes Ziel ist das Chhatrapati Shivaji Maharaj Vastu Sangrhalaya Museum. Die Wachposten haben Fotografen wohl nicht gerne, wir erhaschen einen kurzen Blick im Garten und verschwinden wieder.
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Nun ist es auch nicht mehr weit bis zum Gateway of India. Wir umrunden es, hier ist die Menschenmenge schon etwas dichter. Vorher gab es noch Sicherheitskontrollen.
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Fotografisch ist der Blick auf das Gateway nicht so prickelnd, wenn man direkt da vor steht. Daher muss ich etwas Abstand gewinnen und wir marschieren in Richtung des Taj Hotels, wo wir gleich eh zum Hi-Tea einkehren werden.
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Details von der Fassade.
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Und nun aus etwas Distanz der versprochene Blick zum Gateway of India. Das Wetter wird leider schlechter.
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Es gibt Buffet, hier zwei Eindrücke.
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Gewisse Dinge werden aber auch direkt am Tisch serviert.
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Ich kann mich leider nicht an die Details erinnern, was nun was genau war. War aber fast alles ziemlich lecker.
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Während des Essens beobachten wir, wie draußen an der Promenade die Polizei aufeinmal all die Fußgänger vetreibt. "Komisch", denken wir uns. Wir zahlen wenig später und wollen auf den Flur vor dem Restaurant treten. Noch im Türrahmen fällt mir mein Kollege rückwärts wahrhaftig entgegen und wir können uns gerade noch so auf den Beinen halten. In dem Überraschungsmoment sehen wir einige Gestalten mit MG´s vorbei laufen und auch sonst ist ziemlich viel Radau. Als sich die bunte Meute aus Schwerbewaffneten und Schlipsträgern nach draußen bewegt hat, fragen wir einen der Angestellten, was hier vor sich gehe. Wir erfahren, dass der Premierminister im Hause war. Schließlich ist heute der 26. November, welcher der Jahrestag der Anschläge in Mumbai 2008, unteranderem auf das Taj Hotel, markiert. Ahaa, irgendwo bei BBC hatte ich es auch vorher gelesen, aber erfolgreich wieder verdrängt. Das erklärt also die Stipvisite des Ministers.
Nachdem dieser vom Hof gerauscht ist, versuchten wir ein Uber zu bekommen. Draußen regnete es inzwischen Hunde und Katzen. Fast eine Stunde warteten wir, bis unser Fahrer endlich vorm Hotel auftauchte. Die 20m vom Hotel zum Auto waren ausreichend um uns komplett zu durchnässen. Patschnass ging es zurück zum Hotel.

Am Morgen bedienen wir uns erneut am Buffet und packen langsam die Sachen zusammen. Ein Blick, diesmal Richtung Süden vom Hotel aus.
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Per Taxi gehts zum Airport. Schon an der Tür wird nur derjenige reingelassen, der auch eine Buchung vorweisen kann. Innen präsentiert sich das Terminal ruhig und angenehm.
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Heute wollen wir mit Vistara auf dem Weg nach Kochin eine neue Airline loggen. Schon bei der Planung ist uns aufgefallen, dass ziemlich viele Routen innerhalb Indiens mit echt geringer Frequenz bedient werden. Zwar ist gefühlt alles irgendwie miteinander verbunden, mitunter gibt es jedoch auf gewissen Strecken nur ein oder zwei tägliche Nonstop-Verbindungen und der Rest dann teils mit mehreren Stunden Layover via Dehli oder Mumbai. In solchen Momenten erscheint einem das Streckenetz der eigenen Homebase wie Gold, mit mehreren täglichen Frequenzen zu den wichtigsten Städten des Landes und des Kontinents. :D

Die Security ist schnell passiert und wir hechten einmal durch das komplette Terminal, da es inzwischen einen Gatechange gab.
Die VT-TYC soll es heute werden. Due to traffic müssen wir noch 30 Minuten am Gate warten. Dann gehts auf die 27 und take off!

Wir rauschen an einigen 747 vorbei.
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Eine ansehnliche Armada von Privatjets hat sich niedergelassen.
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Das Wetter ist wieder latent smogig.
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Wir drehen nach Süden und haben so einen tollen Blick auf Downtown Mumbai.
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Etwas näher betrachtet. Über die Brücke sind wir vorhin zum Airport gefahren.
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Knapp zwei Stunden Flug liegen vor uns.
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Stay tuned!
 

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06.02.2022
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Inbetween wurde ein vegetarisches Curry serviert.
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Als es in den Descent geht, wird die Landschaft merklich bewaldeter.
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Kurz vor der Landung wird Sonnencreme mit Faktor 50 verteilt.
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Es geht in den Anflug der 27.
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Unten gibt es interessante Details in der Landschaft zu entdecken.
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Ein langsam fließender Fluss wird überflogen und wir landen an dem weltweit ersten Airport, der ausschließlich mit Solarstrom betrieben wird!
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Draußen empfangen uns humide 32 Grad C°. Wir ordern ein Uber, um die etwa 2,5 Stunden Fahrt zum Niraamaya Retreats Backwaters & Beyond in Angriff zu nehmen. Der Fahrer versucht etwas nachzuverhandeln, da es für ihn eine äußerst lange Strecke ist und die Chancen für ihn gering seien, dass er zufällig jmd finden sollte, der später zurück nach Cochin will und er somit wahrscheinlich leer fahren müsste. Etwas genervt willigen wir ein. Die Fahrt zieht sich in die Länge, erst bei Dunkelheit treffen wir ein.
Das Zimmer für die erste Nacht müssen wir nehmen wie es ist, da die ursprünglich gewünschte Zimmerkategorie erst ab dem Folgetag verfügbar ist, und wir auch keine Lust hatten für die erste Nacht in ein anderes Hotel zu gehen und später zu wechseln.
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Am nächsten Morgen verschaffen wir uns einen Überblick, wo wir überhaupt gelandet sind, nämlich am Vembanad Lake.
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Der Schmetterling muss dran glauben, die Echse kam ihm zuvor.
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Über die Rezeption lassen wir uns einen Fahrer und Bootsmann organisieren, der uns einige Stunden durch die Gewässer fahren kann. Per Rikscha gehts zur verabredeten Stelle am Wasser.
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Zunächst präsentieren sich die Kanäle recht breit mit einigen Anwesen.
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Der Fahrtwind spendet etwas Kühlung.
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Wir haben das Boot für uns alleine und genießen die Aussicht der vorbeiziehenden Landschaft.
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Die Botanik wird nun dichter und man muss Ästen ausweichen.
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Plötzlich wieder eine größere Fläche.
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Es wird gleich Zeit die Linsen zu wechseln um sich der Tierwelt zu widmen.
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Unser Bootsmann weißt uns immer wieder auf Tiere hin, manchmal weiß man gar nicht, wo man zu erst hingucken soll.
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Das Leben der Locals geht seinen scheinbar gewöhnlichen Gang.
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Ich bin mir nicht sicher, ob man hier Reis geerntet hat oder etwas anderes, Jedenfalls war man ziemlich beschäftigt damit die Boote am Ufer auszuladen.
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Bzw, hier wird das Boot beladen.
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Die meisten Vogelnamen konnte ich mir nicht merken, ich habe sie einfach nur abgelichtet.
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Die Vogelwelt hier ist jedenfalls sehr abwechslungsreich.
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Den Kingfisher als indischer Nationalvogel erkennt man natürlich problemlos.:D
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Man grüßt uns freundlich beim Abtransport der Ernte.
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Unterwegs machen wir an einem Cafe halt, welches direkt auf das Boot serviert, eine Pause für Tee und Kokosnuss.
Jemand gesellt sich zu uns.
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Zufrieden mit den Eindrücken gehts wieder ins Resort. Der nächste Tag spielt sich ab zwischen Pool, Gym, Ayuveda Massage und den letzten Detailplanungen für den weiteren Tripverlauf. Ich stelle mich gedanklich auf den Oman ein. Wir lassen uns von der Rezeption den Fahrer für den nächsten Morgen um 10:30h bereitstellen und schreiten zum Dinner.

Ein letztes Sunset.
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Fortsetzung folgt!
 

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06.02.2022
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Da mein Abflug für 1500 angesetzt war und der meines Kollegen etwa eine Stunde später, brachen wir um 1000 im Hotel auf. Man weiß ja nie was unterwegs noch dazwischen kommt. Fast drei Stunden haben wir gebraucht. Was mir im Vorwege etwas Unbehagen bereitete waren die etwas schwammig formulierten Visa-Bedingungen für den Oman mit deutschen Pass. Man fragte beim Check-in ob ich ein Visum hätte, ich verwies darauf, dass ich ein VOA bekommen könnte. Man begnügte sich damit und gab mir die Bordkarte. Nach schnell erledigten Prozeduren ging es dank Priority Pass in die Lounge.

Während der tägliche Shuttle aus LHR ans Gate kommt, sammeln wir bei einem Drink Ideen für zukünftige Trips.
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Die A40-MJ, eine 73M8 ist bereits aus Muscat angekommen. Das Boarding läuft schon, als ich am Gate ankomme. In einer erfrischenden Kabine wird man freundlich empfangen und selbst für die Y-Paxe gibt es ein kleines Amenity Kit.
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Via rwy 27 gehen wir airborne.
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Ersichtlich wird, wie viel Fläche benötigt wird, damit der Airport seinen Solarstrombedarf decken kann.
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Banking away.
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Auf den etwa 3 Stunden in der Luft lasse ich mir ein vegetarisches Curry servieren.
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Und der indische Subkontinent entschwindet langsam dem Auge.
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Alternativ zum Entertainment auf dem Screen lohnt sich der Blick aus dem Fenster ebenfalls.
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Die Sonne senkt sich, als wir den Oman erreichen und den Descent einleiten.
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Bislang steht nur die 26L/08R zur Verfügung, an der Parallebahn wird noch gebaut. Durch die STAR geht es über den Airport rüber um mit einer Schleife dann auf die 26L zu intercepten.
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Das Taxiing ist recht lang. Im Terminal spielt leise orientalische Musik und es sind Räucherkerzen hier und da am duften. Das nenne ich mal einen eindrücklichen Empfang! Die Wege sind auch recht kurz, insgesamt ein Airport der mir sehr gefallen hat.
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Ohne weitere Nachfragen erhalte ich den Pass gestempelt. Schnell ein paar Euronen getauscht, den Mietwagen, einen Hyundai Tucson mit AWD (sollte wichtig sein für später) übernommen und bei Dunkelheit mache ich mich auf zum Al Falaj Hotel. Es hat angenehme 27 Grad draußen und ich stelle bereits fest, das Muscat wahrscheinlich eine der wenigen Städte ist, bei denen man definitv ein Auto braucht. Die Stadt erstreckt sich auf fast 40 km an der Küste, es gibt einige Buslinie und das wars. Uber operiert nicht im Oman, ansonsten das Taxi/ Fahrdienste zu nehmen ist auf Dauer nicht wirklich bequem und die Verkehrsdichte eher gering. Nach dem Check-in decke ich mich im nahen Supermarkt mit Wasser und Proviant ein für den nächsten Tag. 11 Stunden Tageslicht sind zu erwarten, oneway zum Canyon wären es etwa vier Stunden Fahrt. Von beiden Seiten möchte ich den Canyon beobachten, somit wird es ein strammer Ritt werden morgen.

Gegen 0500 bin ich wach, es ist noch dunkel. Ich breche auf, es dämmert erst, als ich die Stadtgrenze längst hinter mir gelassen habe. Auf Schnellstraßen gibt es wirklich gefühlt jeden Kilometer fest installierte Blitzer, ebenso an Fußgängerampeln in städtischen Seitenstraßen.

Es geht zunächst Richtung Nizwa, die ehemalige Hauptstadt des Sultanat Oman.
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Ich mache eine kurze Rast für ein kleines Frühstück. Die Luftqualität ist leider nicht so überragend.
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Die etwa 40 Km vorm Ziel gehts auf Gravel Road weiter.
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Ich passiere ein massives, aber geöffnetes Tor. Hmm, ein Tor was hinter mir geschlossen werden kann, hab ich nicht so gerne im Rücken. Einige Kilometer später ein weiteres Tor, diesmal geschlossen und ein Schild "Air Force Base". Ich konsultiere Google Maps und maps.me erneut und stelle fest, dass ich tatsächlich vorhin eine Abzweigung freudig verpasst haben muss. Also ein ganzes Stück zurück und auf den richtigen Weg. Dann komme ich auch endlich am zweittiefsten Canyon der Welt an.
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Die Wolken und der Nebel hängen noch in der Schlucht und drumherum und lassen die Lichtbedingungen erschweren.
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Stellenweise soll er etwas mehr als 1.000m tief sein. Der Dschabal Shams als höchster Berg drumherum ist etwas mehr als 3.000m hoch.
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Ich fahre verschiedene Punkte an und laufe etwas an der Kante entlang. Viele Leute sind zum Glück nicht hier.
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Von erhöhter Position ein Blick ins Hinterland.
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Das Wohnmobil an der Kante dient als Vergleich zur Dimension der Naturgeschaffenheit.
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Ein letzter Blick in die Tiefe und dann sattel ich wieder die Hühner.
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Ich möchte der Nordseite noch einen Besuch abstatten. Dazu sind etwa 150km von hier aus zu fahren.
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Der Muezzin ruft zum Gebet und ich lege vorsorglich im Dorf einen Tankstop ein, um nicht später einen Fuel Emergency deklarieren zu müssen.
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Getankt gehts weiter durch die Landschaft in der Mittagshitze.
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Bei meiner Vorab-Recherche ergab sich, dass es auf dem Weg zum Canyon angeblich einen Police-Checkpoint gibt, wo nur KFZ mit Allradantrieb durchgelassen werden würden. Ich erwartete diesen Punkt im südlichen Bereich. Tatsächlich ist er jedoch im Norden, wenn man versucht den Jabal Al Akhdar Viewpoint zu erreichen. Von Checkpoint aus waren es noch 80 Km bis zum Viewpoint. Allerdings erwies sich die anfangs noch asphaltierte Passtraße als nicht zu spektakulär.
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An einer Ausbuchtung hielt ich an. Die Landschaft war nicht so impressiv, das Wetter so lala und der Nachmittag schon am laufen. Ich beschloss umzudrehen. Aufeinmal hielt ein mit drei Briten besetzter Pick Up neben mir. Sie fragten mich, ob es sich lohnen würde weiter zu fahren. Ich entgegnete, dass ich nicht aus der Richtung käme, die sie vermuteten und nicht zu beurteilen vermochte, ob es sich lohnen würde. Weiter stellte sich heraus, dass sie von dieser Ecke auch nicht sonderlich beeindruckt sind. Kurz zuvor wären sie im Iran und Pakistan auf Roadtrip gewesen, was sie uneingeschränkt weiter empfehlen könnten. Danke für die Inspiration, ist vorgemerkt!

Es geht nun zurück nach Muscat. Vor den Toren der Stadt geht es in die Autowäsche. Verschmutzte Fahrzeuge abzustellen kann eine Geldstrafe nach sich ziehen. Wenn man darauf achtet, sind die meisten Autos frisch gewaschen und es gibt etliche Waschsalons dafür.
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Ich steuere die Grand Sultan Qabus Mosque an, die blaue Stunde erweist sich jedoch als nicht so schön wie erwartet.
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Einige freundliche Locals heißen mich willkommen. Der verrückten Ausländer mit seinem Stativ erregt einiges an Aufsehen.
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Zum Ausklang gehts zum dinnieren zum Inder und geschafft falle ich später ins Bett.

Bald gehts weiter!
 

gee86

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27.08.2015
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HAJ
Uber operiert nicht im Oman, ansonsten das Taxi/ Fahrdienste zu nehmen ist auf Dauer nicht wirklich bequem und die Verkehrsdichte eher gering.
Vielleicht noch als Ergänzung für die anderen dazu, OTaxi App runterladen, funktioniert wie Uber. Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht und musste in Muscat nie länger als 5 Minuten auf einen Fahrer warten. Der Preis wird vorab angezeigt und auch nur diesen zahlt man dann in Bar.
Ist auch vom bzw. zum Flughafen ca 50% günstiger als die "blauen Taxis"
 

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HAM
Am nächsten Morgen fuhr ich zunächst zum Hafen von Muscat und schlenderte dort etwas entlang.
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Von hier aus war es mit dem Auto zur Altstadt auch nicht weit.
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Ich parkierte den Wagen im Schatten und machte mich zu Fuß auf zum Qast al Alam Palace.
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Außer ein paar Gärtnern ist niemand anwesend hier.
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Ich lasse die ganze Szenerie auf mich wirken.
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Das Hauptgebäude des Palastes.
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Umgeben von einer gepflegten Anlage.
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Hiernach geht es für mich weiter nach Süden nach Al Khiran. Unterwegs eine geschlossene Burger-Bude an einer T-Junction.
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Aus den Wirren der Täler und Schluchten heraus kommt die Küste bald wieder in Sicht.
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Ich steuere verschiedene Spots an.
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Von hier aus fahre ich etwa 40 Km Schotterpiste und begegne einigen Kamelen.

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Die Zivilisation hat mich wieder, per Schnellstraße brause ich zurück nach Muscat.
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Unterwegs noch eine fast obligatorische Autowäsche und mit blitzenden Wagen fahre ich am Royal Opera House vor.
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Auch hier sind zum Glück keine Menschenmassen.
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Den Rest vom Nachmittag lasse ich mir am Wasser den Wind am Kopf vorbei wehen und mich erreichen die News, dass in MUC nach einem plötzlichen Wintereinbruch gar nichts mehr geht. Laut Oman Air ist für morgen alles planmäßig, selbst der LH-Shuttle ex MUC nach HAM ist noch gelistet. Ich stelle mich jedoch seelisch drauf ein, in MUC zu stranden.
Ich warte das Sunset am Hafen ab und steuere mein intentionierten Restaurant an, welches jedoch komplett überfüllt ist. Bleibt also als adäquate Alternative der Barbecue-Abend im Hotel. Ich habe es nicht bereut.
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Am Abflugtag, es ist Sonntag der 3. Dezember, verlasse ich um 0930 das Hotel und fahre zum Airport, retourniere den Mietwagen und hechte zum Schalter von Oman Air. Mittlerweile ist mein LH Flug von MUC nach HAM bei LH selbst schon gecancelt, bei Oman Air weiß man nichts davon. Zum Glück kann ich den Check-in Agent später noch überzeugen, dass ich zusätzlich zum Kamerarucksack den Trolley mit in die Kabine nehme. Eine sehr wichtige Maßnahme, wie sich später noch herausstellen sollte. Als eingecheckten Koffer hätte ich den wohl nicht so schnell wieder gesehen.

Da noch einige Zeit bis zum Abflug um etwa 1500 ist, taper ich wieder raus aus dem Terminal und suche mir eine ruhige Ecke auf dem Parkdeck. Es wird Zeit für etwas Aviatik. Schauen wir mal, was an der 08R/26L so geht.

Pakistanisches Gerät hat man nicht so häufig, daher ist die Begegnung umso wertvoller für mich.
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Es folgt omanischer Lowcost.
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Was für eine Überraschung! Dreimal die Fünf!
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Die Qataris haben Kleingerät im Angebot.
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Homecarrier mit der längsten 737NG-Variante.
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Und einmal mit neuester Generation.
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Dann wurder zur Abwechslung die Betriebsrichtung geändert.
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Die Movements sind doch recht überschaubar. Hier brauchte man noch etwas Kühlung für die Bremsen.
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Die Zeit war gekommen und ich musste zum Gate. Die Boardingzeit war gekommen und nix passierte. Die A40-SD stand geduldig am Gate. Nach einiger Zeit kam die Durchsage, dass man auf Besserung der Wetterlage in MUC hoffe und daher etwas warte. Nach dem der Delay nun fast zwei Stunden betrug, hieß es auf einmal "Boarding!". Komplett chaotisch und ohne jegliche Gruppierungen versuchte die Meute den Flieger zu entern. Es ist nicht fully booked, in der Y sind etliche Sitze frei.

Über die 26L erheben wir uns in die Lüfte. Über dem Wingtip ist der Airport. 202.jpg

Noch über der arabischen Halbinsel senkt sich die Sonne und wir fliegen in die Nacht hinein. Etwa eine Stunde vor der Landung wird gefragt, ob ein Arzt an Bord sei - es findet sich jemand.
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Bei geschätzt 300m Sichtweite und -15C° landen wir um kurz vor 2100 auf der 08L. Die Flieger die hier stehen sehen tatsächlich unfit to fly aus. Nach der Transfersiko, welche noch pflichtbewusst durchgeführt wird, findet sich ein verwaistest T2 vor. Bandansagen auf Dauerschleife man könne am Airport niemanden umbuchen und auch keine Hotelbuchungen vornehmen. Man solle sich selbst drum kümmern. Na Klasse! Das Ignoranzhansa-Service Center ist auch komplett unbesetzt und auch sonst niemand mit Uniform in Sicht. Einzig ein paar Self-Service Terminals, von denen fast die Hälfte außer Betrieb ist, laden zum Vergnügen ein. Umbuchen in der LH läuft auch nicht. Bis Dienstag morgen sind alle Flüge mit Standby-Listings ohne Ende. Warten kommt für mich nicht infrage und ich ziehe den Bahnvoucher welcher nur noch bis heute um Mitternacht gültig sein soll. In der Ferne sehe ich aufeinmal eine LH-Mitarbeiterin. Ich frage sie, wie es ein kann, dass hier kein Mensch zur Verfügung steht, obwohl es noch einige Inbounds gibt. Sie entgegnet, es sei auch für sie Ausnahmezustand und die Mitarbeiter sind bereits am Limit. Ahaa!
Es ist fast 2200 und ich prüfe nochmals meine Verbindung: Der erste ICE bis nach FRA und dann umsteigen nach HAM, wo ich dann um 0900 ankommen sollte. Checked!
Zum Glück fuhr ein S-Bahn Ersatz vom Airport nach München rein. Der ICE fuhr auch planmäßig los. Irgendwo im Nirwana, es war so etwa 0130 hielten wir auf einmal an, zeitweise ging die Notbeleuchtung an und es folgte die Durchsage, dass aufgrund von Problemen mit der Oberleitung wir nicht weiter können und auf einen Ersatzzug aus MUC warten müssen, der solle dann in 90 Min. hier sein. Inzwischen realisierte man, dass wir langsam in irgendeinen Dorfbahnhof eingefahren sind, der allerdings zu klein war, sodass die letzten drei Waggons nicht mal am Bahnsteig standen, sondern in der Landschaft. Im neuen Zug kam dann als erstes die Ansage, dass man den Fahrplan geändert habe. Somit sollen alle die nach Norddeutschland weiter wollen, nicht bis FRA fahren, sondern vorher in Mannheim in einen anderen Zug umsteigen. Es war etwa 0500 als wir in Mannheim einrollten. Eine Anzeige zeigte hier -18C° an. Der Bahnsteig war voll mit genervten Gästen und der besagte Zug hatte natürlich auch rund eine Stunde Verspätung. Dann ging es aber ereignislos weiter bis ich dann um 1400 endlich in HAM wieder ankam. Geschafft!

Indien hat mir vom ersten Eindruck sehr gefallen. Kulinarisch sowieso und an sich gibts auf dem Subkontinent noch einiges zu entdecken. Es hat sich ausgezahlt, dass ich gleich das 5-Jahres Visum bekommen habe, denn ich werde gewiss bald wiederkommen. Der Oman dazu war ein willkommenes Kontrastprogramm und zeigte einmal mehr, dass mit einem zeitlich komprimierten, aber effektiven Programm einiges an Highlights innerhalb weniger Tage abzuarbeiten ist, ohne dass man wochenlang vor Ort sein muss, um etwas zu sehen und erleben.

Ich hoffe, es hat auch gefallen und ich bedanke mich fürs Lesen!

Bis bald!
 

UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
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HAM
Interessant, sind die Inderinnen also genauso bräunungsscheu wie die Chinesinnen.

Da muss ich wohl etwas durcheinander bekommen haben. Vielleicht hat Kingfisher Airlines mich darin befeuert bisher blind geglaubt zu haben, dass es der Nationalvogel sei. :LOL:
 

lifetime.b.c.

Erfahrenes Mitglied
18.11.2013
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Darf ich nachfragen, bei welchem Anbieter du den Wagen gebucht hast?

Ich plane derzeit eine ähnliche Reise und stelle fest, dass die meisten Anbieter den Passus "nicht auf nicht-asphaltierten Strassen" aufführen
 

UniformSierra1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2022
361
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HAM
Ich habe Europcar via TUI gebucht. Ich habe auch lange gesucht und keinen Anbieter finden können, der diesen Passus mit "nicht-asphaltierten Strassen" nicht drinnen hat. Nur meiner Meinung nach lässt es sich nicht gänzlich vermeiden auch zum Teil auf Schotterpisten zu fahren, da sonst viele Orte, die für den Besucher interessant sind, gar nicht zu erreichen wären.
Bei der Übernahme habe ich auch explizit nochmals nachgefragt ob der Wagen auch 4x4 hat. Spätestens nach dieser expliziten Nachfrage hätte es dem Agenten ja verdächtig vorkommen müssen, dass ich vermutlich vorhabe auch auf unbefestigten Wegen unterwegs zu sein. Das 4x4 wurde mir bestätigt und das wars. Scheint man also nicht so genau zu nehmen oder anders gesagt: Ich war bereit somit das Risiko auf mich zu nehmen. Tatsächlich musste ich den Wagen auch etwas lädiert (an der Frontschürze) zurückgeben, da ich auf einer asphaltierten(!) Strecke einen Speedbump übersehen habe und mit mehr als 60 Km/h rübergeflogen bin. Wurde jedoch nicht weiter bemängelt.
Die Schotterpisten südlich des Canyons und der Abschnitt an der Küste sind nicht wirklich schlimm gewesen. Das Risiko, dass man aufgrund der Fahrbahnverhältnisse dort liegen bleibt oder das Auto Schaden nimmt, würde ich als ziemlich gering einschätzen. Da gibt es anderswo weitaus schlechtere Strecken. Wenn du auch nördlich an den Canyon willst, ist es zunächst gut ausgebaut und dort wird polizeilich überprüft, ob das Vehikel 4x4 hat. Würde auf jedenfall einen SUV buchen und wenn es nicht Tage zuvor geregnet hat, brauchst du dir auch nicht die Gedanken machen wegen der Schotterpisten.