Schon wieder Japan, aber wenigstens im Winter

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Haruto

Reguläres Mitglied
04.05.2023
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Es liegt zwar schon ein Jahr zurück und es ist wieder Japan, aber immerhin zu einer anderen Jahreszeit und so doch für den ein oder anderen Interessant und was neues dabei.
Bitte habt nachsehen mit mir. Es ist mein erster Reisebericht und ich freu mich über euer Feedback.

Nachdem ab Oktober 2022 die Einreise nach Japan wieder möglich war und man sich auch spontan im Land bewegen konnte, musste ich nicht lange überlegen, ob ich fahr sondern nur wann und wie oft. Direkt im Oktober/November zu fahren war mir dann doch etwas zu kurzfristig und es hatten auch etwas die Urlaubstage gefehlt und so hab ich mich wieder für den Winter entschieden und ab da hab ich auf die heißen Quellen, gutes Essen und den Schnee gefreut.

Die Reise führte mich zuerst nach Kyushu, wo in Nagasaki das Drachen Laternen Festival stattfindet und auf dem Aso war ich auch noch nicht. Danach ging es mit einem Zwischenstopp in Chuo-Kochi nach Hokkaido, wo ich vom Norden immer weiter in den Süden durch Tohoku bis zur Izu Halbinsel reisen solte.

Flugroute
26.1.2023 FRA-NRT-HND-KKJ (JL)
31.1.2023 FUK-MMJ (JH)
4.2.2023 HND-MMB (JL)
7.2.2023 MMB-CTS (JL)
21.2.2023 NRT-FRA (JL)

Screenshot 2024-02-16 201859.png

Nach viel hin und her überlegen hatte mich für die Economy entschieden auch in der Hoffnung, dass es nicht sehr voll wird und ich einen freien Nebenplatz habe. Ich hatte nicht mit sehr vielen Mitreisenden gerechnet, aber das es in der gesamten Economy etwa 25 Passagieremitflogen, war doch deutlich weniger. Und so hatte ich eine komplette Reihe für mich. Am Fenster dinieren und in der Mitte angenehm schlafen. Die Crew hat am Platz die Essens- und Getränkewünsche aufgeschrieben und jeden einzeln bedient. War am Ende Business Light.

Jetzt kommt ein Text über den Umstieg von Narita nach Haneda, diversen Problem und dem Service von JAL.
Da wir mit einiges an Verspätung in Frankfurt gestartet sind und die Zeit nicht aufholen konnten, war ich wegen dem Anschlussflug von Haneda nach Kitakyushu etwas angespannt.

Am Gate wartete bereits eine Mitarbeiterin von JAL auf mich und führte mich im flotten Schritt durch das Terminal und vorbei an allen Schlangen. Die Einweiserin an der Einreise dirigierte mich zum Diplomatenschalter, wo die Formalitäten rasch erledigt wurden. Das Kofferband hat sich noch nicht in Bewegung gesetzt und als der Koffer nicht unter den ersten fünf dabei war, fragte sie nach einer Beschreibung und funkte die bitte durch danach zu schauen und bevorzugt zu behandeln. Und dann kam die unüberwindbare Mauer der Einweiserin für die neuen Zollautomaten. Sie wollte mich partout nicht an der Schlange vorbei lassen und bestand darauf, dass ich mich hinten anstelle. Ich wollte zwar schon im Flugzeug die Zolldeklaration ausfüllen, aber mein Stift wollte nicht mehr schreiben und so hatte ich den Plan B verworfen. Da an der Zollkontrolle mit ausgefüllten Zettel fast niemand stand, ab zum Pult und Zettel ausgefüllt und zur Kontrolle, wo ich gefragt wurde wie ich denn heute nach noch Kokura kommen will. Von Haneda habe ich noch einen Anschlussflug nach Kitakyushu...Oh, Entschuldigung, Danke und Gute Reise. Danach wurde ich noch zum Busschalter begleitet. Es war gerade ein Bus abgefahren und der nächste fuhr in 20min und die Ankunftszeit war 40min vor Abflug in Haneda. Sie hat gewartet bis ich die Fahrkarte gekauft habe und hat sich die Zeit notiert und sich für die Verspätung und die Unannehmlichkeiten entschuldigt und eine schöne Reise gewünscht.

Die Bus war pünktlich in Haneda Terminal 2...Okay langsam fertig machen nächster Halt Terminal 1 im Monitor...hä wo fährt er hin, da drüben ist Terminal 1...Durchsage Busfahrer nächster Halt Terminal 3 bla bla bla...Irritation bei dem Herren vor mir ebenfalls erkannt und gefragt ob er auch zum Terminal 1 möchte...Ja, fliegen Sie noch heute...Ja, Start ist in 35min...Oh, ich fliege erst morgen früh...Entschuldigung Herr Busfahrer, wann halten wir am Terminal 1?...Etto, Sie möchten zum Terminal 1? Etto Entschuldigung da halten wir nach Terminal 3...Grrr, mein Flug startet in 35min, hatte die kleine Hoffnung, dass er die Runde komplett macht und zuerst zum Terminal 1 fährt, um den Fehler zu verbergen...
Wir waren noch zu zweit im Bus und noch 25min bis Abflug. Ähh, wo ist dieser verdammte Gepäckschnipsel. Ich hatte ihn doch gerade noch und ohne Schnipsel kein Koffer, muss schon alles seine Richtigkeit haben. Man hat sich am Ende erweichen lassen, dass zufällig auf einem Anhänger am Koffer der gleiche Name wie in meinem Pass stand.

Okay, ab ins Terminal und zum Check-In gehastet, wo bereits vier JAL-Mitarbeiterinnen auf mich warteten. Koffer wurde kurz auf die Waage gestellt und umgehend weggetragen. Baggage Tag kam danach aus dem Drucker und von Mitarbeitern Nr. 2 hinterhergetragen. Boardkarte erhalten und von Mitarbeiterin Nr. 3 zur Sicherheitskontrolle und weiter zum Gate begleitet wurden. Am Gate angekommen und es hat gerade das Boarding begonnen. Der Flug verlief Ereignislos und ist pünktlich angekommen und mein Koffer war auch da.

Man muss schon sagen, JAL war sehr bemüht darum, dass ich mit Koffer in Kokura wie geplant ankomme. Ohne die Begleitung in Narita und das vorbei manövrieren an den Schlangen vor der Quarantäne- und Passkontrolle hätte ich den Bus nicht geschafft. Auch der Check-In in Haneda und das der Koffer mitgekommen ist, wäre woanders nicht mehr gelungen.
Mit dem Bus fuhr ich nach Kokura, checkte ins APA ein und fiel ins Bett.

Ab jetzt kommt weniger Text, aber dafür mehr Bilder.



:rolleyes: Noch ein paar Absätze hinzugefügt :whistle:
 
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Haruto

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04.05.2023
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Nach einem überraschend guten Schlaf und dem Frühstück im Hotel war die erste Anlaufaustelle ein 7-eleven, um meine neue Führerscheinübersetzung auszudrucken. Nach Corona hat man bei der JAF den Übersetzungsservice digitalisiert und verglichen mit früher, ist es sehr viel angenehmer. Das Ganze hat ohne Probleme funktioniert und die Übersetzung war nach 16h fertig.

In Kokura noch den JR Kyushu North Pass gegen die Onlinereservierung eingetauscht und mit Umstieg in Hakata nach Tosu gefahren. In Nagasaki war kein Zimmer mehr zu einem für mich akzeptablen Preis zu bekommen und habe ich mich für das Route-Inn in Tosu entschieden. Nachdem die Check-In Formalitäten abgeschlossen waren, habe ich den Koffer abgeben und bin wieder zum Bahnhof gegangen und weiter nach Nagasaki gefahren.
Im September 2022 eröffnete die Nishi-Kyushu-Shinkansen und ist nun um einiges schneller mit den neuen N700S Zügen in Nagasaki.

Mein Ziel war das Festival und wollte mir zu erst am Tage einen Überblick verschaffen und bin mit der Straßenbahn nach Shinchi Chinatown gefahren

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und bin durch das Viertel gelaufen. Die Einkaufsstraßen sind mit Laternen geschmückt und auf den Plätzen wurden Pappfiguren aufgebaut.

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Ich wollte eigentlich in den Konfuziustempel, aber da war kein reinkommen, da gerade eine Veranstaltung wegen des Festes war und so habe ich einen Spaziergang zum Holländerhügel gemacht.

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Mit der Dämmerung bin ich wieder zurück nach Chinatown und habe gehofft die Drachen tanzen zu sehen. Zu dem Fest gab es noch die Einschränkungen, dass weniger Veranstalltungen durchgeführt wurden und diese auch keinen festen Termin hatten, sondern irgendwann und irgendwo stattfanden. Es war also Glück oder Geduld angesagt.

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Von weitem habe ich Musik wahrgenommen und bin in die Richtung gelaufen und mit meiner Ankunft war die Vorstellung auch schon vorbei, das war dann heute schon Mal nichts.

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Ich bin noch durch die Straßen gelaufen und die chinesischen Köstlichkeiten an den Essenständen probiert.
Der Schneeregen ist immer kräftiger geworden und so bin ich zurück nach Tosu gefahren. Der erste Tag war durchaus etwas enttäuschend, aber die Hoffnung lag auf dem morgigen Tag.


Nach dem Frühstück sollte es zuerst nach Hakata gehen, wo ich im Nest Hakata Station mein Gepäck abgegeben habe und zu einer kleinen Shopping Tour gestartet bin, denn am gestrigen Tag habe ich meine Wintermütze verloren oder vergessen.
Nachdem Mittagessen im Ramen Stadium ging es wieder nach Nagasaki. Auf der Fahrt habe ich den Status des Aso geprüft und da er immernoch komplett geöffnet war und das Wetter für morgen gut aussah, habe ich bei Toyato in Kumamoto einen Mietwagen reserviert.

An diesem Tag wurde die Mazu Prozession durchgeführt und am Abend hatte ich noch die Hoffnung auf den Drachentanz.

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Danach habe ich noch ein paar Fotos zum Sonnenuntergang an der Megeanebashi gemacht.

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Und bin danach auf der Straße den Drachen begegnet und ihnen hinerhergelaufen.

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Am Abend hat es wieder angefangen zu Regnen mit etwas Schneeregen. Solange es Nachts regnet und tagsüber die Sonne scheint soll es mir recht sein.
 

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Haruto

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04.05.2023
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Bei den vergangenen drei Reisen nach Kyushu war der Aso immer gesperrt. Im Herbst 2022 wurde die Sperrung wieder aufgehoben und so wollte ich die Chance nutzen hin zu fahren.
Um 6:30 hat der Wecker geklingelt und der erste Blick ging zum Wetterbericht. Hmm, vormittags noch bewölkt und ab Mittag sollte aus sonnig werden. Auf die Idee den Status vom Aso zu prüfen oder die Webcam zu öffnen bin ich irgendwie nicht gekommen. Also hab ich mich fertig gemacht, bin zum Frühstück und 8:30 mit dem Mizuho nach Kumamoto gefahren. Die Übernahme des Autos ging schnell über die Bühne und es wurde nochmal recht deutlich darauf hingewiesen, dass 20 Uhr geschlossen wird und ich bitte rechtzeitig zurück sein soll.

Nach einer Stunde fahrt habe ich das Besucherzentrum vom Aso erreicht und war überrascht, dass doch einiges an Schnee am Aso lag. Hätte man sich aber irgendwie auch denken können, wenn es auf Meereshöhe in der Nacht knapp über 0°C sind und regnet. Der Neuschnee sah schick auf den Bäumen aus.

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Die Gipfel des Aso lagen noch etwas in den Wolken oder in seinen eigenen Rauchschwaden.

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Ich bin am Besucherzentrum vorbei gefahren und habe am Sanjo Terminal geparkt. Man kann auch noch weiter fahren bis an Krater und muss je nach Autogröße 600 oder 800 Yen Maut bezahlen. Die zweite Variant ist weiter mit dem Bus zu fahren, entschieden habe ich mich für die dritte Variante laufen.
Die Beschädigungen an dem Schild ist beim letzten Ausbruch 2021 entstanden.

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Der Wind stand nicht günstig und so hat es den Rauch in Richtung der Aussichtsplattform getrieben. Und so war es nicht möglich den blubbernden Vulkankrater zu sehen....schade

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An der Aussichtsplattform war die höchste Warnstufe aktiv und wollte die Geduld des Aufpassers nicht übermäßig strapazieren und hab mich auf Rückweg gemacht.

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Rückzu bin ich dann links abgebogen einen Berg hinaufgelaufen.

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Es gab unterwegs ein paar Schneewehen die ich nicht umlaufen konnte und so bei dem einen oder anderen Schritt bis über die Knie im Schnee versunken bin.

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Also ich sichtbar auf dem Gipfel Stande, ertönte über die Lautsprecher in vier Sprachen die Durchsage, dass man das Gebiet umgehend verlassen soll. Ein paar Minuten später kam auch noch ein Lautsprecherwagen, der sich verdächtig in meine Richtung auf der Straße stellte und man mich auf Japanisch zum sofortigen verlassen des Gebietes aufforderte. Den Rest habe ich nicht verstanden und als ich mich in Bewegung gesetzt hatte, ist er weitergefahren. Ich war mir verdammt sicher kein Sperrschild ignoriert zu haben. Naja, dann ab nach unten im Laufschritt.
Es wurde aufgrund von registrierten vulkanischer Aktivitäten an dem Tag der 1km Sperrkreis wieder aktiviert und wurde auch nicht mehr während dem Urlaub aufgehoben.

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Die zurzeit aktiven Krater befinden sich in einem riesigen Krater. Der Rand ist im Bild gut zu sehen und im Hintergrund sind die Kuju-Berge.

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Der Blick vom nördlichen Rand in Richtung Nakadake.

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Zum Abschluss ging es noch zum zugefrorenen Koga Wasserfall.

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Haruto

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Der Flug von Fukuoka nach Matsumoto mit Fuji Dream Airlines verlief ereignislos und war kurz vo 14 Uhr am Bahnhof, den Koffer im Hotel abgegeben und habe mich in der Stadt mit Bekannten getroffen.
Im Winter hatte TeamLab auf der Fassade der Burg eine Lichtshow installiert. Es war nichts überragendes, aber wenn man schon da ist.

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Am nächsten Tag war wieder zeitiges aufstehen angesagt. Die Wolken haben sich im Hida-Gebirge verfangen und so sollte es ein sonniger Tag im Jigokudani werden.

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Nach Nagano bis ich mit dem Regionalzug gefahren und weiter nach Yudanaka mit dem Limited Express der Nagano Dentetsu. Es gibt auch einen Express Bus der zum Snow Monkey Park fährt, aber das wollte ich nicht. Nach der Ankunft in Yudanaka fährt ein Shuttle Bus zum Park. Ich wollte aber durch das Dorf un den Wald laufen.
Die Landschaft war einfach grandios und durch die Wärme der Sonne sind von den Bäumen ein paar Schneehaufen herabgestürzt. Ein waches Ohr und Auge war nicht verkehrt.

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Am Eingang des Parks ist auch ein Ryokan. Das Onsen ist auch für Tagesgäste geöffnet und beim Baden im Rotenburo kommen die Affen auch mal etwas näher.

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Auch im Winter wird noch mit dem Moped gefahren, aber mit Schneeketten.

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Der Eintritt in den Park kostet 800 Yen. Es war nicht sehr viel los und die Affen waren bade- und kuschelbedürftig. Somit haben sich einige gute Fotomotive ergeben.
Bei einige Affen habe ich sehr beobachtet gefühlt und war mir nicht mehr sicher, wer hier die Attraktion ist.

Komm bloß nicht näher, ich will in Ruhe schlafen.
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Was bist du für einer, siehst schon lustig aus.
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Geh ich nochmal ins Wasser?
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Einfach mal ausspannen, das Leben ist anstrengend.
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Ach, ist das schön warm.
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Die jüngeren Affen haben derweil lieber im Schnee in der Sonne gespielt oder ssie durften nicht ins Wasser.
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Haruto

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04.05.2023
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Ich habe meinen Standort nach Toyama gewechselt und den restlichen Tag mit einem privvaten Treffen verbracht. Toyama ist eine als Ausgangsbasis nach Kurobe, Alpen Route und Shirakawa-go gut geeignet, aber als Stadt selber kein Highlight.

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Für mich sollte es nach Shirakawa-go gehen. Die Region ist für die Gassho-Zukuri Bauerhhäuser bekannt. Die mit Stroh bedekten Häusern sind in den drei Dörfern Ainokura, Suganuma und Ogimachi zu finden. In Ogimachi ist ein Busterminal mit vielen Verbindungen nach Kanazawa, Nagoya, Takayama, Toyama und Takaoka. Die anderen beiden Dörfer sind nicht so gu angebunden, aber auch deutlich kleiner.

Im Winter ist in Ogimachi das Winter Light-up eines der Higlights. Es findet an sechs Sonntagen im Januar und Februar statt und der Andrang groß. Darum benötigt man dafür eine Reservierung entweder als eine Bustour, Parkplatz oder Übernachtung. Zugang zum Aussichtspunkt bekomen nur Übernachtungsgäste und ein paar Bustouren. Für mich wäre nur eine Übernachtung in Frage gekommen und diese werden in einer Lotterie verlost. Ich hatte die Frist noch gerade so geschafft, aber kein Glück gehabt. Und so habe ich mich für einen Besuch in der Woche am Tage entschieden.

Mit dem Ainokaze ging es von Toyama nach Takaoka. Was sich als gute Wahl herausstellt, denn alle Shinkansenverbindungen waren gestoppt, da man in Kanazawa ein ungewöhnliches Geräusch an einem Zug feststellte und das geprüft wurde. Am Bahnhof war großer Andrang und das Stationspersonal hat Informationen mit dem Megaphone in der Bahnhofshalle gestreut.

In Takaoka bin ich in den Lokalbus nach Ogimachi umgestiegen. Für diesen ist keine Reservierung notwendig und bin in Ainokura ausgestiegen. Nach einem kurzen Fußmarsch von der Haltestelle ist man auch schon in de Dorf, wo mich der Parkplatzwächter freudig empfangen hat, mir eine Übersihtskarte gegeben hat. Mir noch den Weg zum Aussichtspunkt gezeigt hat und ich soll bitte vorsichtig sein und niht den Weg verlassen.

Der Weg war mit Bambusstäben markiert und von den Leuten davor mehr oder weniger festgetrampelt. Dazwishen waren immer mal wieder tiefe Schuhabdrücke, wo der Schnee deutlich nachgegeben hat.

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Ich bin nach kurz durch das Dorf gelaufen. Es hatte aber alles geschlossen und bin mit dem nächsten Bus weiter Rihtung Ogimahi gefahren.

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Im Bus habe ich überlegt ob ich auch noch in Suganuma aussteige, habe mich dagegen entschieden, denn der nächste Bus wäre erst wieder in 1,5h gefahren.

Ogimachi ist um einiges voller, aber bei weitem nicht überlaufen. Wenn die Landschaft und die Dächer mit Schnee bedeckt sind, ist es schön anzusehen. Aber ob ich es empfehlen würde, schwierig. Im Winter eher nicht für die erste Japanreise. Zur Zeit der Herbstfärbung schon sehr viel mehr auch als erste Reise. Am Besten ist es natürlich mit einer Übernachtung, dafür muss man aber schnell sein.

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Haruto

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Das Ziel für heute ist Shari auf Hokkaido.
Zunächst fuhr ich mit dem Shinkansen nach Tokyo. Es ist schon nervig, dass man von Tokyo Station Haneda nicht direkt erreicht, aber Besserung ist in Sicht auch wenn es mindestens bis 2031 dauern wird, bis die neue JR Linie fertig gebaut ist.
Da es ein Japan Explorer Pass Ticket war, hatte ich nicht damit gerechnet, dass der Self Check-In funktioniert. Überraschung, ich konnte an dem berührungslosen Self Check-In alles erledigen und danach noch mein Gepäck abgegeben. Ich hatte noch einiges an Zeit gehabt und bin noch auf die Aussichtsterrasse gegangen.

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Und dann kam die B767 die mich nach Memanbetsu bringen sollte, hab mich auf den Weg zur SiKo gemacht und 15min später saß ich am Gate.

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Der Flug verlief Ereignislos und es bot sich zwischendurch ein wolkenfreier Blick nach unten.

Tokyo Disneyland
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Mt. Nasu und danach wurde die Bewölkung leider dichter. Ich hätte gern noch mehr Berge von Tohoku gesehen.
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Kap Erimo
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Am Flughafen habe ich am Mietwagenschalter von Toyota gemeldet und es wurde der Transfer zur Station organisiert. Wenn kein Schnee liegt oder nur einen Rucksack dabei, wäre ich die 200m auch gelaufen. Nachdem üblichen Prozedere und vielen Zetteln die mir überreicht wurden, konnte ich mit meinem Tank und Allrad los düsen.

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Und stoppte am Abashiri See, wo noch ein paar Eisangler waren, aber die meisten beim Einpacken waren. Gegenüber zum Vortag ging die Sonne 1 Stunde eher unter und so war der Tag 16:00 schon vorbei.

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In Shari bin ich noch in ein Sushi Restaurant gegangen und habe da wieder nach ein paar Bier eine neue Bekanntschaft gemacht. Die meisten Leute lernt man in Japan abends am Tresen kennen und dafür muss man auch nicht japanisch sprechen.

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Haruto

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Ich hatte mich für eine Wanderung zum Mount Rausu angemeldet. Je Verhältnissen und Fitness schafft man es bis auf den Gipfel. Die Tour wurde aber abgesagt, da der Bergführer krank war. Zwei Sekunden habe ich überlegt, ob ich die Tour einfach selber mache, aber Nein. Nicht wenn ich mich an dem Berg nicht auskenne. Die Ausrüstung aus Skiern, Schneeschuhen, Steigeisen und Eispickel hätte man am Vortrag bekommen und es wäre vor Sonnenaufgang der Start gewesen. Zuerst mit Skiern die Straße bis zum Shiretoko Pass, die Skier zurücklassen und es hätte der eigentlich Aufstieg begonnen.
So genug von hätte hätte Fahrradkette.

Entlang der Küstenstraße zum Nationalpark-Center gibt es ein paar zugefroren Wasserfälle und Meer mit einiges an Treibeis.

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Abashiri ist im Winter vor allem für die Treibeis Schifffahrten bekannt und der südlichste Ort der nördlichen Hemisphäre mit Eis. Diese Tour hatte ich schon 2018 gemacht und stand darum auch nicht auf der Liste. Was ich auch empfehlen kann ist ein Besuch des Abashiri Gefängnismuseum und dem Museum der Nordmenschen, wo es um die Ainus und die anderen indigenen Nordvölker geht.

Vom Nationalpark-Center kann man eine kleine Wanderung durch die verschneite Landschaft zum Furepe Wasserfall machen.

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Das Wetter wäre für den Aufstieg wäre einfach perfekt gewesen.

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In dem Park treiben sich einige wilde Shikahirsche rum, die auch türmen, wenn sich Menschen nähern und mopsen keine Rail Pässe.

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Die Straße zu den Shiretoko Go-ko ist im Winter gesperrt, aber sie war geräumt und in einem guten Zustand. Also bin ich sie einfach Mal weitergefahren und das ging auch 5km gut bis ich dann doch vor einer Straßensperre stand. Es waren noch etwa 4km bis zu den Seen und die Straße war weiter geräumt. Das Auto konnte ich an der Stelle nicht legal und unauffällig abstellen und zu Fuß weitergehen. Es wäre auch zeitlich knapp geworden und wusste auch nicht was mich unterwegs oder am Ende erwartet. Es hätte auch noch die Chance auf einen schlecht schlafenden, mies gelaunten und hungrigen Bären gegeben.

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In Utoro werden Treibeis Spaziergänge angeboten und einige hatten sehr viel Spaß dabei ins Wasser zu springen.

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Mal schauen wie lange diese Zuglinie noch existiert und von einem Bus abgelöst wird. Es gibt noch 7 Verbindungen je Richtung, aber trotzdem ist jede Weiche beheizt auch wenn es nur ein Abstellgleis ist.

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Für mich ging es von Shari weiter nach Kawayu Onsen. Zuerst führte mich der Weg an den Kussharo See, wo ich auf einen schönen Sonnenuntergang hoffte.

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Der gesamte See ist mit einer dicken Eis und Schneeschicht bedeckt Bus auf ein Part stellen, wo heißes Quellwasser über Bäche in den See fließt.

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Das ist Ike no Yu, eines von den den zahlreichen Rotenburos die idyllisch direkt am See liegen. In zwei kleinen Holzhütten (Mann und Frau) kann man sich umziehen, Badesachen sind hier erlaubt. Die Wassertemperatur hab ich auf 39/40°C geschätzt, was mir länger doch etwas zu kalt ist.

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Genächtigt habe ich im Oyado Kinkiyu. Die Einrichtung im Zimmer ist etwas in die Jahre gekommen.

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Aber das Onsen ist frisch renoviert und war sehr schön. Gespeist wird es von einer schwefelhaltigen Quelle und reinigt die Haut Porentief. Wenn man einen Nagel in die Quelle wirft, hat er sich nach 17 Tagen weitestgehend aufgelöst. Ist auch nicht verwunderlich bei einem pH Wert von 1,6.

Das Abendessen gibt es in einem benachbarten Hotel als Buffet mit mit Live cooking und nach Wunsch frisch zubereitetem Sashimi und Sushi. Insgesamt war das Buffet eines der besseren.
Der Bach in Kawayu ist hübsch beleuchtet und durch die kalte Luft und das warme Wasser entsteht eine mystische Stimmung mit den kahlen Bäumen.

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Erfahrenes Mitglied
02.08.2016
306
280
Toller Bericht und klasse Fotos. Macht Lust wieder nach Japan zu reisen.
Danke
 

Haruto

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04.05.2023
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Nachdem aufstehen geht es erst mal ins Onsen, während es draußen kräftig schneit. Zwischendurch kommt immer mal kurz die Sonne durch und danach wieder Schneefall bei kühlen -10°C. Danach ging es direkt zum Frühstück. Die kurzen kräftigen Schneeschauer haben nicht aufgehört und hab das Auto von dem lockeren Schnee befreit.
Über die kurvenreichen Passstraße bin ich vom Kussharo See zum Akan See gefahren. An der Straße waren auch Shikahirsche unterwegs.

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Obwohl beide Seen zum Akan-Mashu-Nationalpark gehöhren gibt es keine einzige Busverbindung und ein Auto ist ein muss, wenn man sich zwischen oder um die Seen bewegen will.

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Vor vielen tausenden Jahren war der Akan See viel größer bis zu dem Moment als der Vulkan im See ausgebrochen ist und den Oakan (männlicher Akan) Vulkankegel entstehen ließ und den See in den aktuellen Akan See und die zwei kleinen Seen Panketo und Peketou geteilt hat.

Am Südufer des Sees liegt das Dorf Akan Onsen und besteht eigentlich nur aus Hotels und Ryokan. Östlich des Dorfes kann man auf der Halbinsel ein bisschen wandern bzw. spazieren gehen.

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Dadurch dass es am Morgen geschneit hat, lag auf den Bäumen eine lockere Schicht von Schnee, was richtig gut aussah und als dann noch strahlend blauer Himmel zum Vorschein kam, war ich schwer begeistert. Durch die Minustemperaturen die auch bei Sonnenschein nicht in den plus Bereich kletterten, war es allerbester Pulverschnee. Ich finde es fantastisch durch Pulverschnee zu laufen, dieses knirschen unter den Schuhen und dazu die kalte, saubere Luft...Ich liebe es.
Durch einen leichten Wind rieselten die Schneehäufchen von den Bäumen leise herunter. Zum genießen und fotografieren war es perfekt.

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Man hat sogar noch einzelne Schneekristalle im Sonnenlicht deutlich erkannt.

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Der Akan See ist ebenfalls fast komplett zugefroren und einiges an Eisanglern unterwegs. Im Hintergrund ist der Meakan (weiblicher Akan) zu sehen.

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Die Schneefräse hat den See beräumt, damit die Fläche zum Schlittschuhlaufen wieder frei ist.

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Nachdem es sich wieder bewölkt hat, bin zurück zum Kussharo See auf die Wakoto Halbinsel gefahren, wo ein weiteres Rotemburo ist und ein Wanderweg um die Halbinsel herum.

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Auf dem Weg waren noch nicht viele Leute gelaufen seit dem letzten großen Schneefall und so ging es durch Tiefschnee und Schneeschuhe hatte ich für den Tag nicht ausgeliehen. Den Schnee hat es immer mal wieder von oben in die Schuhe reingedrückt und die Füße nass und kalt werden lassen. Das Rotemburo auf der Halbinsel sah nicht so dufte aus. Deshalb bin ich weiter zum Kotan Onsen gefahren. Das sah richtig gut aus, habe mich da etwas aufgewärmt und dem schnattern oder Singsang der Schwäne gelauscht.

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Haruto

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Die Sonne lachte am Morgen vom Himmel und bin zum Mount Io (Schwefelberg) gefahren. Dieser Vulkan sorgt für das heiße Quellwasser in Kawayu Onsen. Man kann ein wenig durch die Schwefelfelder laufen, aber viel ist nicht zugänglich.

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Der letzte und dritte große See ist der Mashu See. Er gilt in Japan als einer der schönsten Seen und wurde mal als klarster See der Welt bezeichnet. Er hat keinen Zu- oder Abfluss. Im Winter ist nur der 1. Aussichtspunkt zugänglich und nur die Straße aus Richtung Teshikaga geöffnet.

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Ich hatte noch Zeit bis zu meinem Flug von Memanbetsu nach Chitose und habe nochmal einen Stopp am Kussharo See gemacht.
Es ist erstaunlich wie laut ein zugefrorener See ist. Es ist permanent das Eis zu hören, wie es arbeitet, sich bewegt oder knackt. Es sind auch gut die Brüche auf der Eisfläche zu sehen, wo es nach oben ausbricht.

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Es ist immer wieder erstaunlich, dass Fahrzeuge abgestellt und danach ignoriert werden. Auch die verlassenen Orte aus der Bubble Economy werden nicht weniger.
Das war der Bus von einem Hotel in Kawayu und das Hotel war noch geöffnet, aber mittlerweile ist es wohl geschlossen.

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Im Sunayu (Sandquelle) muss man sich am Strand sein eigenes Becken graben. Wenn man tief genug gegraben hat, füllt sich das Loch mit warmen Wasser und die zahlreichen Singschwäne sorgen für das Unterhaltungsprogramm.

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Der Blick vom Bihoro Pass über den Kussharo See und im Hintergrund der Mount Shari. Von rechts kam dann auch schon wieder eine neue Schneewolke aufgezogen. Der Wechsel zwischen Schnee und Sonne auf Hokkaido kann recht häufig und schnell von statten gehen.

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In Sapporo war das Schnee Festival und hatte lange hin und her überlegt, ob ich eine Nacht in der Stadt einlege. Da ich aber in Sapporo schon zum Schnee Festival war, habe ich mich gegen Sapporo und für Hirosaki entschieden.

Davor bin ich noch für zwei Nächte in Noboribetsu Onsen im Takimotokan geblieben. Das Hotel liegt direkt am Jigokudani und vom Onsen hat man einen freien Blick in das Tal. Das Onsen ist sehr groß und es gibt fünf unterschiedliche Wasserarten und auch einen Innenpool, der eher was für Familien ist.

Das Abendessen gibt es entweder als Buffet oder Kaiseki Menü. Ich vergesse es aber meistens vor dem Essen noch ein Foto zu machen.

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Haruto

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In Noboribetsu Onsen kann man im Winter nicht sehr viel machen, da viele Wanderwege eigentlich gesperrt sind.
Den Bärenpark habe ich überhaupt nicht in Betracht gezogen, dass was da gemacht wird, ist mir zu abgedreht. Den Ber runter Richtung Noboribetsu gibt es noch das Date Jidai Mura. Ein Freizeitpark im Stil der Edo Zeit mit Ninja und Samurai Shows.

Unweit des Hotels ist der Eingang zum zum Jigokudani.

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Der Weg auf dem Holzsteg ist wie für Japan typisch, nicht ganz ohne. Der Schnee ist festgetreten , durchgefroren und zu den Seiten schön abgerundet An steileren Stellen sind manchmal noch Fußtritte als Treppen in den Schnee geschlagen. So sieht man die ein oder andere Rutschaktion und sich aufregende westliche Touristen.

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Das ist jetzt eine Vermutung von mir. Aus dem Boden kommt feiner Wasserdampf mit anhaftenden Mineralien und das gefriert in der Nacht durch die hohen Minusgrade. Es war ganz feines Eis und so wie man es berührt hat, ist es in sich zusammengefallen. Am Abend war es weg, später in der Nacht war es in klein wieder zu sehen und am nächsten Morgen wieder groß. Wenn es jemand weiß, dann bitte korrigieren.

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Ich bin dann an der Absperrung vorbei und den Berg nach oben gelaufen und später dem Verlauf einer Straße gefolgt.

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Nach dem Aussichtspunkt habe ich die Straße wieder verlassen und bin einem Wanderweg und etwas zum Abkürzen Querfeldein nach unten zu der heißen Quelle bzw. kleinen Karatersee Oyunuma gelaufen. Der Weg durch die unberührte Schneelandschaft hat mich wieder sehr begeistert und auch an dem Teich waren noch nicht sehr viele vor mir.

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Der Zufall hat eine schicke Eisskulptur in der Form einer Hand die nach etwas greift entstehen lassen.

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Das heiße Wasser des Sees fließt über einen Bach Richtung Noboribetsu Onsen ab und im Unterlauf kommt ein Becken, wo man ein Fußbad nehmen kann. Damit man sich nicht auf das kalte und nasse Holz setzen muss, liegen Sitzkissen bereit

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Nachdem ersten Badegang und vor dem Essen ging es nochmal in das Höllental, wo der Weg der Dämonen beleuchtet ist.

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Haruto

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Die Zugfahrt nach Hirosaki war ereignislos. Kurze Zeit nach der Abfahrt in Noboribetsu begann der starke Schneefall, der für die nächsten zwei Tage angekündigt wurde.

In Tohoku war der Schnee noch nicht angekommen und so war es in Hirosaki nur bewölkt, aber wenigstens noch trocken.
In Hirosaki war mein Ziel nur der Burgpark, wo das Schnee Festival stattfand. Ich habe zum erstenmal die Burg Hirosaki in echt gesehen und dachte nur, ja gut bis jetzt hast du da nichts verpasst. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie an ihrer ursprünglichen Stelle beeindruckender aussieht.

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Es wurde eine Schneeskulptur des alten Rathauses von Hakodate errichtet. Es gab dann noch eine winzige Eisrutsche, die nur was für Kinder war, und noch ein paar Essensstände. Verglichen mit anderen Schneefestivals war es doch etwas enttäuschend oder es lag noch an den Corona Einschränkungen für solche Feste.

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Im Parkgelände gab es noch Nebuta Bilder.

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Es wurden Papplaternen mit Kerzen an die Besucher ausgeteilt und teilweise eine Stimmungsvolle Beleuchtung installiert.

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Mittlerweile waren auch die ersten starken Schneeschauer in Hirosaki angekommen und machte mich auf den Rückweg zum Hotel.

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Kurz bevor ich an einem der besten Kirschblüten Spots angekommen bin, hat der Schneefall aufgehört. Mit dem Schneefall hätte es wie fallende Kirschblüten aussehen können.

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Insgesamt war ich von Hirosaki enttäuscht und habe mir gedacht, wärst du lieber nach Sapporo oder Hakodate gefahren.
Selbst im Frühling, wenn die Kirschbäume blühen, würde ich lieber nach Hakodate fahren und nicht nach Hirosaki.
 

Haruto

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Es hat die gesamte Nacht geschneit und auf dem Weg zum Bahnhof ging es durch rund 20cm Neuschnee. Mittlerweile hat es aufgehört zu schneien und es war blauer Himmel zu sehen. Der lokale Zugverkehr fuhr mit Verspätungen und der Shinkansenverkehr fuhr normal.
Im Bahnhof von Aomori machte man sich daran das Dach und die Gleise vom Schnee zu beräumen.

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Auf der Zugfahrt nach Koriyama habe ich die Schneefront wieder eingeholt. In Koriyama habe ich meinen Mietwagen für die nächsten Tage abgeholt und wollte in Richtung Mt. Bandai fahren. Aufgrund des starken Schneefalls habe ich das abgesagt und während der Zugfahrt nach einem Ersatzprogramm gesucht.

Die Wahl ist auf die Abukuma Hohle gefallen, da war es angemehm warm und trocken. Es ist eine Tropfsteinhöhle mit mehr oder weniger imposanten Gebilden und Aushöhlungen.

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Die Höhle ist Luftlinie gute 30km vom AKW Fukushima Daiichi entfernt.

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Der Schneefall ist nicht weniger geworden und so hab ich für die 100km nach Ouchi-juku fast drei Stunden gebraucht. Man hat kaum eine Chance an sehr sehr vorsichtigen Fahrern vorbeizukommen.

Ouchi-juku ist ein altes Dorf, welches in der Edo-Zeit an einer Handelsstraße nach Aizu lag. Die Häuser sind alle sehr gut erhalten. An einem Wochenende im Winter werden Schneelaternen aufgebaut, gibt es ein Shintoitisches Ritual und ein großes Höhenfeuerwerk.
Der Schneefall hatte glücklicherweise nachgelassen und neben zwei Fotografen war niemand unterwegs.

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Tsuruhashi

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11.07.2015
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Vvardenfell
Insgesamt war ich von Hirosaki enttäuscht und habe mir gedacht, wärst du lieber nach Sapporo oder Hakodate gefahren.
Selbst im Frühling, wenn die Kirschbäume blühen, würde ich lieber nach Hakodate fahren und nicht nach Hirosaki.
Zur Kirschblüte ist es da so grotesk voll dass ich es nicht empfehlen würde... die Burg ist an der ursprünglichen Stelle direkt am Wall schon imposanter, die Reparatur sollte Mal bis 2025 (10 Jahre 😬) dauern, keine Ahnung ob die im Zeitplan sind.
Stimme aber zu, Hirosaki kann man sich sparen.
 
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Haruto

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Über Nacht kam eine Warmfront hereingezogen und am Morgen waren bereits 5°C.
Den Vormittag habe ich in Aizu-Wakamatsu verbracht. Die Burg war mit eine der letzten wo sich die Samurais des Shogun verschanzt haben und im Boshin Krieg gegen die neue Meiji-Regierung gekämpft haben. Die Burg wurde nach der Niederlage des Shogunats zerstört und in den 60er Jahren wieder aufgebaut. Eine Besonderheit sind die rötlichen Dachziegel, die sonst keine andere Burg hat.

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Das Maskottchen der Aizu-Region ist Akabeko. Eine rote Kuh, die beim Bau eines Tempels geholfen hat, die Baumaterialien auf den Berg zu transportieren.

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An der Sazaedo Pagode hat eine Gruppe von 19 jungen Samurais Selbstmord begangen, nachdem sie dachten, dass die Burg gefallen ist.

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Die erste Tadami Brücke der Tadami Bahnline. Leider ist durch die hohen Temperaturen der gesamte Schnee von den Bäumen geschmolzen/gefallen.

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Danach hab ich mich auf den Weg nach Ouchi-Juku gemacht. Bei der Ankunft war der Parkplatz komplett voll und auf der Straßen standen noch hundert weitere Autos, die parken wollten. Die ersten haben am Straßenrand geparkt, das war mir aber nichts. Die Polizei kann bei Parkverstößen sehr unangenehm werde. Etwas Abseits habe ich einen Parkplatz gefunden.

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Die Temperaturen haben den Schneelaternen ordentlich zugesetzt. Der Weg war durch das antauen und die vielen Leute eine angenehme Eisfläche geworden. Es gab auch keine zusätzlichen Essenstände nur die normalen Restaurants und die waren Hoffnungslos überfüllt. So wirklich Freude hat das Ganze nicht bereitet.

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Ich habe mir noch das Höhenfeuerwerk gegeben und bin danach sehr zügig zum Auto gelaufen.

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In Wakamatsu habe ich dann festgestellt, dass im Burgpark ein Laternenfest war und das hat mir vom ganzen Flair und Stimmung sehr viel besser gefallen und man hat an Essenständen auch was zu Essen bekommen.

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