Trekking/Wandern: Nur wohin?

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frontloop

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
349
0
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Hi,

ich poste hier mal unter "Reiselust", weil ich mich nicht auf eine Region festlegen kann und daher die "Hot-Spot"-Foren nicht passen :eek:

Ich würde nächstes Jahr (also irgendwann 2018, der genaue Zeitraum hängt natürlich von der Region dann ab) gerne ne Wander-/Trekking-Tour machen.

So als erste Idee stehen: Nepal (Annapurna-Circuit), Kilimanjaro oder Südamerika mit Maccu Piccu im Raum.
In Sachen Kondition traue ich mir alles zu, allerdings bin ich nicht 100% schwindelfrei. D.h. ein breiter Almenweg ist mir zum wandern erheblich lieber als eine steile seilgesicherte Passage (Klettersteige gehen gar nicht).

Preis und Komfort ist ansonsten erstmal egal.

Kann mir jemand was zu den drei genannten Alternativen sagen? Oder hat jemand noch nen weiteren Tipp, den ich im Moment noch gar nicht im Fokus habe?
 

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.461
11.830
Dahoam
Kann mir jemand was zu den drei genannten Alternativen sagen? Oder hat jemand noch nen weiteren Tipp, den ich im Moment noch gar nicht im Fokus habe?

Alternative sind auf jedem Fall die heimischen Alpen. Wenn man abseits der überlaufenen Touriwege (z.B. E5) unterwegs ist kommt man gleich vor der Haustür an Flecken und Regionen die den fernen Zielen das Wasser reichen können. Zumindest habe ich die letzten Jahre festgestellt dass ich gar nicht um den Globus reisen muss um schöne Bergtouren machen zu müssen. Seitdem gibt es bei mir eine selbst auferlegte "Sommer-Bergpause" (Aug+Sep) was Spaßfliegen angeht. Und ich bereue es nicht (y).
 

bluesaturn

Erfahrenes Mitglied
27.05.2014
3.756
362
Vielleicht eine Runde ums Mont Blanc Massiv oder ein long distance Wanderweg in der Provence, im Vercors?
 

WFormosa

Aktives Mitglied
23.11.2016
173
1
Kann Taiwan sehr empfehlen. Gibt hier tolle Nationalparks und Berge zum wandern.
 

frontloop

Erfahrenes Mitglied
26.03.2013
349
0
Danke schonmal für die Antworten.

Asien (Vietnam/Taiwan) hätte ich mal ausgeschlossen, da ich in Vietnam/Kambodscha und Südkorea schon fleißig unterwegs war.

Alpen (Europa) haben halt aus meiner Sicht den Nachteil, dass man im Sommer eigentlich permanent mit Gewitter rechnen muss und längere Schönwetterperioden eher selten sind.
 

Moller

Erfahrenes Mitglied
12.07.2010
1.566
0
NUE
Alpen (Europa) haben halt aus meiner Sicht den Nachteil, dass man im Sommer eigentlich permanent mit Gewitter rechnen muss und längere Schönwetterperioden eher selten sind.

Die Südseite (Italien - Südtirol/Dolomiten) ist da wesentlich "schönwettersicherer", als die Nordseite. Hatte da im Aug/Sep bisher eigentlich immer Glück mit dem Wetter und das Bergwandern gerade in den Dolomiten hat schon was (y)
 

Kaethe

Aktives Mitglied
28.03.2010
157
87
Tja... Dann Nr. 2 auf meiner Liste:
Larapinta Trail. Da dürfte dann schönes Wetter garantiert sein.
 

Magellan

Erfahrenes Mitglied
17.03.2009
3.911
9
HON olulu
Westen bzw. Südwesten der USA in den Monaten April/Mai und ab Mitte September/Oktober (in den) Grand Canyon, Rund um Page,Grand Staircase, Bryce Canyon, Zion, Arches, Canyonlands, Yellowstone(nur bis September/Anfang Oktober)
 
Zuletzt bearbeitet:

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.461
11.830
Dahoam
Die Südseite (Italien - Südtirol/Dolomiten) ist da wesentlich "schönwettersicherer", als die Nordseite. Hatte da im Aug/Sep bisher eigentlich immer Glück mit dem Wetter und das Bergwandern gerade in den Dolomiten hat schon was (y)

Das Engadin (Schweiz) gilt auch als eine Ecke mit relativ guten Wetter und wunderschöner Landschaft.
 
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chris_flyer

Erfahrenes Mitglied
08.06.2015
2.726
2
Wiesloch,FRA,STR
Das Ötztal ab Vent ist auch empfehlenswert.
Dazu noch der Zillertaler/Berliner Höhenweg, die Silvretta, das Montafon, die Dolomiten, Stubaital. Das sind alles Top-Trekking-Reviere.
Dass das Wetter manchmal nicht so gut ist muss man mit einkalkulieren. Aber das gehört auch zu einer mehrtägigen Hüttentour.

p.s. Wenn du vorhast nach Nepal oder zum Kilimandscharo zu gehen, bereite dich mit Hilfe einer Alpenwanderung vor. Kondition ist nicht alles. Das ganze Drumherum mit der Ausrüstung ist das A und O.
 

FlyingT

Erfahrenes Mitglied
17.11.2010
2.777
0
Schon mal über die Kanaren nachgedacht?

Je nach Insel und persönlichen Vorlieben gibt es dort auch einiges zu erwandern.
Vegetation und Geologie bieten einiges an Vielfältigkeit und das Wetter / Klima ist halbwegs stabil.
Die Kanaren sind zwar mitunter als Massen-Touri-Strand-Ziele verschrieen, bieten aber eine faszinierende und teils sehr einsame wie spektakuläre Gebirgskulisse.


Kaukasus

Auch wein wunderbares Gebirge. Sicherlich mit etwas Abenteuer verbunden.
Georgien als Reiseziel ist eine absolute Empfehlung.
Ich bekenne aber offen, dass ich die Berge Georgiens bisher nur aus wintersportlicher Sicht erkundet habe.
Wie es um die Optionen im Sommer als Wanderer bestellt ist kann ich nicht wirklich beurteilen.


Karpaten

Ein IMHO komplett unterschätztes Gebirge über viele Ländergrenzen hinweg mit vielen unterschiedlichen Gesichtern und Kulturen.
Meist eher mit Mittelgebirgscharakter versehen, manchmal trotzdem mit hochalpinen Charakter, aber dennoch spannend und oft noch sehr unberührt, wild, ursprünglich und erstaunlich schroff.
 
A

Anonym26116

Guest
Kann mir jemand was zu den drei genannten Alternativen sagen? Oder hat jemand noch nen weiteren Tipp, den ich im Moment noch gar nicht im Fokus habe?

Hi Frontloop,

Ich bin 2014 in Herbst den Annapurna Circuit gegangen und dieses Jahr im März zum Annapurna Base Camp und kann darüber sehr gerne Auskunft geben. Am Kilimanjaro und in Südamerika war ich noch nicht, allerdings hat mir ein Freund der schon am Kilimajaro und in Nepal (Everestgebiet) war gesagt ihm hätte es in NEpal wesentlich besser gefallen. Grund hierfür war wohl hauptsächlich die Tatsache, dass es sich beim Kilimanjaro um einen recht tristen Erdhügel handelt, während es in Nepal bis auf eine Höhe von 5000 Metern Dörfer gibt – bis ca. 3500 auch solche die ganzjährig bewohnt sind. Vom Komfort (Lodge vs. Zelt) ganz zu schweigen.

Zum Annapurna Circuit selbst: Falls Du irgendwo liest, dass der Annapurna Circuit es nicht mehr wert wäre gewandert zu werden, lass Dich nicht verunsichern. Diese Hinweise rühren daraus, dass der alte Wanderweg mittlerweile größtenteils zur Jeep Piste ausgebaut wurde (die aber durch Erdrutsche immer wieder blockiert wird). Das stimmt zwar, allerdings sind mittlerweile neue Wanderwege abseits von der „Straße“ angelegt und markiert worden (NATT-Trails). Wir sind auf der gesamten Runde vielleicht 5-10% der Zeit auf der Piste gewandert. Die anderen Wege waren allesamt abseits. Von zu viel „Zivilisation“ hat man nichts gemerkt. Das gilt auch für den Abschnitt durch das Kali Gandakhi Tal von Mukthinath nach Tatopani!

Du brauchst für den AC, wenn Du ihn ganz gehen möchtest – was ich sehr empfehlen würde – round about 20 Tage. Mit Ruhetagen vielleicht auch 21 oder 22, je nach Fitness. Das bezieht sich auf den Weg ab Besisahar bis zum Poon Hill mit Endpunkt in Birethanti. Wenn Du zusätzlich noch zum ABC möchtest, musst Du noch ca. 7 Tage dranhängen. Du kannst den AC dank der Jeep Piste auch drastisch zusammenstreichen (wenn Du dafür auf wunderschöne Wandertage verzichtest). Die ersten 3 Tage können durch einen Tag im Jeep ersetzt werden. Danach solltest Du vor allem auch im Hinblick auf die Akklimatisierung aber wandern. Nach dem Pass kannst Du notfalls sogar innerhalb eines Tages im Jeep zurück nach Pokhara. Somit kommst Du auf ca. 10 Tage. Annapurna Circuit würde ich das dann allerdings nicht mehr nennen. Eher Thorong-La-Speedüberschreitung.
Das schöne am AC (wobei ich es mit den anderen genannten Touren nicht vergleichen kann) ist vor allem, dass Du auf 800 Metern startest, zwischen Dschungel, Reisfeldern und Hinduistisch geprägten Dörfern und jeden Tag ändert sich die Landschaft, die Menschen und die Kultur. Zwei Tage später bist Du in Engen Schluchten mit Wasserfällen und dichten Gebirgswäldern und wieder zwei Tage später bist Du auf 3000 Metern in einem Breiten Tal mit einer Landschaft, die man bei uns in den Alpen vielleicht auf 1500 Metern finden würde. Aber mit Buddhistischen Gompas und der Nordseite der Annapurna Range als Hintergrund (Talboden 3000m; Annapurna II knapp 8000m; Anblick unbeschreiblich!). Wenn man sich dem Pass nähert begreift man so langsam, dass wirklich im Himalaya ist. Je nach Witterung Steinwüste oder Schnee soweit das Auge reicht. Auf der anderen Seite des Passes steht man dann auf einmal in der Wüste. Zwei Tage danach wieder im Wald. Generell sind die Landschaft und auch die Dörfer sehr unterschiedlich auf beiden Seiten des Passes. Ich würde daher von einem Abkürzen per Jeep sehr abraten, wenn Du die Zeit zum Wandern hast. Auch die Aussicht auf Daulaghiri ist sehr spektakulär aus dem Kali Gandakhi Tal. Während des ganzen Treks gibt’s es überall stündlich neues zu sehen.

Die Wege selbst sind sehr leicht zu begehen. Keinerlei technische Schwierigkeiten. Kein Seil. Nichts ausgesetztes. Wegfindung ist auch trivial. Ein Guide ist (zur Wegfindung) nicht nötig. Ich würde allerdings (vor allem wegen dem langen Abstieg vom Pass) mindestens einen, besser zwei Stöcke empfehlen. Wenn Du das Gepäck selbst trägst umso dringender!
In den Unterkünften (~3€ für Doppelzimmer) findest Du in der Regel ein Bett auf dem Du dann Deinen Schlafsack ausrollst und ein Gemeinschaftsbad. Oft recht sauber. Toilette ist ab und an eine westliche, manchmal aber Loch im Boden. Kommt auf die Lodge an. Das Essen (Hauptgericht ~3-8€) besteht meist aus Reis, Nudeln, Teig oder Kartoffeln, jeweils gekocht oder gebraten mit den Gemüsen die gerade verfügbar sind. Auf der Karte steht das ganze dann als Curries, fried Noodles oder sogar Pizza bis hin zu Burritos und Enchiladas in den besonders froßen Lodges. Am Ende sind‘s aber immer Kohlehydrate Deiner Wahl mit Gartengemüse der Saison und das schmeckt normal hervorragend. Bier und Süßigkeiten sind recht teuer für nepalisische Verhältnisse. Bier rund um 4€ und ein Snickers 1,50€. Generell wird alles teurer je höher Du kommst. Rechne mit 25€ bis 40€ pro Tag und Nase, je nachdem wie gut Du es Dir gehen lässt. Ein Guide kostet wohl ca. 30€ pro Tag und ein Träger 15-20€.
Beste Reisezeit sind Oktober & November (beste Bergsicht aber auch viele andere Trekker) und Februar – April (wolkiger, dafür etwas weniger Andrang und diverse Blüten; z.B. Rhododendron)

Für mehr Infos empfehle ich:
https://www.amazon.de/Trekking-Annapurna-Circuit-NATT-trails-which/dp/9937649412 und
https://www.amazon.de/Lonely-Planet-Nepal-Himalaya-Trekking/dp/174179272X

Kann den Annapurna Circuit uneingeschränkt empfehlen!
 

airport

Erfahrenes Mitglied
20.06.2012
438
34
Wenn es in Europa bleiben soll.

Schweiz Berner Oberland. Super für Tageswanderungen, weil die Bergbahnen klasse sind. Auf der einen Seite hoch und auf der anderen Seite runter. Immer schön mit Blick auf die Eiger Nordwand.
 

ritesa

Erfahrenes Mitglied
14.05.2013
1.685
1.176
Planet Earth
West Highland Way in Schottland. Kein Problem in Bezug auf Schwindelfreiheit, tolle Landschaft, und mit dem Wetter kann man vor allem im Frühherbst auch Glück haben.
 
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tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.709
140
Ich könnte hier jetzt dutzende Ziele nennen, aber was bringt das? Ein bisschen einschränken sollte der TE es schon.
 

olibr

Erfahrenes Mitglied
17.04.2014
527
19
87665 Mauerstetten
Mein Tipp:
Japan !!

Dort kann man schöne Wanderungen machen, auch mehrtägige. Die Wanderwege sind sicher und gut erhalten. Auf Sicherheit schauen die Japaner besonders gut.
Man mag es nicht glauben, aber Japan ist ein herrliches Wanderparadies.
Und am Ende des Tages kann man sich in ein Ryokan mit Onsen zurückziehen. Nach einer mehrstündigen Wanderung ist so ein Onsen eine echte Wohltat.
:)
 
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Anonym38428

Guest
Ich kapere mal den Thread ... da ja hier schon von Kungsleden und dem West Highland Way die Rede war. Letzteren würde ich im Juni anpeilen, ersteren Anfang September. Da ich nicht vom Zelten zu überzeugen bin, würde ich in Schweden die Hütten buchen (sind ja lächerlich billig) und bei den Schotten irgendwelche Bed&Breakfast bzw. Pubs mit angeschlossenen Betten.

Wer hat schon eine der beiden Wanderungen gemacht und kann mir a) zur Übernachtung (insbesondere bei den Schotten, beim Kungsleden ist das ja mehr oder weniger "vorgegeben") und b) zum grundsätzlichen Vorhaben (was die Jahreszeiten angeht) Tipps geben?
 

deltaP

Reguläres Mitglied
08.04.2016
86
0
BER
Zum Thema West Higland Way:
Meine +1 ist 2016 (Anfang September) den West Highland Way gelaufen: Es hat wohl auch mal geregnet, aber sie spricht grundsätzlich in höchsten Tönen vom West Highlandway.
Ich selbst war 2016 (Ende September) mit meiner damaligen +1 zwei Wochen in Schottland unterwegs und es hat in zwei Wochen nur ein mal geregnet - zwei Tage lang. Ansonten war da Wetter perfekt zum Wandern T>15°C und auch über lange Zeiträume Sonnenschein. Der Vorteil am September in Schottland ist, dass es keine Midgeds mehr gibt.
Wenn man den West-Highlandway in Fort-William beendet hat, empfiehlt es sich die Isle of Skye zu besuchen. (Es gibt eine Fähre von Mallaig) Auf der Isle of Skye gibt es ein paar schöne Tageswanderungen und die berüchtigten, aber wunderschönen Black Cuillins, die als größte bergsteigerische Herausforderung (und Gefahr) im UK gelten.
 
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tian

Erfahrenes Mitglied
26.12.2009
10.709
140
Da ich nicht vom Zelten zu überzeugen bin, würde ich in Schweden die Hütten buchen (sind ja lächerlich billig) und bei den Schotten irgendwelche Bed&Breakfast bzw. Pubs mit angeschlossenen Betten.

Meiner Meinung nach ein großer Fehler, für uns gehört es immer dazu irgendwo zu schlafen wo Niemand anders ist. Wenn du Hütten buchst, dann musst du es auch bis dahin schaffen und setzt dich damit immer unter Druck. Bei schlechtem Wetter musst du auch weitergehen. Und so lächerlich billig sind schwedische Hütten auch nicht. Knapp 40€ für ein Bunk Bett als Mitglied. In Norwegen kosten sie weniger, in Finnland sind sie kostenlos, so zum Vergleich.

Wer hat schon eine der beiden Wanderungen gemacht und kann mir a) zur Übernachtung (insbesondere bei den Schotten, beim Kungsleden ist das ja mehr oder weniger "vorgegeben") und b) zum grundsätzlichen Vorhaben (was die Jahreszeiten angeht) Tipps geben?

In der Gegend waren wir schon öfter, haben den (nördlichen) Kungsleden aber nur kurz genutzt und sind dann anders weitergelaufen. Wunderschöne Gegend, aber viel zu viel Trubel für meinen Geschmack. Da begegnest du ständig anderen Personen. In 1 Stunde auf dem Kungsleden siehst du mehr Personen als in einer Woche in der umliegenden Gegend.