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Thema: AY: Erstattungsanspruch

  1. #41
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    Zitat Zitat von emhazett Beitrag anzeigen
    Also, ich hatte das Glück, dass ich in meiner ganzen Zeit im Zivilrecht nur einen Fall aus der EuFlugVO hatte (und der kam vom BVerfG zurück - sonst übrigens nie wieder was, was auch witzig ist), danach glücklicherweise nicht mehr.

    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man es so oder so sehen könnte. Das ist wieder so eine 50/50-Geschichte. Klage in dem Fall vor 4 Gerichten und du bekommst von nichts bis alles jede erdenkliche Entscheidung. Also ich denke nicht, dass hier einer eindeutig im Recht ist und der andere klar falsch liegt. Ich habe die Frage auch nur gestellt, weil ich genau das rechtlich spannend fand
    Ich habe zum Glück beruflich noch nie etwas wirklich damit zu tun gehabt. Was mich dann aber doch akademisch interessieren würde ist die Frage, was das Bundesverfassungsgericht mit europarechtlichen Verordnung zu tun hatte?
    Regt Euch nicht über mich auf - richtige Prozessanwälte sind halt so....

  2. #42
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    Zitat Zitat von Flying Lawyer Beitrag anzeigen
    Ich habe zum Glück beruflich noch nie etwas wirklich damit zu tun gehabt. Was mich dann aber doch akademisch interessieren würde ist die Frage, was das Bundesverfassungsgericht mit europarechtlichen Verordnung zu tun hatte?
    Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG durch Nichtzulassung der Revision und gleichzeitiger Nichtvorlage zum EuGH.

    Näher ins Detail würde ich aber ungerne gehen, sonst wird es zu individualisierbar
    Flying Lawyer sagt Danke für diesen Beitrag.
    Menschen, die etablierte Denkweisen in Frage stellen, machen erstaunliche Entdeckungen.
    Denke selbst, sonst denken andere für dich.

  3. #43
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    Nun wieso auch nicht?

    AY hat HEL - AMS gecancelt und OP nur eine Ersatzverbindung angeboten, die ihn mehr als vier Stunden nach der ursprünglichen Ankunftszeit nach Amsterdam gebracht hätte. Entsprechend sind die 600€ doch gänzlich unstrittig, dafür muss man doch das BGB nicht bemühen, das ergibt sich expressis verbis aus der EU-VO.

    Das sich OP und Finnair im gegenseitigen Einvernehmen auf eine Umbuchung nach Frankfurt geeinigt haben ist für beide sicherlich vorteilhaft, aber ändert nichts an dem annullierten Flug.

    Sowas hatten ein Mitinsasse und ich auch mal auf LAX - FRA - SZG. FRA - SZG aufgrund einer Verspätung verpasst, nett gefragt und ohne großes Theater eine Umbuchung nach MUC bekommen, wo wir letztendlich eh hin wollten. Win-win, wir waren früher zu Hause und OS hatte zwei Problemfälle in der ohnehin überbuchten Maschine weniger.

    Ob man da die Kompensation abgreift muss man mit sich selbst ausmachen, da bin ich d'accord.

  4. #44
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    Zitat Zitat von spocky83 Beitrag anzeigen
    die ihn mehr als vier Stunden nach der ursprünglichen Ankunftszeit nach Amsterdam gebracht hätte. Entsprechend sind die 600€ doch gänzlich unstrittig, dafür muss man doch das BGB nicht bemühen, das ergibt sich expressis verbis aus der EU-VO.
    Er IST eben nicht mit mehr als vier Stunden Verspätung in AMS angekommen, er ist ja gar nicht erst dahin geflogen. Somit entfällt die Grundlage für eine Compensation. Es wird ja nicht entschädigt, weil man zu spät angekommen WÄRE, sondern nur, wenn man TATSÄCHLICH zu spät ankommt. Und das ist hier nicht geschehen. Es fehlt schlichtweg die Grundlage, also das verspätete Ankommen am gebuchten Ziel. Dass es nicht geklappt HÄTTE, spielt keine Rolle.

    Just my two (educated) cents.
    Flying Lawyer und Andreas91 sagen Danke für diesen Beitrag.

  5. #45
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    Standard AY: Erstattungsanspruch

    Also wenn dem so wäre, dann fiele ja jegliche Kompensationszahlung nach Anwendung nach Art. 8 Abs. 1a hinten runter. Da kommt man nämlich auch nicht am Endziel an...

    Im Falle der Verspätung kann man das durchaus so vertreten, es geht aber um eine Anullierung. Und da gehts letztendlich nicht mehr um das „ob“ sondern nur noch um das „wie viel“

  6. #46
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    Standard

    Zitat Zitat von spocky83 Beitrag anzeigen
    Also wenn dem so wäre, dann fiele ja jegliche Kompensationszahlung nach Anwendung nach Art. 8 Abs. 1a hinten runter. Da kommt man nämlich auch nicht am Endziel an...

    Im Falle der Verspätung kann man das durchaus so vertreten, es geht aber um eine Anullierung. Und da gehts letztendlich nicht mehr um das „ob“ sondern nur noch um das „wie viel“
    Kann man argumentieren. Der 8 Ia hat aber nun einen ganz anderen Sinn. Wenn ich allerdings als Kunde damit einverstanden bin dass in einer solchen Situation mein Ticket aufweine ganz andere Destiamtion geändert wird und ich mir keine Rechte wegen der ursprünglichen Flugstreichung vorbehalte, dann habe ich meine Probleme mit der Amwendung der VO. Ich habe mich im Falle der Flugstreichung auf eine Vereinbarung jenseits der VO eingelassen. Das ist erst einmal ein Vertrag. Und sodann auf nicht vorbehaltene gesetzliche Regelungen Rückgriff zu nehmen, das halte ich aus deutschrechtlicher Perspektive schon für sehr sportlich.
    Regt Euch nicht über mich auf - richtige Prozessanwälte sind halt so....

  7. #47
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    So, ich habe jetzt die dritte (!) E-Mail bekommen, dass ich Entschädigungsansprüche geltend machen soll.
    Ich glaube, ich schreibe denen jetzt mal eine Abmahnung...
    Menschen, die etablierte Denkweisen in Frage stellen, machen erstaunliche Entdeckungen.
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  8. #48
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    Ich hänge mich mal an dieses Thema dran.

    Flug von BKK via HEL nach DUS mit AY. Am 23.12.2018. Flug BKK-HEL AY142 mit rund 2 Stunden Verspätung in HEL angekommen. Daher Anschluss nach DUS verpasst. Umbuchung auf den ersten Flug am nächsten Tag (>12Stunden verspätet am Ziel angekommen).
    Soweit so gut. Der Flieger kam bereits mit der Verspätung aus HEL in BKK an. Finnair beruft sich jetzt auf das notwendige De-icing der Türen und Triebwerke. Sowie auf Einschränkungen durch ATC und somit auf Höhere Gewalt. Soweit hatte ich dies erwartet. Denn am 21.12.2018 gab es wohl einen Schneesturm in HEL der für einige Verspätungen gesorgt hat. Mangels Informationen fällt es mir nun natürlich schwer nachzuvollziehen, welche weiteren Einschränkungen es am 22.12.2018 unmittelbar vor dem Flug gab.

    Welche Möglichkeiten habe ich? Für eine Airline die damit wirbt , dass sie " mit jedem Wetter umgehen könne" sollte ein wenig Schnee und Eis ja eigentlich kein Problem sein.

  9. #49
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    Zitat Zitat von Mayta Beitrag anzeigen
    Für eine Airline die damit wirbt , dass sie " mit jedem Wetter umgehen könne" sollte ein wenig Schnee und Eis ja eigentlich kein Problem sein.
    Am 21. und 22.12. gab es in HEL etwas mehr als "ein wenig Schnee und Eis".

  10. #50
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    Zitat Zitat von Mayta Beitrag anzeigen
    Mangels Informationen fällt es mir nun natürlich schwer nachzuvollziehen, welche weiteren Einschränkungen es am 22.12.2018 unmittelbar vor dem Flug gab.
    Zitat Zitat von Finnair
    Icy weather conditions have caused long delays to our traffic tonight and some cancellations might occur.
    https://twitter.com/Finnair/status/1076199116391235584

    Wer einen Zeitungsartikel auf Finnisch haben möchte: https://www.savonsanomat.fi/kotimaa/...nettä/1302457

  11. #51
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    Zitat Zitat von Wikinger Beitrag anzeigen

    Den Tweet vom 21.12. habe ich auch entdeckt. Bezüglich des 22.12. finde ich keinerlei Infos, weder vom Airport noch Finnair. Daher ist Frage ob am 22.12. wirklich noch Beeinträchtigungen vorlagen oder ob die Verspätung am 23.12. "Nachwehen" vom 21.12 sind. Woran sich dann die Frage anschließt, wie viele Folge-Rotationen auf das Ausgangsereignis abgewälzt werden können.

  12. #52
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    Zitat Zitat von Mayta Beitrag anzeigen
    Den Tweet vom 21.12. habe ich auch entdeckt. Bezüglich des 22.12. finde ich keinerlei Infos, weder vom Airport noch Finnair. Daher ist Frage ob am 22.12. wirklich noch Beeinträchtigungen vorlagen oder ob die Verspätung am 23.12. "Nachwehen" vom 21.12 sind. Woran sich dann die Frage anschließt, wie viele Folge-Rotationen auf das Ausgangsereignis abgewälzt werden können.
    Nachwehen auf der Langstrecke. Die Kurzstrecke erholt sich meist über Nacht problemlos.

    https://www.seinajoensanomat.fi/arti...viivastyttivat (Finnisch)

  13. #53
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    Es gibt doch Urteile in denen entschieden wurde dass das Wetter nur auf direkt dem unmittelbar betroffenen Flug eine Rolle spielt. Demnach wäre es völlig egal was auf den vorherigen Legs passiert ist. War aber glaub ich nur ein AG-Urteil..

    Hat jemand Erfahrungen dazu? Fände ich auch mal interessant...

  14. #54
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    Zitat Zitat von planesandstuff Beitrag anzeigen
    Hat jemand Erfahrungen dazu? Fände ich auch mal interessant...
    Ja, aus erster Hand:
    - Flug VIE-HEL am 23.12. wüst verspätet, Grund: Ruhezeit der Wideroe-Crew nach den Verspätungen der Vortage. Soeben ein Mail erhalten, 250 EUR Cash oder 350 EUR Voucher für AY, ohne Diskussion. Hätte man mit zumutbaren Maßnahmen (Reservecrew in HEL) vermeiden können.
    - Bei einem Flug BKK-HEL sieht die Sache freilich anders aus. Die Verspätung kam ja unmittelbar vom Leg HEL-BKK (zudem außergewöhnliche Umstände) und wurde auf den Flug BKK-HEL weitergegeben. Hätte man das mit zumutbaren Maßnahmen abwenden können? Wohl kaum, und ich bezweifle dass eine Standby-Maschine auf einer Außenstation eine derartige Maßnahme darstellt.
    Geändert von sehammer (03.01.2019 um 13:33 Uhr)

  15. #55
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    Zitat Zitat von Mayta Beitrag anzeigen
    Den Tweet vom 21.12. habe ich auch entdeckt. Bezüglich des 22.12. finde ich keinerlei Infos, weder vom Airport noch Finnair. Daher ist Frage ob am 22.12. wirklich noch Beeinträchtigungen vorlagen oder ob die Verspätung am 23.12. "Nachwehen" vom 21.12 sind. Woran sich dann die Frage anschließt, wie viele Folge-Rotationen auf das Ausgangsereignis abgewälzt werden können.
    Du hast Anspruch auf Informationen aus welchem Grund die Verspätung aufgetreten ist und auf die dazugehörigen Beweise / Notizen / Unterlagen, das sehen zumindest die Leitlinien der EU-Kommission vor. (Zumindest wenn sich die Airline auf außergewöhnliche Umstände berufen möchte)
    Siehe dafür diesen Beitrag: https://www.vielfliegertreff.de/reis...ml#post2771292
    Meine private Foto-Homepage: https://www.kuhnert.nl/de

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