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Es gibt ja schon einen Thread "Lufthansa will nicht mehr per E-Mail kontaktiert werden?" und wir wissen ja auch wieviel Wertschätzung das Unternehmen seinen Kunden gegenüberbringt.
Ich weiss auch nicht, woran es liegt, aber die Kommunikationskultur hat sich in den letzten Jahren ja deutlich verändert, allerdings nicht zum Besseren.
Gerade wollte ich meine Fahrzeugversicherung für meinen in Portugal stationierten Boliden [ein Löwe mit 68 Pferden] mittels dem von mir viel gepriesenem MB Way bezahlen, mit Multibanco am Automaten geht es ja gerade nicht, da ich derzeit nicht in Portugal bin. Also ist MB Way die einzige zur Verfügung stehende Zahlungsmöglichkeit via Kundenprotal eines grossen international agierenden Schweizer Versicherungsunternehmens. Zum Starten der MB Way Sitzung muss man seine Mobilfunk-Nummer in das Formular eingeben, dann kämen die Daten in die App, Zahlung authorisieren und fertig. Nur so einfach geht es leider nicht, da das Formular schon die Vorwahl +351 vorgibt und damit meine bei MB Way registrierte internationale Nummer vom Zahlungsverkehr ausgesperrt ist. Erinnert irgendwie auch an die IBAN-Diskriminierung, womit ich schon das nächste Stichwort habe. Nein, natürlich kann man ich die Fahrzeugversicherung nicht mittels banaler SEPA-Überweisung zahlen, da diese sonst gängige Zahlungsmethode auch nicht angeboten wird, genausowenig wie Zahlung per Debit- oder Kreditkarte. Also gut, dachte ich, dann muss ich doch mal der Versicherung mein Zahlungsproblem mitteilen, die Rechnung kam ja per Mail, also kurze Antwort und mein Problem schildern, aber da gibt es schon das nächste: Die Rechnung wurde von einer no-reply-Adresse versandt, die Versicherung will ja garnichts von mir hören. Und dabei ist dies nicht das einzige Unternehmen mit Problemen in der Kommunikation.
So, nun habe ich mal mein Postfach durchwühlt [einfache Suche nach "no-reply" und "noreply"] und geschaut, wer noch alles nichts von mir hören will und bin an überraschend vielen Stellen fündig geworden:
Zuforderst sind natürlich alle möglichen Airlines und Hotels mit Buchungsbestätigungen, ja schon klar: bezahlt ist schon mal und ab jetzt kannst Du die Fresse halten, aber dazu unten mehr.
Die Einwohnerdienste einer grösseren Schweizer Stadt, bei der ich mich neulich nach Umzug angemeldet hatte versendet die Formulardaten von einer externen no-reply-Adresse, offensichtlich der beauftragten IT-Firma. Okay, fairerweise muss man sagen, dass in der Bestätigung ganz unten die E-Mail-Adresse der Behörde angegeben ist, aber direkt antworten kann ich nicht, wenn mir ein Fehler auffällt. Und was macht eigentlich die externe IT-Firma mit meinen persönlichen Daten?
Eine Mail mit Betreff "Happy holidays from SWISS" habe ich von noreply@service.swiss.com erhalten, nicht nur das noreply und Service in einer E-Mail-Adresse ein Oxymoron ist und nur von einem Moron erstellt sein kann. Als höflicher Mensch, der ich nun mal bin, kann ich die freundlichen Grüsse noch nicht mal erwidern.
Ein anderes Schweizer Versicherungsunternehmen versendet E-Mails mit Betreff "Ihre Zufriedenheit liegt uns am Herzen - sagen Sie uns Ihre Meinung!" von einer no-reply-Adresse. War zwar ein Survey, aber was, wenn ich noch was zu sagen habe, was nicht im Survey gefragt wird?
Ein deutscher Mobilfunkanbieter wünscht mir "Priority: alles Gute zum Geburtstag" von einer no-reply-Adresse. Hier kann ich mich auch nicht einmal bedanken und schon gar nicht fühle ich dann noch Priority, wenn die Geburtstagswünsche noch nicht mal vom CEO persönlich kommen.
Man kann jetzt natürlich schon diskutieren, ob gewisse automatisch generierte Mails wie Buchungsbestätigungen für Flüge oder Hotels als "No-Replies" versandt werden können, eine aussagekräftigere E-Mail-Adresse wie "buchung@you.name.it" wäre da sicher wünschenswert. Aber was natürlich gar nicht geht, sind Mails mit Betreff "Flight Schedule Change" von no-reply-Adressen oder neulich von Austrian "Your seat has changed". Da hätten sie auch gleich "Fuck you!" in den Betreff schreiben können.
So, jetzt bin ich das auch mal losgeworden.
Etwas mehr zum Nachlesen, wieso no-reply ein no go ist, findet sich hier: 3 Gründe, warum Sie keine No Reply E-Mails versenden sollten oder wie man es in geschäftlicher Kommunikation besser machen könnte hier: Never Use a No-Reply Email Address (and What to Do Instead).
Ich weiss auch nicht, woran es liegt, aber die Kommunikationskultur hat sich in den letzten Jahren ja deutlich verändert, allerdings nicht zum Besseren.
Gerade wollte ich meine Fahrzeugversicherung für meinen in Portugal stationierten Boliden [ein Löwe mit 68 Pferden] mittels dem von mir viel gepriesenem MB Way bezahlen, mit Multibanco am Automaten geht es ja gerade nicht, da ich derzeit nicht in Portugal bin. Also ist MB Way die einzige zur Verfügung stehende Zahlungsmöglichkeit via Kundenprotal eines grossen international agierenden Schweizer Versicherungsunternehmens. Zum Starten der MB Way Sitzung muss man seine Mobilfunk-Nummer in das Formular eingeben, dann kämen die Daten in die App, Zahlung authorisieren und fertig. Nur so einfach geht es leider nicht, da das Formular schon die Vorwahl +351 vorgibt und damit meine bei MB Way registrierte internationale Nummer vom Zahlungsverkehr ausgesperrt ist. Erinnert irgendwie auch an die IBAN-Diskriminierung, womit ich schon das nächste Stichwort habe. Nein, natürlich kann man ich die Fahrzeugversicherung nicht mittels banaler SEPA-Überweisung zahlen, da diese sonst gängige Zahlungsmethode auch nicht angeboten wird, genausowenig wie Zahlung per Debit- oder Kreditkarte. Also gut, dachte ich, dann muss ich doch mal der Versicherung mein Zahlungsproblem mitteilen, die Rechnung kam ja per Mail, also kurze Antwort und mein Problem schildern, aber da gibt es schon das nächste: Die Rechnung wurde von einer no-reply-Adresse versandt, die Versicherung will ja garnichts von mir hören. Und dabei ist dies nicht das einzige Unternehmen mit Problemen in der Kommunikation.
So, nun habe ich mal mein Postfach durchwühlt [einfache Suche nach "no-reply" und "noreply"] und geschaut, wer noch alles nichts von mir hören will und bin an überraschend vielen Stellen fündig geworden:
Zuforderst sind natürlich alle möglichen Airlines und Hotels mit Buchungsbestätigungen, ja schon klar: bezahlt ist schon mal und ab jetzt kannst Du die Fresse halten, aber dazu unten mehr.
Die Einwohnerdienste einer grösseren Schweizer Stadt, bei der ich mich neulich nach Umzug angemeldet hatte versendet die Formulardaten von einer externen no-reply-Adresse, offensichtlich der beauftragten IT-Firma. Okay, fairerweise muss man sagen, dass in der Bestätigung ganz unten die E-Mail-Adresse der Behörde angegeben ist, aber direkt antworten kann ich nicht, wenn mir ein Fehler auffällt. Und was macht eigentlich die externe IT-Firma mit meinen persönlichen Daten?
Eine Mail mit Betreff "Happy holidays from SWISS" habe ich von noreply@service.swiss.com erhalten, nicht nur das noreply und Service in einer E-Mail-Adresse ein Oxymoron ist und nur von einem Moron erstellt sein kann. Als höflicher Mensch, der ich nun mal bin, kann ich die freundlichen Grüsse noch nicht mal erwidern.
Ein anderes Schweizer Versicherungsunternehmen versendet E-Mails mit Betreff "Ihre Zufriedenheit liegt uns am Herzen - sagen Sie uns Ihre Meinung!" von einer no-reply-Adresse. War zwar ein Survey, aber was, wenn ich noch was zu sagen habe, was nicht im Survey gefragt wird?
Ein deutscher Mobilfunkanbieter wünscht mir "Priority: alles Gute zum Geburtstag" von einer no-reply-Adresse. Hier kann ich mich auch nicht einmal bedanken und schon gar nicht fühle ich dann noch Priority, wenn die Geburtstagswünsche noch nicht mal vom CEO persönlich kommen.
Man kann jetzt natürlich schon diskutieren, ob gewisse automatisch generierte Mails wie Buchungsbestätigungen für Flüge oder Hotels als "No-Replies" versandt werden können, eine aussagekräftigere E-Mail-Adresse wie "buchung@you.name.it" wäre da sicher wünschenswert. Aber was natürlich gar nicht geht, sind Mails mit Betreff "Flight Schedule Change" von no-reply-Adressen oder neulich von Austrian "Your seat has changed". Da hätten sie auch gleich "Fuck you!" in den Betreff schreiben können.
So, jetzt bin ich das auch mal losgeworden.
Etwas mehr zum Nachlesen, wieso no-reply ein no go ist, findet sich hier: 3 Gründe, warum Sie keine No Reply E-Mails versenden sollten oder wie man es in geschäftlicher Kommunikation besser machen könnte hier: Never Use a No-Reply Email Address (and What to Do Instead).