Stell dir doch so Dinger in den Vorgarten
wenn die „Wies‘n“ offensichtlich keinen Platz für sowas hat.
Kein Platz ist nicht das Problem. Es gibt jede Menge Toiletten, sogar noch direkt neben den Ausgängen. Das Problem ist, dass die Leute zu besoffen sind, um wahrzunehmen, dass man da vielleicht noch mal kurz vorbei schauen sollte, bevor man kaum noch gehfähig den Weg zur U-Bahn antritt, gestützt von zwei eigentlich auch nicht mehr richtig gehfähigen Freunden. Unsere Hausmeisterin wäre beim Frühlingsfest fast verprügelt worden, weil sie zwei junge Burschen zurechtgewiesen hat, die mehr Interesse an unseren Büschen hatten als dem 20 Meter entfernten Toilettenhäuschen direkt neben der U-Bahn-Station Theresienwiese.
Aber gut, wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Ich habe vor zwei Jahren mal Dutzende von diesen von dir geposteten Urinalen entdeckt neben der Place de la Concorde in Paris. Das ist schon wirklich eine tolle Erfindung! Habe mich dann in der Herbstsonne in eines erleichtert, und nach wenigen Sekunden plätscherte es unten raus. Schaute mich dann um und stellte fest, dass die Dinger nicht angeschlossen waren, sondern für
allfällige Inbrandsetzung bei gewalttätigen Protesten den Paris Marathon dort gelagert waren. 🫣
Ebenso möchte ich nicht verschweigen, dass mein (zur Verteidigung: damals schon leicht dementer) Vater mal die S-Bahn lahmgelegt hat, als er nach dem Oktoberfestbesuch am Stachus bemerkte, dass der Blasenstand eine Fahrt nach Starnberg wohl nicht mehr gestatten würde. Er ging kurzerhand in den Tunnel und wurde bei der Rückkehr von einigen Polizisten begrüßt. Es entwickelte sich einige Monate lang reger Schriftverkehr, der irgendwann endete, als ein gemütlich klingender älterer Bajuware, der offenbar bei der Staatsanwaltschaft die Wildpiesler Fälle bearbeitet, anrief und meiner Mutter beschied, "do kenna's eam Mo sogn, do kemmt nix mehr."
I could go on, aber ich denke, the Message is clear: es ist schon schräg, aber gehört irgendwie dazu. Kenne auf jeden Fall fast niemanden, der in den 90ern nicht das Argument "da kann ich dich dann abholen, wenn du versehentlich wieder mit der letzten S7 nach Wolfatshausen fährst statt mit der S6 nach Starnberg" bemüht hätte, um einen elterlichen Zuschuss zum Führerschein zu erwirken.