Obama vs. Romney - the Debate

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SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
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FRA/QKL
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Interessant wird es die großen "Wackel"-Staaten hinter sich zu bekommen. Wirklich entscheidend sollte das ganze in North Carolina, Florida und Ohio werden.
Ich ware gerade in einem klar "Blauen" und dann in einem klar "Roten" Staat. Es ist interessant, wie die Argumente so grundverschieden sind.

Was ich aber überhaupt nicht verstehen kann ist, dass die "Blauen" Staaten das Herz der Amerikanischen Wirtschaft bilden. Wieso wird Obama gerade dort gewählt, wo er doch angeblich von Wirtschaft keine Ahnung hat? Ein Widerspruch in sich in der Wahlkampagne der "Roten".

Erschreckend fand ich diese Woche die Aussage der bibeltreuen "Roten", dass ein Vergewaltigungsopfer eine Schwangerschaft als Gottgegeben ansehen soll und eine Abtreibung in keinem Fall akzeptabel sei. Was muss in den Köpfen dieser Menschen vorgehen? Das ist ein Amerika, dass ich nicht verstehe und auch gar nicht verstehen will. :sick:
 
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EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
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Alle ehemaligen Imperien haben es im Lauf der Geschichte geschafft sich irgendwann selbst zu Grunde zu richten. Ohne Ausnahme. Interessant dabei ist , dass immer die gleichen Phasen durchlebt werden, vom Expansiondurst über "Brot Und Spiele" hin zum korrumpierten, schwächlichem System, dass vom Durst der Gegner überrannt wird.

Jetzt kann man sich fragen, in welcher Phase sich die USA befinden: Für mich hat spätestens nach dem Vietnamkrieg und dem Rückzug aus politisch gefährlichen gebieten ( Nicht Wirtschaftlich!) die Brot und Spiele Phase massiv begonnen. Das ist auch die Zeit um 1975-1980 in der in den USA die Sportarten massiv professionalisiert worden sind, der BMI( aufgrund von stark erhöhter Verfügbarkeit von billigen kalorien) stark gestiegen ist, der Drogenkonsum expotentiell zugenommen hat. Die liste lässt sich beliebig weiterführen. Darüber gibt es eine menge explizite Exposees, die leider sehr trocken sind.
ich persönlich finde das sehr schade, weil es ein tolles (Reise-)Land ist , dass ich eigentlich gerne besuche, auch wenn vieles Schräg läuft.
Aber das es insbesondere mit Leuten wie den Bushs nur nach unten gehen kann, ist klar.
Und ehrlich : Ich möchte Romney nicht Als Präsident sehen. Marionette. wie die Bushs.
 
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armagri

Erfahrenes Mitglied
15.10.2010
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BRN
Ja, das meinte ich ja. Unter Bush ging es den Wirtschaftsbossen - also einigen, wenigen Leuten - auch als 1% bekannt - ganz ordentlich. Tiefe Steuern, ordentlich Angriffskriege (Wichtig für eine Wirtschaft, deren Industrie praktisch nur noch aus der Rüstungsindustrie besteht) und schön viele neue arme Leute, die billigst ausgebeutet werden können. Obama hat 4 Jahre lang die Sche**se, die das Bush-Regime angerichtet hat, aufgekehrt, und dennoch will offenbar die Hälfte der Bevölkerung (+/-) weiter von der Wirtschaft bis auf die Knochen ausgebeutet werden, weil sie den BS glaubt, welcher die Reps/Neucons, und wie der Abschaum noch heisst, rauslassen.

Occupy waren zwar ein paar Spinner, aber ihr Grundsatz war durchaus korrekt. Immer mehr Geld bei wenigen Reichen, immer weniger bei vielen Armen, das kann nicht mehr gutgehen - aber die Amis wollen es ja weiter verschärfen..

Ich gebe den USA noch 5-10 Jahre bis zum totalen Zusammenbruch.. ein grösserer Krieg wird ihnen das Genick komplett brechen (Iran?)

Wenn Leute, welche Schwangerschaften nach Vergewaltigungen als "gottgegeben" bezeichnen, und sich selbst dann gegen Abtreibungen stellen, eine realistische Chance haben, gewählt zu werden, weiss man, das es höchste Zeit ist, dieses Land zu verlassen..
Lieber Yuropflyer

So sehr ich Deine Beiträge schätze, so sehr erstaunt mich nun dieser doch wenig gehaltvolle und im Ton nicht angepasste Beitrag – der im Übrigen auch inhaltlich hauptsächlich auf vorgekauten Plattitüden basiert.
Die Industrie in den USA trägt übrigens nur gerade 20% zur Wirtschaftsleistung der USA bei (80% Dienstleistungen) – Zahlen 2010. Wie hoch der Anteil der Rüstungsindustrie an der gesamten Industrie ist weiss ich jetzt nicht (gehe aber davon aus, dass Industriezweige wie die Hightech (Computer), biotech-und Autoindustrie mehr umsetzen als die Rüstungsindustrie). Hier aber zu suggerieren, dass Amerika von Angriffskriegen lebt ist einfach abstrus.
Alle Neokonservativen als Abschaum zu bezeichnen fasse ich auch persönliche als Beleidigung auf. Der Neokonservatismus ist, wie andere auch, durchaus eine mögliche Denkschule. Ich bin auch nicht mit allen Elementen dieser Schule einverstanden, insbesondere erachte ich das imperiale Projekt für falsch. Der Grundidee aber, nämlich die Transformation der Gesellschaften hin zur marktwirtschaftlichen Demokratie auf Grund von eher konservativen Werten, wirst auch Du nicht alles gänzlich in Abrede stellen wollen.
Die immer wieder gekaute Phrase mit den wenigen Reichen und den immer mehr Armen lässt sich statistisch auch selten halten und wird durch ständiges Widerholen (insbesondere der Occupy Leute- wo sind die eigentlich?) auch nicht wahrer. Klar gibt es immer mehr Reiche (zum Glück auch, denn die zahlen dann meist über 90 Prozent aller Steuern) und auch weiterhin Arme, aber die Armen werden im Gegenzug eben auch immer weniger arm. Übrigens gehören in den USA 2/3 der Bevölkerung der Mittelschicht an und denen geht es gut.
Den Zusammenbruch der USA wünschen sich viele frustrierte Europäer jedes Jahr mit neuen Zeithorizonten herbei. Und was ist bisher mit den Propheten passiert? Sie sind genauso Lügen gestraft worden wie die anderen Weltuntergangsvorhersehr. Im Moment tendiere ich sogar eher zur Meinung, dass der EU dein beschriebenes Schicksal (mit dem Zeithorizont könntest Du sogar recht haben) "blüht", während dem sich die USA (ob mit Obama oder Romney) einmal mehr weiterentwickeln werden.
Ah doch, noch ein Punkt wo ich Dir Recht geben muss: Die Einstellung von einem Teil der Amerikaner zur Abtreibungsfrage finde ich als liberaler Europäer auch seltsam.
Ich wünsche Dir ein entspanntes Wochenende
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
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adiru

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05.10.2009
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JFK
Übrigens gehören in den USA 2/3 der Bevölkerung der Mittelschicht an und denen geht es gut.
Diese Aussage ist grundlegend falsch. Gerade mit der Mittelschicht geht es in den USA seit den 70er Jahren stetig bergab, man beachte Faktoren wie die Lohnentwicklung, Arbeitslosigkeit, Pensionsansprüche, Besitz.

Im Moment tendiere ich sogar eher zur Meinung, dass der EU dein beschriebenes Schicksal (mit dem Zeithorizont könntest Du sogar recht haben) "blüht", während dem sich die USA (ob mit Obama oder Romney) einmal mehr weiterentwickeln werden.
Ein mal mehr weiterentwickeln? Wo und inwiefern haben sich die USA denn seit den 70er Jahren weiterentwickelt? Abgesehen von Industrie- und Dienstleistungssektoren in denen sich (insbesonders asiatischstämmige) gutausgebildete Immigranten um die Entwicklung verdient gemacht haben, herrscht doch totaler Stillstand. Selbst ehemalige Industrie-Ikonen wie die Nasa werden totgespart weil man es sich einfach nicht mehr leisten kann.

Ah doch, noch ein Punkt wo ich Dir Recht geben muss: Die Einstellung von einem Teil der Amerikaner zur Abtreibungsfrage finde ich als liberaler Europäer auch seltsam.
Wenn du wirklich ein liberaler Europäer wärst würdest du diese Aussage nicht seltsam, sondern abscheulich finden. Wenn der Islam in diesen Kreisen als martialisch dargestellt wird, dann sind solche Aussagen nicht besonders weit davon entfernt. Christlicher Fundamentalismus ohne jede Selbstreflektion.
 

GoldenEye

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30.06.2012
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Wenn du wirklich ein liberaler Europäer wärst würdest du diese Aussage nicht seltsam, sondern abscheulich finden....

Halt, ganz so einfach ist die Sache nicht. Dem Selbstbestimmungsrecht der Mutter steht immerhin das Selbstbestimmungsrecht des Noch-nicht-Geborenen gegenüber, und es kann durchaus ein liberaler Standpunkt sein, letzteres in der Abwägung als schützenswerter, weil viel elementarer bedroht, anzusehen. Ich spreche mich nicht für die eine oder die andere Seite aus, aber man sollte doch zur Kenntnis nehmen, daß die andere Seite nicht einfach nur abscheulich und primitiv ist, sondern vielleicht durchaus auch wohl durchdachte Gründe haben könnte.
 

GoldenEye

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30.06.2012
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Diese Aussage ist grundlegend falsch. Gerade mit der Mittelschicht geht es in den USA seit den 70er Jahren stetig bergab, man beachte Faktoren wie die Lohnentwicklung, Arbeitslosigkeit, Pensionsansprüche, Besitz.

Und genau das stimmt eben nicht. Diese These ist inzwischen vielfach empirisch widerlegt worden. Für Deutschland rückt inzwischen selbst das DIW von der These der angeblich immer größer werdenden Einkommens-Schere ab: Einkommensungleichheit: Kluft zwischen Arm und Reich schrumpft | Gesellschaft | ZEIT ONLINE
 
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SleepOverGreenland

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09.03.2009
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Halt, ganz so einfach ist die Sache nicht. Dem Selbstbestimmungsrecht der Mutter steht immerhin das Selbstbestimmungsrecht des Noch-nicht-Geborenen gegenüber, und es kann durchaus ein liberaler Standpunkt sein, letzteres in der Abwägung als schützenswerter, weil viel elementarer bedroht, anzusehen. Ich spreche mich nicht für die eine oder die andere Seite aus, aber man sollte doch zur Kenntnis nehmen, daß die andere Seite nicht einfach nur abscheulich und primitiv ist, sondern vielleicht durchaus auch wohl durchdachte Gründe haben könnte.
Wow, ich habe doch gewusst, dass es selbst für den unglaublichsten Standpunkt noch eine Erklärung gibt. :(

Das Vergewaltigungsopfer hätte sich ja auch besser schützen können. Kann doch niemand was dafür, dass sie keine Pille nimmt oder dem Täter kein Kondom anbieten konnte... :mad:
 
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GoldenEye

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30.06.2012
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Wow, ich habe doch gewusst, dass es selbst für den unglaublichsten Standpunkt noch eine Erklärung gibt. :(

Das Vergewaltigungsopfer hätte sich ja auch besser schützen können. Kann doch niemand was dafür, dass sie keine Pille nimmt oder dem Täter kein Kondom anbieten konnte... :mad:

Wir sprachen hier von der Einstellung der Amerikaner zu Abtreibung im Allgemeinen, nicht über Vergewaltigungen.
 

west-crushing

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03.08.2010
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3.470
CGN
Wir sprachen hier von der Einstellung der Amerikaner zu Abtreibung im Allgemeinen, nicht über Vergewaltigungen.

Nein, das Thema wurde zunächst von YuropFlyer (Post 49 dieses Threads) aufgenommen; dieser bezog sich ausdrücklich auf Abtreibungen in Vergewaltigungsfällen. Das Thema spielte ja eine Rolle im Wahlkampf nachdem ein rechter "Prediger" der Republikaner sich dazu wie hier bereits beschrieben äußerte.

Im Übrigen zum angesprochenen Thema "Neoliberale Schule": Diese Finanzkrise bzw. Bankenkrise und ihre Ursachen haben doch gezeigt, dass genau diese neoliberalen Praktiken gescheitert sind. Auch hierzulande als Gerhard Schröder die Veräußerungsgewinne auf Unternehmen steuerfrei stellte (davor warnte damals sogar Herr Wiedeking [natürlich ein ausgewiesener Marxist...]). Insofern finde ich es etwas befremdlich, nun davon zu sprechen diese "Denkschule" hätte vernünftige Ansätze.

SOG hat hier natürlich wiederrum recht, Obama unterscheidet sich davon nicht prinzipiell; unter seiner Präsidentschaft haben nur ein paar Leute denen es dreckig geht eher eine Chance auf etwas Besserung.
 

SleepOverGreenland

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09.03.2009
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Wir sprachen hier von der Einstellung der Amerikaner zu Abtreibung im Allgemeinen, nicht über Vergewaltigungen.
Das ist leider nicht richtig, wie ich zu meinem Entsetzen hier in USA feststellen musste. Es geht explizit um Vergewaltigungsopfer und Romney&Co. sehen eine dadurch verursachte Schwangerschaft als "Gottgegeben" an, die ebenfalls in keinem Fall einen Schwangerschaftsabbrch erlaube.
 

SleepOverGreenland

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09.03.2009
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Zwischen "der vertritt ähnliche Standpunkte wie ich" und "der ist meine Marionette" gibt es ja wohl noch ein paar Unterschiede und Abstufungen.
Dann sagen wir es so, Bush jr. war meines Erachtens schon eine Marionette und Cheney&Co. haben im Hintergrund die Fäden gezogen. Ein US Präsident muss hochintelligent sein und sehr viel Rückgrat haben, um nicht ebenfalls in dieses Raster zu fallen. Das traue ich nach allem was in den vergangenen Wochen passiert ist Mitt Romney nicht zu. D.h. Romney wird falls er es denn wird auch eine Marionette werden. Von wem kann ich noch nicht sagen, aber es dürften die üblichen Verdächtigen sein die im Hintergrund agieren. Und zu denen hat ein Donald beste Verbindungen.
 

GoldenEye

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30.06.2012
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Nein, das Thema wurde zunächst von YuropFlyer (Post 49 dieses Threads) aufgenommen; dieser bezog sich ausdrücklich auf Abtreibungen in Vergewaltigungsfällen. Das Thema spielte ja eine Rolle im Wahlkampf nachdem ein rechter "Prediger" der Republikaner sich dazu wie hier bereits beschrieben äußerte.

Im Übrigen zum angesprochenen Thema "Neoliberale Schule": Diese Finanzkrise bzw. Bankenkrise und ihre Ursachen haben doch gezeigt, dass genau diese neoliberalen Praktiken gescheitert sind. Auch hierzulande als Gerhard Schröder die Veräußerungsgewinne auf Unternehmen steuerfrei stellte (davor warnte damals sogar Herr Wiedeking [natürlich ein ausgewiesener Marxist...]). Insofern finde ich es etwas befremdlich, nun davon zu sprechen diese "Denkschule" hätte vernünftige Ansätze.

SOG hat hier natürlich wiederrum recht, Obama unterscheidet sich davon nicht prinzipiell; unter seiner Präsidentschaft haben nur ein paar Leute denen es dreckig geht eher eine Chance auf etwas Besserung.

Ich habe mich nicht auf #49 bezogen, sondern auf #55, der sich seinerseits auf #53 bezogen hat, wo es eben um die Einstellung zu Abtreibung allgemein ging, und nicht um Vergewaltigung im Speziellen.
 

SleepOverGreenland

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09.03.2009
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Ich habe mich nicht auf #49 bezogen, sondern auf #55, der sich seinerseits auf #53 bezogen hat, wo es eben um die Einstellung zu Abtreibung allgemein ging, und nicht um Vergewaltigung im Speziellen.
Okay, dann beziehst du dich nur auf die Frage im Allgemeinen. Ich bin derartig angewiedert von dem was ich hier sehen musste, dass ich die Frage momentan direkt mit eben genau dem Thema "Gottgegebene" Schwangerschaft :)rolleyes:) nach Vergewaltigung in Verbindung bringe.
 

west-crushing

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Ich habe mich nicht auf #49 bezogen, sondern auf #55, der sich seinerseits auf #53 bezogen hat, wo es eben um die Einstellung zu Abtreibung allgemein ging, und nicht um Vergewaltigung im Speziellen.

Post 53 war aber wiederrum Antwort auf YuropFlyers Post 49. Insofern vll zunächst ein Missverständnis. Es ging aus meiner Sicht immer um die unsäglichen Äußerungen der Ultrarechten, die derzeit die republikanische Partei kontrollieren, zum Thema "Keine Abtreibung in Vergewaltigungsällen", denn "wenn es eine richtige Vergewaltigung ist, lässt der weibliche Körper keine Schwangerschaft zu" (so die Orginalbegründung).
 

GoldenEye

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30.06.2012
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Im Übrigen zum angesprochenen Thema "Neoliberale Schule": Diese Finanzkrise bzw. Bankenkrise und ihre Ursachen haben doch gezeigt, dass genau diese neoliberalen Praktiken gescheitert sind. Auch hierzulande als Gerhard Schröder die Veräußerungsgewinne auf Unternehmen steuerfrei stellte (davor warnte damals sogar Herr Wiedeking [natürlich ein ausgewiesener Marxist...]). Insofern finde ich es etwas befremdlich, nun davon zu sprechen diese "Denkschule" hätte vernünftige Ansätze...

Dann sprechen wir doch mal über die Ursachen der Krise: Könnte es sein, daß die Ursachen weniger mit dem zusammenhängen, was Du als "neoliberal" bezeichnest (nebenbei bemerkt sollte man sich vielleicht einmal mit der Geschichte und dem Bedeutungsgehalt dieses als "Totschlag-Argument" verwendeten Kampfbegriffes befassen), sondern ganz im Gegenteil mit einer Vielzahl von politischen Eingriffen in das Marktgeschehen, die sich gegenseitig verstärkt haben? Was genau hat es mit "Liberalismus" zu tun, Banken dazu zu zwingen, "Subprime-Kredite" wider besseres Wissen zu vergeben? Und wem gehörten denn die meisten Banken, die in Deutschland in Schwierigkeiten geraten sind? Waren das Banken, die sich jahrelang im Wettbewerb behauptet hatten, oder waren das staatseigene Banken, "geleitet" von "geparkten" ehemaligen Politikern, die sich im "Naturschutz-Biotop" staatlicher Obhut (aka "Gewährträger-Haftung") bewegt haben? Usw., usw. usw..

Dann sagen wir es so, Bush jr. war meines Erachtens schon eine Marionette und Cheney&Co. haben im Hintergrund die Fäden gezogen. Ein US Präsident muss hochintelligent sein und sehr viel Rückgrat haben, um nicht ebenfalls in dieses Raster zu fallen. Das traue ich nach allem was in den vergangenen Wochen passiert ist Mitt Romney nicht zu. D.h. Romney wird falls er es denn wird auch eine Marionette werden. Von wem kann ich noch nicht sagen, aber es dürften die üblichen Verdächtigen sein die im Hintergrund agieren. Und zu denen hat ein Donald beste Verbindungen.

Du weißt es also nicht, es ist nur Deine Vermutung...oder könnte man auch sagen.... Verschwörungstheorie? :censored:
 
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west-crushing

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Und wem gehörten denn die meisten Banken, die in Deutschland in Schwierigkeiten geraten sind? Waren das Banken, die sich jahrelang im Wettbewerb behauptet hatten, oder waren das staatseigene Banken, "geleitet" von "geparkten" ehemaligen Politikern, die sich im "Naturschutz-Biotop" staatlicher Obhut (aka "Gewährträger-Haftung") bewegt haben? Usw., usw. usw..

Ja die Commerzbank zum Beispiel: Kerndaten: Staat zahlt für 25% der Anteile 18 Mio €; Wert des Unternehmens zum damaligen Zeitpunkt: 5 Mio €. Schöner Deal. Oder wie hätte es denn bei der so hochgelobten Deutschen Bank ausgesehen, wenn ein "echter" Martkwirtschaftler in den USA drangewesen wäre, AIG Pleite gegangen wäre und die Deutsche Bank halt die Ausfälle doch hätte tragen müssen.

Ich finde es etwas befremdlich nun zu argumentieren, wenn sich der Staat noch mehr rausgehalten hätte, wäre die Krise nicht passiert. Aber wie Volker Pispers schon erkannt hat: Das hat mittlerweile mehr was mit Glauben zu tun.
 

GoldenEye

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Okay, dann beziehst du dich nur auf die Frage im Allgemeinen. Ich bin derartig angewiedert von dem was ich hier sehen musste, dass ich die Frage momentan direkt mit eben genau dem Thema "Gottgegebene" Schwangerschaft :)rolleyes:) nach Vergewaltigung in Verbindung bringe.

Es ist immer mehr als nur suspekt, wenn jemand naturwissenschaftliche Tatsachen der Ideologie wegen verbiegen will. Egal ob das radikale (!) Abtreibungsgegner, Kreationismus-Anhänger oder die Anhänger Lyssenkos in der stalinistischen Sowjetunion sind.
 
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Ja die Commerzbank zum Beispiel: Kerndaten: Staat zahlt für 25% der Anteile 18 Mio €; Wert des Unternehmens zum damaligen Zeitpunkt: 5 Mio €. Schöner Deal. Oder wie hätte es denn bei der so hochgelobten Deutschen Bank ausgesehen, wenn ein "echter" Martkwirtschaftler in den USA drangewesen wäre, AIG Pleite gegangen wäre und die Deutsche Bank halt die Ausfälle doch hätte tragen müssen.

Ich finde es etwas befremdlich nun zu argumentieren, wenn sich der Staat noch mehr rausgehalten hätte, wäre die Krise nicht passiert. Aber wie Volker Pispers schon erkannt hat: Das hat mittlerweile mehr was mit Glauben zu tun.

Also von den 18 Mrd. (übrigens, ja, es waren Mrd., nicht Mio.), waren 15 Mrd. eine verzinsliche, stille Einlage. Diese sind mittlerweile von der Commerzbank zurückgezahlt worden, und zwar zuzüglich 1,5 Mrd. Zinsen. Jeder Politiker heult in den sonntäglichen Talkshows in die Suppe, wie teuer doch die Bankenrettung war. Aber daß hier mal schnell 16,5 Mrd. in die Staatskasse zurückgeflossen sind, inkl. einem schönen fetten Gewinn, davon spricht niemand. Und: Was haben die Politiker eigentlich mit dem Geld gemacht?

Ich habe nicht gesagt, der Staat hätte sich "noch mehr raushalten" müssen. Aber er hätte die Krise eben auch nicht vermieden, wenn er sich "mehr" eingemischt hätte. Denn die Ursachen waren nicht "zu wenig" staatliche Eingriffe, sondern falsche und verzerrende staatliche Eingriffe.
Die Hauptursache der Krise war, daß zu viele Leute sich unter der Schirmherrschaft des Staates zu viel Geld leihen konnten und damit unsinnige Dinge angefangen haben, sei es, weil sie als besonders förderungswürdig galten ("Subprime"), weil sie sich als "staatseigen" scheinbar risikolos verschulden konnten (Gewährträger-Haftung) oder weil man es für eine tolle Idee hielt, wenn überall in Europa die gleichen (niedrigen) Zinsen gelten (Spanischer Immobilienmarkt!).
 
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