New Orleans

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Monty_GER

Reagenzglaskellner
21.11.2010
1.383
3
43
Niederrhein
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Tach zusammen,

ich hatte mir überlegt, dass ich demnächst mal ein paar Tage in New Orleans verbringen möchte.

Vielleicht hat jemand von Euch schon ein paar Erfahrungen mit der Stadt gemacht und kann mir den ein oder anderen Tipp geben.

Wann wäre die beste bzw. sinnvollste Jahreszeit für einen Besuch in der Stadt?
Ich hatte jetzt März 2012 geplant, bin da aber flexibel?
Was ist "must-see" in der Stadt?
Wieviel Tage sollte man sich nehmen?
Wie sehr hat der Hurricane 2005 die Stadt verändert?

Danke schonmal!

S.
 

Davisscholar

Erfahrenes Mitglied
04.08.2010
2.210
0
Um Ostern rum sollte eine gute Zeit sein. Zum Rest kann ich eher wenig sagen, da ich vor 2005 da war...

Am besten gucken, wann eine geschätzte Jazz- oder Bluesgröße spielt - z.B. Branford Marsalis, Buddy Guy, Little Willie Littlefield... Eine viel bessere Umgebung dafür gibt es kaum!
 
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coolalzi

Erfahrenes Mitglied
01.02.2010
403
0
Frenchmen Street ist tausend mal besser als Bourbon Street! "The Spotted Cat" war mein Lieblingsclub. Die Innenstadt ist vergleichbar mit Amsterdam oder Prag, sehr viele Touristenund alles per Fuß machbar. Ein Jazzkonzert ist toll, aber kein Muss, besonders am Wochennende gibt's ca.30 gute Clubs mit guter Liveband. Auf die 2$-RedBull-Jager-shot-bars in der Bourbon kann ich verzichten.

Ich würde mindestens Fr und Sa Abend hier verbringen, zusätzliche Tage sind natürlich auch nett.Die Hauptattraktion ist aber schon Jazz, einen Eiffelturm-Ersatz findest du hier nicht.
 
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mumielein

Gründungsmitglied
06.03.2009
4.152
1
Dorf bei NUE
Ich kann nur von der Zeit vor der Flut sprechen, bin aber in 2 Wochen wieder mal dort...

Es gibt viele schöne Ecken und Häuser in der Stadt. Eine Tradition der Gegend ist ja Voodoo, eine der bekannteren Gestalten aus dem Metier ist ja Marie Laveau Marie Laveau – Wikipedia und ich fand den nach ihr benannten Laden Marie Laveau's House of Voodoo - Official Site recht nett zum Stöbern und Einkauf einer dringend benötigten Voodoo-Puppe. :rolleyes:
Begraben ist sie auf dem Saint Louis Cemetery.

Etwas makaber, aber mit "Glück" erlebt man beim Besuch eines der sehenswerten Friedhöfe eine Beisetzung mit second line (Jazz funeral). New Orleans Cemeteries

Jackson Square mit Straßenkünstlern.

Herrenhäuser in New Orleans und Umgebung, z. B.
The Beauregard-Keyes House

Jazz ist allgegenwärtig. New Orleans Jazz National Historical Park - Schedule of Events (U.S. National Park Service)

Und eine Gumbo sollte man auch gegessen haben, ehe man die Stadt verläßt. New Orleans CAJUN FOOD RECIPES! Gumbo,Jambalaya,Crwfish,Sausage,Crabmeat,Beignets
 
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happyfriend

Erfahrenes Mitglied
04.05.2011
572
2
Ich war auch das letzte Mal vor der Flut dort.
Mir hat die Tour durch die Plantation Homes gut gefallen; die Fahrt durch Louisiana ist zwar extem langweilig- Sumpf und Highways auf Stelzen- und die Häuser liegen teilweise direkt neben Industrieanlagen, aber irgendwie kommt doch "Fackeln im Sturm" bzw. "Vom Winde verweht"-Feeling auf;-).

Das French Quarter fand ich nett, wir hatten damals auch mitten darin gewohnt, aber irgendwie hat die Stadt mich nicht weiter fasziniert.
 

maxwes

Erfahrenes Mitglied
06.02.2011
608
0
HAM
Ich kenn New Orleans nur nach der Flut im Jahre 2009. Wirklich eins der Must-Sees meiner Meinung nach immernoch innerhalb der USA. So gut Live-Musik bekommt man nirgendwo sonst for free geboten.

Wir waren damals leider nur über ein langes WE dort - das war definitiv zu kurz. Ich würde mal so 5 Tage ansetzen, wenn man sich auch noch die Zeit nehmen will die (sehenswerten) Swamps anzuschauen. 2009 waren übrigens immernoch teilweise deutlich auch im Stadtzentrum die Spuren von Catrina (zugemachte Fenster mit Sperrholzplatten auch bei großen Gebäuden) zu sehen.
 

Davisscholar

Erfahrenes Mitglied
04.08.2010
2.210
0
Von der Architektur mal abgesehen, haben mich die Stripclubs, vor denen 10-Jährige Afro-Amerikaner als Bettler steppten, eher abgeschreckt. (French Quarter/ Bourbon Street).

Die Straße am Ufer des Mississippi fand ich insgesamt recht nett - gegenüber Kirche und (Reiter?)Statue gab es ein Café, welches irgendein bekanntes Gebäck hatte. Ansonsten muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich die Meiste Zeit seinerzeit in dem mehrstöckigen "HMV/Virgin Music Store" verbracht habe, um tonnenweise seltene CDs und DVDs zu suchen. Das war kurz bevor HMV seine Läden in Deutschland geschlossen hat - waren seinerzeit extrem kompetent im Beschaffen von Sonderauflagen, seltenen Aufnahmen etc.
Eine Steamboat-Rundfahrt durfte auch nicht fehlen, typisches Touristen-Rundreiseprogramm halt, aber schön.

Sehr schön fand ich seinerzeit die "Nottoway Plantation": Nottoway Plantation nach New Orleans, Louisiana - Google Maps

Ca. 1.5h Fahrtzeit von New Orleans und ließe sich mit Baton Rouge verbinden, was m.E. auch lohnenswert wäre. Die Nottoway ist typisch erhalten, geradezu kitschig, aber tatsächlich eine der wenigen, original erhaltenen Plantagen (= nicht während des Sezessionskrieges zerstört). War zur Zeit meines Besuches schon Gästehaus (kleine Führung inbegriffen) und im Restaurant gab es damals gute Jambalaja.

Zu beachten an der ganzen Sache ist allerdings, dass meine Erfahrung ca. ein Jahrzehnt zurückliegt.
 
Zuletzt bearbeitet:

cs29

Aktives Mitglied
27.03.2009
101
46
bei Karlsruhe
Ich war auch vor Katrina zuletzt dort. In New Orleans ist zu jeder Jahreszeit was los, allerdings ist es im Sommer oft sehr heiß und schwül, was nicht jedermanns Sache ist.
Anfang April ist das "French Quarter Festival" lohnenswert, Ende April das "Jazz and Heritage Festival", aber es gibt das ganze Jahr über immer wieder Feste. Wer's mag: Über Fasching ist die Hölle los, Höhepunkt ist Faschingsdienstag (Mardi Gras), allerdings sollte man sich da beizeiten um ein Quartier kümmern.
Bourbon Street kann man mal entlang bummeln und Touristen beim Trinken zuschauen, aber das war's dann, gute Musikkneipen sind -wie schon oben erwähnt- in der Gegend um die Frenchmen St.
Die Tageszeitung "Times Picayune" hat eine Wochenendbeilage namens "Lagniappe", da sind (fast) alle Veranstaltungen aufgelistet, auch der eine oder andere Restauranttip.
Eine Fahrt mit der "Natchez" ist auch recht nett, früher gab's im Touristenbüro am Jackson Square dafür Ermäßigungsgutscheine, es lohnt sich auf jeden Fall, dort mal reinzuschauen.
Touren durch die Swamps in der Umgebung werden in Hülle und Fülle angeboten, uns hat die Tour von Munsons in Houma am besten gefallen, haben wir auch schon öfter gemacht, Houma liegt ca. 70 Meilen von N.O. entfernt, kann man aber gut mit dem Besuch von einer "Plantation" verbinden.
Schöne Häuser kann man übrigens auch bei einem Spaziergang durch den "Garden District" zwischen St. Charles Ave. und Magazine St. sehen, einige davon haben auch schon als Filmkulisse gedient.
Ach ja: Zur Einstimmung den Film "The Big Easy" anschauen und/oder einen Krimi von Julie Smith lesen, die spielen in N.O.