Juristenjobs in der Luftfahrtbranche?

ANZEIGE

koeby

Erfahrenes Mitglied
24.08.2016
2.623
2.293
ANZEIGE
Versicherungswesen wurde schon genannt - da gibts ne kleine Nischen-Branche namens Aviation. Als Jurist kann man sich ja ansonsten erstmal in der Haftpflicht-Branche behaupten und Praxiserfahrung sammeln, um sich dann in Aviation zu spezialisieren (Haftpflicht-Pools, Flugzeug-Kasko, Rückversicherung davon).

Weiter fallen mir noch die diversen Anwaltskanzleien ein, die sich im Bereich Transport-Recht bewegen. Da ist Luftfahrtrecht ebenso gefragt wie das Seefahrtsrecht, das Eisenbahnrecht, etc.
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
23.036
19.310
Ich stimme dem zu, aber nach welchen Kriterien soll LH dann Juristen oder auch sonst Hochschulabsolventen rekrutieren?

Ach, wenn sie so Leute finden, ist doch alles gut. Wenn irgendwann nicht mehr, bin ich ganz unkreativ: Entweder mehr zahlen oder Anforderungen runterschrauben.

Wobei "Anforderungen runterschrauben" sowieso relativ ist (auch wenn wir jetzt in den Off-Topic-Bereich kommen): Diese digitale Notenfixierung (Doppelbefriedigend gut, kein Doppelbefriedigend schlecht) ist eh bekloppt. Ich bin jetzt auch lange genug im Job, um Kollegen zu kennen, die trotz Ausreichend einen guten Job machen, und Praedikatsjuristen, die leider Idioten sind. Man muss das Gesamtpaket betrachten.


Das stimmt natürlich (sagt der Jurist im Dienste der Freien Hansestadt Bremen ;)).

Froehliche Zustimmung aus einer anderen Stadt des Bundeslandes Bremen, die hier aus Gruenden der Diskretion ungenannt bleiben muss ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: DerSenator

meilenfreund

Erfahrenes Mitglied
10.03.2009
7.004
6.128
Ach, wenn sie so Leute finden, ist doch alles gut. Wenn irgendwann nicht mehr, bin ich ganz unkreativ: Entweder mehr zahlen oder Anforderungen runterschrauben.

Früher fand ich das als Jobperspektive total super. Wenn ich mir anschaue, was ich heute mache, würde ich nicht bei LH in der Rechtsabteilung sitzen wollen.

Wobei "Anforderungen runterschrauben" sowieso relativ ist (auch wenn wir jetzt in den Off-Topic-Bereich kommen): Diese digitale Notenfixierung (Doppelbefriedigend gut, kein Doppelbefriedigend schlecht) ist eh bekloppt. Ich bin jetzt auch lange genug im Job, um Kollegen zu kennen, die trotz Ausreichend einen guten Job machen, und Praedikatsjuristen, die leider Idioten sind. Man muss das Gesamtpaket betrachten.

(y) Ich bin über eine interne Ausschreibung auf die Stelle gekommen, die ich jetzt habe. Noten haben dabei keine Rolle gespielt. Was ich mache, liegt sowieso in Gebieten, die in den Examen keine Rolle spielen. Das hätte sich also auch jemand mit Prädikatsexamen reinziehen müssen. Ich denke sagen zu können, dass ich das auch ohne Prädikatsexamen ganz gut hinbekomme.

Froehliche Zustimmung aus einer anderen Stadt des Bundeslandes Bremen, die hier aus Gruenden der Diskretion unegenannt bleiben muss ;)

Die andere Stadt... Wenn wir hier Regelungen erfinden, muss immer zweimal nachgedacht werden, ob die dort auch gelten oder es selbst geregelt wird. ;)
 

DerSenator

Erfahrenes Mitglied
08.01.2017
7.933
6.575
MUC/INN
.. und Praedikatsjuristen, die leider Idioten sind.

Und davon nicht wenige. Im Gegenteil eher. Ich schäme mich oft für Kollegen, die Suche nach fähigen und sozialverträglichen Juristen gestaltet sich sehr schwierig. Überdies gibt es auch Juristen in Großkanzleien, die weit unterm Durchschnitt im Examen abgeschnitten haben, aber das würde natürlich nie nach außen kommuniziert werden. Irgendwer muss schließlich die Arbeit machen, aber der Schein muss andererseits gewahrt werden.
 

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
23.036
19.310
Ich schäme mich oft für Kollegen, die Suche nach fähigen und sozialverträglichen Juristen gestaltet sich sehr schwierig.

Ach, das meine ich gar nicht so sehr. Wer fachlich wirklich faehig ist, hat auch eine gewisse Narrenfreiheit bei der Sozialkompetenz. Ist aber natuerlich auch manchmal ein Thema.
Nein, eigentlich wollte ich auf die Leute abstellen, die durch Glueck, Bimsen und/oder Wohlwollen in einer ueberproportional zaehlenden Muendlichen ein gutes Examen haben, ohne gute Juristen zu sein. Oder die gute Noten haben und fachlich faehig sind, aber mit der (Berufs-)Praxis nicht klarkommen.

Natuerlich, letztlich gibt es eine klare Korrelation zwischen Examensergebnis, juristischen Faehigkeiten und beruflichem Erfolg. Aber die Faelle, in denen dies in die eine oder andere Richtung durchbrochen ist, gibt es auch, und die fallen bei der binaeren Notenhoerigkeit voellig unter den Tisch.
 
  • Like
Reaktionen: lupenreinerdemokrat