Also von den 18 Mrd. (übrigens, ja, es waren Mrd., nicht Mio.), waren 15 Mrd. eine verzinsliche, stille Einlage. Diese sind mittlerweile von der Commerzbank zurückgezahlt worden, und zwar zuzüglich 1,5 Mrd. Zinsen. Jeder Politiker heult in den sonntäglichen Talkshows in die Suppe, wie teuer doch die Bankenrettung war. Aber daß hier mal schnell 16,5 Mrd. in die Staatskasse zurückgeflossen sind, inkl. einem schönen fetten Gewinn, davon spricht niemand. Und: Was haben die Politiker eigentlich mit dem Geld gemacht?
Ich habe nicht gesagt, der Staat hätte sich "noch mehr raushalten" müssen. Aber er hätte die Krise eben auch nicht vermieden, wenn er sich "mehr" eingemischt hätte. Denn die Ursachen waren nicht "zu wenig" staatliche Eingriffe, sondern falsche und verzerrende staatliche Eingriffe.
Die Hauptursache der Krise war, daß zu viele Leute sich unter der Schirmherrschaft des Staates zu viel Geld leihen konnten und damit unsinnige Dinge angefangen haben, sei es, weil sie als besonders förderungswürdig galten ("Subprime"), weil sie sich als "staatseigen" scheinbar risikolos verschulden konnten (Gewährträger-Haftung) oder weil man es für eine tolle Idee hielt, wenn überall in Europa die gleichen (niedrigen) Zinsen gelten (Spanischer Immobilienmarkt!).