In welcher Kabinenklasse fliegen eigentlich die Beamten?

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SaschaT82

Erfahrenes Mitglied
23.01.2012
2.422
15
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Mir ist schon bewusst die Leistung eines Lehrenden wird heutzutage nicht mehr als wertvoll geachtet oder gar respektiert. Dennoch stimmt es mich etwas traurig wie über Professoren gedacht wird.

Denken hier manche wirklich die bringen keine Leistung und lassen alles baumeln? Bedenkt mal bitte wie hart es ist überhaupt in eine derartige Position zu gelangen. Nicht nur das, auch haben sie eine vielfache Tätigkeit auszuüben. Neben der Lehre, kommt da die Verantwortung für die Arbeitsgruppe und Beschaffung von Mitteln damit diese vernünftig arbeiten können. Das geht über in die Ausbildung von hochqualifizierten Akademikern die zum Grossteil in die Industrie oder Wirtschaft gehen. Diese ist natürlich hochwertiger wenn international relevante Forschung betrieben werden kann und auch Kollaborationen und Konferenz/Forschungsaufenthalte ermöglicht werden.

Dafür muss man aber eben auch aktuelle Forschung betreiben. Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen dass persönliche Gespräche und Diskussionen da viel mehr helfen und effektiver sind als virtuelle Gespräche. Dort werden auch Kontakte und Netzwerke gepflegt die auch für die eigenen Studenten wichtig sind.

Natürlich sind die Teilnahmen freiwillig aber man sollte sich schonmal blicken lassen oder gar organisieren. Oft wird man auch eingeladen und um aus oben genannten Gründen kann man das auch nicht immer ablehnen. Soviel zur Freiwilligkeit.

Ich finde es schon respektlos wie früher in der Gesellschaft hoch angesehene Wissenschaftler heutzutage behandelt werden oder über diese gesprochen wird. Das Einkommen von Wissenschaftlern vor 20 Jahren war relativ gesehen auch noch höher.
Klar schwarze Schafe gibts überall.

Ich finde auch man kann den Wert nicht immer an Zahlen festmachen. Die Ausbildung von später wichtigen Leuten die viel Umsatz generieren, der Wissenszuwachs für die Gesellschaft kann man nicht messen. Zudem gibt es immer nützliches "Beiwerk" in technischer Hinsicht auch wenn das nicht offensichtlich ist.
 

THUMB

Erfahrenes Mitglied
03.11.2010
2.202
24
Das Durchschnittsgehalt in D oder Ö spielt bei einer betrieblichen Kosten/Nutzen-Analyse üblicherweise eine sehr geringe Rolle. ;)
Es ist doch recht einfach: Wovon profitiert ein Forschungsprojekt mehr: wenn der Leiter regelmaessig C fliegt oder wenn zum Durchschnittsgehalt 1-2 Doktoranden mehr eingestellt werden? Ich kann mir kaum Konstellationen vorstellen, in denen der dauerhafte Beitrag von Nachwuchswissenschaftlern nicht deutlich den Nachteil uebersteigt, dass der Professor ein paar Mal im Jahr 10 ungemuetliche Stunden verkraften muss.
Duerfte in vielen Unternehmen auch zutreffen, aber da die Hierarchisierung dort nicht ueber den akademischen Titel erfolgt, haben sich eben solche Statussymbole etabliert.
 
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keynes

Erfahrenes Mitglied
03.04.2011
2.175
1.134
Also an der Uni ist es in der Regel so, dass jeder Lehrstuhl ein eigenes Budget für Reisekosten hat. Sofern der Lehrstuhlinhaber fleißig beim Einwerben von Drittmitteln ist und/oder er begehrt ist auf dem Job-Markt (sprich er kann regelmäßig mit seiner Uni nachverhandeln) kann dieses Reisebudget durchaus sehr umfangreich sein (sechstellige Beträge habe ich noch nicht gesehen aber mittelhohe bis hohe fünfstellige schon). Wenn also die Mittel da sind, kann ein Professor und auch seine Mitarbeiter problemlos in C fliegen sofern die Dienstreiserichtlinien eingehalten werden. Hier ist mal ein Beispiel von einer bekannten deutschen Uni:

Dienstreisende haben nur Anspruch auf "Economy-Class", es sei denn, die Flugdauer beträgt mehr als 10 Stunden. Dann können auch in diesen Fällen die höheren Kosten der Business- oder einer vergleichbaren Klasse erstattet werden. Flugunterbrechungen, die von der flugplanmäßigen Landung
bis zum flugplanmäßigen Weiterflug nicht länger als zwei Stunden dauern, bleiben unberücksichtigt. Bei längeren Flugunterbrechungen wird jede Flugteilstrecke als Flugreise für sich behandelt. Die Flugzeugnutzung innerhalb Deutschlands und in das benachbarte Ausland ist zu begründen.
Vergünstigungen aus Bonusprogrammen (z.B. Vielfliegerprogramm), die auf einer dienstlichen Inanspruchnahme regelmäßig verkehrender Beförderungsmittel beruhen, sind ausschließlich für dienstliche Zwecke einzusetzen. Für private Zwecke dürfen sie nicht verwendet werden.
 

cockpitvisit

Erfahrenes Mitglied
04.12.2009
5.452
3.689
FRA
12 Stunden in der gleichen Position sitzend auf die Landung zu warten und danach gleich einen Einsatz - dafür fehlt mir jegliches Verständnis.

Dann einen Tag früher hinfliegen und sich am Einsatzort ausruhen - das ist i.d.R. günstiger als die Preisdifferenz von Y und C (inkl. Hotel und Besoldung für den verlorengegangenen Arbeitstag).
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.130
5.853
Z´Sdugärd
Dann einen Tag früher hinfliegen und sich am Einsatzort ausruhen - das ist i.d.R. günstiger als die Preisdifferenz von Y und C (inkl. Hotel und Besoldung für den verlorengegangenen Arbeitstag).

Und genau so wird's gemacht!

Nehmen wir mal einmal Deutschland-Japan. Was kost da ein Holzklasse Ticket und was ein "besseres"? Preisunterschied wens sein muss um Faktor 10! Da kann ich einen Tag vorher anreisen, mir sinnlos in der Hotelkneipe den Jetleg wegsaufen und am nächsten Tag nach 12-14h Schlaf wunderbar erholt beim Kunden aufschlagen.

Wen ein Selbstständiger (also die Leute die selbst für ihr täglich Brot aufkommen müssen) das anders sieht...Ist sein gutes Recht. ER bezahlt ja auch die Zeche. Aber wen ANGESTELLTE von mir aus auch in führenden Positionen meinen UNBEDINGT was anderes fliegen zu MÜSSEN dann finde ich das sehr vermessen. Vorallem Aussagen die "Wer mehr als 4 Stunden Y fliegt ist selten dämlich" sind mehr als nur daneben. Wer mehr als 4 Stunden fliegen muss und was anderes fliegen MUSS der muss sich dann auch mal nicht wundern wen sein Arbeitsplatz aus Kostengründen weg fällt. Vermutlich sind das auch die Leute die beim Firmenwagen einmal alles ankreuzen und der private Wagen dann eher eine Buchhalter Ausstattung hat. Den Es ist ja nicht mein Geld...
 
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rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.201
3.591
ZRH / MUC
Nehmen wir mal einmal Deutschland-Japan. Was kost da ein Holzklasse Ticket und was ein "besseres"? Preisunterschied wens sein muss um Faktor 10! Da kann ich einen Tag vorher anreisen, mir sinnlos in der Hotelkneipe den Jetleg wegsaufen und am nächsten Tag nach 12-14h Schlaf wunderbar erholt beim Kunden aufschlagen.

Ich fliege ja privat etwa 2x pro jahr nach Japan. Beim Faktor 10 würde ich den Direktflug in Eco für etwa 300-400 EUR und den Umstiegeflug bereits ab etwa 180 EUR bekommen (hin- und zurück). Deshalb ist es eigentlich sinnlos, über Zahlen zu reden, die es nicht gibt. Realistisch ist im gleichen Flieger bei gleichem Buchungszeitraum Faktor 1,5-3.

Da ich aber in der Privatwirtschaft beschäftigt bin: Eine Abreise einen Tag früher wird meistens gar nicht billiger, wenn man Ingenieurstunden, Hotelnächte und Spesen gegenrechnet. Man kann drüber diskutieren, einmal umzusteigen (DE-JP würde sich z.B. Kopenhagen oder Helsinki, bald Warschau, anbieten).
 
E

embraer

Guest
Da ich aber in der Privatwirtschaft beschäftigt bin: Eine Abreise einen Tag früher wird meistens gar nicht billiger, wenn man Ingenieurstunden, Hotelnächte und Spesen gegenrechnet.

Hier prallen wohl wirklich Welten aufeinander. Wenn man Klempner ist und für solche Arbeiten (Stundenlohn knapp über dem Mindestlohn) in die ganze Welt fliegt, dann ist klar, dass man nicht C fliegen kann. Deshalb meine Aussage: dann sollte man zuhause bleiben (auch hier gibt es defekte Wasserschläuche) oder den Beruf wechseln. Wer das nicht kann tut er mir leid, und das meine ich jetzt ganz ehrlich, ohne Hohn.

Man kann drüber diskutieren, einmal umzusteigen (DE-JP würde sich z.B. Kopenhagen oder Helsinki, bald Warschau, anbieten).

Ja, das mache ich inzwischen auch. Gerade aus der Schweiz sind Umsteigeverbindungen teilweise deutlich billiger, und eine Preisdifferenz von 1000 Euro und dafür 2 Stunden längere Reisezeit - das lohnt sich auch bei meinem Stundenlohn noch ;)
 
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SaschaT82

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23.01.2012
2.422
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Hier prallen wohl wirklich Welten aufeinander. Wenn man Klempner ist und für solche Arbeiten (Stundenlohn knapp über dem Mindestlohn) in die ganze Welt fliegt, dann ist klar, dass man nicht C fliegen kann. Deshalb meine Aussage: dann sollte man zuhause bleiben (auch hier gibt es defekte Wasserschläuche) oder den Beruf wechseln. Wer das nicht kann tut er mir leid, und das meine ich jetzt ganz ehrlich, ohne Hohn.

*** ... auch wenn es eigentlich ein Hochqualifizierter Beruf ist, kommen wohl im Vergleich zur Wirtschaft die Löhne von Wissenschaftlern eher den Klempnern gleich. Aber dennoch spielen die interessanten und wichtigen Sachen eben auf globaler Ebene statt. Experimente sind eben nicht um die Ecke, sondern in Japan, China, USA und natürlich auch in Europa. Dementsprechend sind die Zusammenarbeiten auch international und die Konferenzen werden eben nicht in Buxtehude gehalten. Nach der Gehaltslogik sollte man es also sein lassen, und den Beruf wechseln?
Ja in der Position ist das wohl machbar, und ich bin auch gerade dabei die "Branche" zu wechseln.

Dennoch bedarf es solcher Idealisten, um den Fortschritt aber auch die Ausbildung der Menschen zu sichern. Ich denke hier kann ich mitreden, denn ja ich habe einiges auf mich genommen, um mich hier selbst fortzubilden und Teil der Wissenschaftsgemeinde zu sein: Lauter Y Langstreckenflüge, sogar Y nach Australien für 6 Tage Konferenz, Unkomfortable Y Umsteigeverbindung statt den etwas teureren und bequemeren Direktflug, um der Gruppe Geld zu sparen, ... Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wenn man nicht gerade Masochist ist, oder eben der Beruf wirklich Hobby und Leidenschaft ist, hat man irgendwann die Nase voll davon im Verhältnis ausgebeutet zu werden. Also aus meiner Sicht sollten Wissenschaftler mal wieder etwas besser gestellt werden und vielleicht auch mit mehr Respekt behandelt werden (Faule beamten, machen nichts, ruhen sich auf dem Geld aus, bringt keine sichtbaren Einnahmen, ...), oder es gibt bald keinen guten Nachwuchs mehr... Und damit auch keine gute akademische Ausbildung für den Führungs und Ingenieursnachwuchs.
 
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cockpitvisit

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04.12.2009
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FRA
Du scheinst nicht häufig zu fliegen, oder keine Familie zu haben. Ich hätte mich bedankt bei einem Langstrecken Flug noch einen Tag zu opfern, nur weil die Company sparen will.

Was heisst "opfern"? Das wäre ein ganz normaler bezahlter Arbeitstag, der dazu dient, sich nach einem Langstreckenflug in Y zu erholen und für den Kundentermin etc. fitzumachen. Wo ist der Unterschied zu anderen Aufgaben während der Dienstreise?

Es ist doch völlig absurd, wenn der Arbeitgeber eine Summe i.H. von 25-50% des Monatsgehalts zahlt, nur um dem Mitarbeiter zwei(!) Erholungstage zu sparen (vor Ort und nach der Rückkehr).
 

SaschaT82

Erfahrenes Mitglied
23.01.2012
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Was heisst "opfern"? Das wäre ein ganz normaler bezahlter Arbeitstag, der dazu dient, sich nach einem Langstreckenflug in Y zu erholen und für den Kundentermin etc. fitzumachen. Wo ist der Unterschied zu anderen Aufgaben während der Dienstreise?

Es ist doch völlig absurd, wenn der Arbeitgeber eine Summe i.H. von 25-50% des Monatsgehalts zahlt, nur um dem Mitarbeiter zwei(!) Erholungstage zu sparen (vor Ort und nach der Rückkehr).

Je nach Anzahl der Dienstreisen, macht es doch ein Unterschied in der Häufigkeit, in der man Familie / Partner sieht ...
 

cockpitvisit

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04.12.2009
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FRA
Je nach Anzahl der Dienstreisen, macht es doch ein Unterschied in der Häufigkeit, in der man Familie / Partner sieht ...
Und wenn man Dir persönlich die Wahl geben würde - entweder C fliegen, oder Y fliegen und zusätzlich 1000EUR pro Dienstreise kassieren - was würdest Du wählen? ;)
 

SaschaT82

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23.01.2012
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Und wenn man Dir persönlich die Wahl geben würde - entweder C fliegen, oder Y fliegen und zusätzlich 1000EUR pro Dienstreise kassieren - was würdest Du wählen? ;)
Naja ganz ehrlich kommts auf die Situation an.

Bin ich deswegen länger unterwegs?
Wie oft wären die Reisen
Wie lang ist der Flug.
Wie ausgeruht wäre ich( sprich momentane Belastung auf der Arbeit, Flugzeiten, Art der Aufgabe vor Ort.)
Könnte ich den Status halten? Ja wäre mir wichtig weil es doch am Boden enorme Bequemlichkeitsvorteile hat.
Möchte ich mir gerade etwas tolles goennen. Bin doch materiell eingestellt.

Ergo eine Fall zu Fall Unterscheidung wobei nicht ausgeschlossen ist das Angebot öfters anzunehmen. Jedoch bin ich mir bewusst ich habe eine sehr spezielle Einstellung Empfinden und Geschmack. Deswegen ist meine Meinung sicherlich eine Einzelmeinung.

Nichtsdesto trotz finde ich es ein wenig off topic denn das stünde ja nicht zur Debatte. Man kann ja schon froh sein die Auslagen (zB im Gegensatz zu Geschäftsessen!) erstattet zu bekommen...
 

SleepOverGreenland

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09.03.2009
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FRA/QKL
Und wenn man Dir persönlich die Wahl geben würde - entweder C fliegen, oder Y fliegen und zusätzlich 1000EUR pro Dienstreise kassieren - was würdest Du wählen? ;)

Ich persönlich würde F fliegen. :p

Zumindest wenn die F wie schon seit längerem zum C Preis verfügbar wäre. ;)

Ganz ehrlich nach ca. 350-400 Langstreckenflügen in den letzten knapp 20 Jahren: Auch privat fliege ich mindestens Business. Wenn ich mir das aus irgendwelchen Gründen mal nicht mehr leisten kann, fliege ich einfach keine Langstrecke mehr. Meine Frau sieht das exakt genauso.

Der Schwarzwald und Rügen sind auch sehr nett zum Ausspannen. :yes:
 

SaschaT82

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23.01.2012
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Wer so oft geflogen und dabei rumgekommen ist der kennt ja schon viel.
Fuer mich gibt es da aber noch viele Reize aber auch Dinge zu tun und sehen, die ich hier nicht bekomme. Darauf möchte ich nicht verzichten und nehme Y privat in Kauf... Urlaub in D reizt mich nicht, dann verbring ichs lieber auf Balkonien.

Ok ich habe die falsche Karriere eingeschlagen, um (ausser Prämien...) mir C leisten zu können. Das ändere ich jetzt aber ob ich jemals soviel Geld verdiene ist fraglich. Daher bin ich aber auch nicht so an den Luxus gewöhnt...Eine Frage was dir geringere Qual ist.
Dennoch: Ja ich bin verdammt neidisch auf jeden der sich das erlauben kann.
 
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odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.130
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Z´Sdugärd
Da ich aber in der Privatwirtschaft beschäftigt bin: Eine Abreise einen Tag früher wird meistens gar nicht billiger, wenn man Ingenieurstunden, Hotelnächte und Spesen gegenrechnet. Man kann drüber diskutieren, einmal umzusteigen (DE-JP würde sich z.B. Kopenhagen oder Helsinki, bald Warschau, anbieten).
Nö warum?

Der Kollege (mal egal von welchem Bildungsgrad) bekommt die Anreise (auch hier gibt's bei grossen Firmen nur 8h bezahlt) bezahlt. Ob diese nun am selben Tag oder einen Tag vorher ist spielt keine Rolle. Diese Kosten hast du eh. Dann wird der Kollege nach Stunden in denen er arbeitet bezahlt. Arbeitet er nichts bekommt er auch kein Geld, sprich wen du 12 Stunden schläfst oder an der Hotelbar sitzt...das ist unbezahlte Freizeit. Gut man könnte argumentieren das eine Anreise am Sonntag halt Überstunden und Sonntagsarbeit Zuschläge zu vergüten sind für die Anreise. Das müsste man ggf mal gegenrechnen. Findet die Anreise aber unter der Woche statt spielt es keine Rolle. Hotelpauschale nehme ich mal die höchste (liegt so bei 250€, ist aber eher selten für Leute die nicht in schwarz Afrika unterwegs sind...ansonsten liegt diese zwischen 100 und 120 Talerchen im Schnitt) plus sagen wir 60€ Spesen pro Tag im Schnitt kommst auf im dümmsten Falle auf gerundete 350€ zusätzliche Kosten.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.473
15.937
IAH & HAM
Es ist doch recht einfach: Wovon profitiert ein Forschungsprojekt mehr: wenn der Leiter regelmaessig C fliegt oder wenn zum Durchschnittsgehalt 1-2 Doktoranden mehr eingestellt werden? Ich kann mir kaum Konstellationen vorstellen, in denen der dauerhafte Beitrag von Nachwuchswissenschaftlern nicht deutlich den Nachteil uebersteigt, dass der Professor ein paar Mal im Jahr 10 ungemuetliche Stunden verkraften muss.
Duerfte in vielen Unternehmen auch zutreffen, aber da die Hierarchisierung dort nicht ueber den akademischen Titel erfolgt, haben sich eben solche Statussymbole etabliert.

Die Frage ist doch ob qualifizierte Leute bereit sind Führungspositionen an der Un / Forschung zu übernehmen (Professur) wenn sie dort nicht anständige Bedingungen erhalten.
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
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FRA/QKL
Wer so oft geflogen und dabei rumgekommen ist der kennt ja schon viel.
Vermutlich nicht: 0x Afrika, 0x Südamerika und gerade 4xAsien. Dafür bestimmt weit über 50x SFO angeflogen. Und auch da fast immer im Silicon Valley und der East Bay unterwegs und nicht in der eigentlich sehr schönen Stadt. Also viel kennen würde ich von mir absolut nicht behaupten. Wenn ich geschäftlich irgendwo bin lerne ich zwar evtl. viele Geschäftspartner kennen, aber nicht zwangsweise Land und Leute wie es immer so schön heißt.

Trotzdem muss ich die anderen Dinge nicht unbedingt sehen. Ich mache sehr gerne auch in Deutschland Urlaub und es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Der Erholungswert in einem guten Wellnesshotel eingebettet in schöner Landschaft ist für mich sehr hoch.