Rundflug mit dem Zeppelin NT von ESS über DUS

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Wuelfi71

Erfahrenes Mitglied
08.02.2020
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DUS
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Gestern war es endlich so weit und wir konnten zu unserem Rundflug mit dem Zeppelin NT (D-LZFN, aka LZ N07-101) von Essen über den Flughafen Düsseldorf zum Medienhafen und zurück starten.

Ein Zeppelinflug ist naturgemäß sehr wetterabhängig, und so bedeutet ein Ticket nicht unbedingt, dass man auch fliegen kann. Zum Glück hat uns nur eine Verschiebung getroffen, bei der wir uns mit dem Wetter klar verbessert haben. Es gab aber auch Fluggäste, die bereits seit letztem Jahr auf ihren bezahlten Flug warteten. Angeboten werden Rundflüge rund um Essen/Mülheim und als Highlight die einstündige Tour bis zum Düsseldorfer Medienhafen und zurück. Insgesamt ein teurer Spaß (dafür machen manche vermutlich 14 Tage all-inclusive Urlaub in Ägypten), aber was tut man nicht alles, um ein "SHIP" und ESS in die Flightlist zu bekommen.:p Wenn man sieht, wieviel Personal erforderlich ist und an wie wenigen Tagen im Jahr Flugbetrieb möglich ist, sind die Preise für mich durchaus nachvollziehbar, ich mache mir eher Sorgen, ob das Angebot auf Dauer wirtschaftlich ist.

Die Parkplätze am modernen neuen Hangar in Mülheim sind sehr gut ausgeschildert, von dort aus geht es zum Check-In, bei dem die Buchungsbestätigung in eine richtige Bordkarte getauscht wird
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In einer modernen Lounge kann man bei kostenlosen Kalt- und Warmgetränken auf den Abflug warten oder im Merch Shop stöbern. Wir haben es vorgezogen, mit unseren gut gekühlten Wasserflaschen die Sonnenterrasse mit Pistenblick aufzusuchen und dabei den Hangar mit dem Blimp passiert (wird auch als Eventlocation genutzt):
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Die meisten werden es wissen, aber zur Erinnerung: Ein Blimp ist ein Prallluftschiff ohne feste Struktur. Dagegen handelt es sich beim Zeppelin NT um einen "richtigen" Zeppelin, bei dem die Motoren und die Kabine an einer festen Struktur montiert sind. Da er schwerer als Luft ist, fährt er auch nicht wie ein Heißluftballon, sondern fliegt wie ein Flugzeug.

Von der Terrasse aus konnten wir bei schönsten Wetter das gute Stück beim einem Passagierwechsel vor die Linse nehmen:
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Nun wurde es langsam Zeit für unsere "Boarding". Wir trafen uns im Eingangsbereich und erhielten in einem Seminarraum eine kurze Sicherheitsunterweisung. Wichtigste Lektion: In Zweierreihen hinter dem Bodenpersonal warten und erst auf Anweisung einzeln den Zeppelin über die Anstelltreppe betreten, dabei kann für jeden Fluggast der aussteigt, ein neuer wieder einsteigen, so bleibt das Gewicht während des ganzen Vorgangs mehr oder weniger konstant.
 
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Wuelfi71

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DUS
Und dass war es auch schon so weit und wir wurden mit dem "Vorfeldbus" (ein Transit) zum Landeplatz gebracht. So lange man noch hinter dem Bodenpersonal wartet, können auch Fotos gemacht werden, wenn man sich auf dem Weg zum Zeppelin macht, ist dies jedoch verboten, damit es nicht zu Verzögerungen kommt. Hier schwebt er pünktlich ein (über eine geringfügige Verzögerung von 20min wurden wir am Vormittag schon telefonisch informiert):
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Was sofort auffällt, sind die riesigen Fensterscheiben, durch die man einen tollen Rundum Blick hat. Die Besatzung besteht aus zwei Pilot*innen und einer Flugbegleiterin. Während Start- und Landung muss man angeschnallt sein, aber man ist Ruckzuck auf Reiseflughöhe 300m und kann sich dann frei in der Kabine bewegen, um ins offene Cockpit zu schauen, auf die Bordtoilette zu gehen oder eines der zu öffnenden Fotofenster (vorne rechts und hinten links) zu nutzen. Die Bestuhlung ist bequem in 1-1 angeordnet, vorne gibt es eine gegenüberliegende Anordnung und ganz hinten eine Rückbank für Zwei. Erwartungsgemäß ist der Flug sehr ruhig, auf die Plexiglasscheiben übertragen sich allerdings Vibrationen von den Motoren, die meine dort festgesaugte Actioncam aber kompensieren konnte.

So ging es entlang der A52 Richtung Landeshauptstadt und schon bald hatte das Cockpit den DUS in Sicht:
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Ob der Airportüberflug möglich ist, hängt von Thermik und Tower ab, wir sollten gleich mehrfach das Glück haben:
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Das Fluggefühl ist sehr angenehm, erwartungsgemäß ein Schweben, bzw. dahingleiten. Es schaukelt höchstens mal ein wenig, wenn eine Böe den Zeppelin von der Seite erwischt. Negativ ist allerdings, dass die Kabine nicht klimatisiert ist. Der ein oder anderen wurde es da doch etwas schwummrig, vor allem auf der Sonnenseite, wo die großen Panoramafenster viel Licht in die Kabine lassen, die sich dadurch noch mehr aufheizt.
 
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Wuelfi71

Erfahrenes Mitglied
08.02.2020
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DUS
Und dann ging es auf dem gleichen Wege wieder zurück. Leider erlaubte die Thermik keinen Rückflug über unser Haus, wo wir den Zeppelin auf dieser Tour schon oft aus unserem Garten beobachten konnten, nun ja, man kann halt nicht alles haben.
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Dafür gab es noch mal einen intensiven Überflug des DUS:
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(weitere Bilder lade ich noch im Airport von oben Thread hoch)

Wasserbahnhof Mühlheim:
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Ruhrtal:
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Ich liebe es, den Schatten des Zeppelins am Boden entlanggleiten zu sehen:love:
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Und dann waren wir auch schon wieder zurück in Mülheim. Da es die letzte Tour des Tages war, durften wir am Mast andocken, was das ganze nochmal aufregender machte:
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Zum Andenken gab es noch ein "Bordbuch" mit Infos zum Zeppelin NT und den angebotenen Touren und eine von der Pilotin unterzeichnete Teilnahmeurkunde.

Insgesamt eine rundum gelungene Tour, die ich jedem nur empfehlen kann, der mal was Besonderes in seine Flightlist bekommen will und das nötige Kleingeld übrig hat.;)
 
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Petz

Erfahrenes Mitglied
08.11.2009
6.479
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Sehr schön!

Da kommen schöne Erinnerungen hoch an meine beiden Rundflüge:
- Bodensee ab FDH nach Lindau/Bregenz
- Köln ab Bonn Hangelar inkl. Dom Umrundung
Menno, ist das schon lange her.