Neue SKCHG/INVOL Regeln?

ANZEIGE

bender1057

Erfahrenes Mitglied
07.02.2010
903
3.376
ANZEIGE
Hallo in die Runde! Wir alle kennen die LHG SKCHG/INVOL Umbuchungsregeln, die unter anderem die folgenden beiden "Features" umfassen:

1.) Bei einer Flugstreichung oder -änderung darf man einmalig umbuchen. Der entsprechende Wortlaut aus Punkt 1.3 der Regeln lautet: "Any schedule change/flight cancellation entitles to a rebooking/reissue on involuntary basis – this includes time changes and flight cancellations (with or without automatically booked alternatives)."
2.) Wenn man auf LHG-Flüge umbucht, darf man gegebenenfalls in eine höhere Buchungsklasse eingebucht werden. Der offizielle Wortlaut aus Punkt 1.3 der Regeln lautet: "Rebook in the original ticketed RBD [Buchungsklasse]. If the original ticketed RBD is not available, rebook in the next higher available RBD within the same compartment [Reiseklasse]."

So weit, so klar. Zwar erwischt man an der Hotline bekanntlich ab und zu eine "Niete", aber normalerweise habe ich in den letzten Jahren immer problemlos im Rahmen der genannten Regeln genau so umbuchen können, wie ich es wollte.

ABER: Seit kurzem wird mir an der Hotline plötzlich immer gesagt, dass eine Umbuchung in eine höhere Buchungsklasse nur noch auf dem Segment möglich sein soll, bei dem es die "Unregelmäßigkeit" gab. Zunächst dachte ich an eine ungewöhnliche Hotline-"Nieten"-Häufung. Dann habe ich jedoch bezüglich einer Umbuchung (die ein Agent wie von mir gewünscht eingebucht hatte) plötzlich eine Mail bekommen, ich solle mich melden. Anschließend hat sich herausgestellt, dass das Ticketing die Umschreibung nicht vornehmen wollte, und zwar genau aufgrund der genannten neuen Bedingung. Daher meine Frage an die "Schwarmintelligenz":

1.) Weiß jemand Näheres bezüglich der möglichen Regeländerung? Gibt es dazu gegebenenfalls irgendetwas Schriftliches (so dass man zumindest exakt wüsste, woran man genau ist)?
2.) Falls es tatsächlich die Änderung gab, wo können wir uns dagegen "beschweren"? Denn wie soll man eine Reise mit mehreren Segmenten sinnvoll auf ein anderes Datum umbuchen, wenn dabei plötzlich die genannte neue Bedingung gelten soll?
 

reifel

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
1.585
1.549
Hallo in die Runde! Wir alle kennen die LHG SKCHG/INVOL Umbuchungsregeln, die unter anderem die folgenden beiden "Features" umfassen:

1.) Bei einer Flugstreichung oder -änderung darf man einmalig umbuchen. Der entsprechende Wortlaut aus Punkt 1.3 der Regeln lautet: "Any schedule change/flight cancellation entitles to a rebooking/reissue on involuntary basis – this includes time changes and flight cancellations (with or without automatically booked alternatives)."
2.) Wenn man auf LHG-Flüge umbucht, darf man gegebenenfalls in eine höhere Buchungsklasse eingebucht werden. Der offizielle Wortlaut aus Punkt 1.3 der Regeln lautet: "Rebook in the original ticketed RBD [Buchungsklasse]. If the original ticketed RBD is not available, rebook in the next higher available RBD within the same compartment [Reiseklasse]."

So weit, so klar. Zwar erwischt man an der Hotline bekanntlich ab und zu eine "Niete", aber normalerweise habe ich in den letzten Jahren immer problemlos im Rahmen der genannten Regeln genau so umbuchen können, wie ich es wollte.

ABER: Seit kurzem wird mir an der Hotline plötzlich immer gesagt, dass eine Umbuchung in eine höhere Buchungsklasse nur noch auf dem Segment möglich sein soll, bei dem es die "Unregelmäßigkeit" gab. Zunächst dachte ich an eine ungewöhnliche Hotline-"Nieten"-Häufung. Dann habe ich jedoch bezüglich einer Umbuchung (die ein Agent wie von mir gewünscht eingebucht hatte) plötzlich eine Mail bekommen, ich solle mich melden. Anschließend hat sich herausgestellt, dass das Ticketing die Umschreibung nicht vornehmen wollte, und zwar genau aufgrund der genannten neuen Bedingung. Daher meine Frage an die "Schwarmintelligenz":

1.) Weiß jemand Näheres bezüglich der möglichen Regeländerung? Gibt es dazu gegebenenfalls irgendetwas Schriftliches (so dass man zumindest exakt wüsste, woran man genau ist)?
2.) Falls es tatsächlich die Änderung gab, wo können wir uns dagegen "beschweren"? Denn wie soll man eine Reise mit mehreren Segmenten sinnvoll auf ein anderes Datum umbuchen, wenn dabei plötzlich die genannte neue Bedingung gelten soll?
Ich kann gerne mal schauen ob Agenuren eine neue Invol Policy vorliegt. Ich bin aber nicht sicher ob ich Dich richtig verstehe - zielt die Frage darauf hinab ob man zB den Hinflug auch umbuchen kann wenn nur der Rückflug betroffen ist?
 

tausl1

Aktives Mitglied
15.02.2025
121
79
Ich kann gerne mal schauen ob Agenuren eine neue Invol Policy vorliegt. Ich bin aber nicht sicher ob ich Dich richtig verstehe - zielt die Frage darauf hinab ob man zB den Hinflug auch umbuchen kann wenn nur der Rückflug betroffen ist?
Bisher ging das immer. Manchmal ist ja z.B. der Hinflug von der Änderung betroffen aber noch so okay. Und auf dem Rückflug ergibt sich nun eine bessere Möglichkeit eine andere Verbindung möglich wird. Ich habe es immer sehr geschätzt, dass dann einmalig kostenfrei umgebucht wurde.
 
  • Like
Reaktionen: bender1057

bender1057

Erfahrenes Mitglied
07.02.2010
903
3.376
@slutz, völlig richtig. Es geht mir allerdings nicht um den genannten Fall (den ich mittlerweile eh schon "gelöst" habe), sondern um die Zukunft. Denn im genannten Fall war der Agent möglicherweise noch nicht bezüglich der etwaigen Änderung "gebrieft", so dass er die Umbuchung wie von mir gewünscht eingebucht hatte.

Falls es jedoch tatsächlich die genannte Regeländerung gab, dann wird man vermutlich früher oder später keinen Agenten an der Hotline mehr "finden", der einem eine Umbuchung nach den bisherigen Regeln einbucht.


@reifel, schon mal danke im Voraus! Meine Frage bezieht sich auf beides. Wenn es auf Oneway-Flügen (z.B. QKL-FRA-MUC-BKK) auf einem der drei Segmente eine "Unregelmäßigkeit" gab, dann konnte man bislang bei einer Umbuchung auf ein anderes Datum alle drei Segmente (falls erforderlich) in eine höhere Buchungsklasse einbuchen lassen. Das scheint jetzt eventuell nicht mehr zu gehen. Die gleiche Logik gilt dann vermutlich auch für Return-Flüge, siehe die Antwort von @tausl1.
 

hang_loose

Reguläres Mitglied
24.11.2024
78
115
LEJ
ich erinnere mich spontan auch an diesen Beitrag von Anfang Sep aus dem M&M Unterforum:
Konkret gab es zwar eine Zeitänderung (eine geringe, 15 Minuten) auf der Strecke XXX–FRA, die mich zu einer kostenfreien Umbuchung berechtigt, aber nicht auf der Weiterstrecke FRA–YYY. Und es könne nur der vom SKCHG betroffene Flug umgebucht werden, nicht automatisch die gesamte Strecke. So die Aussage. Das erste Mal, dass ich so was höre.
bin auch gespannt, ob sich bestätigt, dass dazu neue Regeln eingeführt wurden.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
3.080
3.376
Dann habe ich jedoch bezüglich einer Umbuchung (die ein Agent wie von mir gewünscht eingebucht hatte) plötzlich eine Mail bekommen, ich solle mich melden. Anschließend hat sich herausgestellt, dass das Ticketing die Umschreibung nicht vornehmen wollte
Ich nehme ja eher sehr positiv überrascht zur Kenntnis, dass es mittlerweile scheinbar eine Möglichkeit gibt, die Beförderungsfälle Kunden darüber zu informieren wenn das Ticketing fehlschlägt / nicht durchgeführt wird, anstatt die Kunden sitzen zu lassen (wenn sie es nicht selbst proaktiv checken).
 
  • Like
Reaktionen: bender1057

Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
6.584
39.613
MUC
Hier war es nun äußerst kurios:

Gebucht war MUC-ZRH-BKK als M&M Award. Der Flug MUC-ZRH wurde um 35 Minuten vorverlegt.

Ich hatte daraufhin bei der Senator-Hotline angerufen und um Umbuchung auf den Direktflug MUC-BKK mit LH am Vorabend gebeten. Die etwas unfreundliche Dame teilte mir mit, dass sie mir gerne das Segment MUC-ZRH auf den Vorabend legen würde, aber die Langstrecke "nicht anfassen" würde. Ich fragte ungläubig, ob dies eine neue Regelung sei, da ich bei vergleichbaren Fällen bisher immer problemlos umbuchen konnte. Sie meinte darauf, dass dies seit Jahren so wäre, dass man bei einem Schedule Change nur das direkt betroffene Segment umbuchen dürfe.

Ich bat dann darum, das Ticket unangetastet zu lassen und die Flugzeitenänderung auf MUC-ZRH unbestätigt zu lassen.

Beim nächsten Anruf eine deutlich freundlichere Mitarbeiterin dran gehabt, die MUC-BKK direkt eingebucht hatte. Eine einmalige kostenfreie Umbuchung bei einem Schedule Change wäre möglich, auch wenn die ursprüngliche Buchungsklasse (in diesem Fall I = Award) auf dem gewünschten neuen Flug nicht verfügbar sei. Eine knappe Änderungsbestätigung kam direkt nach dem Telefonat, wenngleich diese weder Ticketnummer noch PNR beinhaltete, aber sehr wohl unsere Namen und das neue Routing.

Ich prüfte dann nahezu täglich, ob die neuen Tickets bereits ausgestellt waren und ich nun auch Sitzplätze für den Direktflug auswählen konnte. Allerdings erfolgte keine zeitnahe Ticketausstellung.

Eine gute Woche nach der telefonischen Umbuchung stutzte ich, dass der Flug aus meiner Buchungsübersicht verschwunden war. Bei Aufruf des PNR bekam ich dazu die Fehlermeldung, dass die Buchung keine Flüge enthalten würde.

Erst heute (ein paar Tage später) kam ich dazu, erneut die Senator-Hotline anzurufen. Ich erklärte, dass ich einen Flug umgebucht hätte, aber diesen nun nicht mehr in der Miles&More-Buchungs-Übersicht finden würde. Die freundliche Dame war verwundert, denn laut ihrer Anzeige wären die Tickets für den Direktflug MUC-BKK erfolgreich ausgestellt. Ich loggte mich parallel ein und konnte dies ebenso nachvollziehen, sodass ich mir den Anruf wohl hätte sparen können.

Unter dem alten Buchungscode lässt sich die Buchung nun ohne Probleme finden. Tatsächlich wurden auch neue Ticketnummern ausgestellt und ich konnte die Passagierbelege erfolgreich herunterladen.

Keine Ahnung, ob ich jetzt einfach Glück hatte oder da nur ein paar unwissende Mitarbeiter an der Hotline Quatsch erzählen.
 

reifel

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
1.585
1.549
@reifel, schon mal danke im Voraus! Meine Frage bezieht sich auf beides. Wenn es auf Oneway-Flügen (z.B. QKL-FRA-MUC-BKK) auf einem der drei Segmente eine "Unregelmäßigkeit" gab, dann konnte man bislang bei einer Umbuchung auf ein anderes Datum alle drei Segmente (falls erforderlich) in eine höhere Buchungsklasse einbuchen lassen. Das scheint jetzt eventuell nicht mehr zu gehen. Die gleiche Logik gilt dann vermutlich auch für Return-Flüge, siehe die Antwort von @tausl1.
Also gerade nochmal die neueste Policy angesehen, ich halte das für Quatsch.
Vieles in der Policy wäre dann auch widersprüchlich:
-Es ist grundsätzlich immer von O&D (also Origin und Destination) die Rede
-Es ist auch davon die Rede dass O&D in einem gewissen Radius geändert werden können -> alleine das wäre ja lt. der Erklärung die Dir LH gegeben hat ausgeschlossen
-Man darf immer auf andere LHG Airlines (und bei manchen Joint Venture Destinationen auch auf UA/AC/NH/SQ) umbuchen -> auch hier ist ja eine Routingänderung verpflichtend

Vielleicht haben die intern die Ansage bekommen zu versuchen nicht auf andere Routen umzubuchen um dort nicht "teuer verkaufbare Flüge" zB ab ZRH nicht vollzumachen, aber als Reisebüro könnte ich Dir problemlos lt. Policy ein DUS-MUC-MIA auf DUS-ZRH-MIA umbuchen.

Falls Du selber nachlesen willst: https://irreg.lufthansaexperts.com/de/invol-regeln.html
 

bender1057

Erfahrenes Mitglied
07.02.2010
903
3.376
@reifel, vielen Dank! Ja, die Version von April 2025 ist mir wohlbekannt. Und wie gesagt, ich habe in den letzten Jahren unzählige Umbuchungen im Rahmen der Regeln durchgeführt und es war nie ein Problem.

Am aktuellen Rand haben mir jedoch plötzlich mehrere Agenten (ich glaube, es waren vier) völlig unabhängig voneinander die neue Regel genannt. Und wie gesagt: Ich hatte ja eine Reservierung bereits erfolgreich umgebucht und erst anschließend kam die Mail vom Ticketing, ich solle mich bitte "bezüglich meiner Buchung sobald wie möglich an das Lufthansa Service Center wenden" (Originalzitat).

Und ja, vielleicht (bzw. hoffentlich) hast du Recht und es ist möglicherweise nur eine interne Ansage. Allerdings verstehe ich dann nicht, warum sich das Ticketing geweigert hat, mein Ticket umzuschreiben. Insofern wäre es super, wenn wir hier weitere Erfahrungsberichte sammeln könnten (um ein besseres "Gesamtbild" zu erhalten)..
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: Nitus

TrickMcDave

Erfahrenes Mitglied
16.07.2015
4.492
3.545
ZRH
ANZEIGE
300x250
Ich buche auch regelmässig über INVOL/SKCHG um und meine - rein subjektiv - öfters anrufen zu müssen bei für die Airline "teuren" Umbuchungen (aus der Saure Gurken Zeit in Hochsaison verlegen zB).

Gut möglich, dass die Policy unverändert ist, aber die Agents eine neue Arbeitsanweisung erhalten haben.
 
  • Like
Reaktionen: bender1057