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TMHB
Guest
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Da ich mal bei einem weltweit tätigen Autovermieter mit 4 Buchstaben gearbeitet habe, kenn ich die Kunden nur zu gut... "Na bei Buchung wusste ich ja nicht, dass es schneit, deswegen hab ich keine Winterreifen mitbestellt!". Richtig, weil die Reifen ja auch Schneereifen heißen, braucht man sie auch nur dann, wenn es geschneit hat. 
Und es sind immer die gleichen Sätze, die man hört.
Wer in den Monaten zwischen Oktober und März ein Auto mieten und für alle Eventualitäten gerüstet sein möchte, soll halt Winterräder gleich bei der Reservierung mit angeben. Man kann auch ohne Schnee mit Winterreifen fahren.
Dass nicht die komplette Fahrzeugflotte eines Vermieters mit Winterrädern ausgestattet ist, hat u.a. den Hintergrund darin, dass die Fahrzeuge (so war es zumindest bei meinem Arbeitgeber) großteils zwischen 6 und 8 Monaten in der Flotte bleiben, und wenn diese im Januar eingesteuert werden, haben sie halt schon Sommerräder.
Rein rechtlich gibt es keine haltbare Argumentation, wieso ein Anbieter von Mietfahrzeugen seine komplette Flotte mit Winterrädern ausstatten sollte. Der Fahrer ist für den verkehrssicheren Zustand verantwortlich, dazu gehört auch angemessene Bereifung. Wenn diese nicht "den Witterungsverhältnissen angemessen" (so das Amtsdeutsch) ist, darf der Mietwagen nicht gefahren werden. Da habe ich mich auch eigentlich auf keinerlei Diskussionen mehr eingelassen. Schließlich habe ich auch meinen Kunden nicht immer gesagt "Fahr keine Leute um, das ist nicht erlaubt!", "Fahr in der Stadt nicht schneller als 50!" oder "Du darfst nicht im Halteverbot parken." - das ist alles im Endeffekt nichts anderes.
Oft kommt auch die Frage nach Radwechseln auf: "Wieso legt Ihr Euch keine Radsätze hin, die Ihr bei Bedarf aufbaut?". Ganz einfach: Da ist ein klitzekleines, aber feines logistisches Problem! Es ist schlichtweg nicht handhabbar. Das würde nämlich bedeuten, dass jede Vermietstation eines Anbieters Radsätze für jedes Fahrzeug in der Flotte bereithalten müsste.
Mal eine Annahme:
Max Müller (Name frei erfunden
) möchte in Frankfurt einen VW Passat mieten, dieser ist mit Sommerrädern ausgestattet. Max Müller möchte aber Winterräder. Also würde der Sommerradsatz ab- und der Winterradsatz aufgezogen, bevor Max Müller sich auf den Weg nach Hamburg macht, um dort das Fahrzeug zu retournieren.
In Hamburg angekommen wird der VW Passat gewaschen und aufbereitet, dort schneit es nicht, sondern es ist inzwischen 9 Grad warm und das erste Frühlingswochenende naht. "Klasse!", denkt sich Fritz Fischer (auch frei erfunden!
), "So ein Passat bis Sonntag. Den nehm ich!". Fritz Fischer will aber keine Winterräder, weil sie laut abrollen sind und einen höheren Spritverbrauch mit sich bringen. Wo soll jetzt also der Vermieter die Sommerräder herbekommen? Extra dafür nach Frankfurt fahren?
Dazu kommt noch, dass der VW Passat bspw. andere Reifen-/Felgenkombinationen fahren darf als ein BMW 320d.
Bei etwa 16.000 Autos, die wir seinerzeit in der Flotte hatten, kommt da eine ganze Menge an möglichen Kombinationen zusammen...
Klar, man kann auch eine sogenannte "lokale Flotte" einrichten, d.h. Fahrzeuge, die nicht im Einweg vermietet werden, und somit auch die Radsätze lokal halten. Was geschieht aber, wenn Bernd Blaumeie das Fahrzeug in Berlin mietet, aber in München einen Unfall hat und dort ein Ersatzfahrzeug bekommt? Dann liegen die Räder in Berlin, das Auto steht in München - geht also auch nicht.
Kurzum:
Bitte etwas mehr Verständnis für die Vermieter bzw. die Angestellten am Counter. Keiner davon will dem Mieter etwas Böses!
Wer für die Wintermonate ein Fahrzeug benötigt, kann Winterräder dazu reservieren. Wer sich spontan dazu entscheidet, muss ggf. damit rechnen, dass kein entsprechend ausgestattetes Fahrzeug vorrätig ist.
Und es sind immer die gleichen Sätze, die man hört.
Wer in den Monaten zwischen Oktober und März ein Auto mieten und für alle Eventualitäten gerüstet sein möchte, soll halt Winterräder gleich bei der Reservierung mit angeben. Man kann auch ohne Schnee mit Winterreifen fahren.
Dass nicht die komplette Fahrzeugflotte eines Vermieters mit Winterrädern ausgestattet ist, hat u.a. den Hintergrund darin, dass die Fahrzeuge (so war es zumindest bei meinem Arbeitgeber) großteils zwischen 6 und 8 Monaten in der Flotte bleiben, und wenn diese im Januar eingesteuert werden, haben sie halt schon Sommerräder.
Rein rechtlich gibt es keine haltbare Argumentation, wieso ein Anbieter von Mietfahrzeugen seine komplette Flotte mit Winterrädern ausstatten sollte. Der Fahrer ist für den verkehrssicheren Zustand verantwortlich, dazu gehört auch angemessene Bereifung. Wenn diese nicht "den Witterungsverhältnissen angemessen" (so das Amtsdeutsch) ist, darf der Mietwagen nicht gefahren werden. Da habe ich mich auch eigentlich auf keinerlei Diskussionen mehr eingelassen. Schließlich habe ich auch meinen Kunden nicht immer gesagt "Fahr keine Leute um, das ist nicht erlaubt!", "Fahr in der Stadt nicht schneller als 50!" oder "Du darfst nicht im Halteverbot parken." - das ist alles im Endeffekt nichts anderes.
Oft kommt auch die Frage nach Radwechseln auf: "Wieso legt Ihr Euch keine Radsätze hin, die Ihr bei Bedarf aufbaut?". Ganz einfach: Da ist ein klitzekleines, aber feines logistisches Problem! Es ist schlichtweg nicht handhabbar. Das würde nämlich bedeuten, dass jede Vermietstation eines Anbieters Radsätze für jedes Fahrzeug in der Flotte bereithalten müsste.
Mal eine Annahme:
Max Müller (Name frei erfunden
In Hamburg angekommen wird der VW Passat gewaschen und aufbereitet, dort schneit es nicht, sondern es ist inzwischen 9 Grad warm und das erste Frühlingswochenende naht. "Klasse!", denkt sich Fritz Fischer (auch frei erfunden!
Dazu kommt noch, dass der VW Passat bspw. andere Reifen-/Felgenkombinationen fahren darf als ein BMW 320d.
Bei etwa 16.000 Autos, die wir seinerzeit in der Flotte hatten, kommt da eine ganze Menge an möglichen Kombinationen zusammen...
Klar, man kann auch eine sogenannte "lokale Flotte" einrichten, d.h. Fahrzeuge, die nicht im Einweg vermietet werden, und somit auch die Radsätze lokal halten. Was geschieht aber, wenn Bernd Blaumeie das Fahrzeug in Berlin mietet, aber in München einen Unfall hat und dort ein Ersatzfahrzeug bekommt? Dann liegen die Räder in Berlin, das Auto steht in München - geht also auch nicht.
Kurzum:
Bitte etwas mehr Verständnis für die Vermieter bzw. die Angestellten am Counter. Keiner davon will dem Mieter etwas Böses!
Wer für die Wintermonate ein Fahrzeug benötigt, kann Winterräder dazu reservieren. Wer sich spontan dazu entscheidet, muss ggf. damit rechnen, dass kein entsprechend ausgestattetes Fahrzeug vorrätig ist.
Warte immer noch auf eine Antwort von Kundenservice von Europcar...