Ich bin diese Strecke jeweils einmal geflogen, mit dem Zug und mit dem Mietwagen gefahren.
Per Flieger war es umspektakulär. Lediglich die Tatsache, dass die YUL Flüge ex YYZ fest zugewiesene Gates haben, fand ich interessant. Es ist sozusagen kein Gate ausgeschildert, sondern "Montreal".
Per Bahn war das Stück nur ein Teil meiner Reise Montreal-Vancouver-Montreal mit dem CanRailPass. Pro Richtung hatte das ca. 3,5 Tage gedauert. Zwischen Montreal und Toronto ging es relativ schnell, die Züge waren neu und sauber und wenn ich mich richtig erinnere, gab es damals schon WiFi (2003). Wenn du direkt nach der Ankunft in Montreal weiter willst, musst du nicht bis in die City zum Bahnhof. Die Züge halten auch in Dorval, das unweit vom Flughafen ist.
Mit dem Auto bin ich die Strecke nur Nachts gefahren im Sommer/Herbst. Dementsprechend wenig habe ich gesehen. Spektakuläre Landschaften solltest du aber nicht erwarten. Dieser Korridor gehört zu den am dichtesten besiedelten Gegenden in Kanada. Das ist dort zwar ein ganz anderer Maßstab als bei uns, aber es überwiegen Retail, Gewerbe, Industrie und Orte.
Am günstigsten wird der Bus sein. Der fährt auch alle Nase lang ab. Die Abfahrt in Montreal ist immer vom Busbahnhof bei Berry-UQAM. Das ist auch gleichzeitig die Endhaltestelle vom Flughafenbus 747.
Aviatisch am interessantesten dürfte ein Flug mit Porter sein. Die landen in Toronto auf dem Ciy Flughafen Bily Bishop, einer der Stadt vorgelagerten kleinen Insel im Lake Ontario.
Zu den Wetterbedingungen: Für die Kanadier kommt der Schnee nicht so überraschend wie für die Europäer. Die Bedingungen sind zwar dort noch um einiges härter als bei uns, aber m.M.n. kommt man in Kanada viel besser damit zu recht. LKWs und Busse, bspw., wurden den ganzen Winter über nicht ausgemacht. Deren Motoren liefen die ganze Zeit. PKWs haben sehr häufig Radiatoren, erkennbar an den aus dem Kühlergrill baumelnden Steckern. Salz wird großzügig gestreut und Schäden an Straßen und Autos in Kauf genommen. Deswegen spricht man in Quebec auch von den zwei Jahreszeiten: Winter- und Straßenbausaison. Die Autos werden selbst im Winter draußen geparkt, um die Korrosion durch das Salz zu verlangsamen.