AB: Regionaler Ableger fuer AB?

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capetonian

Parlour Talker
15.03.2010
3.827
13
CPT
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Air Berlin will establish a regional subsidiary as part of its restructuring process, according to sources. Its fleet would include 10 Bombardier Dash-8 Q400s and seven Embraer E-190s, to be transferred from Austrian-based low-cost partner FlyNiki to Air Berlin in exchange for Airbus A320 family aircraft.

mehr hier: Source: Air Berlin to set up regional subsidiary | ATWOnline

Ueblicherweise ist ATW sehr gut informiert
 
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Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.117
901
Damit meinen die wahrscheinlich LGW, gell?

z.B. hier: aero.de - Luftfahrt-Nachrichten und -Community

Auch hier wieder interessant:

"Bei der LGW neu eingestellte Copiloten würden einschließlich Zulagen auf ein monatliches Bruttogehalt von lediglich 2.456,60 EUR kommen, heißt es auf dem Flugblatt. Ihr Grundgehalt ohne Zulagen betrage magere 1.759,50 EUR. Bei Air Berlin Classic können Copiloten nach ihrer Ausbildung hingegen mit Einstiegsgehältern zwischen 35.000 und 50.000 EUR brutto im Jahr rechnen".


Ein weiteres Beispiel - das billig einfach hinterhältig ist.
 
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Allererste Reihe

Erfahrenes Mitglied
07.05.2012
1.726
11
Süddeutschland
Schätze mal das ist der ANFANG einer Vergrößerung der LGW-Flotte.

Auch wenn die Bedingungen bei LGW nicht übermäßig üppig sind. Es muss der Fairness halber erwähnt sein, dass Copiloten nur im ersten Jahr das niedrige Gehalt bekommen, hiermit wird das Typerating bezahlt. Nach einem Jahr gibt es eine deutliche Gehaltssteigerung auf ca. 33 bis 35 Tausend Euro p.a.
 
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boarding

Erfahrenes Mitglied
10.01.2012
7.262
2
MUC
Warum man das an Air Berlin aufhängt, erschließt sich mir nicht - das Problem der Bezahlung (das allerdings auch gerne mal gewerkschaftlich eindimensional kommuniziert wird) gibt es bei vielen Airlines, gerade in Anbetracht von Auslagerungen zu Töchtern wie Iberia Express, Germanwings etc.
Bezahlungen unter Existenzminimum sind zweifelsohne nicht in Ordnung, aber von der Fantasie des reichen Piloten sollte man sich im heutigen Branchenumfeld verabschieden.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.117
901
Hatte ich schon mal gepostet, die Stimmen hierzu im Forum:

Was willst du eigentlich, das ist doch ein gutes Gehalt.

Wird ja niemand dazu gezwungen zu den Löhnen zu arbeiten.


Ich habe das Gefühl ausser mir und Weltenbummler42 wünscht sich in diesem Forum niemand hohe Gehälter.
 

bk512

Erfahrenes Mitglied
15.10.2011
2.185
0
Berlin
Hatte ich schon mal gepostet, die Stimmen hierzu im Forum:

Was willst du eigentlich, das ist doch ein gutes Gehalt.

Wird ja niemand dazu gezwungen zu den Löhnen zu arbeiten.


Ich habe das Gefühl ausser mir und Weltenbummler42 wünscht sich in diesem Forum niemand hohe Gehälter.

Abstrakt und isoliert betrachtet gönnt man anderen (zumal, wenn sie nicht auf der eigenen Payroll stehen) immer gerne mal höhere Löhne. Nur wenn es dann an den eigenen Geldbeutel geht bspw. in Form teurerer Ticketpreise oder abgespeckterer Vielflieger-Benefits, dann bröckelt die Solidaritätsfront doch schnell wieder.

Aber das ganz ist tatächlich kein AB-spezifisches Problem. Oder glaubt ihr, dass Ryanair oder Germanwings ihre Piloten zu Millionarios macht?
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.117
901
Abstrakt und isoliert betrachtet gönnt man anderen (zumal, wenn sie nicht auf der eigenen Payroll stehen) immer gerne mal höhere Löhne./QUOTE]

Ich bezahle auch gerne mehr wenn ich weiss das die MA vernünftig verdienen. Und zahle z.B. deutlich über Tarif.


Meine Flüge mit LCCs? einmal Easyjet das wars.

Und die Personalkosten machen in der Regel nicht soviel am Preis aus wie einem immer suggeriert wird - auch nicht bei Airlines (bzw. gerade bei denen nicht), den das würde voraussetzen das die Airlines ihre Preise solide kalkulieren (tun sie aber nicht).

Was mich an der Sache am meiste ärgert ist, das wir als Gesellschaft Preissteigerungen in allen Bereichen als selbstverständlich hinnehmen, aber sobald es um vernünftige Gehälter geht herrscht die Meinung das wir (als Gesellschaft) konkurenzfähig bleiben müssen und daher Gehälter von <2000€ (Brutto) zu rechtfertigen sind.

Kein Mensch erwartet das sich Gehälter ähnlich dynamisch entwickeln wie z.B. die Preise für Energie oder Mieten (warum eigentlich nicht?) aber der Einzelne sollte

1. Soviel verdienen das er nicht aufstocken muss.
2. Soviel verdienen das er in seinem Leben auch freie Entscheidungen treffen kann.
 
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mayrhuber

Erfahrenes Mitglied
19.08.2012
1.565
1
Vielleicht ist auch einfach nur der Beruf des Piloten überbezahlt und wird jetzt an die Realitäten angepasst.
Das zitierte Beispiel handelt von einem Co-Piloten im ersten Berufsjahr, und es ist ja nicht so, dass er Hartz IV beziehen müsste - da sollte man die Kirche auch mal im Dorf lassen!

Im übrigen, zwei weitere Gedanken:
1. Ist der Markt doch groß: Wer da nicht fliegen möchte, muss es doch nicht.
2. Befindet sich AB in einer Sanierung. Da ist dann nicht viel zu holen. Das wird dann besser, wenn erfolgreich saniert ist.

Dass ein Gehalt zu einem ordentlichen Leben reichen muss - gar keine Frage. Da bin ich ganz bei Euch!
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.117
901
Vielleicht ist auch einfach nur der Beruf des Piloten überbezahlt und wird jetzt an die Realitäten angepasst.
Das zitierte Beispiel handelt von einem Co-Piloten im ersten Berufsjahr, und es ist ja nicht so, dass er Hartz IV beziehen müsste - da sollte man die Kirche auch mal im Dorf lassen!

Im übrigen, zwei weitere Gedanken:
1. Ist der Markt doch groß: Wer da nicht fliegen möchte, muss es doch nicht.
2. Befindet sich AB in einer Sanierung. Da ist dann nicht viel zu holen. Das wird dann besser, wenn erfolgreich saniert ist.

Dass ein Gehalt zu einem ordentlichen Leben reichen muss - gar keine Frage. Da bin ich ganz bei Euch!

Und du bist aber auch der Meinung das 1650€ Netto weit mehr sind als man zum Leben braucht (vor allem wenn man davon noch ein paar hundert € abziehen muss die man für die Ausbildung zurückzahlen muss).

Also bleiben dem Piloten, vorsichtig gerechnet 1200€.
 
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mayrhuber

Erfahrenes Mitglied
19.08.2012
1.565
1
Und du bist aber auch der Meinung das 1650€ Netto weit mehr sind als man zum Leben braucht (vor allem wenn man davon noch ein paar hundert € abziehen muss die man für die Ausbildung zurückzahlen muss).

Also bleiben dem Piloten, vorsichtig gerechnet 1200€.

Erstes Berufsjahr, Co-Pilot!
Ja, das ist nicht üppig, aber ok, wenn es danach steigt.

Was bekommen denn studierte Menschen zum Teil für Verträge, die ihre Ausbildung auch abbezahlen müssen?
Und wenn ich jetzt schlecht gelaunt wäre, würde ich provokativ in dem Zusammenhang mit Piloten fragen, wie denn die Gehälter bei Busfahrern sind.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.117
901
Erstes Berufsjahr, Co-Pilot!
Ja, das ist nicht üppig, aber ok, wenn es danach steigt.

Was bekommen denn studierte Menschen zum Teil für Verträge, die ihre Ausbildung auch abbezahlen müssen?
Und wenn ich jetzt schlecht gelaunt wäre, würde ich provokativ in dem Zusammenhang mit Piloten fragen, wie denn die Gehälter bei Busfahrern sind.

Naja es geht ja nicht nur um das Einstiegsgehalt, es geht mir darum das es - so wie es zu Zeit läuft - darauf hinausläuft das die wohlhabende Mittelschicht über kurz oder lang abgeschafft wird. Da sind Einstiegsgehälter doch nur ein Indiz.

In meinem Freundeskreis ist es so die Eltern meiner Freunde konnten sich alle in den 60zigern ein Häuschen bauen, einen Käfer oder Golf fahren (damals gab es noch kein Leasing) und das ganze war dann irgendwann bezahlt (lange vor Eintritt ins Rentenalter).

Heute haben mein Freunde selber gebaut, fahren 3 BMW (oder vergleichbares geleast) und können sich das alles nur leisten weil die Eltern und Oma und Opa bei der Finanzierung geholfen haben - und es wird noch mind. 20 Jahre abbezahlt..

Das beobachte ich mit Sorge.
 
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VIEDüse

Erfahrenes Mitglied
13.12.2010
1.159
0
49
Transdanubien/VIE
Hatte ich schon mal gepostet, die Stimmen hierzu im Forum:

Was willst du eigentlich, das ist doch ein gutes Gehalt.

Wird ja niemand dazu gezwungen zu den Löhnen zu arbeiten.


Ich habe das Gefühl ausser mir und Weltenbummler42 wünscht sich in diesem Forum niemand hohe Gehälter.

Stimmt so nicht, alle sollen supergehälter bekommen. Wenn Du dann aber eine Stellenanzeige in Österreich mit folgende Inhalt siehst:

Jungarzt gesucht, 50 Stunden Woche, 5 Nacht/Wochenenddienste pro Monat werden vorausgesetzt, Bezahlung 1600 brutto.

Dann wachst in der Relität auf und weisst, daß Du selbst was verändern musst, wenn Du gut verdienen willst.
Und da gibts viele Varianten, so wie meine Elterngeneration: "Werde Zahnarzt und Du hast ein Superleben", das ist vorbei. Vorbei die Zeiten eindimensionaler Berufsentscheidungen, "Gutes Geld" ist nicht oder nur sehr schwer, v.a. in Österreich, im Angestelltenverhältnis zu verdienen.
 

bk512

Erfahrenes Mitglied
15.10.2011
2.185
0
Berlin
Ich denke mal, das Gehaltsniveau der Piloten eines im internationalen Wettbewerb stehenden Carriers wird ja zum Teil auch mittlerweile durch die internationale Konkurrenz bestimmt. Habe noch nie gehört, das deutsche Gewerkschafter sich in China für gleichen Lohn für gleiche Arbeit eingesetzt hätten.

Aber letztlich wird keiner mit der Pistole auf der Brust gezwungen Pilot zu werden, sondern die meisten machen es aus Berufung.
Wer das nicht zu dem Preis machen will, aber dennoch “was mit Fliegen“ will, kann ja auch Fluglotse werden.
Das Gehaltsniveau ist zwar ggf. ein Gerechtigkeitsthema, aber per se noch kein Sicherheitsproblem. Lange Schichten, kurze Ruhepausen, schlechte Ausbildung, zu wenig Sprit... das sind ganz andere Dinge.
 
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mayrhuber

Erfahrenes Mitglied
19.08.2012
1.565
1
Naja es geht ja nicht nur um das Einstiegsgehalt, es geht mir darum das es - so wie es zu Zeit läuft - darauf hinausläuft das die wohlhabende Mittelschicht über kurz oder lang abgeschafft wird. Da sind Einstiegsgehälter doch nur ein Indiz.

In meinem Freundeskreis ist es so die Eltern meiner Freunde konnten sich alle in den 60zigern ein Häuschen bauen, einen Käfer oder Golf fahren (damals gab es noch kein Leasing) und das ganze war dann irgendwann bezahlt (lange vor Eintritt ins Rentenalter).

Heute haben mein Freunde selber gebaut, fahren 3 BMW (oder vergleichbares geleast) und können sich das alles nur leisten weil die Eltern und Oma und Opa bei der Finanzierung geholfen haben - und es wird noch mind. 20 Jahre abbezahlt..

Das beobachte ich mit Sorge.

Da gebe ich Dir vollkommen Recht.

Nur bezogen auf Piloten glaube ich, dass sie auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.
Wer Kapitän wird und die Gehaltssteigerungen erhält, wird sich auch ein Auto und ein Häuschen kaufen können, und das auch zu Recht.

Die einzigen in der Branche, die noch in abgehobenen Spähren schweben, sind im übrigen die Fluglotsen.
Aber auch da wird irgendwann die Realität einziehen müssen.
 
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Weltenbummler42

Erfahrenes Mitglied
08.06.2010
3.870
1.505
noch TXL
Naja es geht ja nicht nur um das Einstiegsgehalt, es geht mir darum das es - so wie es zu Zeit läuft - darauf hinausläuft das die wohlhabende Mittelschicht über kurz oder lang abgeschafft wird. Da sind Einstiegsgehälter doch nur ein Indiz.

In meinem Freundeskreis ist es so die Eltern meiner Freunde konnten sich alle in den 60zigern ein Häuschen bauen, einen Käfer oder Golf fahren (damals gab es noch kein Leasing) und das ganze war dann irgendwann bezahlt (lange vor Eintritt ins Rentenalter).

Heute haben mein Freunde selber gebaut, fahren 3 BMW (oder vergleichbares geleast) und können sich das alles nur leisten weil die Eltern und Oma und Opa bei der Finanzierung geholfen haben - und es wird noch mind. 20 Jahre abbezahlt..

Das beobachte ich mit Sorge.

Denke die Entwicklung, hiemit meine sowohl die Niedrigeinkommen bei Vollbeschäftung als auch das Schrumpfen der Mittelschicht, sollte einen zu denken geben. Der Wohlstand den wiir erreicht haben (in den 50-/60- und 70ziger Jahren haben wir zum großen Teil dieser Mittelschicht zu verdanken.
Auch wenn diese Mittelschicht sehr groß war - das hat auch das Bild der Bundesrepublik ausgemacht. Aber die Mittelschicht schrumpft und das dramatisch, dafür nimmt die arme Bevölkerungsschicht genauso zu. Das geht nicht!
Weiß das, das einige anders sehen - aber die reale Leben spielt sich draussen ab*, ist eben nicht mit der (FCL) Lounge zu vergleichen...

* damit meinte ich, das man sich mal fragt wieviel die Frau auf dem Markt oder hinter der Supermarktkasse oder am Schalter oder sonstwo für ihren Vollzeitjob verdienen...

Weltenbummler
 
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Allererste Reihe

Erfahrenes Mitglied
07.05.2012
1.726
11
Süddeutschland
Da gebe ich Dir vollkommen Recht.

Nur bezogen auf Piloten glaube ich, dass sie auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.
Wer Kapitän wird und die Gehaltssteigerungen erhält, wird sich auch ein Auto und ein Häuschen kaufen können, und das auch zu Recht.

Die einzigen in der Branche, die noch in abgehobenen Spähren schweben, sind im übrigen die Fluglotsen.
Aber auch da wird irgendwann die Realität einziehen müssen.

Sorry aber hier muss ich ein wenig widersprechen!

Bei der LGW bekommt ein Kapitän 3000 Euro brutto plus +- 15 Euro pro Stunde. Bei 60 Stunden (normal auf Kurzstrecke) sind wir da bei 3900 Euro brutto. Ob man sich davon ein schönes Auto und ein Haus kaufen kann wage ich zu bezweifeln.

Der Kapitän bekommt zu Recht viel Geld. Wieso der Co-Pilot denn nicht??? Ist der so viel weniger wichtig? Captain Sullenberger hat es sehr gut ausgedrückt, ohne seinen Co-Piloten hätte er es niemals ohne Tote in den Hudson River geschafft.
 
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Reaktionen: Weltenbummler42