Kundenbindungsprogramme: Treue, Anreize, Daten und Management

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berlinet

Erfahrenes Mitglied
21.07.2015
5.407
3.121
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nun ja, Erika hat immerhin 30 Flüge mit LH gemacht, auch wenn es nur 1/3 ihres Gesamtkuchens ist.

In "keinster Weise treu" sein würde ich so nicht sagen...
Der TE hat ein sehr enges Verständnis von Treue, sozusagen ein katholisches. :D Ich sehe mich als treuer Kunde des sehr guten örtlichen Supermarkts, aber bei aller Treue bin ich da nicht monogam, sondern müsste mich als Serien-Seitenspringer sehen. :O
 

unseen_shores

Erfahrenes Mitglied
30.10.2015
9.586
15.395
Trans Balkan Express
Bei 5% der Kunden vielleicht eine bewusste Entscheidung.

Bei den restlichen 95% ist es vermutlich schlichtweg die Dummheit, dass sie gar nicht wissen wieviel Geld (in Form von Daten) sie Firmen wie payback und mehr noch Facebook, Google usw. freiwillig hinterher werfen.

Ein interssantes Interview dazu gestern im Deutschlandfunk:
https://www.deutschlandfunk.de/digi...heitsdaten.676.de.html?dram:article_id=453653

Es geht um die künftige "Fernsteuerung für das gesamte Leben" der Menschen. Dagegen ist "1984" ein Kindergarten....

Ich habe leider ungenau formuliert. Es sollte heißen, wie viele Kunden sind bereit, gegenüber Unternahmen A ihr Konsumverhalten offenzulegen, um beim Unternehmen B Statusvorteile zu erlangen? D.h. nach der Logik des TO würde eine Bonierung bei LH erfolgen, wenn der Kunde nachweist, dass er nicht bei QR gebucht hat und müsste die Daten dazu offen legen. Ich habe bewusst ein Beispiel unterscheidlicher Allianzen gewählt. Oder um einen anderen Bereich zu nennen, um als guter Kunde bei Saturn zu gelten, müsste X ggf. sein Einkaufverhalten bei Amazon offen legen.

Ob hier eine Bereitschaft zur Offenlegung des Konsumverhaltens besteht, bezweifle ich mal.

Was mich aber irritiert: Warum häufen sich hier die Fragen, wie ein optimales Kundenbindungsprogramm aussieht?
 
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Reaktionen: Wuff

Wikinger

Erfahrenes Mitglied
22.09.2015
1.092
337
Sind dann nicht automatisch die treusten Kunden die Leute, deren "Wallet" 0€ enthält? 100% sind da doch garantiert.
 

321xlr

Reguläres Mitglied
29.06.2019
50
0
Die Gehässigkeit, die mir hier entgegenschlägt, liegt eventuell daran, dass Vielen eine Diskussion empirischer und psychologischer Aspekte von Kundenbindungsprogrammen missfällt, weil man sich nicht eingestehen will, begrenzt rationale, von Emotionen beeinflusste Entscheidungen zu treffen. Andere sind offensichtlich nicht in der Lage dazu (oder nicht willens), logisch zu argumentieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

321xlr

Reguläres Mitglied
29.06.2019
50
0
Und einen Sinn und Zweck des Ganzen sehe ich schon: Making sense of loyalty.

Auch neue Loyalty-Programme werden ein Kompromiss sein. Auch ein besseres Programm wird nicht alle Schlupflöcher stopfen können. Derjenige, der Programme gut versteht, hat auch in Zukunft gute Voraussetzungen, Programme für sich zu optimieren.
 
A

Anonym70281

Guest
Über einen Blog (View from the Wing) bin ich auf eine interessante Diskussion darüber gestoßen, was eigentlich ein loyaler Kunde ist.

Loyal bedeutet doch nicht zwingend, dass man sich auf einen speziellen Anbieter festgelegt. Wenn ich zehn Jahre lang jeden Monat einmal mit Fluggesellschaft A fliege, bin ich ein loyaler Kunde, selbst wenn ich im gleichen Zeitraum mit Fluggesellschaft B ebenfalls einmal pro Monat fliege. Vielleicht fliege ich ja mit Fluggesellschaft B, weil sie ein Ziel anfliegt, welches mir Fluggesellschaft A nicht bietet?

Du verwechselst den Begriff recht allgemeinen Begriff der Loyalität mit Exklusivität (der in der Regel eine besonders harte Form der Loyalität darstellt, aber nicht Loyalität im generellen Sinne darstellt).