Obermann neuer LH-CEO?

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SlRlUS

Erfahrenes Mitglied
08.10.2009
2.409
1
Allgäu
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Der Herr Obermann hat es "geschafft", den Aktienkurs seines Unternehmens von seinem Amtsantritt in 2006 bis zur Ankündigung seines Rücktritts von ca. 13,75€ auf 8,75€ herunterzufahren.

Nach der Ankündigung seines Rücktritts stieg der Aktienkurs dann von ca. 8,75€ auf heute ca. 12,50€.

Diese Zahlen sprechen Bände und entsprechen auch meinem persönlichen Eindruck seiner "Qualitäten".

Zeigt das nicht, dass die Erwartungen der Aktionaere nicht unbedingt dem entsprechen muss was der Rest der Welt erwartet?
 

rotanes

Erfahrenes Mitglied
01.06.2010
7.016
6
HAM
Zeigt das nicht, dass die Erwartungen der Aktionaere nicht unbedingt dem entsprechen muss was der Rest der Welt erwartet?

Mit "Freibier für alle" kannst du immer der "Rest der Welt" glücklich machen. Die Kunst guten Managements ist es ja gerade, Kunden UND Mitarbeiter UND Aktionäre in einem ausgewogenen Verhältnis glücklich zu machen. Und das hat er nicht geschafft. Und würde er meiner Einschätzung nach auch bei der LH nicht schaffen.
 

airhansa123

Erfahrenes Mitglied
03.11.2012
4.144
14
Der Herr Obermann hat es "geschafft", den Aktienkurs seines Unternehmens von seinem Amtsantritt in 2006 bis zur Ankündigung seines Rücktritts von ca. 13,75€ auf 8,75€ herunterzufahren.
Nach der Ankündigung seines Rücktritts stieg der Aktienkurs dann von ca. 8,75€ auf heute ca. 12,50€.
Diese Zahlen sprechen Bände und entsprechen auch meinem persönlichen Eindruck seiner "Qualitäten".

Danke, besser kann man das nicht prägnant zusammenfassen.

Und wer in der heutigen Zeit mal eben EUR 4,7 Mio "mitnimmt" für einen Monat Arbeit ist auch nicht ganz auf Ballhöhe was Corporate Governance angeht. Alleine das wird ihm den weiteren Weg im normalen Corporate Germany versperren; das war bei anderen "short-term Absahnern" wie Karl-Gerhard Eick bei Arcandor und Utz Claassen bei Solar Millenium auch nicht anders. Sollte er wirklich ernsthaft bei LH im Gespräch sein sprcht das allein gegen LH.

Ich habe nichts gegen Boni, auch einen Signing Bonus finde ich manchmal o.k., aber Signing Bonus und change of Control Bonus fast gleichzeitig zu kassieren ist schon heftig. Früher gab es mal Anstand statt Gier.
 
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DSkywalker

Erfahrenes Mitglied
06.11.2011
5.303
7
MUC
Mit "Freibier für alle" kannst du immer der "Rest der Welt" glücklich machen. Die Kunst guten Managements ist es ja gerade, Kunden UND Mitarbeiter UND Aktionäre in einem ausgewogenen Verhältnis glücklich zu machen. Und das hat er nicht geschafft. Und würde er meiner Einschätzung nach auch bei der LH nicht schaffen.

Bedenke, daß jeder Telekom CEO immer (noch) Diener zweier Herren ist.
Die hohen Dividenden werden z.B. ja nur auf Bundeswunsch ausgeschüttet. Sinnvoller wäre es , wenn man z.B. die Hälfte davon lieber in neue Produkte stecken würde...

Auch Obermann konnte nicht so wie er wollte und das war auch einer der Gründe, warum er dann gegangen ist. Er hat einfach gesehen daß er bei der Telekom nichts mehr bewegen konnte. Vor ein paar Wochen gab es da ein sehr interessantes Interview in der WaS...
 

SlRlUS

Erfahrenes Mitglied
08.10.2009
2.409
1
Allgäu
Mit "Freibier für alle" kannst du immer der "Rest der Welt" glücklich machen. Die Kunst guten Managements ist es ja gerade, Kunden UND Mitarbeiter UND Aktionäre in einem ausgewogenen Verhältnis glücklich zu machen. Und das hat er nicht geschafft. Und würde er meiner Einschätzung nach auch bei der LH nicht schaffen.

Versuche mal auf einer Waage mit drei Waag-Schalen unter gleichzeitiger Verwendung von 7 gleichschweren Gewichten ein ausgeglichenes Verhaeltnis hinzubekekommen.
 

olli1981im

Erfahrenes Mitglied
07.11.2013
329
0
FRA
Der Herr Obermann hat es "geschafft", den Aktienkurs seines Unternehmens von seinem Amtsantritt in 2006 bis zur Ankündigung seines Rücktritts von ca. 13,75€ auf 8,75€ herunterzufahren.

Nach der Ankündigung seines Rücktritts stieg der Aktienkurs dann von ca. 8,75€ auf heute ca. 12,50€.

Diese Zahlen sprechen Bände und entsprechen auch meinem persönlichen Eindruck seiner "Qualitäten".


Was für ein dilletantischer Vergleich. Wenn die Zahlen "Bände sprechen" dann fehlt wohl bei dir im Bücherregal der Sammelband "Wirtschafts-Grundwissen".
Es gab in jedem Jahr des von Dir erwähnten Zeitraums eine stabile Dividende von ca. 70 Cent (früher auch mal höher mit 78 Cent) pro Aktie. Wo sind die denn in Deiner Berechnung?
Den Aktienkurs eines Unternehmens in der Art wie es hier gemacht wird isoliert zu betrachten ist nicht sachgerecht.
Im Branchenvergleich (Benchmark Euroland) steht die Dt. Telekom im genanten Zeitraum deutlich besser da als die Konkurrenz. Gegenüber allen andern hat die Telekom ca. 20% Outperformance (ohne Dividenden). Un da sind definitv auch Unternehmen dabei die über keine so stabile Dividendenplitik wie die Telekom verfügen.
 

somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.998
5.069
Gummersbach
Ich habe nichts gegen Boni, auch einen Signing Bonus finde ich manchmal o.k., aber Signing Bonus und change of Control Bonus fast gleichzeitig zu kassieren ist schon heftig. Früher gab es mal Anstand statt Gier.

Main Vroind ,

wenn ich einen derartigen Job angeboten bekäme und auch wenn ich schon wüßte , daß das sich so entwickelt dann wäre ich trotzdem so schnell zur Unterschrift anwesend , so schnell könnte gar keiner gucken . Dann könnte ich nämlich nachher die LH-Kartoffelsalatfabrik kaufen .

Das mit den hohen Abfindungen und sonstigen irren Zahlungen ist doch eigentlich eher deswegen störend weil man selbst leider nicht in der Ausspielung ist . Kann aber sein , daß du ein edel denkender Mensch bist ; für diesen Fall bist du entlastet . Ich weise ferner darauf hin , daß in diesen Fällen keine öffentlichen Mittel verbraten werden sondern es sich um private Arrangements handelt , die keinen was angehen . Der Obermann hat außerdem schon genug Pulver seit er seine Firma veräußert hat , ich weiß gar nicht was der noch mehr Knete will .
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.594
2.728
Bayern & Tirol
Da müssen die aber schon wirklich große Probleme haben um einen "echten" Nachfolger zur finden...
Was im Gegenzug ja heißt, daß dieser Spohr nur 3. oder 4. Wahl ist...:eek:

Der Rene hat ja
- gar keine Ahnung vom Fluggeschäft
- will nach eigener Aussage ja wieder mehr in die (Produkt-)Entwicklung
- will in eine kleine Klitsche

Somit ist die Handelsblatt-Meldung wohl ein Fake... :rolleyes:

Womit er super für den Job geeignet wäre!
 

ichundou

Erfahrenes Mitglied
05.11.2013
2.801
3
FRA
Vorschlag:
Wenn Herr Obermann CEO bei der Lufthansa wird, dann könnte ja Herr Spohr CEO bei der neu ausgegliederten Tochter Miles and More werden. :p

Aber vielleicht ist das auch ein bislang geheimer Teil von "Score" "Gebrauchte Manager" kann man sicher billiger einkaufen als Neue zu entwickeln. :D

Aber mal ohne Spass: Ich kann diese Nachricht im Handelsblatt einfach nicht so richtig ernst nehmen! (wie man vielleicht merkt.)
 

airhansa123

Erfahrenes Mitglied
03.11.2012
4.144
14
wenn ich einen derartigen Job angeboten bekäme und auch wenn ich schon wüßte , daß das sich so entwickelt dann wäre ich trotzdem so schnell zur Unterschrift anwesend , so schnell könnte gar keiner gucken
o.k. ich habe verstanden, und die aktuellen 3x Danke für Deinen Beitrag zeigen, was VFT-Mehrheitsmeinung ist: Ein VFT´ler maximiert immer und in allen Lebenslagen, nicht nur beim Fliegen sondern auch im realen Leben.
 

rotanes

Erfahrenes Mitglied
01.06.2010
7.016
6
HAM
Es gab in jedem Jahr des von Dir erwähnten Zeitraums eine stabile Dividende von ca. 70 Cent (früher auch mal höher mit 78 Cent) pro Aktie.

Also erstens gab es zu dem Zeitpunkt (heute ja leider nicht mehr) eine ähnlich hohe "Dividende" auch auf mein Festgeld bei der Sparkasse und das hat nicht an Wert verloren seitdem.

Und zweitens hat die Telekom keine "Dividende" gezahlt, sondern rechtlich und steuerlich eine "Rückzahlung aus dem Kapitalkonto" (§27 EStG); auf deutsch gesagt also aus der Substanz des Unternehmens.
 

thaifoodpower

Erfahrenes Mitglied
08.01.2010
1.509
17
ZRH
Ich sehe das ähnlich wie viele Vorreder: Obermann hat keine Erfahrung in der Luftfahrt, ausserdem würde das seiner Glaubwürdigkeit sehr schaden, nachdem er ja meinte er will einen kleinen Laden. Naja und dass der Spohr dann vermutlich irgendwann abhaut, klar. Alles andere würde negativ auf ihn zurückfallen, dass er sowas mit sich machen lässt. Vll. ist er ja bereits mit Antinori in Kontakt..
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
28.298
14.047
irdisch
Je lauter der Obermann jetzt in den Medien gehandelt wird, desto mehr "verbrennt er" für den Posten. Es sei denn, er kriegt jetzt ganz schnell einen festen Zuschlag. Ebenso ist Spohr durch die leidenschaftslose Kandidatenbenennung auch schon leicht "beschädigt". LH wird so nicht gerade viele neue Top-Bewerber anziehen. Nur Franz wird sich ins Fäustchen lachen. Er ist fein raus.

Sone Top-Firma muss sich doch diskret einen CEO suchen können? Erinnert an Microsoft.
 
Zuletzt bearbeitet:

Tirreg

Rutscher des Grauens
08.03.2009
7.911
3.629
FRA
Warum muss denn ein CEO unbedingt Erfahrung in der Branche haben?

Man schaue sich doch nur mal GM an, wo so mancher Car-Guy ran durfte und das Unternehmen immer weiter runtergewirtschaftet hat. Frischer Wind (also andere Branche) muss doch nicht verkehrt sein. Als CEO muss man ja keine Fahrzeuge entwickeln (Automobilindustrie), Flugzeuge fliegen (Luftfahrt) oder Mobilfunkmaste aufstellen (Telekommunikation), sondern die richtigen strategischen Weichenstellungen treffen.

Ein Grube als Automobil-Mensch macht sich auch nicht schlecht bei der Bahn.
 

olli1981im

Erfahrenes Mitglied
07.11.2013
329
0
FRA
Also erstens gab es zu dem Zeitpunkt (heute ja leider nicht mehr) eine ähnlich hohe "Dividende" auch auf mein Festgeld bei der Sparkasse und das hat nicht an Wert verloren seitdem.

Und zweitens hat die Telekom keine "Dividende" gezahlt, sondern rechtlich und steuerlich eine "Rückzahlung aus dem Kapitalkonto" (§27 EStG); auf deutsch gesagt also aus der Substanz des Unternehmens.

zu erstens:
Wieder ein absolut nicht passender Vergleich. Im Nachhinein ist man immer schlauer... Bei Aktien kannst du im Gegensatz zu Festgeldanlagen auch mehr als deinen Einsatz zurückbekommen.
Und nach meiner Rechnung hast du mit einem Engagement in Telekom Aktien in dem genannten Zeitraum ca. 6,10% Rendite gemacht. Im Vergleich dazu der DAX 5,42%. Für mich sieht das nicht nach einem Wertverlust aus...

zu zweitens:
Weiß zwar nicht was das in dem Zusammenhang für einen Unterschied machen soll, aber egal. Zumindest was auf auf dem Konto des Investors ankommt ist eben die Dividende. Egal aus welchem bikanziellen Topf die nun genommen wird.
 
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LHFan

Erfahrenes Mitglied
13.06.2011
2.196
1
zu zweitens:
Weiß zwar nicht was das in dem Zusammenhang für einen Unterschied machen soll, aber egal. Zumindest was auf auf dem Konto des Investors ankommt ist eben die Dividende. Egal aus welchem bikanziellen Topf die nun genommen wird.

Das macht in der Bewertung der Qualität des Managements einen erheblichen Unterschied. Zahlt man seine Dividenden aus den Gewinnen und verteilt diese sind sie Ergebnis des guten Managements. Fast man das Kapitalkonto an, und geht an die Substanz, dann will man Aktionäre zufrieden stellen. Gutes Management sieht meiner Meinung nach anders aus.
 

olli1981im

Erfahrenes Mitglied
07.11.2013
329
0
FRA
Das macht in der Bewertung der Qualität des Managements einen erheblichen Unterschied. Zahlt man seine Dividenden aus den Gewinnen und verteilt diese sind sie Ergebnis des guten Managements. Fast man das Kapitalkonto an, und geht an die Substanz, dann will man Aktionäre zufrieden stellen. Gutes Management sieht meiner Meinung nach anders aus.

Da es ja aber um das reine Investment ging (ursprünglicher Zahlenvergleich von rotanes) zälen aber nun mal nun die Zahlen und damit der Cash-Flow einer Anlage. und da kann man sagen was man will - es kommt eine akzeptable Rendite raus. Zudem ist die Dividende ja ggfls./teilweise steuerfrei was das ganze nochmal grundsätzich attraktiver macht.
 

LHFan

Erfahrenes Mitglied
13.06.2011
2.196
1
Da es ja aber um das reine Investment ging (ursprünglicher Zahlenvergleich von rotanes) zälen aber nun mal nun die Zahlen und damit der Cash-Flow einer Anlage. und da kann man sagen was man will - es kommt eine akzeptable Rendite raus. Zudem ist die Dividende ja ggfls./teilweise steuerfrei was das ganze nochmal grundsätzich attraktiver macht.

Du willst uns also sagen: Rene Obermann ist zwar nur ein durchschnittlicher Manager, aber er weiss wie man Renditen für die Anleger erwirtschaftet=;
 

olli1981im

Erfahrenes Mitglied
07.11.2013
329
0
FRA
Du willst uns also sagen: Rene Obermann ist zwar nur ein durchschnittlicher Manager, aber er weiss wie man Renditen für die Anleger erwirtschaftet=;

Mal nicht so viel reininterpretieren... Erinner mich nicht etwas in Richtung Obermanns Manager-Qualitäten geäußert zu haben...
Weiß nur was ich vor ein paar Jahren für meine Aktien gezahlt habe, was zwischendurch auf meinem Konto ankam und für welchen Preis ich sie heute wieder verkaufen kann. Mehr hab ich nicht gesagt.... Aber diese faktoren reichen nun mal um von einem lohnenden Investment zu sprechen...
 

airhansa123

Erfahrenes Mitglied
03.11.2012
4.144
14
Als CEO muss man ja keine Fahrzeuge entwickeln (Automobilindustrie), Flugzeuge fliegen (Luftfahrt) oder Mobilfunkmaste aufstellen (Telekommunikation), sondern die richtigen strategischen Weichenstellungen treffen.

Volkswagen und Audi gehören zu den beiden Gesellschaften, die sich in den letzten Jahrzehnten mit am Besten entwickelt haben: Audi konnte sich ab 1980 sukzessive zum Premium-Hersteller hocharbeiten und Volkswagen (als Konzern) kämpft mit Toyota um die No. 1 Führungsposition weltweit. Wer hat maßgelbich bei beiden Gesellschaften dazu beigetragen: Ferdinand Piech, seines Zeichens auch Ingenieur. Er hat beispielsweise Ender der 60er den legendären Porsche 917 konstruiert - und vieles mehr. Das zeigt, dass ein CEO mit Top-Know How durchaus sehr wertvoll sein kann. Im konkreten Fall hat er beide Unternehmen an die Weltspitze geführt.

Bei der LH muss der CEO sicherlich keine Flugeuge fliegen können (Spohr kann es), aber ein fundiertes Know-How über Flugzeuge (das sind Milliarden-Entscheidungen bei Investitionen), Marketing-Kenntnisse (Stichwart 5-Star-Airline, will ich das, wie komme ich da hin), Kenntniss des Marktes und des Wettbewerbs und gesunder Menschenverstand (Rutsche bzw. C-Füßeln) helfen schon die richtigen Entscheidungen zu treffen.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
28.298
14.047
irdisch
Die lange amtierenden "Fach"-Ingenieure haben aber auch vieles außerhalb ihrer Spezialgebiete übersehen: Lowcostairlines, die Emirates dieser Welt, den Turkish-Aufstieg und eine völlig veränderte Nachfrage. (Regional und beim Produkt). LH ist m.E. zu egozentrisch. Die müssen mehr nach draußen blicken und die Konkurrenz stärker wahrnehmen. Der Komfort passt nicht mehr zum Preis. Die teuren Strukturen haben LH zu lange und reflexartig vor allem am Produkt sparen lassen. Das rächt sich jetzt. Selbst schon innerhalb von Star.
 
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FRALONFRALON

Erfahrenes Mitglied
10.10.2013
1.141
0
LON
Volkswagen und Audi gehören zu den beiden Gesellschaften, die sich in den letzten Jahrzehnten mit am Besten entwickelt haben: Audi konnte sich ab 1980 sukzessive zum Premium-Hersteller hocharbeiten und Volkswagen (als Konzern) kämpft mit Toyota um die No. 1 Führungsposition weltweit. Wer hat maßgelbich bei beiden Gesellschaften dazu beigetragen: Ferdinand Piech, seines Zeichens auch Ingenieur. Er hat beispielsweise Ender der 60er den legendären Porsche 917 konstruiert - und vieles mehr. Das zeigt, dass ein CEO mit Top-Know How durchaus sehr wertvoll sein kann. Im konkreten Fall hat er beide Unternehmen an die Weltspitze geführt.

Ich weiss gar nicht, wo ich hier ansetzen soll. Am einfachsten wohl: Kann, muss aber nicht. Es gibt viele Gegenbeispiele von CEOs / Vorstaenden, die branchenfremd erst sehr spaet / "senior" ins Unternehmen kamen und ausserordentlich erfolgreich sind. Kasper Rorsted bei Henkel z.B., oder Woflgang Reitzle bei Linde.

Darueber hinaus moechte ich in Frage stellen, ob ein "groesseres" Unternehmen wirklich "besser" ist, oder nicht einfach nur groesser.
 

Tirreg

Rutscher des Grauens
08.03.2009
7.911
3.629
FRA
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300x250
Volkswagen und Audi gehören zu den beiden Gesellschaften, die sich in den letzten Jahrzehnten mit am Besten entwickelt haben: Audi konnte sich ab 1980 sukzessive zum Premium-Hersteller hocharbeiten und Volkswagen (als Konzern) kämpft mit Toyota um die No. 1 Führungsposition weltweit. Wer hat maßgelbich bei beiden Gesellschaften dazu beigetragen: Ferdinand Piech, seines Zeichens auch Ingenieur. Er hat beispielsweise Ender der 60er den legendären Porsche 917 konstruiert - und vieles mehr. Das zeigt, dass ein CEO mit Top-Know How durchaus sehr wertvoll sein kann. Im konkreten Fall hat er beide Unternehmen an die Weltspitze geführt.

Bei der LH muss der CEO sicherlich keine Flugeuge fliegen können (Spohr kann es), aber ein fundiertes Know-How über Flugzeuge (das sind Milliarden-Entscheidungen bei Investitionen), Marketing-Kenntnisse (Stichwart 5-Star-Airline, will ich das, wie komme ich da hin), Kenntniss des Marktes und des Wettbewerbs und gesunder Menschenverstand (Rutsche bzw. C-Füßeln) helfen schon die richtigen Entscheidungen zu treffen.

VW und Audi sind sicher ein gutes Beispiel, wo ein "Car-Guy" maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen hat. Es gibt aber auch viele Beispiele, wo Branchenexperten nicht die richtigen waren. Daraus einen Kausalzusammenhang zu machen, würde ich nicht unbedingt.

Als Vorstand muss ich mir die richtigen Experten holen, auf deren Entschediung ich vertrauen kann und jetzt nicht tief in der Entwicklung von Flugzeugen stecken oder Marketing-Experte zu sein.

Gerade letzteres spricht doch GEGEN einen Lufthanseaten. Diese sind doch meistens Betriebsblind und kennen oftmals das Produkt des Wettbewerbs nur aus dem "Prospekt". Fliegen als Mitarbeiter immer mit Lufthansa und haben eben für ihren Business-Flug nur einen Bruchteil dessen bezahlt, was ihr Kunde bezahlen muss. Wie sollen die denn die Entscheidungen eines Kunden kennen, der die Wahl zwischen LH, EK, BA oder CX nach HKG hat? Als Branchenfremder ist man sicher auch mal mit dem Wettbewerb geflogen und kennt gut die Angebote des Wettbewerbs.

Ich würde einen Branchenfremden begrüßen.
 
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Dieses Thema ist geschlossen.
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