So, erwartungsgemäß kam ein nettes Schreiben mit Ablehnung der Forderung zurück.
Exemplarisch mal 1-2 Auszüge:
"Wegen der Flugzeitänderung für den hinflug fordern Sie Entschädigungszahlung auf der Grundlage der EU-Verordnung 261/2004. Forderungen auf dieser Grundlage sind jedoch vom Fluggast selbst und direkt bei der ausführenden Fluggesellschaft zu beantragen, nicht beim Reiseveranstalter"
So, das leidige Thema, wer ist nun hier mein Ansprechpartner? Ich glaube weiterhin nicht, dass die Airline Einfluss darauf hat, wer mit welchem Flug fliegt, man wird vom Veranstalter je nach Flugzeugauslastung umgebucht, richtig? Jedoch scheint sich 261/2004 in der Tat primär (oder ausschließlich?) an die Airlines zu richten.
Die Urteile die hier im Thread genannt wurden, sprechen da aber eine andere Sprache?
Weiter:
" (...) Über die Änderung Ihrer Hinflugzeit wurden Sie von uns unmittelbar nach Bekanntwerden informiert und die Kenntnisnahme haben Sie uns bestätigt. Wir bedauern, dass das Flughafenpersonal Sie dann nicht auf der Passagierliste gefunden hat, obwohl Sie für diesen flug gebucht waren. Umso erfreulicher ist es von Ihnen zu hören, dass Sie doch noch mit ihrer geplanten Maschine in den Urlaub befördert wurden."
Meiner Meinung nach eine Frechheit diese Formulierung. Rechtzeitig informiert mit einer E-Mail >wenige< Stunden vor Abflug? Das kann nicht im Sinne des Gesetzgebers sein. "Geplante Maschine?" Nein, auch das nicht.
Aber noch nicht genug:
"Der von Ihnen genannte erhebliche Mehraufwand im Zusammenhang mit der Flugzeitänderung ist von uns nicht erkennbar. Sie hatten die Zeitänderung einen Tag vor Reiseantritt erhalten, konnten sich darauf einstellen und es entstand keine nutzlose Wartezeit am Flughafen für Sie."
So langsam sind Tante und Onkel gewillt, den Spaß vor Gericht auszutragen, Rechtschutzversicherung ist vorhanden, jedoch mit hoher Eigenbeteiligung. Also ganz chancenlos würde man ungern antreten.
Die entscheidende Frage ist nun: An wen richtet man sich? Veranstalter, JT Touristik, oder die Airline Sky Airlines (Sitz in der Türkei, schwierige Rechtslage?)
Wäre um Antworten und Anregungen dankbar.