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Thema: Highway #1(01) – Der Norden: Von Portland zur Bay Area

  1. #1
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    Standard Highway #1(01) – Der Norden: Von Portland zur Bay Area

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    Pre-Intro:

    Tja, mit Lockdowns beiderseits des Atlantiks ist doch wieder einmal (zu) viel Zeit 'zwischen den Tagen' . Da dachte ich mir, warum nicht einmal noch ein paar Erinnerungen aufleben lassen und von einem Trip aus dem Jahr 2019 berichten… Ich hoffe, dem ein- oder anderen gefällt’s!


    Intro:

    Bereits 2019 verhinderten berufliche Gründe sowohl von +1 als auch von mir einen längeren Urlaub, daher blieb es bei zwei Mal je eine Woche innerhalb den USA, um nicht zu viel Zeit im Flieger zu verbringen: Im Mai stand Maui auf dem Programm (eventuell kommt da ein Tripreport später, wenn gewünscht), und im September ging es an die Westküste. Seit längerem steht bei mir bereits der nördliche Teil des Highway #1 (bzw. 101) auf der Wishlist, und spätestens seit der Fahrt auf dem (bekannteren) südlichen Abschnitt im Jahr 2018 war +1 ebenfalls überzeugt. Damit war das Ziel gefunden, los gings mit der Planung!

    Die erste Frage war schnell gestellt, aber doch schwerer als erwartet beantwortet – Wo beginnen? Ursprünglich hatte ich mir ja überlegt, in Seattle zu starten, aber das dann schnell verworfen – Die Strecke wäre doch lang geworden und wir hätten entweder sehr lange Tage im Auto verbracht oder einen Teil der Küste auf dem inländischen Highway verpasst. Wie der Titel schon verrät, ist es dann Portland geworden: Tolle Stadt zum Einstieg, die richtige Distanz und auch einigermaßen gut erreichbar, was will man mehr!

    Flüge waren dann auch schnell gefunden – Im Sommerflugplan wird Portland von Tucson aus leider nicht direkt bedient (damals in den guten alten Zeiten, als es noch viel mehr Flüge gab, was dies zumindest im WFP der Fall), damit standen UA via Denver oder SFO sowie Delta via SLC zur Auswahl (AA ignoriere ich geflissentlich ).
    Preislich vergleichbar, waren die Flugzeiten bei Delta viel besser, damit war die Entscheidung klar – Den Zweitstatus bei DL freuts! Retour ging es dann, da UA für den Direktflug SFO-TUS Mondpreise verlange, mit Alaska von San Jose direkt nach Tucson. Das Routing damit reichlich unspektakulär:

    TUS-SLC-PDX/SJC-TUS

    Auto war auch schnell gebucht, die $300 one-way rental bei Hertz taten zwar weh, aber was soll's. Noch ‚schnell‘ Hotels und (teilweise) Restaurants gebucht und der Reise stand nichts mehr im Weg!
    Exploris, meilenfreund, simesime und 22 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  2. #2
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    Tag 1: Portland

    Abflug gegen 10 Uhr morgens in Tucson – Wer den Airport kennt, weiß, dass Ankunft 30min vor Abflug eigentlich noch 20min zu früh ist, zumindest mit TSAPre . Gut, mit Gepäck dann vielleicht doch ein paar Minuten mehr, und so waren wir gegen 9 am Airport-Parking und ca. 10min später am Gate.
    Der Flieger kam auch deutlich vor der Zeit rein und so ging es bereits etliche Minuten vor der eigentlichen Boardingzeit los mit

    Flug #1: TUS-SLC, Skywest DBA Delta Connection, (Dom) First, E175

    Dank der Eröffnung eines weiteren Standorts meines AGs in Detroit bin ich seit Anfang 2019 deutlich häufiger mal bei Delta zu finden und damit fiel dann auch ein Status ab, der mich zumindest auf Nebenstrecken auch mal nach vorne spült – Daher gab es knapp 5 Tage vor Abflug die willkommene E-mail mit dem Comp Upgrade für beide. Die Dom F-Sitze sind durchaus komfortabel, davon abgesehen gab es noch eine Runde Snacks aus dem Korb und damit war der Flug eigentlich auch abgehakt. Einzig die Empfehlung, auf der Strecke nach knapp 1h einmal aus dem Fenster zu schauen, soll noch erwähnt sein – Der Flug geht meistens über oder sehr nah am Grand Canyon vorbei, selbst aus 30,000 Fuß ein eindrucksvolles Bild!

    Nach der überpünktlichen Landung in Salt Lake City ging es für die Wartezeit noch in die Lounge, bevor es dann weiter ging mit

    Flug #2: SLC-PDX, Delta, Comfort+, B737-900

    Auf dem zweiten Abschnitt waren wir die ‚ersten Verlierer‘, am Ende Platz 1 und 2 auf der Upgradeliste. Egal, die knapp 1.5h ließen sich auch in der Comfort+, wie Delta deren Eco mit ein wenig mehr Beinfreiheit nennt, gut aushalten. Der Blick auf den Mt. Hood gab es auch in Eco weiter hinten




    Nach der Landung schnell das Gepäck aufgesammelt, bei Hertz einen Subaru Outback geholt und ab in Richtung Portland. Ich war erst ein wenig skeptisch, was den Outback anging, aber viel Auswahl war nicht. Die Skepsis war aber auch unbegründet, das Auto hat vor allem +1 in den folgenden so überzeugt, dass es weit oben auf der Liste für den Zweitwagen gelandet ist.

    Ursprünglich hatten wir 2 Nächte in Portland geplant, aber uns dann knapp 2 Wochen vor der Reise doch noch dazu entschieden, die 2. Nacht zu streichen, um mehr Zeit für die eigentliche Fahrt zu haben. Für die eine Nacht wurde es das Porter Hotel – Curio Collection, welches ein paar Minuten außerhalb von DT in der Nähe des Willamette Rivers liegt. Recht neues und schönes Hotel, viel mehr ist nicht in Erinnerung geblieben.
    Inzwischen neigte sich der Nachmittag auch dem Ende entgegen, daher ging es nur noch einmal kurz fuer einen Spaziergang zum Fluss, und ein wenig Portland ‚zu schnuppern‘ und um den bisher sehr textlastigen Report aufzulockern





    Danach ging es wieder retour zum Hotel und dann zum Abendessen. An kulinarischen Optionen mangelt es Portland wahrlich nicht, diesmal hatten wir uns für eines der (angeblich) besten entschieden: ‚Beast‘, Gewinner des James Beard Awards (‚Oscar der Gastrobranche‘) des Bereichs Northeast 2014. Mit 20 Sitzen auch relativ klein, dementsprechend happy waren wir, dort eine Reservierung bekommen zu haben. Die Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht – Sowohl Essen als auch Service waren top, die meisten Speisen wurden direkt vor unseren Augen in der offenen Küche zubereitet. Wir waren vermutlich die einzigen, die nicht jeden Gang erst einmal fotografiert und bei Instagram gepostet haben, Sorry . Aber es sei gesagt, das Essen sah nicht nur gut aus, sondern schmeckte auch hervorragend! Leider hat Beast die Corona-Krise aber nicht ueberlebt

    Inzwischen war es auch spät geworden, damit ging es auch direkt retour ins Hotel. Am nächsten Morgen soll es direkt losgehen, die Küste ruft und es gibt auch ein paar mehr Bilder, versprochen!
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  3. #3
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    Zitat Zitat von FRAHAMLON Beitrag anzeigen
    Die erste Frage war schnell gestellt, aber doch schwerer als erwartet beantwortet – Wo beginnen? Ursprünglich hatte ich mir ja überlegt, in Seattle zu starten, aber das dann schnell verworfen – Die Strecke wäre doch lang geworden und wir hätten entweder sehr lange Tage im Auto verbracht oder einen Teil der Küste auf dem inländischen Highway verpasst. Wie der Titel schon verrät, ist es dann Portland geworden
    Für den geneigten NEUGIERIGEN Leser war das natürlich eine absolute Fehlentscheidung !

    Ich hatte seinerzeit die enormen Entfernungen (bzw. die Anzahl der Motive und damit Fotostopps) zwischen SFO und SEA unterschätzt und musste dann ab Portland auf der I5 nach Norden "durchbrettern". Daher hätte ich hier nun gerne Bilder von der Küste dort gesehen.

    Werde trotzdem mit Spannung dabeibleiben !
    FRAHAMLON sagt Danke für diesen Beitrag.

  4. #4
    Erfahrenes Mitglied Avatar von denkigroove
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    Die oneway fee bei den Mietwagen zwischen Oregon und California versuche ich auch gerade irgendwie zu vermeiden...scheint fast aussichtslos zu sein.
    FRAHAMLON sagt Danke für diesen Beitrag.

  5. #5
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    Zitat Zitat von denkigroove Beitrag anzeigen
    Die oneway fee bei den Mietwagen zwischen Oregon und California versuche ich auch gerade irgendwie zu vermeiden...scheint fast aussichtslos zu sein.
    Zu Oregon als Start/Ziel kann ich auch nix anbieten. Aber bei meiner Fahrt von SFO nach SEA kam ich drum rum. In Deutschland gebucht und zugesichert; ich meine bei DERtour.
    Vor Ort (SFO) gab's dann zwar Ärger und lange Diskussion, aber nach Hinzuziehen von Supervisor und erneutem Wedeln mit deutscher Buchung wurden die 300$ gestrichen.
    Kostete allerdings einiges an Zeit und das geplante Checkin an der Maschine änderte sich in Einreihen in die Warteschlange.


    _________________________


    Edith: Habe beim Nachsehen in der alten Buchung gemerkt, dass man nicht glatte 300 sondern 360€ als o/w fee haben wollte.
    Geändert von VBird (29.12.2020 um 01:58 Uhr)
    denkigroove sagt Danke für diesen Beitrag.

  6. #6
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Vollzeiturlauber
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    Zitat Zitat von VBird Beitrag anzeigen
    In Deutschland gebucht und zugesichert; ...
    Welcher Vermieter?

    Ich musste bei ALAMO Zahlen, trotz schriftlicher Buchungsbestätigung.

    Hatte dann gehofft, dieses vom deutschen Veranstalter erstattet zu bekommen. Pustekuchen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Vollzeiturlauber Beitrag anzeigen
    Hatte dann gehofft, dieses vom deutschen Veranstalter erstattet zu bekommen. Pustekuchen.
    Habe jetzt nochmal nachgesehen.
    Ja, es war hier DERtour und drüben Alamo.
    Da die NICHT-Berechnung einer Einweggebühr KLAR, EINDEUTIG und UNMISSVERSTÄNDLICH im damaligen USA-Katalog abgedruckt war, fühlte ich mich auf der sicheren Seite.
    Bat trotzdem vor Abreise MEHRFACH um eine schriftliiche Bestatigung zur Vorlage am Schalter, was mir aber wiederholt von DERtour verweigert wurde.
    Vor Ort dann der schon erwähnte Ärger.

    Nach Rückkehr wollte DEPPtour dann ein Feedback, wie genial doch wohl ihr Service gewesen wäre. Habe mich dann entsprechend beschwert.
    Als Reaktion kam kein Wort der Entschuldigung sondern nur BlaBla mit u.a.

    "... nach Erhalt Ihres Schreibens umgehend mit der Firma Alamo in Verbindung. Der Vermieter ließ uns wissen, dass er keine Einwegmiete berechnet hat. Den entsprechenden Beleg fügen wir gerne bei.
    Sehr geehrter Kunde, wir hoffen, dass wir den Sachverhalt klären konnten und wir Sie bald wieder als unseren Reisegast begrüßen dürfen."


    Also, wer Pfeife raucht, könnte sich dies dort reinstopfen !

    Wenn wir schon dabei sind, sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass es so gut wie unmöglich war, die Mietwagen-Abteilung von DERtour telefonisch zu erreichen.
    Ob sich das inzwischen geändert hat, weiss ich nicht. Habe seitdem nicht mehr bei diesem Saftladen gebucht !


    @FRAHAMLON:
    Ich bitte um Nachsicht, dass ich mich hier in Deinen Reisebericht eingemischt habe.
    Geändert von VBird (29.12.2020 um 01:53 Uhr)

  8. #8
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    Vielen Dank fürs Mitnehmen! In Oregon reichte es bei uns leider nur bis Cannon Beach und von da wieder zurück nach Portland.
    Bin gespannt, wie es südlich davon weitergeht.
    Interesse an Maui besteht dann auch

  9. #9
    Spaßbremse Avatar von Mr. Hard
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    Ein ähnliches Problem mit dem Mietwagen und der Einweggebühr hatte ich auf meiner Tour den Highway Bo. Q1 gen Norden.

    https://www.vielfliegertreff.de/reis...nzukommen.html

    Seinerzeit wurde die Einweggebühr vom Broker erstattet.
    Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. John Ruskin (1819-1900)
    2020: CGN MUC MXP ARN LIN FRA VCE FCO ATH DUS TXL BER
    2021: HAM CGN STR SKG FRA BER AMS LHR DUS GWT ATH WAW LUX ZRH BRU

  10. #10
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    Zitat Zitat von Mr. Hard Beitrag anzeigen
    Ein ähnliches Problem mit dem Mietwagen und der Einweggebühr hatte ich auf meiner Tour den Highway Bo. Q1 gen Norden.

    https://www.vielfliegertreff.de/reis...nzukommen.html

    Seinerzeit wurde die Einweggebühr vom Broker erstattet.
    Ja, das mit den Einwegmieten ist so ne Sache. Aus D heraus kann eine Option noch der ADAC sein, meine Eltern haben seinerzeit (in 2017) ueber den ADAC eine Rate gefunden, die keine Einwegmiete von Texas nach Arizona beinhaltet hat - Ausgefuehrt dann durch Hertz hier in den USA...

    Zitat Zitat von VBird Beitrag anzeigen

    @FRAHAMLON:
    Ich bitte um Nachsicht, dass ich mich hier in Deinen Reisebericht eingemischt habe.
    Kein Problem, weiter geht's
    Mr. Hard sagt Danke für diesen Beitrag.

  11. #11
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    Tag 2: Portland – Lincoln Beach

    Das Wetter am nächsten morgen war relativ wenig einladend, und so ging es erst einmal zum (guten) Frühstück im Hotel und danach ohne größere Umschweife auf die Straße. Von Portland ging es durch den Tillamook State Forest in Richtung Küste, und je näher wir dieser kamen, desto schlechter wurde das Wetter ☹. In Tillamook (und damit auf dem Hwy 101) angekommen, goss es in Strömen und so entschieden wir uns doch, die dortige ‚Hauptattraktion‘ zu besuchen – Die Tillamook Creamery. Eine der bekanntesten Käse in den USA – eben der Tillamook Cheese – wird in der Gegend produziert, und hierfür wurde eine Touristenfalle, ehh Information Center, erbaut. Die Busse vor der Tür ließen nichts Gutes erwarten, aber am Ende war zumindest der Teil, welcher sich wirklich mit der Herstellung des Käses beschäftigt, eigentlich recht interessant und gab einige Interessante Einblicke. Grundsätzlich war der Center aber eher ‚kommerziell‘ ausgerichtet – Giftshop und ‚Restaurant‘ nahmen sicherlich ¾ der vorhandenen Fläche ein. Alles in allem nichts, was man gesehen haben muss, aber bei dem Wetter…

    So langsam der Hunger bemerkbar, das gastronomische Angebot der Creamery konnte uns aber nicht locken. Daher nach einem kurzen Blick in den Lonely Planet (Jaja, viel touristischer geht es kaum ) geworfen und ein paar Meilen in Richtung Norden gefahren, zum ‚Fish Peddler‘ in Bay City. Hauptsächlich der Verkaufsshop eines lokalen Fischers, wird dort mittags auch gekocht, und zwar, was morgens gefangen wurde. Klang gut, war es auch – Sehr frisch und sehr gut! Daher…



    …gerne wieder!

    Der strömende Regen hatte inzwischen aufgehört, aber so richtig schön war es auch nicht, richtiges Schmuddelwetter. Daher machten wir uns auf den Weg Richtung Süden, immer entlang der Küste. Die Wolken hingen tief…




    …richtig tief!




    Weiter ging es entlang der Küste Oregon’s…






    …bis einige Zeit später das heutige Tagesziel, Lincoln Beach, erreicht und das Wetter direkt besser wurde. Perfektes Timing! Übernachtet wurde in einem Bed&Breakfast direkt am Strand, und das aufklarende Wetter haben wir dann auch nach einem Tag mehr oder weniger komplett im Auto für einen Strandspaziergang genutzt. Entlang des Strandes ziehen sich die paar Häuser von Lincoln Beach…




    …in die andere Richtung war die Küste noch ein wenig ursprünglicher.




    Die Wolken verzogen sich…




    …aber kalt und windig war es dennoch, und so ging es zurück zum B&B, um vom Zimmer aus noch den Sonnenuntergang zu genießen.






    Abends ging es dann ins ‚Restaurant Beck‘ ein paar Meilen die Straße runter. Von Eater (einem der einflussreichsten Foodblogs in den USA) als „ein Restaurant, welches die Reise von Portland wert ist“, empfohlen, liegt das Restaurant in einem Hotel direkt an der Küste. Sicherlich tagsüber ein genialer Blick und der Host meinte auch direkt, dass er einen Tisch direkt am Fenster für uns hat und wir den Ausblick genießen sollen. Nur war es inzwischen stockdunkel und auf der anderen Seite nichts, aber so gar nichts, mehr zu erkennen . Das Restaurant ist aber auf jeden Fall empfehlenswert, das Essen sehr gut und die Weinkarte auch recht umfangreich.

    Danach ging es retour ins B&B, um dort bei geöffnetem Fenster und Meeresrauschen den Abend ausklingen zu lassen. Am nächsten Tag war die Wettervorhersage deutlich besser und die Richtung schnell gefunden – Nach Süden, immer die Küste entlang!
    Exploris, meilenfreund, Travel_Lurch und 28 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  12. #12
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    Zitat Zitat von FRAHAMLON Beitrag anzeigen
    in Richtung Küste, und je näher wir dieser kamen, desto schlechter wurde das Wetter ☹
    Falls es irgendwie tröstet - war bei mir damals genauso.
    Ich hatte an dem Tag nur EIN einziges Foto gemacht, in Bay City - um den Sturzregen einzufangen -, und danach dann minutenlang versucht, meine Kamera wieder trocken zu bekommen.
    Oh-Regen ist ja nicht ohne Grund der Name des Staates !
    FRAHAMLON sagt Danke für diesen Beitrag.

  13. #13
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    Bitte auch über Maui berichten :-)
    newcomer, FRAHAMLON und chickenorpasta sagen Danke für diesen Beitrag.

  14. #14
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    Tag 3: Lincoln Beach – Port Orford

    Der nächste Morgen begrüßte uns mit deutlich besserem Wetter, und nach dem Frühstück machten wir uns dann auch direkt auf den Weg. Letzte Reste des Morgennebels hingen noch zwischen den Bäumen…




    …aber leben mit dieser Aussicht hätte doch was.




    Den ersten (längeren) Stop legten wir dann einige Meilen nördlich von Newport am Yaquina Head Lighthouse ein.




    Der historische Leuchtturm aus dem Jahr 1873 ist auch heute noch voll funktionsfähig und liegt einfach traumhaft auf einer kleinen Halbinsel.






    Weiter ging es entlang der Küste…







    …welche teilweise deutlich rauer wurde…




    ..zum nächsten Lighthouse auf der Route: Heceta Head.






    Ein bisschen New England Style an der Westküste




    Die Zeit verging wie im Flug…




    …bei solchen Ausblicken entlang der Küste aber auch kein Wunder!








    Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich das Tagesziel Port Orford. Übernachtet wurde im ‚Redfish Loft‘, einem wirklich traumhaft im ersten OG gelegenem einzelnem Studio direkt am Wasser. Der Ausblick von der Terrasse konnte sich wirklich sehen lassen!




    Während +1 den Sonnenschein der Terrasse genoss, machte ich mich noch einmal auf zum Port Orford Heads State Park, ein kleiner Park direkt am Pazifik mit diversen kurzen Trails und tollem Ausblick auf das Meer. Sicherlich nicht der spektakulärste Park an der Küste, aber dennoch empfehlenswert.




    Auch der Weg zum Restaurant am Abend hätte kürzer nicht sein können, denn im Erdgeschoss des Gebäudes liegt das namensgebende Restaurant Redfish, ein wirklich empfehlenswertes Fischrestaurant mit sehr netter Atmosphäre.

    Der Abend klang dann auf der Terrasse unter dem Sternenhimmel aus, leider werden die Bilder dem Original nicht einmal annäherungsweise gerecht.




    Und das war es dann auch für den Tag, am nächsten Morgen ging es dann weiter entlang der Küste, immer Südwärts!
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    meilenfreund, Travel_Lurch, jotxl und 27 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  15. #15
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    Zitat Zitat von Travel_Lurch Beitrag anzeigen
    Interesse an Maui besteht dann auch
    Zitat Zitat von derkulp Beitrag anzeigen
    Bitte auch über Maui berichten :-)
    Gerne
    Travel_Lurch, derkulp, HAJ07 und 2 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  16. #16
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    Schöne Leuchttüme als Argumentationshilfe für einen Trip an die Westküste - ist ja fast wie auf den Outerbanks (wobei da das Wetter eindeutig beständiger ist).
    FRAHAMLON sagt Danke für diesen Beitrag.

  17. #17
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    Tag 4: Port Orford - Eureka

    Am nächsten Morgen wachte ich, ganz ohne Wecker, früh genug auf, um die morgendliche Küste von der Terrasse aus einzufangen.






    Das Panorama…




    …vom Loft aus konnte sich wirklich sehen lassen!




    Ein einzelner Spaziergänger hatte sich trotz der frühen Stunde bereits am Strand eingefunden…




    …und genoss die morgendliche Atmosphäre. Diese, kombiniert mit dem klasse Ausblick von der Terrasse des Lofts, war wirklich ein Highlight und eine nette Abwechslung zu einem ‚klassischen‘ Hotel.

    Wenig später machten wir uns dann wieder auch auf den Weg entlang der Küste, welche weiter zu beindrucken wusste:






    Bank mit Ausblick!




    Nach knapp 1.5h Fahrt erreichten wir Kalifornien und wenige Minuten änderte sich die Szenerie auch komplett – Statt Küste gab es Bäume…




    …wir hatten die Gegend der Redwood Parks erreicht!

    Erst ging es durch den Jedediah Smith Redwoods State Park…




    …dann durch den Del Norte Coast Redwoods SP zum Prairie Creek Redwoods SP, welcher (mehr oder weniger) gut verborgen ein weiteres Highlight versprach, welches bereits Steven Spielberg begeisterte. Aber dazu gleich mehr, erst einmal beeindruckten weiterhin die Redwoods:







    Über (größtenteils) leere Straßen…




    …ging es dann weiter durch den Park, bevor es dann ‚rechts ab‘ zum ebenfalls im Park gelegenen Fern Canyon ging, welcher doch von vielen ‚vergessen‘ wird, aber aus meiner Sicht genauso beeindruckend ist wie die Redwoods. Der Canyon zieht sich auf hunderte Meter vom Meer ins Hinterland und ist (fast) komplett mit jahrhunderte-alten Farnen bewachsen. Dies hatte vor fast 30 Jahren bereits Steven Spielberg begeistert, der dort Teile von Jurassic Park drehte und den Fern Canyon (etwas) bekanntmachte.

    Zum Canyon ging es über eine unbefestigte, aber gut fahrbare, Straße vom Hinterland wieder in Richtung Küste, welche nach knapp 20min erreicht wurde. Kurz vor dem eigentlichen Canyon musste noch ein kleiner Bach durchfahren werden. Das Schild ‚AWD & High-Clearance only‘ sollte man hier durchaus beachten, wie später zu sehen war, der Outback schlug sich aber wacker. Ich wunderte mich aber durchaus, wie die kleine Limousine auf dem Parkplatz die Querung bewältigt hatte

    Von Parkplatz an der Küste ging es dann zu Fuß ‚Creek-aufwärts‘ in den Canyon.




    Am Anfang wuchsen die Farne noch etwas spärlich, kurz darauf aber waren die gesamten Felswände über und über bedeckt.






    Die Masse an Pflanzen kommt auf den Bildern nur teilweise zur Geltung…




    …in Natura (Pun intended ) war das Grün noch eindrucksvoller.




    Nach knapp 30min machten wir uns dann wieder auf den Rückweg, wir hatten ja noch ein wenig Weg zum Tagesziel vor uns – Hier könnte ich aber definitiv länger verbringen! Die Sonne stand inzwischen ein wenig tiefer…




    …und auch auf dem Weg zurück zum Auto trafen wir diesen hier...




    …glücklicherweise nicht.
    Dafür aber dann nach wenigen Minuten Fahrt die Limousine vom Parkplatz – Mitten im kleinen Bach, festgefahren und vermutlich mit Wasser im Motor. Jaja, so kann es gehen, Schilder sindja bloed und laufen sowieso . Die beiden Fahrer wurden von den bereits eingetroffenen Park-Rangern auch ordentlich zusammengefaltet, bevor diese sich erbarmten, das Auto aus dem Bach zogen und den damit gebildeten Rückstau von ganzen 2 weiteren Fahrzeugen auflösten. Da uns aber knapp 15min später ein Abschlepper entgegenkam, vermute ich, dass das Auto das Bad nicht gut überstanden hatte…

    Da sich so langsam der Tag dem Ende zuneigte, ließen wir den Redwood NP ‚links liegen‘ und machten uns auf den Weg nach Eureka, dem Tagesziel. Dort hätte es zwar auch die üblichen Kettenhotels gegeben, wir hatten uns aber für die eine Nacht für das Carter House Inns entschieden. Dieses besteht aus mehreren separaten Gebäuden, gebucht hatten wir hier…




    …im ursprünglichen Carter House. Dieses war aber saisonal bedingt geschlossen und somit wurden wir auf eine Suite im (etwas modernerem) Hauptgebäude upgegradet – Sehr nett. Die Suite war groß, inkl. separatem Wohn-/Arbeitszimmer und Whirlpool-Badewanne mit Blick auf den Hafen.

    Ein kleiner Nachmittagsspaziergang führte uns anschließend noch zu eben diesem. Dort befand sich dann nicht nur das ein- oder andere (Fischer-)Boot…






    …sondern es kam auch zu Begegnungen der besonderen Art. Seehund trifft Hund auf See!




    Und über allem schwebt ein Pelikan…




    Ein netter Abschluss zu einem tollen Reisetag. Am Abend besuchten wir dann noch das im Hotel liegende Restaurant 301, welches durchaus überzeugen konnte, bevor wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.
    Am nächsten Tag ging es, ihr ahnt es vermutlich, weiter Richtung… Süden .
    meilenfreund, Travel_Lurch, jotxl und 28 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

  18. #18
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    Schöner Bericht und noch schönere Bilder, toll ! Ich bin die Strecke vor 30 Jahren in umgekehrter Reihenfolge gefahren (SF nach Seattle). Muss die Dias wieder mal rausholen ... Seufz
    Wir machten damals auch einen Abstecher zum Mt Helens, empfehlenswert wenn man mal in der Nähe ist.
    FRAHAMLON sagt Danke für diesen Beitrag.

  19. #19
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    Tolle Bilder bei perfektem Wetter. Danke für Bericht! Wird wohl "irgendwann nach Corona" zu einer Verlängerung ab Cannon Beach nach Süden führen.
    Kann es sein, dass der Creek einem vom Laufband bekannt ist? Kommt mir jedenfalls so vor, als ob ich da schon "virtuell lang gelaufen" bin.
    FRAHAMLON sagt Danke für diesen Beitrag.

  20. #20
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    Tag 5: Eureka – Little River

    Auch am nächsten Morgen stand noch einmal das Restaurant 301 zum Frühstück auf dem Programm, danach machten wir uns wieder auf den Weg, der Highway ruft!

    Aber nicht lange, denn bereits kurz hinter Eureka verließen wir den #101 für einen kurzen Abstecher nach Ferndale. Das kleine, unweit von Eureka gelegene, Städtchen besitzt eine unerwartet große Anzahl von gut erhaltenen bzw. restaurierten Viktorianischen Gebäuden, die wir uns nicht entgehen lassen wollten. Und wir wurden nicht enttäuscht:

    Das Victorian Inn…




    …Rexall Drug’s…




    …Farbenfrohe Main-street…




    …Kirche im ‚Dorf‘…




    …und am Ende darf natuerlich auch ein Bookstore nicht fehlen – Es war (soweit ich mich erinnere) der erste auf der Reise!




    Auch der Outback hat es hier aus Bild geschafft, denn diesen wir hatten praktischerweise direkt vor dem Bookstore geparkt .

    Ferndale gilt auch als nördlicher Zugang zur kalifornischen ‚Lost Coast‘, knapp 80 Meilen wenig bis gar nicht erschlossene Küste. Wir hatten erst überlegt, eine der wenigen Straßen von Ferndale in Richtung Küste zu folgen, um dann später wieder auf den Highway zurück zu kehren, aber am Ende haben hat die fehlende Zeit einfach dagegengesprochen und wir fuhren zurück in Richtung 101, welcher die nächsten Meilen durch das Hinterland führen sollte. Was aber nicht heißt, dass es nichts zu sehen gab – Mit dem ‚Avenue of the Giants‘ im Humboldt Redwoods SP war das nächste Tagesziel schnell erreicht.

    Am Anfang noch recht offen wie hier am Dyervile Overlook…




    …wurde der Wald schnell dichter und die Bäume beeindruckender.






    Wenig später ging es zurück auf den Highway, bevor einige Meilen weiter südlich kurz vor Leggett, an einer sehr unscheinbaren Gabelung, das nächste Highlight anstand: Der Start- bzw. Endpunkt des Highway #1, der nach der Route 66 wohl berühmteste Highway in den USA. Von hier aus ging es wieder an die Küste, welche der #1 auf den nächsten 1,000km nur kurz verlassen wird.

    Wenig später war diese dann auch erreicht. Nicht nur die südlichen Ausläufer der Lost Coast…




    …beindruckten sofort, sondern die beiden sich im Wasser vergnügenden Elche (Elks), nein Hirsche, (wie ich seit meinem letzten Bericht aus Montana weiß ) waren eine nette Überraschung




    Ein letzter Blick zurück auf Kueste & Hirsche…




    …aber auch weiter die Kueste entlang konnte sich die Natur weiterhin sehen lassen.






    Am frühen Nachmittag stoppten wir noch kurz für einen kleinen Spaziergang in Mendocino, bevor wir mit Little River das Tagesziel erreichten. Wir hatten uns, trotz des happigen Preises, für eine Nacht im Heritage House Resort & Spa entschieden. Dies haben wir auch nicht bereut – Das Zimmer (in einem kleinen Nebengebäude) war groß & modern, mit tollem Blick von der eigenen Terrasse auf den Pazifik. Nur der Check-In war eher unprofessionell, was am Ende auch das Frühstück und den Check-Out beeinflusst hat – aber dazu dann mehr am nächsten Tag.

    Während +1 das Zimmer und die Terrasse genoss, machte ich mich noch einmal auf den Weg, Füße vertreten . Direkt neben ‚unserem‘ Gebäude führte ein Fußweg zu einem öffentlichen, aber sehr versteckt liegenden, kleinem Strand – Eigentlich mehr ein Einschnitt in der Küste.

    Links die Kliffs…




    …und rechts der Blick auf die Küste und die (zum Heritage Resort gehörende) Rotunde






    So langsam wurde es aber dunkel, und so ging es auch für mich zurück ins Zimmer und dann wenig später zum Abendessen. Wir hatten uns hier, wieder auf Empfehlung des ‚Eaters‘, für das wenige Meilen südlich gelegene ‚Ledford House‘ entschieden und wurden positiv überrascht. Das Essen war wirklich spitze, der Wein konnte sich sehen lassen und die Preis/Leistung war ebenfalls top! Was will man mehr, eine klare Empfehlung.

    Wir genossen dann noch ein wenig den ausklingenden Abend auf der Terrasse unter einem wahrlich beeindruckenden Sternenhimmel, aber leider sind die Bilder so gar nichts geworden . Am nächsten Tag stand dann der letzte Abschnitt entlang der Küste an, die Bay Area kommt näher!
    meilenfreund, simesime, Travel_Lurch und 32 Andere sagen Danke für diesen Beitrag.

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