Luftfahrt in Deutschland im Niedergang

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Luftikus

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08.01.2010
27.668
13.483
irdisch
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Ich stimme zu, dass man in stark ausgedünnten Flugplänen oft keine passenden Verbindungen für die klassischen Businesstermine mehr findet.
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
4.268
6.222
Und in 20 Jahren fährt uns LH per Bahn nach Brüssel und Rom zu den Abflügen?
Sofern die Bahnreisezeit nennenswert schrumpft - ja

Was bei Rom auf absehbare Zeit unwahrscheinlich ist.

Aber Brüssel - aus Westdeutschland - wer weiss?


Ich weiß ja nicht, was manche Leute erwarten - aber natürlich wirkt sich stetige Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecken der bahn auf den Luftverkehr aus.

Mal im Ganzen gesehen:
- die Reisezeit des Luftverkehrs ist unverändert
- die Reisezeit der Bahn schrumpft (je nach Destination mal stärker, mal weniger stark)

Es ist doch offensichtlich, dass dies zu Lasten des Luftverkehrs - zumindest auf den kürzeren Strecken - geht
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
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Ich stimme zu, dass man in stark ausgedünnten Flugplänen oft keine passenden Verbindungen für die klassischen Businesstermine mehr findet.
Weil es nicht genügend geschäftliche (oder private) Reisende gibt, die bereit sind, kostendeckende Preise für das Vorhalten solcher Flugpläne zu bezahlen, wenn die Preis sensitiven Kunden abwandern, die aber notwendig sind um insgesamt rentable zu sein (um die Grundkosten abzudecken).

Du willst nicht akzeptieren, dass der Luftverkehr für die 'klassischen Businesstermine' nicht kostendeckend und schon immer eine Mischkalkulation war.
Vor allem wenn gleichzeitig (durch Remote Meetings) die Nachfrage durch 'klassische Businesstermine' gesunken ist.

Der Rest hat dann einfach Pech gehabt oder müsste bereit mehr zu zahlen...
 
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Stern49

Erfahrenes Mitglied
03.06.2023
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Weil es nicht genügend Geschäfts- (oder Privat-) reisende gibt, die bereit sind, kostendeckende Preise für das Vorhalten solcher Flugpläne zu bezahlen, wenn die preis sensitiven Kunden abwandern, die aber notwendig sind um insgesamt rentable zu sein (um die Grundkosten abzudecken).

Du willst nicht akzeptieren, dass der Luftverkehr für die 'klassischen Businesstermine' nicht kostendeckend und schon immer eine Mischkalkulation war.
Vor allem wenn gleichzeitig (durch Remote Meetings) die Nachfrage durch 'klassische Businesstermine' gesunden ist.

Der Rest hat dann einfach Pech gehabt oder müsste bereit mehr zu zahlen...
Ja ja.Immer ist der Fluggast Schuld,welcher nicht bereit überhöhte Ticketpreise zu zahlen.....Die Lufthansa muss vielmehr mit ihren Kosten runter und günstigere Ticketpreise anbieten.Dann klappt es auch mit der Nachfrage.Gerade bei der Mainline sind die Gehälter astronomisch hoch und müssen deutlich reduziert werden.
 
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Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
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Ja ja.Immer ist der Fluggast Schuld,welcher nicht bereit überhöhte Ticketpreise zu zahlen.....Die Lufthansa muss vielmehr mit ihren Kosten runter und günstigere Ticketpreise anbieten.Dann klappt es auch mit der Nachfrage.Gerade bei der Mainline sind die Gehälter astronomisch hoch und müssen deutlich reduziert werden.
Ist aber nicht alles. Die haben viele große Löcher, die der Fluggast mit jedem Ticket bezahlen darf. 👎
 
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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
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Ja ja.Immer ist der Fluggast Schuld,welcher nicht bereit überhöhte Ticketpreise zu zahlen.....Die Lufthansa muss vielmehr mit ihren Kosten runter und günstigere Ticketpreise anbieten.Dann klappt es auch mit der Nachfrage.Gerade bei der Mainline sind die Gehälter astronomisch hoch und müssen deutlich reduziert werden.
Die Tatsache, dass alle innerdeutschen Konkurrenten die Grätsche machten (trotz wesentlich günstiger Kostenstruktur), zeigt ja, dass dein Argument Mumpitz ist.

Aber mit dir zu diskutieren, ist verschwendete Lebenszeit - du magst LH und Frankfurt nicht (warum auch immer). Und drehst deine Argumentation immer dagegen.

Wie jemand, dessen einziges verfügbares Werkzeug ein Hammer ist - ergo ist für alle Problemstellungen die Lösung - drauf schlagen - weil dafür ist ein Hammer da. Ob es Sinn macht oder - egal, hast ja nur ein Hammer.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.668
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irdisch
Weil es nicht genügend Geschäfts- (oder Privat-) reisende gibt, die bereit sind, kostendeckende Preise für das Vorhalten solcher Flugpläne zu bezahlen, wenn die preis sensitiven Kunden abwandern, die aber notwendig sind um insgesamt rentable zu sein (um die Grundkosten abzudecken).

Du willst nicht akzeptieren, dass der Luftverkehr für die 'klassischen Businesstermine' nicht kostendeckend und schon immer eine Mischkalkulation war.
Vor allem wenn gleichzeitig (durch Remote Meetings) die Nachfrage durch 'klassische Businesstermine' gesunden ist.

Der Rest hat dann einfach Pech gehabt oder müsste bereit mehr zu zahlen...
Zahlungsbereitschaft wurde immer erwartet bei vierstelligen Euro-Beträgen für ein Stück Schokolade (warum eigentlich kein Stück Brot?) und ein Wasser. Wenn die Verbindung gut ist, zahlt man auch dafür. Aber nicht mit abgebrochenen Konferenzen bei zwei Hotelnächten.
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
2.745
1.308
ein Land wie Deutschland, welches sich in Altersstruktur und Leistungsbereitschaft immer mehr in ein Industriemuseum verwandelt, braucht keine boomenden Regionalflughäfen mehr ... wozu !?

höchstens noch, um asiantische Touristen in dieses Industriemuseum zu fliegen, damit sie sich direkt vor Ort anschauen können, wohin es führt, wenn man sich wie D in leistungsabgewandter Selbstgerechtigkeit suhlt
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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du meinst diese depressiven Frührentner mit 40 oder 45, die gerade überall im Land entlassen werden ?!
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
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Zahlungsbereitschaft wurde immer erwartet bei vierstelligen Euro-Beträgen für ein Stück Schokolade (warum eigentlich kein Stück Brot?) und ein Wasser. Wenn die Verbindung gut ist, zahlt man auch dafür. Aber nicht mit abgebrochenen Konferenzen bei zwei Hotelnächten.
Es gibt aber nicht mehr ausreichend Passagiere, die 4-stellig bezahlen und gleichzeitig noch genug 'Masse', die zur Kostendeckung beitragen. Bei letzterer wirkt sich aus, dass eine langfristige Verschiebung zwischen den Verkehrsträgern gibt.

Es gibt die schon noch Bedarf an flexiblen und termingetriebenen Tickets - aber nicht mehr in ausreichender Zahl.

Der Geschäftsreisendenverkehr hat sich seit Corona stark verändert.

Durch die Akzeptanz von Videocalls, der Bedarf an kurzen persönlich Meetings/ Treffen gesunken (nicht weg). Aber die Mischkalkulation geht anbieterseitig kostenseitig nicht mehr auf.

Die, die es weiterhin machen/ brauchen, sind halt gekniffen.

Edit
Darüber hinaus jammert die LH seit 50 (+) Jahren, dass der innerdeutsche Luftverkehr defizitär ist. Und wollte das schon immer reduzieren.
Was im Umkehrschluss bedeutet, dass Leute, die von einem derartigen Angebot profitiert (ihren Leben/ Geschäften nachgehen konnten), letztlich dies auf Kosten anderer taten (irgendwo kommen ja die Erlöse her, um den defizitären innerdeutschen Verkehr auszugleichen). Denn sie tragen nicht die wirklichen Kosten.
Und diese Zeit geht nun dem Ende zu...
 
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Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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Niedergang ... weitere Indikatoren:
- privatwirtschaftliche Investitionen in Deutschland auf Allzeit-Low (Quelle: EY)
im Prinzip investiert in D nur noch der Staat, die Privatwirtschaft kaum noch

- die Firma Bosch will sich komplett aus D verabschieden (Quelle: Ulf Poschardt)
naja, keine allzu neue und auch keine allzu schockierende Nachricht mehr. Bosch ... einer von vielen industriellen Klassikern, die in D keine Zukunft mehr sehen

für Leute mit Common Sense wohl mehr als logisch, dass dem allgemeinen Trend nach unten auch die Luftfahrt folgt
was soll sie denn sonst tun !?
 

Micha1976

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09.07.2012
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Ach wie schön, dass unsere Schnapsdrossel aus der Billigkneipe in Fernost postet und zum wiederholten Male zeigt, dass sie an einfachsten Aussagen scheitert.
 

juliuscaesar

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12.06.2014
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FRA
 

Stern49

Erfahrenes Mitglied
03.06.2023
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Niemand zwingt die leidenschaftlich jammernde Lufthansa in einem polyzentrischen Land wie Deutschland ein extremes Hubmodell durchzuziehen.Das kann nur schief gehen,weil das Heranschaffen von Paxen einfach zu teuer und komplizert ist.FRA ist nicht London.Der Staat sollte für das hoffnungslos verpfuschte Geschäftsmodell der Lufthansa schon gar nicht haften.Die an chronischer Huberitis erkrankte Frankfurthansa sollte ihren Flugverkehr vielmehr entzerren und zu den Kunden in den verschiedenen Wirtschaftsräumen kommen.
 

Luftikus

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08.01.2010
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irdisch
Man braucht Markt und Wettbewerb. Eigentlich müsste man sich eine bundesweite neue Regionalairline aufbauen und die Politik müsste dabei helfen (wollen). Aber man hatte potenzielle Kandidaten eingehen lassen und Kurzstreckenflüge lange Zeit verteufelt. Kein Wunder, dass man so bei Verbindungen in die Provinz bald vor dem Nichts stehen könnte. Aber mit Elektroflug können wir ja bald überall direkt hin. Wenn es nicht weiter als 20 Minuten weg ist.
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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ja, aber wozu ?!

nur ein paar wenige Beiträge weiter oben steht, dass die Privatwirtschaft in und nach D so gut wie nichts mehr investiert
ALLZEIT LOW
wo soll denn da eine neue Fluglinie herkommen, und wozu?

praktisch jeder private Investor betrachtet D als ein Gebiet, welches sich in ein Industriemuseum verwandelt
wozu braucht ein Industriemuseum denn eine neue Regionalairline?
und mit welchem Incentive will man welchen Privatinvestor anlocken, genau in eine solche Regionalairline zu investieren ??!