Anreisetag
Gebucht hatte ich über British Airways als Codeshare, durchgeführt von Japan Airlines, von Frankfurt nach Tokio-Narita, in Business Class.
Das war meine erste Codeshare-Buchung, und obwohl ich vorher wusste, dass einige Sachen da nicht wie gewohnt funktionieren (Sitzreservierungen, Online-Checkin), wurde ich doch etwas unruhig, als auch die Checkin-Automaten in Frankfurt meinen Reisepass nicht zu meiner Buchung zuordnen konnten. Mein Plan war eigentlich, etwas früher einzuchecken und ein bisschen das Terminal 2 zu erkunden, bevor es geschlossen wird (war mein erster Abflug von dort, sonst immer Terminal 1).
Am Schalter war der Checkin aber problemlos möglich.
Mit den ersten zwei Umzugswellen wurde im Terminal 2 auch schon einiges geschlossen, bspw. ist schon die gesamte Sicherheitskontrolle für D5-D8 abgebaut und die Gates nicht mehr in Betrieb. Auch in der Sakura-Lounge hat man gemerkt, dass das Stündchen schlägt. Bspw. haben die japanischen Toiletten schon nicht mehr funktioniert (bei der einen hat die Fernebedienung komplett gefehlt, bei der anderen die Batterien leer).
Abflug war an Gate D1, die dezentrale Security an D1-D4 zügig und mit den neuen Scannern ausgestattet, sodass nichts ausgepackt werden musste.
Boarding hat pünktlich um 19.40 Uhr begonnen und war nach 20 Minuten abgeschlossen. Schaffen nicht alle Airlines.
Sitz
Die "alte" SkySuite von JAL hat durchaus einige Vorzüge, insbesondere ist durch die Sitzanordnung der Fußbereich sehr großzügig, sodass ich in der Liegeposition nirgends das Gefühl hatte, seitlich irgendwo anzustoßen. Mit 1,82m war da bei Kopf und Fuß auch noch ein bisschen Platz, aber bei mehr als 1,87 könnte es hier und da knapp werden.
Da gibt es andere Business-Sitze, die dann an der Schulter oder Hüfte etwas enger sind, insbesondere wenn man nicht gerade der schlankste ist (so wie ich halt).
Entertainment ist etwas in die Jahre gekommen (bzw. der Flieger an sich war 9 Jahre alt, das hat man schon gemerkt), aber im Großen und Ganzen war es eine sehr positive Erfahrung.
Ankunft in Tokio
Die Einreise war problemlos, mit ca. 20 Minuten Wartezeit auch recht erträglich. Danach im 7Eleven erstmal die Führerscheinübersetzung ausgedruckt und das Ticket für den Keisei Skyliner geholt. Mangels iPhone habe ich mir dieses Mal auch eine reguläre Suica geholt und entsprechend aufgeladen.
Hotel habe ich in der Nähe der Ueno Station gebucht, die ja Endstation für den Skyliner ist.
Zur Führerscheinübersetzung noch ein paar Infos: Mit dem deutschen Führerschein reicht der zusätzliche Internationale Führerschein für Japan nicht aus, es ist eine japanische Übersetzung notwendig. In Deutschland kann man die nur über den ADAC München beziehen, der dafür ca. 70 Euro verlangt, und es ist notwendig entweder persönlich nach München zu fahren oder den Führerschein per Post dorthin zu schicken.
Eine Alternative ist die Übersetzung direkt über den JAF (
https://english.jaf.or.jp/driving-in-japan/drive-in-japan/about-dltas). Dafür ist jedoch ein VPN notwendig, da die Registrierungsseite außerhalb Japans gesperrt ist.
Ich habe die Daten am 3. Mai hochgeladen, und bereits am 7. Mai den Druckcode erhalten, trotz Feiertage der Golden Week.
Mit dem Code kann man dann in 7eleven, Lawson oder FamilyMart an den dortigen Druckern die Übersetzung ausdrucken.
Bei JAF direkt kostet die Übersetzung 6000 Yen, also momentan ca. 33 Euro.
Hier noch drei Bilder aus dem Flugzeug:
Morgen gehts dann weiter mit ein bisschen Sightseeing rund um Ueno, und am Nachmittag die Fahrt von Shinjuku nach Omachi.