US-Einreise mittels GOES/Global Entry Program

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dr_vergleich

Aktives Mitglied
27.07.2022
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Am 23. Mai 2026 Einreise der ganzen Familie mit Global Entry in LAS. Wartezeit: Null. Beim Einbiegen in die Linie kommt sofort jemand angelaufen und fragt, ob wir wirklich Global Entry haben. Ja, haben wir. Wir alle drei Schauen nacheinander in den Kiosk. Wir sehen alle grüne Rechtecke, müssen aber dennoch zum Officer in seinem Häuschen. Pässe werden noch einmal geprüft, keine Fingerabdrücke mehr genommen. Zum ersten Mal in drei Jahren werden Fragen gestellt. Grund der Reise, Hotelreservierung in Las vorhanden, wie lange wir bleiben, wieviel Bargeld dabei.

Bei letzterer Frage musste ich überlegen. 200 USD. Davon in bar gebraucht: 6 USD. (Wird jedes Mal weniger)
 
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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
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Ist das neue "normal"
Nein.

Was derartige Nachfragen triggert - ich weiss es nicht.

In meinem Fall (deutscher Pass aber Greencard) keinerlei Nachfragen.

Es gibt aber ein neues System (gesehen in SFO und JFK T4 in den letzten Wochen (sicher auch anderso) - da scannen mehrere Kameras die Einreisenden auf dem Weg durch den Slalom zum Officer.
Man muss nicht stehengleiben und vor ein Kiosk stehen (oder gar den Pass scannen)
Das System hat Gesichtserkennung und der Officer fragt nur nach dem Namen und und winkt durch.
Kein Stehen bleiben, kein Pass, keine Greencard.

Natürlich gibt es die üblichen Spezialisten mit Kappe/ Kopftüchern oder Sonnenbrillen und die dürfen dann in eine extra Schlange - weil das System nichts identifizieren konnte.
Wurden natürlich darauf hingewiesen, dass abzunehmen...
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Zum ersten Mal in drei Jahren werden Fragen gestellt. Grund der Reise, Hotelreservierung in Las vorhanden, wie lange wir bleiben, wieviel Bargeld dabei.
Diese Fragen gibt's schon länger und waren auch unter Obama üblich.

Letzteres dient u.a. dazu, dass der Beamte technisch-gesehen prüfen muss ob ihr in der Lage seid euch selbst zu unterhalten. - Wenn's Bargeld arg wenig erscheint kommt noch ne Frage ob du ne Kreditkarte dabei hast.
 
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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
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6.220
Diese Fragen gibt's schon länger und waren auch unter Obama üblich.

Letzteres dient u.a. dazu, dass der Beamte technisch-gesehen prüfen muss ob ihr in der Lage seid euch selbst zu unterhalten. - Wenn's Bargeld arg wenig erscheint kommt noch ne Frage ob du ne Kreditkarte dabei hast.
Ja - diese Fragen sind nicht unüblich und gab es schon immer.
Da die aber nicht jedem gestellt werden - irgendwas muss die ja triggern. Die CBP Officer arbeiten nicht nur nach Bauchgefühl - die bekommen eine Indikation, basierend auf derer sie Fragen stellen und darauf dann weitere Schlüsse ziehen und das bestimmt, was dann noch alles passiert (bis hin zu einer Secondary).
Natürlich folgt ein Officer nur nicht blind dem System - er hat auch ein Bauchgefühl und handelt ggfs. da nach.

Und man sollte auch im Hinterkopf behalten - GE kürzt diesen Prozess nicht ab! Wenn die CBP irgendwelche Indikationen hat, was auch immer genauer zu hinterfragen, dann passiert das auch bei Einreise mit GE. Insbesondere alles, was Richtung 'Reisegrund nicht passend zum Visum/ Einreisestatus' geht.

Einzig, alles was in Richtung Eintrag im Führungszeugnis und in diese Richtung geht, fällt i.d.R. weg, weil eben der Background Check im Zuge des Approval Prozesses durchgeführt wurde. Aber auch da - liegen neue Information vor, werden die auch genutzt.
 
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westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Da die aber nicht jedem gestellt werden - irgendwas muss die ja triggern
Wenn du mehrfach beim selben Beamten bist ist das Verhalten identisch.
Der eine in Denver fragt mich immer "where are you based out of". Der eine im LAX will immer meine Adresse bestätigt haben, ein bestimmter in SEA fragt mich immer nach der Kreditkarte, während mir nen anderer dort zum Bike Case schon zig Mal vergleichbare Fragen gestellt hat. Einige im SAN fragen gar nichts (nie; auch nicht wenn mich Family oder Freunde besucht haben). In San Ysidro folgt das Frage-Pattern auch immer dem Officer. Wenn du da verschwitzt mit'm Rad durch gehst gibt's einen, der sich immer für die Rad-Route in Mexiko interessiert und ob du sie empfehlen würdest. Sicherlich nur rein beruflich *hust*. Zufälligerweise hing der auch Mal bei mir im Windschatten.😉
Während sich nen anderer im SEA Mal für mein Rad Case interessiert hatte und ob Airlines das beim Check-in problemlos akzeptieren und ob mir da schon Mal was am Fahrrad kaputt gegangen ist.
Die CBP Officer arbeiten nicht nur nach Bauchgefühl
Mein Eindruck ist, dass die in erster Linie schauen ob das stimmig ist bzw. ob du grob weißt was du tust und achten auf die non-verbale Kommunikation.
die bekommen eine Indikation, basierend auf derer sie Fragen stellen und darauf dann weitere Schlüsse ziehen und das bestimmt, was dann noch alles passiert (bis hin zu einer Secondary).
Was ich mal auf deren Bildschirmen gesehen hatte: sie sehen deine Pass- und ggf. Visa-Daten, die APIS-Informationen und bekommen nen Secondary Indicator und können sie in nem anderen Screen / Fenster die Webcam- bzw. Kiosk-Bilder anschauen.
Und man sollte auch im Hinterkopf behalten - GE kürzt diesen Prozess nicht ab!
Kommt drauf an. Es gibt auch einige Officer die nichts fragen. - Wenn du häufiger über die gleichen Flughäfen einreist erkennst du nen paar Gesichter wieder.

Overall Sache von CBP ist ja auch, dass sie unberechenbar bleiben wollen.

Bei anderen ist nen bisschen mein Eindruck, dass sie positiv auf ihren Sargeant wirken wollen (das sind üblicherweise die, die hinten an der Wand lehnen und dem Treiben zuschauen).

Selbst wenn manche was fragen, drücken sie die Pfeil nach unten Taste und Enter. Dann findest du das I-94 über die Passnummer.
Drücken sie nur Enter, dann findest du das I-94 über die Visanummer.
Von daher vermute ich, dass sie im Dialog das Dokument auswählen müssen mit dem sie dich admitten und dort sonst nichts bestätigt werden muss oder die gegebenen Informationen sonstwie ins System zurück wandern (gut, könnte auch sein, dass es bei - was auch immer sie da sehen - nen Edit-Button oder so gibt).
 
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CarstenS

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08.09.2012
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Sicherlich sind die darauf bedacht, dass der Prozess nicht vorhersehbar wird.

Aber nur soviel, in meinem Bekanntenkreis gibt es jemand der auf staatlicher Seite in diesem Dunstkreis arbeitet.
Während die US Bürger total allergisch darauf reagieren, wenn die Regierung Information über sie hat (daher aus das europäischer Sicht abstruse System, dass es kein Einwohnermeldeamt oder so gibt - und mit dem ganzen Heckmeck der Utility Bills usw.), sieht es bei Ausländern anders aus. Du willst nicht wissen, was die CBP und USCIS über dich alles wissen und gespeichert haben… da wird alles protokolliert.
Und auch genutzt (Einreise, Visa-Vergabe,… )

Dass das ganze auch ein Datenfriedhof ist, bei dem nicht alle Information sinnvoll verarbeitet werden und auch einiges durchrutschen - geschenkt….
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Du willst nicht wissen, was die CBP und USCIS über dich alles wissen und gespeichert haben… da wird alles protokolliert.
Das ist mir hier durchaus bekannt. Insbesondere da hier hinten den Kulissen alles mit allem redet.

Allerdings:
- als es noch die GE Kioske mit Zetteln gab stand an vielen Flughäfen einfach wer der auf dem Zettel grob geschaut hat ob das Gesicht übereinstimmt, den längeren Zettel eingesammelt hat und dir nen schönen Tag wünschte (bzw. wenn du am Kiosk Lebensmittel deklariert hast und nen fetten Kreis bekommen hast dich noch kurz zu dem Thema gefragt hat)
- habe ich im LAX noch nie jemanden gesehen der ne Frage bekommen hat nachdem dieser kleine Mini-Kiosk da grün gegeben hat.

Während die US Bürger total allergisch darauf reagieren, wenn die Regierung Information über sie hat
Das ist mir jetzt so noch nicht aufgefallen.
Praktisch redet hier, auch für US Bürger, eigentlich alles mit allem. - Es läuft nur nen bisschen anders als in Deutschland (eben weil es keine Meldepflicht und Einwohnermeldeamt gibt).
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
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[…]Das ist mir jetzt so noch nicht aufgefallen.
Praktisch redet hier, auch für US Bürger, eigentlich alles mit allem. - Es läuft nur nen bisschen anders als in Deutschland (eben weil es keine Meldepflicht und Einwohnermeldeamt gibt).
Nur weil es die US Bürger nicht mögen, heißt ja nicht, dass keine Daten gespeichert werden 😉
Wie du sagt - halt anders.

Der US Mindset ist etwas anders im Bezug auf das Verhältnis Bürger zur Regierung/ Verwaltung…
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.606
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Nur weil es die US Bürger nicht mögen, heißt ja nicht, dass keine Daten gespeichert werden 😉
Wie du sagt - halt anders.

Der US Mindset ist etwas anders im Bezug auf das Verhältnis Bürger zur Regierung/ Verwaltung…
Im Gegensatz zu Deutschland hast du hier halt durchaus auch konfligierende Interessen.

In gewissen Bundesstaaten können/dürfen/sollen auch undocumented Personen z.B. Führerscheine machen dürfen. Was sie aber nur tun wenn sichergestellt ist, dass deren Informationen nicht an Bundesstellen weitergegeben werden. - Aus diesem Grund hat bspw. Kalifornien Regelungen, dass $Informationen nicht an den Bund weitergegeben werden, die Polizeien gewisse Dinge nicht abfragen dürfen und du dich explizit für ne Real ID compliante Driver License entscheiden musst (was dann natürlich bedingt, dass an den Bund gewisse Dinge weitergegeben werden müssen bzw. von ihm abgefragt werden können).

Dem DMV ne geänderte Adresse mitzuteilen ist dann auch wieder so ne Sache, da viele Amerikaner gefühlt keine wirkliche Lust auf dieses hin und her haben, wodurch dann teilweise wieder bizarre Situationen entstehen wenn Post bspw. an falsche/alte Adressen geht.

Irgendwas gab's auch, dass CBP nicht in allen Bundesstaaten alles fragen darf. - Aber ich habe diese Diskussion nicht tiefer/weiter mitverfolgt.

EDIT: für Reisende aus Australien und bei Preclearance Sites kann sich CBP bspw. auch die Röntgenbilder des Gepäcks ziehen. - Das ist einer der Gründe weshalb z.B. in SFO Gepäck aus Australien teils direkt auf den domestic Flug weiter geht. - Da möchte ich jetzt auch nicht unbedingt ausschließen, dass da Detektionsprofile aktiv sind oder nen LLM dran hängt was da ggf. Sachen kategorisieren kann und diese Informationen dann auch langfristig gespeichert werden.
 
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