Auf schmalem Grat: Interview mit C. Spohr

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flyglobal

Erfahrenes Mitglied
25.12.2009
5.624
527
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Interessant finde ich in der derzeitigen Debatte rund um Wings und den Versuch die Pensionsrückstellungen zu reduzieren die Parallelen zu 1992. Ich habe dazu einen recht interessanten Artikel gefunden, wo eine ähnliche Thematik behandelt wird (außer dass LH wirtschaftlich in einem viel schlechteren Zustand war). Sogar die Pensionsdebatte und der verstärkte Wettbewerb waren damals auch ein Thema:

Luftfahrt: Genau die Falschen - DER SPIEGEL 36/1992

Hier wurde auch auf die Cityline Partner ausgelagert und auch Lufthansa Express war ein Konstrukt, um dem entgegenzuwirken. Hierzu auch ein Artikel:

Lufthansa Shifts Into the Express Lane - NYTimes.com

Ziel war es die Komplexität bei den Operations und vor allem die Personalkosten zu reduzieren..Also ähnelt das dem Wings-Ansatz, vor allem was die Senkung der Personalkosten angeht.

Ja in vielen Teilen klingt das doch wie eine Wiederholung.

Das was jetzt zur Diskussion steht ist die Nachfolgeregelungen nach dem Beamtenstatus in Tarif und Renten für die LH Mitrabeiter, für die Jürgen Weber ja solange als erfolgreicher Sanierer gelobt wurde.

Man muss aber Fairerweise auch sagen: Eine Zinsentwicklung dieser Art war auch nicht vorauszusehen.

Die Umstellung der Betriebsrenten auf Unternehmensbeiträge statt Pensions Betragszusagen haben die Nachfolger aber lange Zeit verschleppt.

Flyglobal
 

peter42

Moderator
Teammitglied
09.03.2009
13.462
1.306
Es wurde doch schon des öfteren angemerkt, wenn auch nicht unbedingt im Zusammenhang mit diesem, dass solche Interviews gern vom Interview-Partner freigegeben werden. Heißt übersetzt, alles was da nicht drin stehen soll, selbst wenn es gesagt wurde, steht dann auch nicht drin. Erwartet dann jemand ernsthaft, dass der Chef sagt: "Ja, es läuft bescheiden und mir fällt keine Lösung ein"? Oder gezielte Nachfragen, die diesen Sachverhalt auch ohne Benennung offenbaren?

Juser Somkiat kann ja auch gern einmal Herrn CEO zu Fischstäbchen oder Matjes auf's Schloss einladen, nur fürchte ich, dass dann zwar ehrliche, unzensierte Aussagen zu erwarten sind, dies aber auch beim Herrn CEO bekannt ist, so dass die Einladung dankend mit Hinweis auf den vollen Terminkalender abgelehnt wird. Oder ohne Begründung.

Auf diese Art Interviews kann man aber auch gerne verzichten. Wie ein kritisches Interview der LH aussieht, hat Marrieta Slomka vor einige Jahren bei Herrn Franz gezeigt.

Oder auch Kleber/Seehofer vor einiger Zeit, wo Seehofer rumpolterte und zum Abschluss klar sagte, "ja natürlich dürfen Sie das so senden"....


"Im Allgemeinen wird Journalisten empfohlen, die Interview-Autorisierung vergleichsweise restriktiv zu handhaben. Andernfalls könnte das journalistische Genre Interview seinen lebendigen Charakter verlieren und an Glaubwürdigkeit einbüßen. Der wesentliche bessere Weg ist, von Anfang an klare Spielregeln zu vereinbaren. Eine Ausnahme gilt übrigens bei Interviews mit staatlichen Stellen, denn hier besteht ein journalistischer Informationsanspruch."

". Eine Autorisierung soll die sachliche Richtigkeit, die sprachliche Klarheit und die Wahrung der Sinnmäßigkeit beabsichtigen. Änderungen durch den Gesprächspartner sollen ausschließlich diese Ziele verfolgen.
"

Und weiteres nachzulesen bei: Die Autorisierung von Interviews › Presse - Zeitungen und Journalismus
 
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Anne

Erfahrenes Mitglied
20.06.2010
4.421
28
Trotzdem gehört zu einem Interview, das ernst genommen werden will auch das kritische Nachfragen - so wie gerade bei Claus Kleber zu sehen!

Naja, wer Claus Kleber schon länger verfolgt, weiß, daß er gerade darin KEIN Meister ist, Stichwort Ahmadinedschad, CSU und Krimkrise.:idea:

Einer der letzten Intellektuellen Deutschlands, der FAZ-Herausgeber, Frank Schirrmacher†, hat Klebers Selbstinszenierung hier auf den Punkt gebracht:

Medienschelte: Frank Schirrmachers furiose Abrechnung mit Claus Kleber
 

peter42

Moderator
Teammitglied
09.03.2009
13.462
1.306
Naja, wer Claus Kleber schon länger verfolgt, weiß, daß er gerade darin KEIN Meister ist, Stichwort Ahmadinedschad, CSU und Krimkrise.:idea:

Einer der letzten Intellektuellen Deutschlands, der FAZ-Herausgeber, Frank Schirrmacher†, hat Klebers Selbstinszenierung hier auf den Punkt gebracht:

Medienschelte: Frank Schirrmachers furiose Abrechnung mit Claus Kleber

Viel steht in dem Artikel ja nicht.

Und andere haben dazu eine deutlich andere Meinung: http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=879
 
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Tirreg

Rutscher des Grauens
08.03.2009
7.911
3.629
FRA
Egal, wie das Interview geführt wurde, aufällig sind die Reaktionen hier im Forum.

Der Spohr hat vielen viel versprochen und man hat gehofft, dass er Kunden- und Mitarbeiterfreundlicher agiert als sein Vorgänger. Hat er aber nicht. Auch auf seine Versprechen auf den Kaminabenden ist bisher wenig/nichts erkennbares gefolgt.

Die Schwachstellen sind leider immer noch die gleichen und die Aussicht 2020 eine den Marktanforderungen gerechte Business Class zu bekommen, sind ja eher traurig als positiv. Selbst United kommt mit einer sehr guten Hardware um die Ecke.

D.h. Richtung Nordamerika bietet dann so ziemlich jede größere Airline (außer BA mit ihren komischen engen Rückwärtspritschen) eine bessere Hardware an. Nach Asien ist aus meiner Sicht nur die 777 von EK mit der antiken 2-3-2-Bestuhlung schlechter (da helfen auch keine goldenen Lämpchen und kein Plastikholz). Vielleicht sollte Herr Spohr mal seine Aussagen zu Qualität und Preis überdenken... Sicherheit ist sehr wichtig, aber in meiner Wahrnehmung sind die Ami-Airlines, die Wüsten-Airlines oder bedeutenden asiatischen Airlines (SQ, CX, NH) auch nicht unsicher.
 

cacaking

d´oh!
08.06.2010
1.695
3
STR, CAN sowie Krosse Krabbe
Spohr: "Menno....aber es sind doch alle so gemein zu mir: Die pöhsen Piloten....schluchz....das aufmüpfige Kabinenpersonal....heul...und dann noch der unverschämte Abschaum am Boden...was soll ich denn machen :cry:"
 

Anne

Erfahrenes Mitglied
20.06.2010
4.421
28
Viel steht in dem Artikel ja nicht.

Und andere haben dazu eine deutlich andere Meinung: Grimme-Preis | Claus Kleber und Marietta Slomka


Ja, stimmt, da hat das ZDF sich quasi selbst ausgezeichnet, welche Ehre! :doh:

Das Grimme-Institut hat die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Gesellschafter des Grimme-Instituts – Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur mbH – sind der Deutsche Volkshochschul-Verband, der Westdeutsche Rundfunk, das Zweite Deutsche Fernsehen, die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, die Film- und Medienstiftung NRW, die Stadt Marl und das Land Nordrhein-Westfalen.


Grimme-Institut | Über uns
 
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Friemens

Erfahrenes Mitglied
23.01.2012
1.164
0
MUC
Ich könnte Spohr zig Probleme aufzeigen, ein Neues ist, daß auch unser CFO nunmehr kapiert hat, daß LH operated by NH in der Premium Economy manchmal 20 % teurer ist als wenn bei NH selbst gebucht wird und dazu noch 150 % Meilen gutgeschrieben werden. Nachweislich gleiche Qualität (wegen gleichem Flieger) zu höherem Preis ist wohl in jeder Branche nur schwer durchzusetzen. Bei der Anzahl Japan-Flüge in unserem Unternehmen kann Spohr somit ab sofort ein Umsatz-Minus in sechsstelliger Höhe pro Jahr einbuchen. Und wir sind vergleichsweise nur eine Klitsche und kein BMW oder SIEMENS.
 

Anne

Erfahrenes Mitglied
20.06.2010
4.421
28
Und weiter? In diesen Gremien sitzen halt Medienvertreter.

Und welch höherer Wert innewohnt diesen Preisen dann genau, wenn Laudatoren und Preisträger dem gleichen Broterwerb nachgehen?

Einfach noch mal den Schirrmacher lesen und verstehen, daß es um die Demarkationslinie zwischen Politik und Macht geht, NICHT um die Privatmeinung eines Herrn Kleber in Moskau oder Frau Slomka zu Herrn Gabriel - preisverdächtiger Journalismus zeichnet sich durch Staatsferne, nicht -nähe aus!:idea:
 

peter42

Moderator
Teammitglied
09.03.2009
13.462
1.306
Einfach noch mal den Schirrmacher lesen und verstehen, daß es um die Demarkationslinie zwischen Politik und Macht geht, NICHT um die Privatmeinung eines Herrn Kleber in Moskau oder Frau Slomka zu Herrn Gabriel - preisverdächtiger Journalismus zeichnet sich durch Staatsferne, nicht -nähe aus!:idea:

Dein verlinkter Artikel ist einfach nichtssagend.

Ansonsten hatte ich ja schon die Interviews z.B. mit Seehofer erwöhnt, die sicher nicht staatsnah waren.
 
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tarantula

Erfahrenes Mitglied
02.02.2011
2.682
3.172
Löhne
D.h. Richtung Nordamerika bietet dann so ziemlich jede größere Airline (außer BA mit ihren komischen engen Rückwärtspritschen) eine bessere Hardware an.

Den Teil Deines Posts kann ich nicht nachvollziehen. Sicherlich haben einige Airlines auf der Nordamerikastrecke ein gleichwertiges Angebot, beispielsweise KLM mit der neuen Business-Class, aber ein besseres Angebot kann ich nirgendwo entdecken, erst recht keines, dass in der gesamten Flotte der Konkurrenz durchgehend einheitlich ist.
 
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Anonym38428

Guest
Ich könnte Spohr zig Probleme aufzeigen, ein Neues ist, daß auch unser CFO nunmehr kapiert hat, daß LH operated by NH in der Premium Economy manchmal 20 % teurer ist als wenn bei NH selbst gebucht wird und dazu noch 150 % Meilen gutgeschrieben werden. Nachweislich gleiche Qualität (wegen gleichem Flieger) zu höherem Preis ist wohl in jeder Branche nur schwer durchzusetzen. Bei der Anzahl Japan-Flüge in unserem Unternehmen kann Spohr somit ab sofort ein Umsatz-Minus in sechsstelliger Höhe pro Jahr einbuchen. Und wir sind vergleichsweise nur eine Klitsche und kein BMW oder SIEMENS.

Da man ein Joint Venture mit NH hat, fallen lediglich die direkten Mehrerlöse von 20% weg ... in dem Sinne kann das durchaus eine clevere (wenn auch sehr kurzfristige ...) Strategie sein, die bewusst LH Buchenden entsprechend zur Kasse zu bitten.
 
A

Anonym38428

Guest
Den Teil Deines Posts kann ich nicht nachvollziehen. Sicherlich haben einige Airlines auf der Nordamerikastrecke ein gleichwertiges Angebot, beispielsweise KLM mit der neuen Business-Class, aber ein besseres Angebot kann ich nirgendwo entdecken, erst recht keines, dass in der gesamten Flotte der Konkurrenz durchgehend einheitlich ist.

Nun, da sind wir bei einem Punkt wo wir uns im Kreis drehen - welches Produkt auf Platz 1 liegt und welches den guten 2. Platz macht, ist nunmal sehr subjektiv. Ich mag die BA Rückwärtspritsche (vor allem im 380 Upperdeck), finde die LH Business dagegen nicht so toll, weil mir im Oberkörperbereich Platz fehlt. Gleiches bei LX. Dann kommen da noch die neuen AA 77W, die durchweg in 1-2-1 bestuhlt sind - und ein Refit aller weiter betriebenen "alten" Kisten. Delta bietet über den Teich in 333/76W/764 ebenso 1-2-1.
 
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30.06.2012
13.190
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preisverdächtiger Journalismus zeichnet sich durch Staatsferne, nicht -nähe aus!:idea:

Nach dieser Argumentation kann man also von den öffentlich-rechtlichen per definition keinen preisverdächtigen Journalismus erwarten.

Aber vielleicht...ist dieser Gedanke ja...gar nicht so verkehrt. :idea:
 
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GoldenEye

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30.06.2012
13.190
536
...die bewusst LH Buchenden entsprechend zur Kasse zu bitten.

eher die im Zustand der Bewußtlosigkeit* LH buchenden... :rolleyes:

* ist ja oft so, daß der codeshare teurer ist. Außerhalb des Forums wissen das aber nicht so viele. Ist halt wie mit der Cola am Bahnhof: Die ist auch teurer als im Supermarkt direkt davor, weil's eben so schön "praktisch" ist.
 

Huey

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06.04.2009
4.484
0
Unsere Superstrategen mögen ja das Bordprodukt noch und nöcher vergleichen, vergessen jedoch das Bodenprodukt. Das Bordprodukt kann noch so gut sein, wenn ich jedoch nur gestresst oder überhaupt nicht an Bord gelange, wird es subjektiv immer schlecht ausfallen.
 

cacaking

d´oh!
08.06.2010
1.695
3
STR, CAN sowie Krosse Krabbe
Den Teil Deines Posts kann ich nicht nachvollziehen. Sicherlich haben einige Airlines auf der Nordamerikastrecke ein gleichwertiges Angebot, beispielsweise KLM mit der neuen Business-Class, aber ein besseres Angebot kann ich nirgendwo entdecken, erst recht keines, dass in der gesamten Flotte der Konkurrenz durchgehend einheitlich ist.

Also ich finde die Hardware bei AC (sowohl die alte Fischgrät im T7 als auch die neue Biz im Dreamliner) um WELTEN besser als die aktuelle C der Hansels (von der alten Rutsche, die ja noch gar nicht so lange ausgemustert ist ganz zu schweigen). Ich schlafe auf meinen Rennstrecken HKG-YYZ UND YYZ-FRA auf der alten C deutlich besser als bei LH.

...und ehrlich: Der Service bei AC ist meistens gut!
 
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tarantula

Erfahrenes Mitglied
02.02.2011
2.682
3.172
Löhne
Also ich finde die Hardware bei AC (sowohl die alte Fischgrät im T7 als auch die neue Biz im Dreamliner) um WELTEN besser als die aktuelle C der Hansels (von der alten Rutsche, die ja noch gar nicht so lange ausgemustert ist ganz zu schweigen). Ich schlafe auf meinen Rennstrecken HKG-YYZ UND YYZ-FRA auf der alten C deutlich besser als bei LH.

...und ehrlich: Der Service bei AC ist meistens gut!

Okay, werde ich mir mal vormerken, wobei ich mehrheitlich in den letzten Jahren in Richtung Westen USA unterwegs war, da war mir AC zu unpraktisch, zumal der Weiterflug Richtung USA dann immer mit AC Rouge erfolgt wäre.
 

Anne

Erfahrenes Mitglied
20.06.2010
4.421
28
Dein verlinkter Artikel ist einfach nichtssagend.

Ansonsten hatte ich ja schon die Interviews z.B. mit Seehofer erwöhnt, die sicher nicht staatsnah war.


Okay, verstehe, dann ist Dir die Thematik offenbar nicht so ganz vertraut, gar kein Problem!:)
 

Tirreg

Rutscher des Grauens
08.03.2009
7.911
3.629
FRA
Unsere Superstrategen mögen ja das Bordprodukt noch und nöcher vergleichen, vergessen jedoch das Bodenprodukt. Das Bordprodukt kann noch so gut sein, wenn ich jedoch nur gestresst oder überhaupt nicht an Bord gelange, wird es subjektiv immer schlecht ausfallen.

Was meinst Du mit Bodenprodukt?

Check-in, Lounges, Abfertigung am Gate, Gepäck,...? Wieso kommt man bei anderen Airlines nur gestresst oder gar überhaupt nicht an Bord?

Ich wüßte jetzt nicht, wo das Bodenprodukt unbedingt besser ist!?

Ich finde es beeindruckend, wie die Wüstenairlines das Umsteigen organisieren: roter Umschlag - da hin, gelber Umschlag - dorthin,...

Und die Amis sind bei Unregelmäßigkeiten total unkompliziert. Da wird drei mal in die Tasten geklimpert und schon ist man auf dem nächsten oder einem früheren Flug.