ANZEIGE

"Offen gesagt" mit Carsten Spohr - 18.08.2017

dreschen

Gründungsmitglied und Senior Chefredakteur VFT
Teammitglied
ANZEIGE
Primär geht es um die Position der Lufthansa in der Insolvenz von Air Berlin, aber es gibt auch diverse LH Themen, deswegen hier noch ein eigener Thread.

Die AB Themen bitte im AB Thread behandeln und hier ausschließlich die LH Themen.

----> Link zum AB Thread http://www.vielfliegertreff.de/airberlin-niki/111053-air-berlin-meldet-insolvenz-71.html#post2387557

Viel Spaß und nehmt Euch die knappe Stunde :)

https://event.mescdn.com/lufthansa/webcast-20170817-de/1889
 
Danke für den Link.
Man merkt Carsten Spohr zwei Dinge deutlich an:


  1. "Mit voller Hose ist gut stinken".
  2. Unverkennbar Ruhrpott. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich am bemerkenswertesten, der Satz von CS:

"Die Zeit der Monopole ist vorbei (...)"

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/airline-wettbewerb-droht-deutschland-ein-lufthansa-monopol-15157739.html

Insgesamt eine schöne Mischung aus den "geliebten" Townhall Meetings,
Selbstbeweihräucherung und "Ruhrpott"schnauze. Eine vor "Testosteron"
strotzende Vorführung imho.

Sehr beeindruckende Vorstellung - der CS ist der richtige Mann für
diesen Moment - ohne Zweifel.
 
Ich fand vor allem seine Aussagen über FRA und Schulte interessant. Der meint es ernst und das ist auch richtig so.

So einen Streit finde ich beunruhigend. LH ist Jahre lang in FRA nicht mehr gewachsen, da MUSS Schulte sich Aufkommen woanders besorgen. Erpressen bringt es nicht.
 
So einen Streit finde ich beunruhigend. LH ist Jahre lang in FRA nicht mehr gewachsen,
da MUSS Schulte sich Aufkommen woanders besorgen. Erpressen bringt es nicht.

Ich bezweifele auch, dass "Multihub ist easy" wirklich so "easy" ist wie uns Sunny Spohr
weismachen möchte.

Insgesamt wenig "kooperativ" was Herr Spohr hier so von sich gibt - nun, mit "voller
Hose is gut stinken"...

Das der Auftritt von Herrn Spohr für die gebeutelte LH Seele "Balsam" ist, kann ich
mir mehr als gut vorstellen!

Interessant waren die Anmerkungen des Anteils der LH am Wachstum des Gesamtmarktes -
dass sind für mich die "Schlüsselindikatoren" für Erfolg / Mißerfolg einer Airline.

Faktisch kenne ich ein paar Details von größeren Firmen-Reisetats (zwischen 500k und 2.7 Mio Flug)
und deren Entwicklung in den letzten Jahren recht gut - bei allen ist der Lufthansa / LHG im
Vergleich zu jemals zuvor stark gewachsen. ABER am vorhandenen GESAMT - Wachstum ist LH
"unterproportional" beteilgt - konstant. Trotzdem macht sie bei den deutschen Etats im
Mittel knapp über die Hälfte des Volumens aus.
 
Ich bezweifele auch, dass "Multihub ist easy" wirklich so "easy" ist wie uns Sunny Spohr
weismachen möchte.

Lufthansa und Frankfurt, Frankfurt und Lufthansa. Das war immer ein starkes Team. Lufthansa war Frankfurt.

Ich kenne viele, bei denen bedeutet Deutschland anzufliegen noch immer Frankfurt anzufliegen. München kennen die nur als Oktoberfestort.

Dennoch bin ich mal gespannt wie sich das noch entwickeln wird. Aber ich bin gleichzeitig noch immer der Meinung, man hätte sich zusammen mit FraPort auf der Südplatte und einem neuen Terminal (vgl. T5 LHR BA) in FRA ganz neu aufstellen sollen. Klar hätte das Geld gekostet, aber Geld was ich in die Zukunft investiere und nicht nur verbrenne. Der Zug ist ja nun bekanntlich jedoch abgefahren.

Ansonsten, wenn ich da dieses "ausgewählte" Publikum nur sitzen sehe ... . Ach ne, ich erspare mir weitere Worte.
Als Konzernmitarbeit, und das ist jetzt kein Lob, handelt es sich dabei ja oftmals eh nur um Lemminge, welche in der freien Wildbahn seltenst lange überlebensfähig wären. Bist du Kommunist oder Sozialist, dann gehe in einem Konzern arbeiten. Bist dann auch noch Funktionär, dann hast du ausgesorgt.
 
An welcher Stelle sagt er denn das zu Praktikum und Mindestlohn? Ich würde ihn da gerne beim Wort nehmen...
 
München als echter LH-Hub wird erst mit ICE im Keller gehen.
Wenn Fraport und LH smart sind/wären, raufen sie sich zusammen und bauen in Frankfurt ein neues, wirklich perfektes Terminal mit Aufenthaltsqualität und perfekten Prozessen.
 
München als echter LH-Hub wird erst mit ICE im Keller gehen.

Ja, unter "ökologischen" Aspekten sehr smart einen Hub Flughafen ohen ICE Anbindung zu forcieren -
da fragt man sich schon warum die Politik das noch nicht "aufgegriffen" hat.

Merke (Aussage CS) zum LAX O&D:

50 Mio Ergbenis (Top 5 rentable Strecke), je Flugereignis A380:

~ 350 Umsteiger
nur ~ 150 lokale Passagiere

wobei in den 350 "Umsteigern" nach LH Lesart "alle" Passagiere sind, die eben nicht
FRA als Endpunkt im Ticket haben.

Dazu gehören auch:

Rail & Fly Fraktion (mit QKL im Tix) + Airrail (QKL,QDU)

Aber klar: Wir bauen das Netzwerk um und schiften nach MUC - ob jetzt A346 oder A388
ist ja wirklich "Wurst".

Was die Lufthansa hier tut, ist den Passagier zum "Umsteigen" zu erziehen . . . der Pax koennte
lernen, dass es dann auch egal ist WO in Europa er umsteigt :eek:
 
Was die Lufthansa hier tut, ist den Passagier zum "Umsteigen" zu erziehen . . . der Pax koennte
lernen, dass es dann auch egal ist WO in Europa er umsteigt :eek:


Ich dachte immer, dazu haben die Meilenprogramme und die Lust auf Mileage Runs erzogen?

Einerseits schaut der geneigte Forist hier danach, wie er einen Flug möglichst meilenoptimieren kann und andererseits wird dann gelästert, dass LH uns dazu "zwingt".
Ganz ehrlich: Als jemand, der auf der Erde seine Homebase in FDH hat, ist umsteigen für mich so alltäglich wie Zähne putzen. Wo bitte ist das Problem?

Wenn ich dafür mit einer profitablen, gesunden und soliden Airline fliegen kann ist mir das lieber als täglich X x 15 Verbindungen von JFK zu allen deutschen Flughäfen.
Gerade FDH hat in den letzten Jahren mehrfach vorgelegt, dass (regionale) Direktverbindungen ein ganz heisses Pflaster sind und eben auch ganz schnell schief gehen können.

Lassen wir doch die Kirche mal im machbaren Dorf.
 
Ganz ehrlich: Als jemand, der auf der Erde seine Homebase in FDH hat, ist umsteigen für mich so alltäglich wie Zähne putzen. Wo bitte ist das Problem?

Wenn ich dafür mit einer profitablen, gesunden und soliden Airline fliegen kann ist mir das lieber als täglich X x 15 Verbindungen von JFK zu allen deutschen Flughäfen.
Gerade FDH hat in den letzten Jahren mehrfach vorgelegt, dass (regionale) Direktverbindungen ein ganz heisses Pflaster sind und eben auch ganz schnell schief gehen können.

Vor allem schätze ich es, in Europa auch außerhalb der Rennstrecken meist ein paar Verbindungsmöglichkeiten pro Tag zu haben, und nicht pro Woche, wie bei den P2P-Airlines. Und auf irgendwelchen Provinzstrecken bekommt man mit P2P nicht 2-3 Flüge pro Tag voll…
 
Ich habe mir jetzt mal die ganze Stunde reingezogen.

Als Mitarbeiter Fragestunde, woanders heißt das Townhall ist es genau so wie es auch in anderen großen Unternehmen ist.
Es ist wichtig auch die Statements z.B. zu Air Berlin auch ohne Fragen abzuhandeln und das macht er zweifelsohne gut- natürlich und das kann man erwarten im Sinne der Lufthansa. Aber um Mitarbeiter mitzunehmen sollte es genau so sein.

Der Cocktail den er verwendet gehört sich auch so, ist irgendwie klassisch (keine Kritik):
1) Strategie - diese Fragestunden bietet die Gelegenheit Unternehmensstrategisches mal anderen als dem engen Führungskreis mitzuteilen welche Bewegründe hinter machem was der Flurfunk so bietet mitzuteilen (sollte auch mit 'Newsletter' o.ä. begleitet werden) -
2) Produkt - Status, zufriedenheit, Qualität. Gehört rein - hat er hier eher am Rande gemacht.
3) Die Mitarbeiter brauchen das Lob für das geleistete Arbeit, teilweise Pauschal und teilweise punktuell für geleistete Spezialaufgaben.
4) Das Thema Kosten muss auch präsent sein- Kosten runter muss immer sein und es darf nicht vergessen werden dass daran immer weiter geschraubt werden muss. Hab ich noch nie anders gesehen - in der eigenen Firma, oder wo man mal die Gelegenheit hatte das mitzubekommen.

Also Thema gut abgehandelt.


Flyglobal
 
Zurück
Oben