Vermieterin zahlt nicht, was tun?

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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
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18.938
IAH & HAM
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Wenn Du sie jetzt verklagst, kriegst Du sie irgendwann im Spätsommer/Herbst aus der Wohnung (wenn nicht später), aber die entgangenen Mieten siehst Du nie wieder.

Und genau hir muss man als Vermieter (nach einem klaerenden Gespraech) eine harte Entscheidung treffen. Ist es wirthscftlich sinnvoll auf 6 Monate Miete zu verzichten, weil man sonst 12+ Monate keine Miete sieht und irgendwann eine abgerockte Wohnung hat, oder findet man einen Weg ueber einen Zahlungsplan. Wir haben schon beides erfolgriech duchexerziert. Wir hatten eine Mieterin die total uberschuldet war, aber am Ende immer ihre Miete gezahlt hat (manchmal mit Verzug) weil sie nicht auf der Strasse landen wollte und wir hatten eine andere Mieterin, wo wir das Geld am Ende nach mehereren erfolglosen Pfaendungsversuchen und einer Privainsolvenz alles Geld abschreiben mussten.
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
3.153
1.464
Ich würde Dir empfehlen, in Zukunft bei der Auswahl der Mieter besser hinzuschauen....
triviale Binsenempfehlung, genauso wie es sich lohnt für praktisch jeden privaten Arbeitgeber, bei der Einstellung von Arbeitnehmern die Augen aufzumachen

vergißt nur der Umstand, dass sich Mieter und AN bei der Bewerbung massivst verstellen und schauspielern können, und man auf der anderen Seite gar keine Möglichkeit hat, sich alle nötigen Informationen dafür zu beschaffen, sich ein vollständiges Bild zu machen

Oliver Pocher: Mieter und Angestellte haben in Deutschland das beste Leben, weil die höchsten Rechte
 

globe

Erfahrenes Mitglied
"Schnell" einen Mieter zu räumen geht in Deutschland grundsätzlich nicht. Du benötigst ein vollstreckbares Urteil.

Zusätzlich zu einer Klageerhebung könnte eine Sicherungsanordnung zum Erfolg verhelfen. Wenn diese begründet ist, muss der Mieter fortlaufend Mietzahlungen als Sicherheit leisten, um nicht durch einstweilige Vfg geräumt zu werden. Das kann dann durchaus auch vor dem Urteil geschehen.

Das ist keine Rechtsberatung, weil bereits die konkreten Umstände des Einzelfalls nicht bekannt sind.
 

mf_2

Erfahrenes Mitglied
26.02.2016
2.167
4.279
STR
Es ging hier noch weiter. Ich hatte dann ein Legaltech kontaktiert, welches sich auf diese Fälle spezialisiert hat. Die hatten mir Kosten von 2.200 € in Aussicht gestellt (Gericht & Anwalt gemäß Streitwert). Ich solle aber unbedingt fristlos und zusätzlich ordentlich fristgerecht kündigen - so wie hier auch schon empfohlen. Daher habe ich das dann erst nochmals getan. Zwischenzeitlich kam dann noch eine Info der Vermieterin, dass sie eine Kontopfändung am Laufen hat. Na super. Frist zum Auszug war am 26.04. - am 22/23..04. kam dann eine Überweisung aller ausstehender Mietzahlungen von einem Konto mit selbem Nachnamen, aber anderen Vornamen (Mutter, Schwester, ...). Witzigerweise kam dann direkt am 27.04. die Miete für Mai. Vllt. ist sie jetzt mal "aufgewacht". Wenn sie das jetzt regelmäßig zahlt soll es mir recht sein.
Ich hoffe das war es jetzt mit den Unregelmäßigkeiten.
 
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Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
3.153
1.464
wer in Deutschland vermietet ist letztlich auch irgendwo selber schuld

ich verkaufe grade meine letzten vermieteten Restimmobilien, dann habe ich nur noch eine Immobilie in D, in der wohn und lebe ich selber

keine Ahnung, was ich für dieses vermietete Objekt bekommen werde
sollen es 750k sein, sollen es nur 500k sein, Verhandlungen laufen noch

egal
500k irgendwo angelegt, wirft letztlich hoffentlich keine schlechteren Renditen ab, als Vermieten
bei hoffentlich deutlich weniger Schmerzen und Stress
 
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odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.618
6.534
Z´Sdugärd
Es ging hier noch weiter. Ich hatte dann ein Legaltech kontaktiert, welches sich auf diese Fälle spezialisiert hat. Die hatten mir Kosten von 2.200 € in Aussicht gestellt (Gericht & Anwalt gemäß Streitwert). Ich solle aber unbedingt fristlos und zusätzlich ordentlich fristgerecht kündigen - so wie hier auch schon empfohlen. Daher habe ich das dann erst nochmals getan. Zwischenzeitlich kam dann noch eine Info der Vermieterin, dass sie eine Kontopfändung am Laufen hat. Na super. Frist zum Auszug war am 26.04. - am 22/23..04. kam dann eine Überweisung aller ausstehender Mietzahlungen von einem Konto mit selbem Nachnamen, aber anderen Vornamen (Mutter, Schwester, ...). Witzigerweise kam dann direkt am 27.04. die Miete für Mai. Vllt. ist sie jetzt mal "aufgewacht". Wenn sie das jetzt regelmäßig zahlt soll es mir recht sein.
Ich hoffe das war es jetzt mit den Unregelmäßigkeiten.
Naja, die Frage ist halt: Wie lang/oft möchtest du dir das noch antun? Ich empfinde für solche Menschen ein abgrundtiefes Misstraun. Klaro kann immer mal was passieren. Dann musst eben in die offensive gehen und versuchen das zu klären. Einfach den Kopf in den Sand stecken ist doch der komplett falsche Weg. Und wenn eine Kontopfändung schon am laufen ist, wird das ja kein EInzelfall sein das man seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.
 

frequenttraveller

Aktives Mitglied
13.11.2009
236
238
Waren vor langer Zeit mal am überlegen eine neu gebaute Wohnung zu kaufen und anschliessend zu vermieten zwecks Altervorsorge bzw Erbe fürs eigene Kind. Habens aber sein lassen, da die Rendite und ggfs. Ärger das für uns das nicht wert sind bei nur einem Objekt.
Mieter suchen, Mängel beheben lassen, Betriebskostenabrechnungen/Nachmieter suchen etc... Na klar, kann man auch alles verwalten lassen und dann hat man damit nichts mehr zu tun. Aber mit nur einer Wohnung rentiert sich der ganze Aufwand nicht für unsere zwecke.

Vielleicht denken wir nochmals darüber nach was zu kaufen, aber dann hat es nur damit zu tun falls unsere Tochter mal feste Absichten haben sollte in einer gewissen Stadt studieren gehen zu wollen. Aber bis dahin ist und sind noch mind. 3Jahre lang zeit.
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.574
6.227
Waren vor langer Zeit mal am überlegen eine neu gebaute Wohnung zu kaufen und anschliessend zu vermieten
und eine neu gebaute Wohnung rechnet sich in Deutschland nur sehr selten zur Vermietung. Die Devise war vor 2000 Wohnungen im Fördergebiet (vor allem Berlin Ost) sanieren zu lassen und aktuell noch Denkmalschutz. Aber die Preise sind so weggelaufen, dass es schwer wird zu rechnen.

Ich habe vor 2000 in Berlin und nach 2000 in Leipzig einiges gekauft, was jetzt realisiert wird.

Preis in Leipzig für saniertes Denkmal in Lindenau 2010 waren rd 1700 EUR je qm, davon rd 1500 EUR je qm steuerlich über die Denkmal AfA über rd 10 Jahre abzuschreiben. Miete anfangs bei 90 EUR im Jahr je qm, jetzt menschenfreundliche 120 EUR. Aktuell 2026 für knapp 4000 EUR je qm verkauft. Erlös und Gewinn steuerfrei. Das konnte man noch gut rechnen
 
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CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
384
971
Meine Mutter hatte eine Wohnung in meiner alten Heimat, die nach Auszug und bis zum Verkauf vermietet wurde. Nie wieder. Ich hab mitterweile den Glauben an die Menschen hier verloren. Kein Respekt mehr vor fremden Eigentum, man kannte nur Rechte, aber keine Pflichten. Selbst für die Durchführung der Hausordnung (Hof und Gehweg alle zwei Wochen mal fegen) sind viele Menschen mittlerweile zu faul. Die Wohnungsübergabe jedenfalls eine einzige Katastrophe. Ich hab die gesamte Kaution am Ende einbehalten für diverse verschwiegene Mängel, die viel früher hätten angezeigt werden müssen (bspw. abgerissene Armaturen).

Als die Frage im Raum stand, das gesamte Objekt zu kaufen und für die Vermietung vollständig zu sanieren, hab ich mich nach reiflicher Überlegung dagegen entschieden. Ich versenke mein hart verdientes und erspartes Geld sicher nicht dafür, anderen - deren Eigenarten als Mieter ich meist nicht kenne - eine schöne Wohnung zu bieten, während ich hier in Leipzig in der Platte Baujahr 1968 lebe. 😅 Wobei - das merke ich gerade wieder in meinem Dauerstreit mit dem unmöglichsten Mietkonzern hier in Leipzig - ich rechtlich meist viel mehr Möglichkeiten als die Gegenseite habe. Immobilie zur Vermietung jedenfalls? No thanks, dann doch lieber die Welt erkunden. :)
 

Brechten

Erfahrenes Mitglied
11.11.2012
1.526
259
Sowas ähnliches habe ich auch gerade durch. Der letzte Mieter ist Ende 2025 ausgezogen und ich habe das Objekt gerade verkauft, ohne weiter Geld rein zu stecken. Hab meinen Wunschpreis erzielt und der Erlös kommt mit in ATZ (bin ich noch) und Rente ab 2028 zugute.
 
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Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
3.153
1.464
Meine Mutter hatte eine Wohnung in meiner alten Heimat, die nach Auszug und bis zum Verkauf vermietet wurde. Nie wieder. Ich hab mitterweile den Glauben an die Menschen hier verloren. Kein Respekt mehr vor fremden Eigentum, man kannte nur Rechte, aber keine Pflichten. Selbst für die Durchführung der Hausordnung (Hof und Gehweg alle zwei Wochen mal fegen) sind viele Menschen mittlerweile zu faul. Die Wohnungsübergabe jedenfalls eine einzige Katastrophe. Ich hab die gesamte Kaution am Ende einbehalten für diverse verschwiegene Mängel, die viel früher hätten angezeigt werden müssen (bspw. abgerissene Armaturen).

Als die Frage im Raum stand, das gesamte Objekt zu kaufen und für die Vermietung vollständig zu sanieren, hab ich mich nach reiflicher Überlegung dagegen entschieden. Ich versenke mein hart verdientes und erspartes Geld sicher nicht dafür, anderen - deren Eigenarten als Mieter ich meist nicht kenne - eine schöne Wohnung zu bieten, während ich hier in Leipzig in der Platte Baujahr 1968 lebe. 😅 Wobei - das merke ich gerade wieder in meinem Dauerstreit mit dem unmöglichsten Mietkonzern hier in Leipzig - ich rechtlich meist viel mehr Möglichkeiten als die Gegenseite habe. Immobilie zur Vermietung jedenfalls? No thanks, dann doch lieber die Welt erkunden. :)
wohl eine kluge Entscheidung
kA um welchen Betrag es geht, aber egal welche Summe X

irgendwo halbwegs risikolos angelegt, könnte ich mir vorstellen, dass der "Zins" von X dort auch nicht schlecher ist, als der Zins durch Vermieten
und das bei wesentlich ruhigeren und stressfreieren Nächten