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Diskussionen zu den LH-Pilotenstreiks

Ich habe gerade wieder upcoming LH-Flüge auf LH-Metall, nachdem ich die eine Weile streiksorgebedingt möglichst vermieden hatte.
LH macht sich doch überflüssig? Der Kunde ist König, nicht die Tarifpartner.
 
Ach menno. Jetzt zieht sich VC in die Schmollecke zurück, weil der böse Carsten ihnen die Förmchen geklaut hat. [emoji85]

Genau diesen Stil - Spott, Häme, Kindereien - schätze ich nicht.

Du solltest wissen, dass die VC "nur" die informellen Gespräche beendet hat. Erneute offizielle Tarifverhandlungen werden nachfolgen und erst deren (befürchtetes) Scheitern könnte wieder zu Arbeitskampfmaßnahmen* führen.

Aber zugegeben: Als ehemaliger Tarifvertragsverhandler (auf AG- Seite) bin ich schon erstaunt, wie sich zwei Vertragsparteien so festfahren können.

*...aber während laufender Tarifverhandlungen sind Warnstreiks möglich und die sind für Planungen von (Viel-) Fliegern besonders lästig.
 
Moderiert:
Genau diesen Stil - Spott, Häme, Kindereien - schätze ich nicht...
Ich auch nicht.
Nur wenn man es hier wie @Jim mit der Wahrheit nicht so ernst nimmt, muss man sich nicht beschweren, wenn man keinerlei Sympathie oder Mitleid mit ihm oder seinen Kollegen hat.

Oder warum behauptet er diese...
Der Anteil der Cockpitkosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten eines Fluges liegt bei unter 1%.
So schreibt das Manger-Magazin folgendes
“Kranichpiloten gehören mit Spitzengehältern von teilweise mehr als 250.000 Euro im Jahr zu den Top-Verdienern im Konzern. Obwohl sie nur zwölf Prozent der Kernbelegschaft ausmachen, stehen sie für rund ein Drittel der Personalkosten und für 40 Prozent der Versorgungsansprüche, können sie doch bereits mit 55 Jahren in Pension gehen.“
Streik der Lufthansa Piloten und Topverdiener ist unerträglich - manager magazin

So musste die LH im Jahr 2014 ca. 23% ihrer Bilanzsumme für Personalkostenaufbringen. Das macht bei ca. 30 Mrd € Umsatz ca. 7 Mrd €. Wenn davon ein Drittel die Piloten erhalten sind das ca. 2,1 Mrd € oder 7% von allem.
Wenn aber ein LH Pilot uns hier weismachen will, dass die Piloten für nicht mal für 1% der Gesamtkosten verantwortlich sind oder unter 300 Mio. € an Lohnkosten haben gibst du ihm noch ein Danke. Hut ab für so viel Gutgläubigkeit...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob das eine Prozent stimmt weiß ich nicht, bei aller Fairness muss man aber sagen, dass Jim und Du von zwei verschiedenen Sachen sprechen. Deine 33% beziehen sich auf die gesamten Personalkosten der Lufthansa (das hieße dann, dass 67% für Flugbegleiter, Verwaltung, Bodenpersonal, Technik usw. übrig bleiben), wohingegen sich das eine Prozent von Jim auf die Kosten eines einzigen Fluges bezieht (und die anderen 99% dann Kerosin, Landerechte, Überflugsrechte, Gebühren usw. ausmachen).
 
Pilotenstreik in der Presse - aus Neue Streiks bei LH

Genau diesen Stil - Spott, Häme, Kindereien - schätze ich nicht.

Als treuer LH Kunde, der in den nächsten 3 Wochen 2 Europaflüge und einen Flug in die USA vor sich hat, schätze ich diesen Kinderkram, den eine einzige Berufsgruppe bei LH veranstaltet auch nicht. Alle anderen (Boden und Kabine) schaffen eine Einigung, weil sie eingesehen haben, dass die fetten Jahre vorbei sind. Für diesen Affenzirkus, den VC veranstaltet, habe ich nur noch Spott, Häme und Kindereien übrig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man diese Kosten mit abzieht, kommt man beim reinen Flug auf noch schlechtere Werte als 7%.

Nein. Die Kosten die für den Flug anfallen sind geringer als die Konzernkosten. Es fallen im Prinzip nur die Flugbezogenen Personalkosten an (ohne AV, ohne Krankentage, ohne Urlaub), die Kosten für den Flieger (Leasing, Abschreibung für den Zeitraum des Fluges), Kerosin, Catering, Handlingkosten am Flughafen und noch irgendwelcher Kleinkram den ich gerade sicher vergesse.

Es fallen keine Kosten Für Vertrieb, Marketing, Wartung, Entwicklung usw. usw. an. Zudem hast du im Cockpit einen der gut verdient und einen der nicht so gut verdient - zudem sind da die Kosten sicherlich zwischen Kurz-, Mittel- und Langstrecke unterschiedlich verteilt

Den Vorwurf der User nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau - kann man mit deinen Zahlen nicht untermauern.
 
Alles klar.

Dann kann @Jim aber gerne mal eine verlässliche Quelle nennen, wo man sein Zahlen nachlesen kann.
 
Oder warum behauptet er diese...(...) So musste die LH im Jahr 2014 ca. 23% ihrer Bilanzsumme für Personalkostenaufbringen. Das macht bei ca. 30 Mrd € Umsatz ca. 7 Mrd €. Wenn davon ein Drittel die Piloten erhalten sind das ca. 2,1 Mrd € oder 7% von allem. Wenn aber ein LH Pilot uns hier weismachen will, dass die Piloten für nicht mal für 1% der Gesamtkosten verantwortlich sind oder unter 300 Mio. € an Lohnkosten haben gibst du ihm noch ein Danke. Hut ab für so viel Gutgläubigkeit...

Ashahi, ich kenne dich als kundigen Foristen, aber hier hast du ganz schlicht zu schnell gelesen. User Jim hat nicht behauptet, die Pilotengehälter würden 1% der LH- Gesamtkosten ausmachen, sondern:

Der Anteil der Cockpitkosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten eines Fluges liegt bei unter 1%.

So, jetzt bin ich gespannt auf deine Antwort (und vielleicht auch die Antwort der Dankesager:D)
 
(...)Für diesen Affenzirkus, den VC veranstaltet, habe ich nur noch Spott, Häme und Kindereien übrig.

Ich sage es gefühlt zum 100sten Male: Zu Tarifverhandlungen gehören zwei Parteien (it takes two to tango). Ein Scheitern einer Verhandlung alleine an einer Partei (die noch dazu den eher defensiven Part spielt, weil sie bisherige Tarifpositionen verteidigt) festzumachen und dann auch starke Worte zu gebrauchen (Affenzirkus) ... ist nicht serös, sondern einäugig.
 
Ich sage es gefühlt zum 100sten Male: Zu Tarifverhandlungen gehören zwei Parteien (it takes two to tango). Ein Scheitern einer Verhandlung alleine an einer Partei (die noch dazu den eher defensiven Part spielt, weil sie bisherige Tarifpositionen verteidigt) festzumachen und dann auch starke Worte zu gebrauchen (Affenzirkus) ... ist nicht serös, sondern einäugig.
Dann sage ich es zum 101. Male: Eine der beteiligten Parteien hat sich mit anderen Gewerkschaften des gleichen Unternehmens geeinigt. Die andere zeigt sich kompromissunfähig.
 
Dann sage ich es zum 101. Male: Eine der beteiligten Parteien hat sich mit anderen Gewerkschaften des gleichen Unternehmens geeinigt. Die andere zeigt sich kompromissunfähig.

Und ich sage es gefühlt zum 102. Mal: wenn alle anderen zu blöd sind ihre Positionen und Mitglieder ordentlich zu vertreten dann ist das wohl nicht das Problem der Gewerkschaft die das dennoch tut. Es wird anscheinend immer noch vergessen (oder schlicht ignoriert) - wie von User feb weiter oben bereits erwähnt - dass hier LH was von den Piloten will und nicht umgekehrt. Aller wirtschaftlichen Zwänge, die durchaus bestehen mögen, zum Trotz.
 
Ich sage es gefühlt zum 100sten Male: Zu Tarifverhandlungen gehören zwei Parteien (it takes two to tango). Ein Scheitern einer Verhandlung alleine an einer Partei (die noch dazu den eher defensiven Part spielt, weil sie bisherige Tarifpositionen verteidigt) festzumachen und dann auch starke Worte zu gebrauchen (Affenzirkus) ... ist nicht serös, sondern einäugig.

Und ich frage gefühlt zum 100sten Male, warum konnte sich derselbe Arbeitgeber mit ALLEN anderen Berufsgruppen einigen? Und wer Unnachgiebigkeit und Ignoranz als defensiv bezeichnet ist weltfremd.
 
Und ich sage es gefühlt zum 102. Mal: wenn alle anderen zu blöd sind ihre Positionen und Mitglieder ordentlich zu vertreten dann ist das wohl nicht das Problem der Gewerkschaft die das dennoch tut. Es wird anscheinend immer noch vergessen (oder schlicht ignoriert) - wie von User feb weiter oben bereits erwähnt - dass hier LH was von den Piloten will und nicht umgekehrt. Aller wirtschaftlichen Zwänge, die durchaus bestehen mögen, zum Trotz.

Kompromissbereitschaft als Blödheit zu bezeichnen ist wohl der Gipfel der Borniertheit.
 
Und ich frage gefühlt zum 100sten Male, warum konnte sich derselbe Arbeitgeber mit ALLEN anderen Berufsgruppen einigen? Und wer Unnachgiebigkeit und Ignoranz als defensiv bezeichnet ist weltfremd.

Weil bei den anderen Berufsgruppen evtl. andere Schwerpunkte vorhanden waren? Da kommt man mit 4,4% und einer Einmalzahlung schnell weiter - aber evtl. interessieren sich die Piloten nicht soooo sehr für ein paar Euro mehr.
 
Kompromissbereitschaft als Blödheit zu bezeichnen ist wohl der Gipfel der Borniertheit.

Es geht nicht darum nicht kompromissbereit zu sein. Das müssen beide Parteien um einen Abschluss zu erzielen.
Es geht viel mehr darum, dass die anderen Gewerkschaften sich relativ leicht ziemlich einschneidende Zugeständnisse haben abringen lassen. Und dass das nicht die letzten gewesen sein werden. Diese Einigungen gingen für das was LH fordert - für meinen Geschmack - viel zu glatt über die Bühne. Ein bisschen Streik und schwups war der Abschluss unterzeichnet. Es ist erst ein guter Kompromiss wenn es beiden Seiten weh tut. War das bei der UFO so? Wo hat denn LH da so weit nachgegeben, dass es weh getan hätte?

Und das soll dann der Maßstab sein? Tut mir Leid aber das kann ich als Argument einfach nicht ernst nehmen. Hört bitte auf das mantra-artig immer und immer wieder als "Beweis der Schuld" anzuführen.
 
Ashahi, ich kenne dich als kundigen Foristen, aber hier hast du ganz schlicht zu schnell gelesen. User Jim hat nicht behauptet, die Pilotengehälter würden 1% der LH- Gesamtkosten ausmachen, sondern:



So, jetzt bin ich gespannt auf deine Antwort (und vielleicht auch die Antwort der Dankesager:D)
In dem Tarifkonflikt geht es aber um weit mehr als die Cockpitkosten eines Fluges.
Wenn das einige anders sehen und kann die LH ja auch die ganzen Extraleistungen auf das gesetzliche Minimum zusammenstreichen, da ja hier auch mit zweierlei Maß gemessen wird.
 
In dem Tarifkonflikt geht es aber um weit mehr als die Cockpitkosten eines Fluges.
Wenn das einige anders sehen und kann die LH ja auch die ganzen Extraleistungen auf das gesetzliche Minimum zusammenstreichen, da ja hier auch mit zweierlei Maß gemessen wird.

Ändert aber nichts an der Tatsache das die Cockpitkosten eben deutlich niedriger sind als von dir angenommen. LH kann die Extraleistungen eben nicht auf das gesetzliche Minimum zusammenstreichen (sonst müsste man ja auch gar nicht verhandeln) - der Tarifvertrag wirkt nach, das ändert sich erst wenn ein neuer unterschrieben wurde.
 
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Reaktionen: feb
Weil es ein offizielles Thema bei den anderen nicht gab? Von dem inoffiziellen ganz zu schweigen?

Ich glaube eher, es liegt an der Sturköpfigkeit und Uneinsichtigkeit von VC, die immer noch meinen, bei Themen mitreden zu dürfen, die sie nichts angehen. Und wenn ich mir die erste Reaktion von VC auf das neueste Angebot von LH ansehe, in dem auf alle Forderungen von VC eingegangen wird, glaube ich nicht, dass ich damit so falsch liege.

Aber langsam drehen wir uns im Kreis.
 
Ich glaube eher, es liegt an der Sturköpfigkeit und Uneinsichtigkeit von VC, die immer noch meinen, bei Themen mitreden zu dürfen, die sie nichts angehen. Und wenn ich mir die erste Reaktion von VC auf das neueste Angebot von LH ansehe, in dem auf alle Forderungen von VC eingegangen wird, glaube ich nicht, dass ich damit so falsch liege.

Aber langsam drehen wir uns im Kreis.

Ob auf alles eingegangen wurde, kann ich als Außenstehender nicht beurteilen.

Das Thema EW hatte ich ja erwähnt.
 
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Und wenn ich mir die erste Reaktion von VC auf das neueste Angebot von LH ansehe, in dem auf alle Forderungen von VC eingegangen wird, glaube ich nicht, dass ich damit so falsch liege.

Kann man das irgendwo - nicht unbedingt im Wortlaut, aber doch möglichst exakt - nachlesen? Was beide Seiten über die Inhalte der Gespräche / Verhandlungen etc nach außen haben dringen lassen, war bislang eine sehr dünne Suppe.
 
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