Sparkurs: Lufthansa will junge Piloten nicht mehr im Konzerntarif einstellen

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NCC1701DATA

WM-Tippgott 2010
07.03.2009
6.183
6
Duisburg
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Stimmt, sehe ich genauso. Ist nur nicht immer jedem klar.

War ja auch lange Zeit - bis tief hinein in die 80er - durchaus anders.
Die "marktwirtschaftliche" Komponente hat sich mit dem "Geiz ist geil"-Virus der Bevölkerung entwickelt - immer frei nach dem Motto "Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht."...
 

Huey

Erfahrenes Mitglied
06.04.2009
4.484
0
Ich sehe es positiv für die jungen Piloten.

Wieso sollten Sie sich noch innerhalb einst getätigter Vereinbarungen anstellen lassen, incl. Altersübergangs-Regelungen, wenn heute schon absehbar ist, dass der Partner seine Leistungen in 15 oder 20 Jahren eh nicht mehr erbringen wird könne, weil er Marktbereinigt wurde.

Sollen Sie sich lieber früher als zu spät in jungen Jahren am Markt richtig positionieren. :yes:
 

Nordi

Erfahrenes Mitglied
18.09.2012
1.472
0
HAM
Doch, glaube ich schon. Der größte Knackpunkt bei dem Tarifstreit waren ja die Versorgungszusagen an die Piloten, die neu eingestellt werden. Diese Versorgungszusagen sind dank der niedrigen Zinsen inzwischen enorm teuer für LH geworden. Wäre man hier zu einem Systemwechsel (wie er in fast allen Berufsfeldern und Branchen in den letzten Jahren vollzogen wurde), würde sich das Bild gesichert anders darstellen.

Als ob die LH ohne Versorgungszulagen bei neuen Piloten die neuen Piloten außerhalb von Lufthansa direkt dann zu Lufthansa Gehältern angestellt hätte. Das haben sie doch auch vorher nicht gemacht. :confused:
 

ichundou

Erfahrenes Mitglied
05.11.2013
2.801
3
FRA
Als ob die LH ohne Versorgungszulagen bei neuen Piloten die neuen Piloten außerhalb von Lufthansa direkt dann zu Lufthansa Gehältern angestellt hätte. Das haben sie doch auch vorher nicht gemacht. :confused:

Nein, das nicht. Aber sie hätten vielleicht Piloten weiterhin innerhalb des KTV angestellt.
 
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Reaktionen: rotanes

Nordi

Erfahrenes Mitglied
18.09.2012
1.472
0
HAM
Ob die Piloten dann unter einem neuen KTV mit reduzierten Bezügen oder z.B. einem Tarifvertrag von Eurowings arbeiten, kommt doch auf dasselbe hinaus, oder?
 

Fare_IT

Erfahrenes Mitglied
06.12.2012
4.492
20
Farewell City
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Ob die Piloten dann unter einem neuen KTV mit reduzierten Bezügen oder z.B. einem Tarifvertrag von Eurowings arbeiten, kommt doch auf dasselbe hinaus, oder?

Theoretisch korrekt.

Praktisch geht es hier darum die "Homogenität" der Organisation aufzubrechen.

Es ist sozusagen die Evolution des "alten" Dreigespanns "KTV Classic (VC stark) - Cityline (VC hörig) - Eurowings (Konzern abhängig) - Regional (der Rest)" in
"Eurowings (Konzern gesteuert) - der Rest".

Man beachte dabei mit welchem Führungspersonal die Eurowings nun neu ausstaffiert wird: Geschäftsführer mutmaßlich von Cityline, FBL mutmaßlich von Germanwings (Bruder vom CEO LH?).

Die "alte" Garde aus der Mainline spielt in absehbarer Zeit keine Rolle mehr.

Dabei nutzt die Lufthansa Führung vermutlich die alten "Annimositäten" (oft durch die VC Aktionen geschürrt) geschickt aus - deutliche Anzeichen gab es ja schon zur Genüge, z.B. die hohe Durchfallquote der EW Check Flüge auf dem A320 (Checker kamen von LH).

Die Schlichtungstaktik des Konzerns dürfte auf ein "Ruhig stellen" des VC Stamms hinauslaufen - und die werden irgendwann in Angesicht der schlechten Alternativen für Sie, sich nur noch selbst retten wollen.

Wenn man das ganze Bild so betrachtet, dann könnte man fast unterstellen der so hemdsärmlig wirkende Niedergang der OS (in Sachen Tarifrecht usw) könnte gar nicht so "unbedarft" gewesen sein, wie es bislang den Anschein hatte: Vielleicht war das der Beginn des großen Masterplans - die Einebnung vor dem "Neubau".