März 2025: Über BKK nach SGN, CXR und PQC (Tag 16, PQC-SGN)
Leider war der Tag der PQC-Abreise gekommen. Dennoch waren wir uns einig, dass drei Übernachtungen und zwei volle Tage eigentlich genug sind.
Zum Frühstück gingen wir etwas später, die Frühstückszeiten enden im MadCow und Hauptrestaurant erst um 11 Uhr.
Von Maddie‘s Grilled Cheese hätte ich mehr erwartet, die kleine Portion Charcoal Grill Root Vegtables war hingegen gut.
Als die Koffer gepackt waren, versicherte sich die Gästebetreuung via WhatsApp nochmal über die Abholzeit. Pünktlich um 13:00 Uhr erschien ein Buggy und fuhr uns zur Priority Lounge. Anders als in der „Lounge“ im Mövenpick Cam Ranh, gibt es hier weder Wasser, Kaffee oder etwas anderes.
Zum Check-out-Prozess gehört in Vietnam oft ein kurzes Prüfen, ob das Zimmer nicht verwüstet oder ausgeräumt wurde. Die Zeit wurde für etwas Smalltalk genutzt. Es folgte die Bitte um eine Tripadvisor-Bewertung, später nochmal per WhatsApp, etwas zu penetrant in meinen Augen.
Als alles erledigt und ein paar nicht direkt bezahlte Gastronomierechnungen beglichen waren, sollten wir eigentlich zum Shuttle begleitete werden, erhielten jedoch einen kostenfreien privaten Transfer.
Ähnlich wie 2024 waren wir wieder zufrieden mit dem Pullman Resort, insbesondere mit der guten Qualität und Auswahl der Gastronomie. Mit Accor Plus Explorer-Karte waren die Preise mehr als fair. Die Verschlechterungen in den Platinum-Privilegien akzeptabel. Entweder kommen wir bald mal wieder oder probieren das Mövenpick Resort.
Am PQC ersparten die PE-Tickets bzw. mein „VN-FTL“ uns das Schlangestehen am Check-in.
An der Kontrollstelle vor der Siko war etwas mehr Personal als bei Vietnam-Inlandsflügen üblich. Es erfolgt nämlich keine Trennung von internationalen Fluggästen, die dort gleichfalls ausreisen. Wenn ich es richtig verstanden habe, gelten für PQC besondere Regeln und sämtliche Touristen können grundsätzlich visumsfrei einreisen.
Im Sicherheitsbereich erstanden wir überteuerte Getränke und warteten auf das 40 Minuten verspätete Boarding der VN 1826.
An unserem Gate 2 war die Hölle los. Fast zeitgleich fand ein Vietjet-Flug statt, auch nach SGN. Dieser sollte eigentlich ebenfalls von Gate 2 abgehen, das Gate wurde aber kurzfristig gewechselt, wahrscheinlich aufgrund unserer Verspätung. Zu viel für unerfahrene Fluggäste, darunter auffällig viele Inder.
Als das Boarding begann war das Chaos immer noch nicht sortiert, einige Fluggäste versuchten mit VJ-Boardkarten auf den VN-Flug zu gelangen.
Für das Einsteigen gab es zwei Schlangen. Einmal SkyPrioity und einmal Eco. Eine gesonderte Schlange für Gruppe 2 (PE und bestimmte Statusstufen) gab es am PQC nicht, anders als am SGN. Auf kurze Nachfrage konnten wir die SkyPriority-Schlange nehmen. Das war die richtige Entscheidung, da der Flug gut gebucht war und das aus Deutschland bekannte Handgepäckschaos ausbrach.
Wie auf dem Hinflug, waren die PE-Sitze der A321 als solche beschriftet, ich konnte allerdings keinen Unterschied zur Y feststellen.
Der Flug war ereignislos, es gab eine verpacktes Erfrischungstuch und eine kleine Flasche Wasser, bevor Bubble-Tea zum Verkauf angeboten wurde. Ich nutze wieder die Flightmap, schaute dazu aus dem Fenster, sah mal wieder die Binh Loi-Brücke.
Nach der Landung hastete die Crew noch im Rollen durch den Flieger, um Transferpassagiere nach DXB nach vorne zu bitten (wahrscheinlich hat VN ein Codeshare o.ä. mit EK?). Anscheinend wurden einige DXB-Umsteiger übersehen, andere Passagiere verstanden es nicht, fühlten sich benachteiligt, es brach wieder ein kleineres Chaos aus. Mir stach ein Inder ins Auge der im Windschatten der DXB-Passagiere besonders penetrant drängelte.
Wir parkten auf einer Vorfeldposition, nach und nach trafen Busse ein. Für C und DXB-Umsteiger gab es eigene Busse, für den Rest Buse am vorderen und hinteren Ausgang. In unserem Bus hatte der soeben beobachtete Inder schon Sitzplätze mit Rucksäcken für seine Frau und zwei Teenager-Minder blockiert und verteidigte diese aggressiv. Natürlich wurden die Plätze älteren, wenig standsicheren Gästen nicht angeboten.
Nach einer Grab-Fahrt verbrachten wir den Rest des Tages im Haus von +1’s Eltern. Dort wurde auch zu Abend gegessen.
März 2025: Über BKK nach SGN, CXR und PQC (Tag 17, SGN)
Ganz langsam neigte sich diese Reise dem Ende zu. Zwei volle Tage hatten wir noch gemeinsam zur Verfügung, bevor ich kurz beruflich unterwegs war.
Größere Unternehmungen oder Ausflüge hatten wir keine geplant, wollten einfach die Zeit in Saigon genießen.
Den Morgen begannen wir mit einem Broken Rice Frühstück (Com Tam). Nicht in einem unserer üblichen Stände, +1 wollte ein Michelin gelisteten Imbiss besuchen, Ba Ghiền. Dort hatte sie vor einigen Jahren mal gut gegessen, mittlerweile scheint mehr Trubel.
Glücklicherweise bekamen wir gleich einen Tisch. Angesichts der Schlange an Lieferdienst-Fahrern vor der Tür, richtete ich mich auf eine längere Wartezeit ein. Es ging aber überraschend schnell.
Mein abseits der Karte bestellte Reis mit zwei, eher frittierten als gebratenen, Eiern war nicht besonderes, aber mit Sojasauce verfeinert ein solides Frühstück. Der im Bild zu erkennende kleine Kuchen aus Ei, Schweinefleisch und Glasnudeln war eher langweilig.
Etwas verwirrt fragte ich +1, was denn an dem Laden so besonders sei. +1 ließ mich vom gegrillten Schweinefleisch (Pork Rib) probieren. Ich schmeckte eine intensive Marinade und Grillaromen, das Fleisch war von guter Qualität. Für Schweinefleisch-Liebhaber ist der Laden wohl wirklich eine Empfehlung.
Anschließend liefen wir durch die Gegend, wollten eigentlich ein Grab nehmen als wir eine Bushaltestelle erblickten. Gerade fuhr auch ein Bus in die richtige Richtung vor. Fahrscheine gab es im gut klimatisieren Bus von einem gesonderten Ticket-Verkäufer, zu ca. je 0,22 Euro.
Ungefähr am Ben Thanh Markt stiegen wir aus, +1 wollte in einem Souvenir-Laden ein paar Aufkleber und Tragetaschen mit Saigon-Bezug kaufen. Billiger und bessere Auswahl als bei Uniqlo.
Der nächster Programmwunsch war einer von mir, Egg Coffee, manchmal vietnamesisches Tiramisu genannt. Über GM suchte ich ein Café.
Eigentlich wollten wir durch den Ben Thanh Markt abkürzen, eine ganz schlechte Idee. Die Verkäufer waren noch aggressiver als ich es in Erinnerung hatte.
Am Ausgang sahen wir großen Trubel vor einem Laden. +1 meinte es wäre ein Goldgeschäft. Später fanden wir heraus, dass dort auch Geld gewechselt wird.
Kurzer Zwischenstopp bei 7-Eleven. Auf den ersten Blick irritieren mich die halb vollen Becher immer wieder (noch ohne Eis).
Bald erreichten wir das Ziel: Eggyolk. +1 blieb bei Tee, ich bestellte die warme Variante des Egg Coffee.
Gereicht wird ein Espresso neben einer Tasse mit einer Mischung aus Eigelb und süßer Kondensmilch, dazu eine Anleitung. Schmeckte lecker, für meinen Geschmack zu süß.
Abends verabschiedete mich ins O'Briens Factory, um dort einen Burger zu essen und mal zu schauen, ob alles noch beim Alten ist, wie es dem Betreiber geht. +1 aß mit ihren Eltern in einer Suppenküche, bevor sie mich einsammelte.
Wir wollten zur Promenade laufen, stoppten aber an einem der besseren Supermärkte der Kette Annam Gourmet. Dort gibt es eine gute Auswahl importierter Ware, aber auch vietnamesische Spezialitäten wie getrocknete Tao-Chips. Andere getrocknete Früchte dieses Herstellers gibt es mittlerweile auch in Deutschland zu kaufen, Taro ist sogar in Vietnam manchmal schwerer zu bekommen. Wir kaufen den ganzen Bestand, drei Packungen.
Mit den Spontankäufen ging es nun zur Flussuferpromenade.
Ich hatte es sicher in einem der vorherigen Reports einmal erwähnt. Vor einigen Jahren mindestens stellenweise ein dreckiger, stinkender Ort. Gerne von Motorroller-Fahrern etc. als Toilette genutzt. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Das Ufer wurde zu einer richtigen Promenade entwickelt, die Anlegestellen aufgemöbelt, ein Nahverkehrsbot eingerichtet (Saigon Water Bus).
Das Konzept, mindestens die Promenade scheint angenommen zu werden, immer mehr Cafés siedeln sich an, es war proppenvoll.
Mal wieder war das Muster zu erkennen, mit einem Getränk stundenlang Tisch zu besetzen. Wir dachten, es sei aussichtslos. Mit etwas Glück fanden wir bei Starbucks einen Platz, dort war es leicht weniger voll, wahrscheinlich der Preise wegen.
Ich weiß nicht, was mich geritten hat, aber ich probierte einen Java Chip Frappuccino. +1 klaute die Sahne, wenn man das Getränk als Dessert begreift, war es akzeptabel. Wir genossen die schöne Atmosphäre bei angenehmen Temperaturen. Von einem Ausflugboot klang Musik herüber. Die anhaltende Liebe der Vietnamesen für etwas aufgemöbelte Varianten von Boney M und Modern Talking ist mir unerklärlich.
Anschließend flanierten wir weiter an der Promenade entlang, auch der Fluss riecht mittlerweile weniger streng. Um 22:30 war es immer noch belebt. Im Seefahrer Café war zwar tote Hose, zwei Kaltgetränke gab es dennoch zum Abschluss.