Parteienfinanzierung: CDU erhält Riesenspende von BMW-Großaktionären

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TAPulator

Erfahrenes Mitglied
25.12.2011
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PIX, BER, ZRH

Das müsstest Du mir genauer erklären.

Wenn Du uns verrätst, wie man Strom in größerem Maßstab speichert (außer in Speicher-Seen, die aber nicht überall möglich sind), dann nominieren wir Dich für den Nobelpreis in Physik!

Es ging nicht ums Speichern, sondern wie man flexibel genug genügend Kapazitäten aus fossilen Energien vorhalten kann. Da sollte sich doch ein Weg finden, wie man bei Flaute, Wolken oder Stosszeiten die Gas- oder Ölflamme etwas höher drehen kann oder auch mal ein paar Brikett mehr nachlegt.
 

GoldenEye

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30.06.2012
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Das müsstest Du mir genauer erklären.

Google ist Dein Freund: Milliardeninvestition: Deutschland fehlen 3 500 Kilometer Stromnetz - Deutschland - Politik - Handelsblatt



Es ging nicht ums Speichern, sondern wie man flexibel genug genügend Kapazitäten aus fossilen Energien vorhalten kann. Da sollte sich doch ein Weg finden, wie man bei Flaute, Wolken oder Stosszeiten die Gas- oder Ölflamme etwas höher drehen kann oder auch mal ein paar Brikett mehr nachlegt.

Und wer baut diese Kapazitäten? Und wie sollen sich diese Kapazitäten rechnen, wenn sie 90% der Zeit brach liegen, und vielleicht 2-3 mal im Jahr hochgedreht werden?
 

TAPulator

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25.12.2011
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Danke für den Link. Der Artikel ist allerdings von Oktober 2010. Die Süddeutsche schrieb damals hierzu:

SZ meinte:
Sie [die Dena] weist aber darauf hin, dass der Endbericht noch in der Abstimmung sei. Die ganze Studie will die Dena voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlichen.

Seither Schweigen im Walde, keine Abstimmung, kein Endbericht. Nix. Aber das Handelsblatt hatte zumindest einen Exklusiv-Artikel.

Und wer baut diese Kapazitäten? Und wie sollen sich diese Kapazitäten rechnen, wenn sie 90% der Zeit brach liegen, und vielleicht 2-3 mal im Jahr hochgedreht werden?

Die Kapazitäten sind ja mehr als vorhanden, insgesamt je 23 000 000 000 kWh zu viel. Und für die zweite Frage brauch es eben die Rechen-Künstler aus den FNBL minus Berlin oder halt Bayern oder Ba-Wü.
 

GoldenEye

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30.06.2012
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Danke für den Link. Der Artikel ist allerdings von Oktober 2010.

Seither hat sich nichts daran geändert. Stichwort "Genehmigungsverfahren in Deutschand" :eyeb: . Darfst aber gerne nach einem neueren Artikel googeln.


Die Kapazitäten sind ja mehr als vorhanden, insgesamt je 23 000 000 000 kWh zu viel. Und für die zweite Frage brauch es eben die Rechen-Künstler aus den FNBL minus Berlin oder halt Bayern oder Ba-Wü.

Man muß kein Spezialist im Betreiben von Kraftwerken sein, um darauf zu kommen, daß das Bereithalten dieser Kapazitäten Geld kostet. Und daß diese Kosten nicht mit 100 Betriebsstunden im Jahr abgedeckt werden können, ist auch offensichtlich.
Also irgendjemand muß dieses Bereithalten bezahlen, wenn wir wollen, daß erst die (teure) Öko-Energie zum Einsatz kommt, und nur im Bedarfsfall der billigere Gas-Strom.
Nochmal: Strom muß teurer werden !?! :rolleyes:
 
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TAPulator

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25.12.2011
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Seither hat sich nichts daran geändert. Stichwort "Genehmigungsverfahren in Deutschand" :eyeb: . Darfst aber gerne nach einem neueren Artikel googeln.

Es gibt diesbezüglich keine neueren Artikel. Nicht mal auf der Seite der Dena lässt sich hierzu etwas Ergiebiges finden. Um noch mal auf den etwas fundierteren immer noch drei Jahre alten SZ-Artikel zurückzukommen. Da heisst es beispielsweise:

SZ meinte:
Zahlreiche Projekte sind örtlich umstritten. So kämpft Vattenfall seit Jahren darum, den Thüringer Wald und seinen Rennsteig mit einer 380-Kilovolt-Leitung überqueren zu dürfen.

...und weiter...

SZ meinte:
In der Branche diskutiert wird auch ein superstarkes Stromkreuz in Deutschland, mit dem Elektrizität von Skandinavien nach Südeuropa und von Westeuropa nach Osteuropa sowie jeweils umgekehrt transportiert werden könnte.

Aus meinem Verständnis lassen sich diese Projekte nicht wirklich nur dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zuschreiben. Ich frage mich dann auch, welchen Weg der Strom denn bisher genommen hat, immerhin liessen sich ja wohl auch problemlos die besagten 23 000 000 000 kWh problemlos exportieren.

Man muß kein Spezialist im Betreiben von Kraftwerken sein, um darauf zu kommen, daß das Bereithalten dieser Kapazitäten Geld kostet. Und daß diese Kosten nicht mit 100 Betriebsstunden im Jahr abgedeckt werden können, ist auch offensichtlich.

Dass es Geld kostet, entsprechende Kapazitäten vorzubehalten steht ja wohl gar nicht ausser Zweifel. Ob es denn teurer wäre als 23 000 000 000 kWh im Jahr fast zu verschenken, darüber sollte man zumindestens mal nachdenken.

Also irgendjemand muß dieses Bereithalten bezahlen, wenn wir wollen, daß erst die (teure) Öko-Energie zum Einsatz kommt, und nur im Bedarfsfall der billigere Gas-Strom.
Nochmal: Strom muß teurer werden !?! :rolleyes:

Die eingespeiste Öko-Energie wird ohnehin über 20 Jahre bezahlt und sollte deshalb auch genutzt werden. Weswegen man auf Seiten der ich sage mal traditionellen Stromerzeuger dennoch so tut, als gäbe es diesen Posten nicht und auf Teufel komm raus fossile Energieträger verbrennt, erschliesst sich mir jedoch nicht.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
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Aus meinem Verständnis lassen sich diese Projekte nicht wirklich nur dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zuschreiben. Ich frage mich dann auch, welchen Weg der Strom denn bisher genommen hat, immerhin liessen sich ja wohl auch problemlos die besagten 23 000 000 000 kWh problemlos exportieren.

Doch lassen sie schon. Die Stromnetze, die man nutzt, um Atomstrom von Landshut nach Österreich und Tschechien zu exportieren, lassen sich nun einmal nicht nutzen, um Windstrom von der Ostsee in's Ruhrgebiet zu bringen.

Dass es Geld kostet, entsprechende Kapazitäten vorzubehalten steht ja wohl gar nicht ausser Zweifel. Ob es denn teurer wäre als 23 000 000 000 kWh im Jahr fast zu verschenken, darüber sollte man zumindestens mal nachdenken.

Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Wenn man mehr Kapazitäten hat, wird man zu Spitzenerzeugungs-Zeiten sogar noch mehr Strom verschenken (müssen).

Die eingespeiste Öko-Energie wird ohnehin über 20 Jahre bezahlt und sollte deshalb auch genutzt werden. Weswegen man auf Seiten der ich sage mal traditionellen Stromerzeuger dennoch so tut, als gäbe es diesen Posten nicht und auf Teufel komm raus fossile Energieträger verbrennt, erschliesst sich mir jedoch nicht.

Man nutzt die Öko-Energie doch. Fossile Energieträger werden (nur) aus folgenden Gründen eingesetzt:
a) es steht keine Öko-Energie zur Verfügung, weil der Wind nicht bläst oder die Sonne nicht scheint
b) Öko-Energie steht zur Verfügung, aber nicht hier (was nutzt es, wenn der Wind in Rostock bläst, der Strom aber in Konstanz benötigt wird)
c) fossile Erzeugung (mit Ausnahme von Gas) läßt sich technisch bedingt nicht auf Knopfdruck an- und ausschalten. Wenn so ein Ding erst einmal läuft (Ausnahme wie gesagt Gas) dann ist es wirtschaftlicher, es durchlaufen zu lassen, als es runterzufahren und nach ein paar Stunden wieder hochzufahren (abgesehen davon, daß das dann gar nicht so schnell geht).
 

LHFan

Erfahrenes Mitglied
13.06.2011
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Man nutzt die Öko-Energie doch. Fossile Energieträger werden (nur) aus folgenden Gründen eingesetzt:
a) es steht keine Öko-Energie zur Verfügung, weil der Wind nicht bläst oder die Sonne nicht scheint

Fossile Energie wird in die Netze eingespeist wenn nicht genügend "Öko" Strom vorhanden ist und sich die Lücke nicht mit Atomstrom schliessen lässt.


Dann sind zuerst die Kohlekraftwerke am Netz und zu guter letzt dann die Gaskraftwerke, somit besteht für Gaskraftwerke zur Zeit so gut wie kein Bedarf. Das wird sich aber ändern wenn die Atomkraftwerke endgültig abgeschaltet sind.
 

LHFan

Erfahrenes Mitglied
13.06.2011
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Achso, mich würde dann doch mal interessieren wo am Ende die EU Hilfen für Griechenland, Irland oder Spanien gelandet sind?

Kann es sein das die Länder diese Gelder brauchten um ihre Schulden zu bedienen? Und kann es somit sein das diese Gelder dann bei der Deutschen Bank und ihren Kollegen gelandet sind?

Es wäre einfach genau zu benennen wo die Milliarden an Staatshilfen den genau hingeflossen sind - macht aber keiner. Da heisst es dann die Milliarden gingen nach Griechenland, Spanien oder Irland. Mir kann doch keiner sagen das die EU nicht über die genaue Verwendung der Gelder bestimmt - nur öffentlich macht dies keiner.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
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Achso, mich würde dann doch mal interessieren wo am Ende die EU Hilfen für Griechenland, Irland oder Spanien gelandet sind?

Kann es sein das die Länder diese Gelder brauchten um ihre Schulden zu bedienen? Und kann es somit sein das diese Gelder dann bei der Deutschen Bank und ihren Kollegen gelandet sind?

Es wäre einfach genau zu benennen wo die Milliarden an Staatshilfen den genau hingeflossen sind - macht aber keiner. Da heisst es dann die Milliarden gingen nach Griechenland, Spanien oder Irland. Mir kann doch keiner sagen das die EU nicht über die genaue Verwendung der Gelder bestimmt - nur öffentlich macht dies keiner.

Wenn Du schon einmal eine Bilanz gelesen hast (nach Deiner Frage zu urteilen wohl nicht), dann weißt Du, daß Du eine einzelne Position auf der Passivseite nicht einer einzelnen Position auf der Aktivseite zuordnen kannst.

Generell gilt aber, ja, natürlich waren die Hilfen auch (!) dazu da, fällige Schulden zu bedienen. Das hat auch nie jemand bestritten.

Was wäre die Alternative gewesen? Die Alternative wäre gewesen, GR geht Pleite, unmittelbar danach fallen die Dominosteine und Irland und Portugal gehen Pleite, es folgen Spanien und Italien, der Euro bricht auseinander, Deine Lebensversicherung kürzt Dir die Ablaufleistung, Deine Pensionkasse oder bAV die Rente, auf Deinem Sparbuch steht nur noch die Hälfte. Jetzt kann man sagen: "Macht doch nichts". Ja, das kann man so sehen...
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.177
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Fossile Energie wird in die Netze eingespeist wenn nicht genügend "Öko" Strom vorhanden ist und sich die Lücke nicht mit Atomstrom schliessen lässt.


Dann sind zuerst die Kohlekraftwerke am Netz und zu guter letzt dann die Gaskraftwerke, somit besteht für Gaskraftwerke zur Zeit so gut wie kein Bedarf. Das wird sich aber ändern wenn die Atomkraftwerke endgültig abgeschaltet sind.

kein Widerspruch zu meinem Post.
 

DSkywalker

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06.11.2011
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MUC
Was wäre die Alternative gewesen? Die Alternative wäre gewesen, GR geht Pleite, unmittelbar danach fallen die Dominosteine und Irland und Portugal gehen Pleite, es folgen Spanien und Italien, der Euro bricht auseinander, Deine Lebensversicherung kürzt Dir die Ablaufleistung, Deine Pensionkasse oder bAV die Rente, auf Deinem Sparbuch steht nur noch die Hälfte. Jetzt kann man sagen: "Macht doch nichts". Ja, das kann man so sehen...

... und dann noch so bedeutungsschwanger wie Herr Junker das getan hat, von Weimarer Verhältnissen und der damit verbundenen Kriegsoption zu raunen, das war schon der Klassiker... :rolleyes:

nur mal zu deinen Aufzählungen da oben. Da gibt es überall Verträge, diese sind einzuhalten (Versicherung / Rente etc). Was geht ist, daß sich die Verzinsung des Sparbuchs langfristig ändern kann...
 

LHFan

Erfahrenes Mitglied
13.06.2011
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Wenn Du schon einmal eine Bilanz gelesen hast (nach Deiner Frage zu urteilen wohl nicht), dann weißt Du, daß Du eine einzelne Position auf der Passivseite nicht einer einzelnen Position auf der Aktivseite zuordnen kannst.

Generell gilt aber, ja, natürlich waren die Hilfen auch (!) dazu da, fällige Schulden zu bedienen. Das hat auch nie jemand bestritten.

Was wäre die Alternative gewesen? Die Alternative wäre gewesen, GR geht Pleite, unmittelbar danach fallen die Dominosteine und Irland und Portugal gehen Pleite, es folgen Spanien und Italien, der Euro bricht auseinander, Deine Lebensversicherung kürzt Dir die Ablaufleistung, Deine Pensionkasse oder bAV die Rente, auf Deinem Sparbuch steht nur noch die Hälfte. Jetzt kann man sagen: "Macht doch nichts". Ja, das kann man so sehen...

Somit wurde nicht Griechenland gerettet sondern meine Lebensversicherung, meine Pensionskasse oder die Rente.

Im übrigen werden Bilanzen ja extra so verfasst das nicht jeder nachvollziehen kann wohin das Geld im einzelnen fließt, wenn man aber im Controlling sitzt dann weiss man das sehr genau.

Wenn der Bürger jetzt aber das "Controlling" der EU Hilfen nach dem Verbleib der Gelder fragt bekommt man eben keine Antwort. Denn es hört sich ja auch blöde an wenn man dann sagen würde "Naja die Griechen sind gerettet worden weil ansonsten unsere Banken zusammen gebrochen wären".

Ist ja alles nicht so schlimm, aber eben nicht ehrlich. Und ja die Banken tragen die Verantwortung wenn sie Kredite vergeben, und wie genau sie das nehmen weiss jeder mittelständische Unternehmer. Als man aber den Griechen, den Spaniern oder den Iren Kredite gab, hat sich niemand die Sicherheiten auch nur ansatzweise so genau angeschaut wie man sich diese bei der Finanzierung des Mittelstandes betrachtet.
 

economyflieger

Erfahrenes Mitglied
22.02.2010
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Ostsee
Achso, mich würde dann doch mal interessieren wo am Ende die EU Hilfen für Griechenland, Irland oder Spanien gelandet sind?

Kann es sein das die Länder diese Gelder brauchten um ihre Schulden zu bedienen? Und kann es somit sein das diese Gelder dann bei der Deutschen Bank und ihren Kollegen gelandet sind?

Es wäre einfach genau zu benennen wo die Milliarden an Staatshilfen den genau hingeflossen sind - macht aber keiner. Da heisst es dann die Milliarden gingen nach Griechenland, Spanien oder Irland. Mir kann doch keiner sagen das die EU nicht über die genaue Verwendung der Gelder bestimmt - nur öffentlich macht dies keiner.

Ich würde vermuten dass die Gelder überwiegend den Investoren welche in die "sicheren" Staatsanleihen investiert hatten zugute gekommen sind. Das waren überwiegend Pensionsfonds, Versicherer und andere Kapitalsammelstellen. Oder anders ausgedrückt: Deine Rente wurde gesichert!
 

LHFan

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13.06.2011
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Ich würde vermuten dass die Gelder überwiegend den Investoren welche in die "sicheren" Staatsanleihen investiert hatten zugute gekommen sind. Das waren überwiegend Pensionsfonds, Versicherer und andere Kapitalsammelstellen. Oder anders ausgedrückt: Deine Rente wurde gesichert!

Dann kann man das ja auch sagen - oder?

Dann aber die Frage warum haben Pensionsfonds in diese Staatsanleihen investiert?
 

DSkywalker

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06.11.2011
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MUC
Ist ja alles nicht so schlimm, aber eben nicht ehrlich. Und ja die Banken tragen die Verantwortung wenn sie Kredite vergeben, und wie genau sie das nehmen weiss jeder mittelständische Unternehmer. Als man aber den Griechen, den Spaniern oder den Iren Kredite gab, hat sich niemand die Sicherheiten auch nur ansatzweise so genau angeschaut wie man sich diese bei der Finanzierung des Mittelstandes betrachtet.

Und deswegen sollte mann den Banken die Hasenohren lang ziehen!!
 

economyflieger

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22.02.2010
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Ostsee
Somit wurde nicht Griechenland gerettet sondern meine Lebensversicherung, meine Pensionskasse oder die Rente.

Im übrigen werden Bilanzen ja extra so verfasst das nicht jeder nachvollziehen kann wohin das Geld im einzelnen fließt, wenn man aber im Controlling sitzt dann weiss man das sehr genau.

Wenn der Bürger jetzt aber das "Controlling" der EU Hilfen nach dem Verbleib der Gelder fragt bekommt man eben keine Antwort. Denn es hört sich ja auch blöde an wenn man dann sagen würde "Naja die Griechen sind gerettet worden weil ansonsten unsere Banken zusammen gebrochen wären".

Ist ja alles nicht so schlimm, aber eben nicht ehrlich. Und ja die Banken tragen die Verantwortung wenn sie Kredite vergeben, und wie genau sie das nehmen weiss jeder mittelständische Unternehmer. Als man aber den Griechen, den Spaniern oder den Iren Kredite gab, hat sich niemand die Sicherheiten auch nur ansatzweise so genau angeschaut wie man sich diese bei der Finanzierung des Mittelstandes betrachtet.

Da die deutschen Versicherungen per Gesetz verpflichtet sind zu großen Teilen in europäischen Staatsanleihen zu investieren und diese ja ausdrücklich als sichere Anlagen galten war eine Prüfung wie bei einer Mittelstandsfinanzierung auch nicht nötig.
 
Zuletzt bearbeitet:

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.177
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... und dann noch so bedeutungsschwanger wie Herr Junker das getan hat, von Weimarer Verhältnissen und der damit verbundenen Kriegsoption zu raunen, das war schon der Klassiker... :rolleyes:

nur mal zu deinen Aufzählungen da oben. Da gibt es überall Verträge, diese sind einzuhalten (Versicherung / Rente etc). Was geht ist, daß sich die Verzinsung des Sparbuchs langfristig ändern kann...

Ja, das Junker-Zitat war ausgemachter Schwachsinn, sehe ich auch so.

Verträge? Dann sage mir mal, vor welchem Gericht Du klagen willst, wenn Deine Versicherung Pleite ist, oder Deine Pensionskasse weniger auszahlt, und welchem nackten Mann Du nach gewonnenem Urteil in die Tasche greifen willst.
Oder schaue Dir einfach 'mal die Sparer bei den zypriotischen Banken an, da kannst Du genau nachvollziehen, was passiert, wenn in der Kasse kein Geld ist aber viele Ansprüche ausstehen.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
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Und deswegen sollte mann den Banken die Hasenohren lang ziehen!!

Da die deutschen Versicherungen per Gesetz verpflichtet sind zu großeen Teilen in europäischen Staatsanleihen zu investieren und diese ja ausdrücklich als sichere Anlagen galten war eine Prüfung wie bei einer Mittelstandsfinanzierung auch nicht nötig.

Ich habe noch die Aussagen der Politiker in den Ohren, die Investoren sollen doch bitte ja nicht die sicheren griechischen Anleihen verkaufen, das sei ja alles ganz sicher und überhaupt nicht ausfallgefährdet!!! :rolleyes:
 

LHFan

Erfahrenes Mitglied
13.06.2011
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Da die deutschen Versicherungen per Gesetz verpflichtet sind zu großeen Teilen in europäischen Staatsanleihen zu investieren und diese ja ausdrücklich als sichere Anlagen galten war eine Prüfung wie bei einer Mittelstandsfinanzierung auch nicht nötig.

Nun den da gibt es ja mehr als Spanien, Irland oder Griechenland, wenn die Versicherungen dazu verpflichtet sind ihre Gelder gleichmässig auf alle europäischen Länder zu verteilen dann sollte man spätestens jetzt diese Gesetz ändern.

Wenn man jetzt auch noch transparent machen würde wohin die EU Hilfen konkret geflossen sind, würde man doch nur deutlich machen das man eben nicht "die Griechen" rettet sondern "die Renten" - das würde doch helfen Feindbilder abzubauen.
 
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economyflieger

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22.02.2010
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Ostsee
Wenn man jetzt auch noch transparent machen würde wohin die EU Hilfen konkret geflossen sind, würde man doch nur deutlich machen das man eben nicht "die Griechen" rettet sondern "die Renten" - das würde doch helfen Feindbilder abzubauen.

Die Renten gerettet hat.
Jeder Euro der jetzt noch nach Griechenland fliest hat ja erstmal nix mehr mit den alten Finanzierungen zu tun, sondern dient überwiegend das Staatsdefizit zu finanzieren. Die meisten Bestände an griechischen Anleihen hält mittlerweile die EZB.
Auch wenn die CDU überzeugt ist, dass Griechenland diese Verbindlichkeiten in den nächsten 1000 Jahren zurückzahlen kann, ich habe da so meine Zweifel....
 

DSkywalker

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06.11.2011
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MUC
Wenn man jetzt auch noch transparent machen würde wohin die EU Hilfen konkret geflossen sind, würde man doch nur deutlich machen das man eben nicht "die Griechen" rettet sondern "die Renten" - das würde doch helfen Feindbilder abzubauen.

Aber wie "dooof" ist das den?! Das Volk aka der Staat hat sich nun mit Milliarden verschuldet, damit seine Renten auch in Zukunft bezahlt werden können, bzw. daß das Rentenniveau nicht letzten Endes auf 20% anstatt der jetzt anvisierten 40% fällt.

Ergo fordere ich nun eine weitere Milliardenverschuldung, damit die Renten wieder auf 60% steigen!!.. Wer's zahlt, und wie's gezahlt wird ist ja jetzt schon mehr oder weniger wurscht... Irgendwie geht es ja immer.... :rolleyes: :rolleyes:
 

DSkywalker

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06.11.2011
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MUC
Die Renten gerettet hat.
Jeder Euro der jetzt noch nach Griechenland fliest hat ja erstmal nix mehr mit den alten Finanzierungen zu tun, sondern dient überwiegend das Staatsdefizit zu finanzieren. Die meisten Bestände an griechischen Anleihen hält mittlerweile die EZB.
Auch wenn die CDU überzeugt ist, dass Griechenland diese Verbindlichkeiten in den nächsten 1000 Jahren zurückzahlen kann, ich habe da so meine Zweifel....


Griechenland sitzt auf einem Gasvorkommen und hat ebenso große Vorkommen an seltenen Erden. Das würde ich erst mal verpfänden bzw. als Sicherheit haben wollen. Als wir vor ein paar Jahrzehnten Italien Geld geliehen haben, gab es ja auch einen Teil des Staatsgoldes als Sicherheit... Und die Italiener haben sich dann wirklich angestrengt die Schulden ordentlich zu bedienen / abzubauen... :rolleyes: