Seite 2 von 2 ErsteErste 1 2
Ergebnis 21 bis 35 von 35

Thema: Flug-Gipfel 2018 in Hamburg

  1. #21
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    01.06.2018
    Beiträge
    622

    Standard

    ANZEIGE
    Das ist viel zu kurz gesprungen.
    Ein gutes Pferd spring nur so hoch wie es muss...
    Wenn die DB so pünktlich und zuverlässig wäre wie z.B. Japan Railroad (und Japan ist in Punkto Verkehrsinfrastruktur nun wirklich kein leicht zu bewältigendes Land!), dann wären Diskussionen darum wer die Lasten von Verspätungen und ihren Folgen trägt reine Gedankenspiele ohne jede praktische Relevanz. Dann würden es die Airlines auch sofort übernehmen, da es ja ohnehin nie zur Anwendung käme.

    Dieses Problem ist aber seit mindestens 30 Jahren bekannt, einer modernen Industrienation absolut unwürdig, und wird auch in 30 Jahren noch unverändert bestehen. Niemand glaubt mehr, die "Privatisierung" wird irgendetwas verbessern (man wird trotzdem noch mal ein Paar Jahrzehnte darn glauben...), und andere Ideen hat man ja nicht.
    Von daher ist die Idee der "Verlagerung auf die Schiene" schlicht gegessen. Wer sowas plant, will in Wirklichkeit nur ein Problem um weitere 30 Jahre verlängern.

    Und wie gesagt, Leute wollen ankommen, nicht dafür entschädigt werden, nicht angekommen zu sein.

    Wie bringe ich den Hamburger mit Flug ab FRA dazu, nicht HAM-FRA zu fliegen, sondern sich in den ICE zu setzen? Indem ich ihm sage "wenn du wegen einer Bahnverspaetung deinen Flug verpasst, bist du ein Noshow und darfst ein neues Ticket kaufen" (bzw. umgekehrt auf dem Rueckflug), "also baue mal schoen vier bis fuenf Stunden Puffer ein - oder buche einen Zu- und Abbringer HAM-FRA-HAM, dann buchen wir dich kostenlos um"? Oder indem ich als Gesetzgeber dafuer sorge, dass bei sich direkt aneinander anschliessenden Befoerderungsvertraegen der Befoerderungsschuldner dann umbuchen muss, wenn im Rahmen der vorangegangenen Beforderung eine Verspaetung aufgetreten ist?
    Weder noch. Sondern indem ich ihm 99% Pünktlichkeitsquote biete.

    Man muss übrigens auch sehen, dass Japan Railroads teuer ist! Tokyo-Osaka (500km, 2:49) kosten rund 13000 Yen, €100 Punkt!, Hamburg-Frankfurt (500km, 3:36) kosten z.B. €33.90, oder 43.90 oder, oder, oder €130...
    Bei JR bekommst du ein verlässliches Produkt zum verlässlichen Preis. bei der DB bekommst du irgendwas für irgendwas... Bisweilen Vollchaos für €130 oder eine perfekte Fahrt für €33.90, reine Glückssache. Nicht gerade das, was der normale Kunde will, oder den Geschäftskunden der pünktlich beim Kunden erscheinen will anzieht.
    ngronau sagt Danke für diesen Beitrag.

  2. #22
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    08.01.2010
    Ort
    vor dem Trolley
    Beiträge
    9.006

    Standard

    Der Bund als Bahn-Eigentümer kürzt gerade den für Stuttgart 21 versprochenen Flughafenbahnhof zusammen. Fast keine Fernzüge werden dort noch halten und es wird super spartanisch. Da könnte der Bund direkt anfangen, nicht heiße Luft absondern.
    alex3r4 und zimbowskyy sagen Danke für diesen Beitrag.

  3. #23
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    01.06.2018
    Beiträge
    622

    Standard

    gerade ?
    S21 sollte Paris-Bratislava um 20 Minuten beschleunigen, da war doch niemals ein zweiter Stop in Stuttgart am Flughafen geplant, das würde ja sofort 25-30% der Zeitersparnis wieder auffressen...

    Der Sinn von S21 war einzig und allein, die umfangreichen Gleisanlagen in der Stuttgarter Innenstadt in Bauland verwandeln, und sich so eine goldene Nase verdienen zu können. Das war kein Verkehrsinfrastrukturprojekt, sondern ein Geld-mach-Projekt mit verkehrstechnischem Feigenblatt. Man lässt den Steuerzahler den neuen unterirdischen Bahnhof bezahlen, und verkauft dann die ganzen oberirdischen Grundstücke... Und den Schloßpark, wenn da erstmal alle Bäume gestorben sind weil man für die Bauarbeiten das Grundwasser absenken musste.

    Es macht aber ja auch keine Sinn, den Spoke-Flughafen mit dem ICE zu verbinden, warum soll der normale Stuttgarter erst mit der S-Bahn vom Hbf zum Flughafen fahren, um dann mit dem ICE nach FRA zu fahren? Der fährt doch direkt Hbf-FRA mit dem ICE.
    Nur die Hubs müssen gute Fernverkehrsanbindung haben. FRA hat eine mäßige, MUC gar keine.
    Es muss auch gar nicht ICE sein, wenn ich erstmal mit einem Regionalzug zum nächsten ICE Bahnhof fahren muss, um da den nur stündlich fahrenden ICE zu nehmen, bin ich oft mit einem langsamen Fernzug schneller. Und bequemer sowieso. Die ICE Fixierung der Bahn hilft längst nicht jedem Kunden, treibt aber gewaltig die Kosten und reduziert den ökologischen Vorteil.

  4. #24
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    08.01.2010
    Ort
    vor dem Trolley
    Beiträge
    9.006

    Standard

    Ich meine, statt 100 Fernzügen pro Tag halten nach jetzigem Stand noch zwei (?) am Tag am Flughafenbahnhof. Der wird zugleich baulich auf "unter Montabaur" runtergestuft. So will die Bahn angeblich das Land BW zur nochmaligen Beteiligung an den S21-Mehrkosten pressen.
    Entweder ein Flughafen liegt künftig am ICE oder man kann ihn strategisch vergessen.

  5. #25
    Erfahrenes Mitglied Avatar von Airsicknessbag
    Registriert seit
    11.01.2010
    Beiträge
    11.308

    Standard

    Zitat Zitat von Volume Beitrag anzeigen
    Wenn die DB so pünktlich und zuverlässig wäre wie z.B. Japan Railroad (und Japan ist in Punkto Verkehrsinfrastruktur nun wirklich kein leicht zu bewältigendes Land!), dann wären Diskussionen darum wer die Lasten von Verspätungen und ihren Folgen trägt reine Gedankenspiele ohne jede praktische Relevanz. Dann würden es die Airlines auch sofort übernehmen, da es ja ohnehin nie zur Anwendung käme.
    Und wenn meine Oma hupen koennte, waere sie ein Lkw. Wir muessen nun einmal mit der DB leben, die wir vorfinden, und da hat die Frage der Verspaetungen halt praktische Relevanz. Uebrigens umgekehrt genauso - auch die Verspaetung eines Fluges sollte nicht dazu fuehren, dass man ein neues Bahnticket kaufen muss.


    Zitat Zitat von Volume Beitrag anzeigen
    Niemand glaubt mehr, die "Privatisierung" wird irgendetwas verbessern (man wird trotzdem noch mal ein Paar Jahrzehnte darn glauben...)
    Niemand verfolgt derzeit eine Bahn-Privatisierung.


    Zitat Zitat von Volume Beitrag anzeigen
    Von daher ist die Idee der "Verlagerung auf die Schiene" schlicht gegessen.
    Wie kommst Du darauf? Die Verlagerung ist in vollem Gange, sowohl point to point (neue Strecken, z.B. Suedwestdeutschland-Paris, Muenchen-Berlin, Stuttgart-Muenchen...) als auch als Zu-/Abbringer (iW Express Rail).


    Zitat Zitat von Volume Beitrag anzeigen
    Und wie gesagt, Leute wollen ankommen, nicht dafür entschädigt werden, nicht angekommen zu sein.
    Genau davon rede ich.


    Zitat Zitat von Volume Beitrag anzeigen
    bei der DB bekommst du irgendwas für irgendwas... Bisweilen Vollchaos für €130 oder eine perfekte Fahrt für €33.90, reine Glückssache. Nicht gerade das, was der normale Kunde will, oder den Geschäftskunden der pünktlich beim Kunden erscheinen will anzieht.
    Voellig richtig. Aber jetzt machst Du das Point-to-point-Fass auf. Fuer die Zubringer, von denen ich primaer rede, ist das egal.

  6. #26
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    01.06.2018
    Beiträge
    622

    Standard

    Niemand verfolgt derzeit eine Bahn-Privatisierung.
    Sie ist 1994 erfolgt...

    Wir muessen nun einmal mit der DB leben, die wir vorfinden,
    Auch dann hilft mir nicht, dass jemand die Verantwortung dafür übernimmt, dass ich mein Meeting verpasst habe.
    Entweder die Bahn ist pünktlich, oder sie ist wertlos. Egal wer mir am Ende einen Flug auf einen Tag umbucht an dem das Meeting gelaufen ist, mit €600 zahlt für ein €20000 Geschäft das geplatzt ist, oder mich sonstwie "trösten" will.
    Wir können die DB die wir vorfinden auch problemlos ignorieren, ihre Unfähigkeit mit Steuergeldern kompensieren, und einfach stattdessen fliegen. Zumindest konnten wir, bevor EW es alles übernommen hat, und die Bahn in Punkto Zuverlässigkeit noch unterbietet...

    Aber jetzt machst Du das Point-to-point-Fass auf. Fuer die Zubringer, von denen ich primaer rede, ist das egal.
    Muss wohl so sein, wenn ich von Hambug-FRA rede.... Das ist bestimmt Point to Point, denn mein Meeting ist bestimmt am Flughafen FRA, ich will bestimmt nicht von da irgendwo hin fliegen...

    Falls du auf reinen Bahnpreis anspielst, warum soll ich €132 für Rail&Fly ausgeben, bei dem Ticket ziehen Check-In und Verspätung no-show bedeutet, wenn ich auch einfach für €33.90 (oder bisweilen €29.90) ein Ticket bekomme, bei dem ich noch im Zug die Airline uneingecheckt anrufen, und den Flug stornieren kann? Nur weil ich die Bahn separat buche (um meine rechtliche Situation zu verbessern und Geld zu sparen) ist sie ja nicht Point to Point, sie bringt mich zu meinem Langstreckenflug. Als Zubringer kann ich ja billig mit Zugbindung buchen, wenn der Zug ausfällt, ist der Anschlussflug ohnehin weg.

    Wie kommst Du darauf? Die Verlagerung ist in vollem Gange
    An welchem Flughafen wird derzeit Zubringerverkehr auf die Schiene verlagert? Ganz im Gegenteil, die LCCs bereiten sich mehr und mehr darauf vor, zukünftig auch als Feeder für die Netzwerkairlines zu fundieren (z.B. Ryanair in FRA).

  7. #27
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    08.01.2010
    Ort
    vor dem Trolley
    Beiträge
    9.006

    Standard

    Niemand verfolgt derzeit eine Bahn-Privatisierung.
    Sie ist 1994 erfolgt..
    .
    Einziger Anteilseigner ist der Bund. Es ging darum, nicht noch die vielen DDR-Reichsbahner verbeamten zu müssen. Das hätte die Bahn unfinanzierbar gemacht.

  8. #28
    Erfahrenes Mitglied Avatar von no_way_codeshares
    Registriert seit
    09.08.2010
    Ort
    CGN
    Beiträge
    8.578

    Standard

    Zitat Zitat von Volume Beitrag anzeigen
    Sie ist 1994 erfolgt...
    In den späten 80ern und frühen 90ern gab es die Illusion, öffentliche Unternehmen (bis hin zu Städtischen Bauhöfen) müssten nur in die private Form überführt werden ohne wirkliche Änderung der entscheidenen Eigentümermehrheiten, dann würden sie schon Gewinne machen, die Kommune nichts mehr kosten und dennoch weiter hoheitliche Aufgaben erfüllen.
    Der Taschenspielertrick hat natürlich nicht funktioniert, in vielen Fällen hat dies zu unkontrollierbaren Schuldenfallen geführt.

    Bei der Bahn"privatisierung" ist man zumindest ein paar Schritte weiter gegangen, aber Wettbewerber hatten nie eine faire Chance, da Fahrdienst und Schiene nie getrennt wurden.
    Das ist, als ob eine LH-Tochter die Flughäfen in Deutschland verwaltet, der Steuerzahler dies finanziert und Airberlin, Ryanair, Easyjet und alle anderen draussen bleiben oder an LH Miete zahlen müssten zur Nutzung nach LHs Vorgaben.

    Umgekehrt hat die Bahn bei der Privatisierung von Verkehrsbetrieben im EU-Ausland gut profitiert und zugekauft (Arriva).
    alex3r4 sagt Danke für diesen Beitrag.
    back in the air -
    jetzt fliegt er wieder!

  9. #29
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    01.06.2018
    Beiträge
    622

    Standard

    Aktuell brennt die Bahn darauf, den Zubringerverkehr nach Frankfurt zu verbessern... Ab morgen hoffentlich wieder.

  10. #30
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    08.01.2010
    Ort
    vor dem Trolley
    Beiträge
    9.006

    Standard

    Sowas möchte man nicht im Tunnel erleben.
    no_way_codeshares sagt Danke für diesen Beitrag.

  11. #31
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    01.06.2018
    Beiträge
    622

    Standard

    Meine Eltern haben letztlich 4 Stunden im Tunnel gestanden... Ohne Strom und damit ohne Lüftung/Klimaanlage. Schlimm genug. Aber Feuer im Tunnel möchte ich mir nicht mal vorstellen.
    Wenn man das Wrack so sieht, fragt man sich angesichts der Tatsache, dass ja kein Treibstoff an Bord ist, ob im ICE ähnliche Brandschutzbestimmungen gelten wie im Flugzeug. Vermutlich nicht ansatzweise...

    Das einzig gute ist, dass heute jeder eine Taschenlampe dabeihat...

  12. #32
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    08.01.2010
    Ort
    vor dem Trolley
    Beiträge
    9.006

    Standard

    Gruss aktuell aus einem ICE im Tunnel. Die Strecke nach Köln wird linksrheinisch via Koblenz umgeleitet. Es dauert 80 Minuten länger als normal.

  13. #33
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    01.06.2018
    Beiträge
    622

    Standard

    Es dauert 80 Minuten länger als normal.
    Sagt die DB-Homepage...
    Beim 8:55 ICE 103 wares es gerade 100, beim 6:55 und /:55 noch deutlich mehr...

    Und wie immer, je nach Quelle (DB Navigator, DB Navigator App, Haltestellenauskunft) bekommt man verschiedene Auskünfte....

    Gruß aus der Lounge in FRA

  14. #34
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    08.01.2010
    Ort
    vor dem Trolley
    Beiträge
    9.006

    Standard

    Sagte der Schaffner in meinem Zug.

  15. #35
    Erfahrenes Mitglied
    Registriert seit
    01.06.2018
    Beiträge
    622

    Standard

    Die Umleitung bleibt wohl noch "bis Ende der Woche"... Immerhin ist die Fahrt durchs Rheintal landschaftlich reizvoll.

    Für Verlegung des Zubringerverkehrs auf die Schiene gilt jedenfalls: Irgendwas ist immer.
    Im Prinzip eine halbwegs gute Idee, in der Praxis eher nicht. Es gibt schon Gründe dafür, dass es haufenweise Flüge unter einer Stunde Flugzeit in Europa gibt.

    Es ist nun mal bedauerlicherweise so, dass zwei mal 3 km Betonpiste einfacher am Laufen zu halten ist als 300 km Schiene. Ohne die globale CO2 Problematik, würden wir über Fernzüge gar nicht mehr reden.

Seite 2 von 2 ErsteErste 1 2

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •