Fragen im Vorstellungsgespräch

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honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
5.357
17
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HR Tante.. nun ja, umgangssprachlich eben.

3 Jahre: zu viele Griffe ins Klo bei den Firmen sollte man sich nicht leisten. wenn im CV dann 6 x hintereinander nur 6 Monate Betriebszugehörigkeit steht dann liegt es am Bewerber aus der Sicht der Personaler. Tlws schon nach 2 oder bei einigen bei einer Firma.

Aber das ist ein anderes Thema, denn die suchen die Wollmilchlegende Sau.. daher hab ich 2x 3 Jahre durchgezogen. Augen zu, das beste für sich draus machen bzw mitnehmen an Erfahrungen und durch um dann wieder neue Stelle zu suchen.
 
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odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.179
5.919
Z´Sdugärd
Tut mir leid, aber deine Reaktion finde ich eine blöde Idee. Denn das zeigt absolut kein Interesse an deinen Mitarbeitern. Ich arbeite in meinem Job ebenfalls weil es mir Spaß machtund mache dafür auch gerne Überstunden, teilweise auch unbezahlt. Ich möchte dafür aber trotzdem auch ordentlich dafür bezahlt werden.

Was hab ich anders gesagt? ;)

Wiegesagt es ist eben Ansichtssache. Wen ich ein Auto verkaufe finde ich es ebenso deplatziert mit dem ersten Satz über den Preis zu diskutieren obwohl ich das ganze Produkt nicht kenne...
 

darkeka0

Erfahrenes Mitglied
30.10.2017
846
1.549
Ja, das Thema "Welche Fragen stelle ich im Vorstellungsgespräch ohne mich zu disqualifizieren?" ist schon recht interessant.

Niemals stellt man von sich selbst aus die Frage: Wie hoch das Gehalt ist?

Der Gesichtsausdruck aus der HR-Ecke ist unglaublich, dann kassiert man den Hinweis, "Solche Fragen dürfen Sie nicht stellen, diese stellen WIR!" Damit kommst du in kein Zweitgespräch.

Wenn man dann selbst seinen Gehaltswunsch nach der Beantwortung der Frage, die die HR gestellt hat, genannt hat und der Gesichtsausdruck der Anwesenden Herrschaften aus der HR, nach Benennung des Gehaltes, nach unten geht, merkt man schon, dass es hier im Gespräch nicht weitergeht und keine Einladung mehr auf das Zweitgespräch erwarten darf.


So, welche Fragen würde ich bei einer Reisetätigkeit stellen?
1. Wie hoch ist die Reisetätigkeit?
2. Wohin geht es genau? Europaweit, weltweit?
3. Vorsicht bei der Beantwortung der Frage: "In welche Länder würden Sie niemals reisen?" Großer Minuspunkt, wenn die Firma im arabischen Raum tätig ist und selbst solche Reisetätigkeiten aufgrund der Menschenwürde ablehnt. Obwohl die Stelle der Bezahlung entsprechen würde.
4. Wie lange werde ich pro Reise unterwegs sein? -> Aus 2 Wochen können auch mal 3 Monate am Stück werden! Man wird manchmal gnadenlos überrascht, und der Rückflug wird weiter nach hinten verschoben.


Lass dir bitte schriftlich geben, ob Sie dir die Reisekosten zum Vorstellungsgespräch bezahlen, da du vermutlich viel Geld für deine Vorstellungsgespräch investierst. Dann weißt du ob Sie auch beim Gehalt herum zicken, insbesondere wenn das Vorstellungsgespräch über 50km von deinem Wohnort entfernt ist. Eine gute Firma erstattet dir die Reisekosten zu den Vorstellungsgespräch und schickt dir dazu eine Reisekostenrichtlinie mit.

Viel Erfolg bei deinem Gespräch!
 

DavidHB

Erfahrenes Mitglied
14.04.2017
755
4
Bremen
Ja, das Thema "Welche Fragen stelle ich im Vorstellungsgespräch ohne mich zu disqualifizieren?" ist schon recht interessant.

Niemals stellt man von sich selbst aus die Frage: Wie hoch das Gehalt ist?

Der Gesichtsausdruck aus der HR-Ecke ist unglaublich, dann kassiert man den Hinweis, "Solche Fragen dürfen Sie nicht stellen, diese stellen WIR!" Damit kommst du in kein Zweitgespräch.

Wenn man dann selbst seinen Gehaltswunsch nach der Beantwortung der Frage, die die HR gestellt hat, genannt hat und der Gesichtsausdruck der Anwesenden Herrschaften aus der HR, nach Benennung des Gehaltes, nach unten geht, merkt man schon, dass es hier im Gespräch nicht weitergeht und keine Einladung mehr auf das Zweitgespräch erwarten darf.


So, welche Fragen würde ich bei einer Reisetätigkeit stellen?
1. Wie hoch ist die Reisetätigkeit?
2. Wohin geht es genau? Europaweit, weltweit?
3. Vorsicht bei der Beantwortung der Frage: "In welche Länder würden Sie niemals reisen?" Großer Minuspunkt, wenn die Firma im arabischen Raum tätig ist und selbst solche Reisetätigkeiten aufgrund der Menschenwürde ablehnt. Obwohl die Stelle der Bezahlung entsprechen würde.
4. Wie lange werde ich pro Reise unterwegs sein? -> Aus 2 Wochen können auch mal 3 Monate am Stück werden! Man wird manchmal gnadenlos überrascht, und der Rückflug wird weiter nach hinten verschoben.


Lass dir bitte schriftlich geben, ob Sie dir die Reisekosten zum Vorstellungsgespräch bezahlen, da du vermutlich viel Geld für deine Vorstellungsgespräch investierst. Dann weißt du ob Sie auch beim Gehalt herum zicken, insbesondere wenn das Vorstellungsgespräch über 50km von deinem Wohnort entfernt ist. Eine gute Firma erstattet dir die Reisekosten zu den Vorstellungsgespräch und schickt dir dazu eine Reisekostenrichtlinie mit.

Viel Erfolg bei deinem Gespräch!
Vielen Dank für die Fragen! Die werde ich mit auf meine Liste nehmen. Auch vielen Dank für den Tipp mit der Erstattung der Kosten für das Vorstellungsgespräch.
 

darkeka0

Erfahrenes Mitglied
30.10.2017
846
1.549
Vielen Dank für die Fragen! Die werde ich mit auf meine Liste nehmen. Auch vielen Dank für den Tipp mit der Erstattung der Kosten für das Vorstellungsgespräch.

Hab stark angenommen, dass man mittlerweile alle Fragen kennen sollte aufgrund deiner vermutlich höheren Berufserfahrung, verglichen zu meiner. Aber man stellt fest, dass man NIE auslernt.

Lass es dir schriftlich bescheinigen, nicht dass sich danach die Firma um die Erstattung der Reisekosten drückt. Das machen mittlerweile einige Unternehmen und diese nehmen leider zu.

Wenn der Gesichtswinkel der HRler bei der Benennung deines Gehaltswunsches tief nach unten geht und das merkst du. Da stell einfach folgende Frage: Wie hoch ist das Budget für die ausgeschriebene Stelle?" Somit können Sie dir also bei der Gehaltsfrage nicht entkommen. Ob Sie dir dann eine konkrete Hausnummer nennen, dass kann ich dir nicht garantieren.


Folgendes musst du noch bewerben, wenn du dich bewirbst kannst du dein Gehaltswunsch im Anschreiben angeben. Es besteht die Chance dass Sie dich auch einladen, wenn keine Gehaltsangabe deinem Anschreiben enthalten ist. Obwohl in der Stellenausschreibung daraufhingewiesen wird der möglichen Eintrittstermin und den Gehaltswunsch anzugeben.

Wenn dein Gehaltswunsch im Anschreiben, laut Personalabteilung, schon außerhalb des machbaren ist, wirst du in der Regel nicht eingeladen. Wie die Definition des "machbaren" lautet, dass kann ich dir leider nicht sagen. Die HR will auch Geld sparen, deswegen soll man ja alle Fertigkeiten mitbringen und erwähne ja nichts von deinen Weiterbildungswunschkursen, sonst kommst du auch nicht weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:

tnmlyger

Erfahrenes Mitglied
14.03.2010
521
7
Landshut
Die Anforderungen in einem Bewerbungsgespräch sind so vielschichtig wie die Menschen, die einem gegenübersitzen. Derselbe Satz, der Dir bei Unternehmen A sofort den Job verschafft, kegelt Dich bei Unternehmen B raus.

Davon unbenommen macht es m.E. Sinn, die Körpersprache der Interviewpartner zu beobachten und bei negativen Signalen rechtzeitig umzuschwenken.
 

Chaosmax

Erfahrenes Mitglied
22.04.2009
2.261
110
Finde es sehr interessant, dass hier immer vom zweiten Gespräch berichtet wird. Ich versuche meistens die Leute während des ersten Gesprächs schon einzustellen. Ist bei uns ein klarer Bewerbermarkt und da wird jede Frage toleriert. Und im IT Sektor ist es doch ähnlich. Solange die Frage höflich erfolgt, sollte es keine Probleme geben. Es sei den dein Gegenüber ist Odie, aber da willst du eh nicht anfangen
 

honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
5.357
17
umso grösser die Firma umso mehr Runden gibt es, leider.
Selbst bei high potential und Führungskräften oder Spezialisten da viele mitreden wollen / müssen.

ich kenne einen Fall von einer Expertin aus DE die in den USA arbeitet und wieder zurück wollte.

teure C Flüge für 4 Runden und am Ende sollte nochmal ne Runde kommen obwohl alle bischer beteiligten sie wollten. Die Dame entschied sich für einen Mitbewerber bzw Konkurrenz.

manche Firmen haben es noch nicht kapiert...
 

Pascal1101

Erfahrenes Mitglied
31.12.2013
530
82
DXB
Finde das eine sehr interessante Thematik, da ich gerade selbst in einem Bewerbungsprozess bin. Dort habe ich auch festgestellt, dass das Thema "Fachkräftemangel" und die generell sinkende Bereitschaft zu Reisen, sowie einen Großteil seines Lebens dem AG "zu opfern", bei den HR Abteilungen noch nicht angekommen zu sein scheint. Einerseits werden "gute" bzw. "die Besten" Leute gesucht, wenn man dann einen ggf. geeigneten Kandidaten gefunden hat, wird jedoch ein Eiertanz eröffnet, welchen sich Bewerber früher vllt. gefallen lassen mussten, der in der heutigen Zeit aber mehr als unangebracht ist.
 

darkeka0

Erfahrenes Mitglied
30.10.2017
846
1.549
Firmen werden es wohl nicht kapieren wollen, da sie immer nur den günstigsten AN suchen, der sozusagen, kostenlos arbeitet und keine Fragen (Gehalt, Freizeitausgleich, Überstundenabbau, Gleitzeit usw.) stellt. Es gibt so traurig wie es klingt einen "Fachkräftemangel", der günstigste bekommt die Stelle.

Leider gibt es zu viele Menschen, die eine neue Stelle suchen und sich daher auch unter Wert verkaufen werden/müssen, zumindest wenn sie in Deutschland bleiben wollen.


Hab ein paar interessante Informationen bzgl. zur Stellenbesetzung in einem Buch für Personalentscheidungen gefunden:

Arbeitgeber und Bewerber ticken total unterschiedlich. Wer einen Job sucht, sollte die Spielregeln der Personalauswahl kennen.

Arbeitgeber wollen mit einer Stellenbesetzung möglichst wenig Aufwand haben. Deshalb schätzen sie es, wenn Bewerber die Initiative ergreifen.
1. Zwei Drittel aller Jobs werden nicht öffentlich ausgeschrieben. Initiativbewerbungen lohnen sich.
2. Arbeitgeber wollen bei der Stellenbesetzung Zeit und Geld sparen. Deshalb nutzen sie zunehmend digitale Methoden zur Kandidatenvorauswahl.
3. Arbeitgeber wollen das Risiko einer Fehlentscheidung minimieren. Deshalb schauen sie sich zuerst Bewerber an, die sie kennen bzw. die ihnen empfohlen werden und die sie einschätzen können.
4. Um bei der Stellenbesetzung auf Nummer sicher zu gehen, nutzen Arbeitgeber alle Informationsquellen: Sie googeln die Bewerber.

Nr. 5 bringt es knallhart auf den Punkt:

5. Personalauswahl funktioniert nicht nach dem Prinzip „Finde den, den du einstellst“, sondern nach dem Prinzip „Finde die, die du eliminieren kannst“.




Die Sache mit dem Gehalt
Jobsucher müssen eine Antwort haben auf die Frage „Was möchten Sie verdienen?“ – und eine gute Strategie für die Gehaltsverhandlung.
Fünf Regeln für die Gehaltsfrage
Zugegeben, das Thema Gehalt ist eine schwierige Angelegenheit. Doch obwohl ganze Bücher darüber geschrieben wurden, sind es grundsätzlich nur fünf Punkte, die Sie im Kopf behalten müssen, um bei der Gehaltsverhandlung eine gute Figur zu machen:
- beine gute Vorbereitung,
- der richtige Zeitpunkt,
- die richtigen Argumente,
- realistische Gehaltsvorstellungen und
- der verbindliche Abschluss.
1. Vorbereitung
Recherchieren Sie gründlich, wie viel Gehalt in der Branche und dem Arbeitsfeld gezahlt wird – und zwar bevor Sie zum Job-Interview gehen. Wer eine klare Vorstellung davon hat, wie viel Geld ein Mitarbeiter in der Region, der Branche, einem Unternehmen dieser Größe, in diesem Arbeitsfeld und mit diesen Qualifikationen üblicherweise erhält, kann im Job-Interview ganz anders verhandeln.
Nutzen Sie für Ihre Recherche Ihre bevorzugte Suchmaschine (z. B. Google) und geben Sie das Suchwort „Gehalt“ zusammen mit Ihrem Jobtitel und Ihrer Zielfirma ein. Mit einem Mausklick und ein wenig Glück haben Sie sogar direkt einen Treffer zum Gehaltsgefüge des Arbeitgebers, der Sie zu einem Job-Interview eingeladen hat. Auf jeden Fall finden Sie auf diese Weise Informationsseiten wie z. B. www.gehalt.de oder www.gehaltsvergleich.com, auf denen Sie Anhaltswerte bekommen.
Bei manchen Arbeitgebern, wie z. B. dem öffentlichen Dienst oder tarifgebundenen Wirtschaftsunternehmen, gibt es wenig Verhandlungsspielraum. Hier gelten die jeweiligen Tarifverträge oder die Gehaltsgefüge des Entgeltrahmenabkommens (ERA).
2. Der Zeitpunkt im Gespräch
Das Thema Gehalt wird in Deutschland in der Regel vom Personaler am Ende des ersten oder zweiten Job-Interviews angesprochen. Sprechen Sie niemals von sich aus das Thema Geld an – zumindest nicht, solange Sie sich noch nicht sicher sind, dass die andere Seite Sie haben will.
Oft werden Sie vom Arbeitgeber gebeten, bereits in Ihren Unterlagen anzugeben, wie viel Sie verdienen wollen. Manchmal gibt es ein Telefoninterview und Sie werden bereits zu diesem Zeitpunkt nach Ihren Gehaltsvorstellungen gefragt. Oder aber ein Personaler fragt Sie gleich zu Beginn des Job-Interviews. Das sind alles ungünstige Zeitpunkte, da der Arbeitgeber noch gar nicht richtig einschätzen kann, was Sie alles an Erfahrungen und Fähigkeiten mitbringen. Dennoch müssen Sie natürlich Farbe bekennen, wenn ein Personaler nach Ihren Gehaltswünschen fragt. Hier zahlt sich eine gute Recherche und Vorbereitung aus.
3. Argumente
Die richtigen Argumente wählen – und die falschen lassen. Argumentieren Sie niemals mit hohen Mietkosten, der Ausbildung Ihrer Kinder oder dem Job-Verlust Ihres Partners. Versetzen Sie sich in die Lage eines Personalers. Für ihn zählt einzig und alleine, welchen Beitrag Sie zum Erfolg des Unternehmens leisten können. Dieser Beitrag hängt von Ihrer Qualifikation, Ihren beruflichen Erfahrungen, Ihren Fähigkeiten und Ihren besonderen Kenntnissen, wie z. B. den Englisch- oder SAP-Kenntnissen, ab – und natürlich von Ihrer Leistungsmotivation. Argumentieren Sie immer mit dem wertvollen Beitrag, den Sie zum Erfolg des Unternehmens leisten könnten und wollen.
4. Realistische Forderungen
Realistische Gehaltsforderungen zu stellen heißt, nicht zu hoch zu pokern, aber sich auch nicht unter Wert zu verkaufen. Wer zu hoch pokert, macht sich unglaubwürdig, wer sich unter Wert verkauft, schätzt seine eigene Leistungsfähigkeit gering ein. Der Personaler wird sich für den passenden Kandidaten mit dem passenden Gehaltswunsch entscheiden. Nicht für den billigsten.
Sollte das angebotene Gehalt unter Ihrer Wunschvorstellung liegen, können Sie verschiedene Zusatzleistungen aushandeln, zum Beispiel Fahrtkostenzuschuss, freies Mittagessen in der Firmenkantine, Beteiligung an Versicherungen, leistungsabhängige Boni, Firmenhandy u. v. m. Geben Sie einmal in Ihre bevorzugte Suchmaschine (z. B. Google) das Stichwort „Zusatzleistungen Arbeitgeber“ ein. Sie werden überrascht sein, was es da alles gibt.
5. Verbindlicher Abschluss
Bringen Sie das Gehaltsthema zu einem verbindlichen Abschluss. Es genügt nicht, dass Sie Ihre Gehaltsvorstellung genannt haben und der Personaler sich die Zahl notiert hat. Achten Sie darauf, dass Sie sich mit dem Personaler im Dialog befinden. Sie brauchen eine Rückmeldung, ob Ihre Vorstellung im Budget des Arbeitgebers und im Gehaltsgefüge des Unternehmens liegt. Fragen Sie im Zweifelsfalle nach: „Entspricht meine Gehaltsvorstellung der Dotierung der Stelle?“
Die Gehaltsverhandlung
In der Regel planen Arbeitgeber für eine Stelle etwas Spielraum im Budget ein. Man muss aber wissen, welche Gehaltsspanne in der Branche, der Region und dem Bereich, in dem man arbeiten möchte, üblich ist. Und dafür ist die Recherche wichtig.
Okay, und hier ist sie, die 48.000-Euro-Frage – so viel verdient aktuell (2017) ein Industriekaufmann mit Berufserfahrung in der Auftragssachbearbeitung eines mittelständischen produzierenden Unternehmens der Metallindustrie in Baden-Württemberg oder Bayern. Wie steigen Sie in die Verhandlung ein? Spielen Sie Ihr Vorgehen bei der Gehaltsverhandlung einmal vor Ihrem inneren Auge durch.
Tipp 12: Verhandlungsposition stärken
Wer Alternativen hat, also nicht darauf angewiesen ist, den Job zu bekommen, der kann ganz anders in die Gehaltsverhandlung gehen. Wer die potenziell negativen Konsequenzen einer Verhandlung nicht fürchtet, kann freier verhandeln. Braucht man dagegen unbedingt den Job, wird man eine schwächere Verhandlungsposition haben. Schaffen Sie sich Alternativen.
 
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peter42

Moderator
Teammitglied
09.03.2009
13.391
1.251
Wem gewisse Reisekriterien wichtig sind, sollte sie in seinen Vertrag verhandeln, da sich Reiserichtlinien oft (und fast immmer negativ) verändern.
 

honk20

Erfahrenes Mitglied
19.05.2011
5.357
17
Wem gewisse Reisekriterien wichtig sind, sollte sie in seinen Vertrag verhandeln, da sich Reiserichtlinien oft (und fast immmer negativ) verändern.
wohl war. Bei den Änderungen steigt der Druck auch intern nicht das mitzumachen was im Vertrag steht. Dann auf Vertrag beharren?
leider vieles nicht wert was auf Papier geschrieben. ja, es gibt solche AG
 
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Nitus

Erfahrenes Mitglied
04.04.2013
6.334
35.910
MUC
wohl war. Bei den Änderungen steigt der Druck auch intern nicht das mitzumachen was im Vertrag steht. Dann auf Vertrag beharren?
leider vieles nicht wert was auf Papier geschrieben. ja, es gibt solche AG

Leider ja, selbst im Bereich der Unternehmensberatung erlebt. Da war laut Vertrag eine 40h/Woche vorgesehen mit einem Zeitkonto, auf dem man Überstunden sammeln konnte zwecks Auszahlung oder Freizeitausgleich.

In der Realität sah es dann so aus, dass es in dem Projekt, in dem ich nach Unternehmenseintritt eingesetzt wurde, hieß, dass dem Kunden Überstunden nicht in Rechnung gestellt werden könnten und man sich diese deshalb nicht aufschreiben dürfe. Natürlich mussten diese aber dennoch geleistet werden. Genauso wie die wöchentliche An-/Abreise DUS-MUC-DUS nicht als Stunden aufgeschrieben werden durfte.

Habe dann noch während der Probezeit gekündigt.

Das hat mir gezeigt, dass jegliche mündlichen und leider auch schriftlichen Vereinbarungen nicht unbedingt die Realität widerspiegeln, die man vorfindet, wenn man die Stelle antritt. Insofern hat eine beiderseitige kurzfristige Kündigungsfrist während der Probezeit eine Daseinsberechtigung.
 

DrThax

Administrator & Moderator
Teammitglied
10.02.2010
11.709
11
EDLE 07
100% Zustimmung. Das ist höchst unprofessionell, so etwas im Vorstellungsgespräch anzusprechen. Das diskutiert man, nachdem man die Zusage erhalten hat (aber logischerweise bevor man unterschreibt).

Kann ich aus AG-Sicht nicht bestätigen.
Das sollte vielleicht nicht die erste Frage nach dem "Guten Tag" sein, aber warum sollte ein Bewerber im Rahmen eines Erstgesprächs nicht die Frage nach den Reisemodalitäten stellen - insbesondere wenn die Reisetätigkeit einen größeren Anteil der Arbeitszeit darstellt.

Im Gegenteil: Für mich ist es hilfreich zu verstehen, was dem Bewerber besonders wichtig ist.
Nur so kann ich - falls ich an ihm als Mitarbeiter interessiert bin - ein passendes Paket schnüren.

Ich stelle aber auch im Gespräch keine Bullshitfragen a la "Herr Müller, wo sehen sie sich in fünf Jahren", vielleicht liegt da der Fehler. ;)
 
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tix

Erfahrenes Mitglied
20.02.2011
3.952
2.180
Die Übernahme von Anfahrtskosten muß man sich eigentlich nicht bestätigen lassen; wenn der potentielle AG in der Einladung nichts in dieser Richtung erwähnt, ist er gesetzlich zur Erstattung verpflichtet. Ich hatte damit noch nie echte Probleme, auch wenn ich einmal mit dem Anwalt drohen mußte (gut, das würde man wohl nicht tun, wenn man einen Arbeitsvertrag geschlossen hätte).

Es ist aber sinnvoll, bei größeren oder außergewöhnlichen Kosten (z.B. Anreise aus dem Urlaub o.ä.) vorher drüber zu reden. „Wollen Sie den Flug von PMI über Ihre Reisestelle buchen oder soll ich das selbst machen und dann abrechnen?“ halte ich für eine geschickte Formulierung.

Ansonsten würde ich mich auch im Vorfeld nach dem Gehaltsbudget erkundigen, weil sich damit ggf. die Sache gleich erledigt hat. Eine Größenordnung reicht ja aus.

Wenn aus der Aufgabe ersichtlich ist, daß Reisen mit dazugehören, finde ich es auch nicht schlimm, als Bewerber direkt nach dem Anteil und den Modalitäten zu fragen. Buchungsklassen und Hotelkategorien sind mE OK, die Frage, ob ich geschäftliche Meilen privat nutzen kann, würde ich mir verkneifen.

Und: Reiserichtlinien vor Vertragsschluß einsehen; automatisch bekommst Du die wohl nicht. Ähnliches gilt oft auch für die Details der Dienstwagenregelung, und wenn das Auto ein Gehaltsbestandteil ist, wird das schon relevant.
 
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.656
16.181
IAH & HAM
Firmen werden es wohl nicht kapieren wollen, da sie immer nur den günstigsten AN suchen, der sozusagen, kostenlos arbeitet und keine Fragen (Gehalt, Freizeitausgleich, Überstundenabbau, Gleitzeit usw.) stellt. Es gibt so traurig wie es klingt einen "Fachkräftemangel", der günstigste bekommt die Stelle.

Leider gibt es zu viele Menschen, die eine neue Stelle suchen und sich daher auch unter Wert verkaufen werden/müssen, zumindest wenn sie in Deutschland bleiben wollen.


Hab ein paar interessante Informationen bzgl. zur Stellenbesetzung in einem Buch für Personalentscheidungen gefunden:

Arbeitgeber und Bewerber ticken total unterschiedlich. Wer einen Job sucht, sollte die Spielregeln der Personalauswahl kennen.

Arbeitgeber wollen mit einer Stellenbesetzung möglichst wenig Aufwand haben. Deshalb schätzen sie es, wenn Bewerber die Initiative ergreifen.
1. Zwei Drittel aller Jobs werden nicht öffentlich ausgeschrieben. Initiativbewerbungen lohnen sich.
2. Arbeitgeber wollen bei der Stellenbesetzung Zeit und Geld sparen. Deshalb nutzen sie zunehmend digitale Methoden zur Kandidatenvorauswahl.
3. Arbeitgeber wollen das Risiko einer Fehlentscheidung minimieren. Deshalb schauen sie sich zuerst Bewerber an, die sie kennen bzw. die ihnen empfohlen werden und die sie einschätzen können.
4. Um bei der Stellenbesetzung auf Nummer sicher zu gehen, nutzen Arbeitgeber alle Informationsquellen: Sie googeln die Bewerber.

Nr. 5 bringt es knallhart auf den Punkt:

5. Personalauswahl funktioniert nicht nach dem Prinzip „Finde den, den du einstellst“, sondern nach dem Prinzip „Finde die, die du eliminieren kannst“.




Die Sache mit dem Gehalt
Jobsucher müssen eine Antwort haben auf die Frage „Was möchten Sie verdienen?“ – und eine gute Strategie für die Gehaltsverhandlung.
Fünf Regeln für die Gehaltsfrage
Zugegeben, das Thema Gehalt ist eine schwierige Angelegenheit. Doch obwohl ganze Bücher darüber geschrieben wurden, sind es grundsätzlich nur fünf Punkte, die Sie im Kopf behalten müssen, um bei der Gehaltsverhandlung eine gute Figur zu machen:
- beine gute Vorbereitung,
- der richtige Zeitpunkt,
- die richtigen Argumente,
- realistische Gehaltsvorstellungen und
- der verbindliche Abschluss.
1. Vorbereitung
Recherchieren Sie gründlich, wie viel Gehalt in der Branche und dem Arbeitsfeld gezahlt wird – und zwar bevor Sie zum Job-Interview gehen. Wer eine klare Vorstellung davon hat, wie viel Geld ein Mitarbeiter in der Region, der Branche, einem Unternehmen dieser Größe, in diesem Arbeitsfeld und mit diesen Qualifikationen üblicherweise erhält, kann im Job-Interview ganz anders verhandeln.
Nutzen Sie für Ihre Recherche Ihre bevorzugte Suchmaschine (z. B. Google) und geben Sie das Suchwort „Gehalt“ zusammen mit Ihrem Jobtitel und Ihrer Zielfirma ein. Mit einem Mausklick und ein wenig Glück haben Sie sogar direkt einen Treffer zum Gehaltsgefüge des Arbeitgebers, der Sie zu einem Job-Interview eingeladen hat. Auf jeden Fall finden Sie auf diese Weise Informationsseiten wie z. B. www.gehalt.de oder www.gehaltsvergleich.com, auf denen Sie Anhaltswerte bekommen.
Bei manchen Arbeitgebern, wie z. B. dem öffentlichen Dienst oder tarifgebundenen Wirtschaftsunternehmen, gibt es wenig Verhandlungsspielraum. Hier gelten die jeweiligen Tarifverträge oder die Gehaltsgefüge des Entgeltrahmenabkommens (ERA).
2. Der Zeitpunkt im Gespräch
Das Thema Gehalt wird in Deutschland in der Regel vom Personaler am Ende des ersten oder zweiten Job-Interviews angesprochen. Sprechen Sie niemals von sich aus das Thema Geld an – zumindest nicht, solange Sie sich noch nicht sicher sind, dass die andere Seite Sie haben will.
Oft werden Sie vom Arbeitgeber gebeten, bereits in Ihren Unterlagen anzugeben, wie viel Sie verdienen wollen. Manchmal gibt es ein Telefoninterview und Sie werden bereits zu diesem Zeitpunkt nach Ihren Gehaltsvorstellungen gefragt. Oder aber ein Personaler fragt Sie gleich zu Beginn des Job-Interviews. Das sind alles ungünstige Zeitpunkte, da der Arbeitgeber noch gar nicht richtig einschätzen kann, was Sie alles an Erfahrungen und Fähigkeiten mitbringen. Dennoch müssen Sie natürlich Farbe bekennen, wenn ein Personaler nach Ihren Gehaltswünschen fragt. Hier zahlt sich eine gute Recherche und Vorbereitung aus.
3. Argumente
Die richtigen Argumente wählen – und die falschen lassen. Argumentieren Sie niemals mit hohen Mietkosten, der Ausbildung Ihrer Kinder oder dem Job-Verlust Ihres Partners. Versetzen Sie sich in die Lage eines Personalers. Für ihn zählt einzig und alleine, welchen Beitrag Sie zum Erfolg des Unternehmens leisten können. Dieser Beitrag hängt von Ihrer Qualifikation, Ihren beruflichen Erfahrungen, Ihren Fähigkeiten und Ihren besonderen Kenntnissen, wie z. B. den Englisch- oder SAP-Kenntnissen, ab – und natürlich von Ihrer Leistungsmotivation. Argumentieren Sie immer mit dem wertvollen Beitrag, den Sie zum Erfolg des Unternehmens leisten könnten und wollen.
4. Realistische Forderungen
Realistische Gehaltsforderungen zu stellen heißt, nicht zu hoch zu pokern, aber sich auch nicht unter Wert zu verkaufen. Wer zu hoch pokert, macht sich unglaubwürdig, wer sich unter Wert verkauft, schätzt seine eigene Leistungsfähigkeit gering ein. Der Personaler wird sich für den passenden Kandidaten mit dem passenden Gehaltswunsch entscheiden. Nicht für den billigsten.
Sollte das angebotene Gehalt unter Ihrer Wunschvorstellung liegen, können Sie verschiedene Zusatzleistungen aushandeln, zum Beispiel Fahrtkostenzuschuss, freies Mittagessen in der Firmenkantine, Beteiligung an Versicherungen, leistungsabhängige Boni, Firmenhandy u. v. m. Geben Sie einmal in Ihre bevorzugte Suchmaschine (z. B. Google) das Stichwort „Zusatzleistungen Arbeitgeber“ ein. Sie werden überrascht sein, was es da alles gibt.
5. Verbindlicher Abschluss
Bringen Sie das Gehaltsthema zu einem verbindlichen Abschluss. Es genügt nicht, dass Sie Ihre Gehaltsvorstellung genannt haben und der Personaler sich die Zahl notiert hat. Achten Sie darauf, dass Sie sich mit dem Personaler im Dialog befinden. Sie brauchen eine Rückmeldung, ob Ihre Vorstellung im Budget des Arbeitgebers und im Gehaltsgefüge des Unternehmens liegt. Fragen Sie im Zweifelsfalle nach: „Entspricht meine Gehaltsvorstellung der Dotierung der Stelle?“
Die Gehaltsverhandlung
In der Regel planen Arbeitgeber für eine Stelle etwas Spielraum im Budget ein. Man muss aber wissen, welche Gehaltsspanne in der Branche, der Region und dem Bereich, in dem man arbeiten möchte, üblich ist. Und dafür ist die Recherche wichtig.
Okay, und hier ist sie, die 48.000-Euro-Frage – so viel verdient aktuell (2017) ein Industriekaufmann mit Berufserfahrung in der Auftragssachbearbeitung eines mittelständischen produzierenden Unternehmens der Metallindustrie in Baden-Württemberg oder Bayern. Wie steigen Sie in die Verhandlung ein? Spielen Sie Ihr Vorgehen bei der Gehaltsverhandlung einmal vor Ihrem inneren Auge durch.
Tipp 12: Verhandlungsposition stärken
Wer Alternativen hat, also nicht darauf angewiesen ist, den Job zu bekommen, der kann ganz anders in die Gehaltsverhandlung gehen. Wer die potenziell negativen Konsequenzen einer Verhandlung nicht fürchtet, kann freier verhandeln. Braucht man dagegen unbedingt den Job, wird man eine schwächere Verhandlungsposition haben. Schaffen Sie sich Alternativen.

Nicht alles was in einem Buch steht ist auch automatisch richtig oder allgemeingueltig.

Ich kann nur jedem empfehlen selbstbewusst aufzutreten und die eignen Interessen zu vertreten. Ein Bewerber ist ja kein Bittsteller sondern bietet etwas an, was das Unternehmen sucht (und vice versa). Nur wenn es fuer beide Seiten passt wird es eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit!
 

darkeka0

Erfahrenes Mitglied
30.10.2017
846
1.549
Am besten lässt man sich die Übernahme der Reisekosten zu den Vorstellungsgesprächen, schriftlich geben, falls dieses nicht in der Einladung genannt oder vergessen wird. Einfach höflich schriftlich per Email nachfragen, ob die Reisekosten zum Vorstellungssgespräch übernommen wird. Wenn nicht, dann muss man sich halt überlegen, ob man wirklich Lust dort hinzufahren, besonders dann wenn der Ort Hunderte von Km entfernt ist. Ja, es kostet Urlaubstage und Geld um seine Vorstellungsgespräch wahr zunehmen insbesondere dann, wenn Firmen die Anreise nicht bezahlen möchte.

Obwohl sie laut BGB (§ 670 BGB) ab einem Umkreis von 50 km rechtlich dazu verpflichtet sind. Es sei denn, sie schließen es in Ihrer Einladung aus. Selbst wenn Sie die Reisekosten erstatten, brauchen einige Unternehmen dazu sage und schreibe 3 Monate, bei Einreichung der Reisekostenerstattung. Da die HR auch Stellen in diesem Bereich ausgegliedert hat. Na, wohin? Nach Osteuropa, weil es dort einfach kostengünstig ist, verglichen mit Deutschland.


https://karrierebibel.de/vorstellungsgesprach-fahrtkostenerstattung/
 
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darkeka0

Erfahrenes Mitglied
30.10.2017
846
1.549
Nicht alles was in einem Buch steht ist auch automatisch richtig oder allgemeingueltig.

Bei diesem Punkt gebe ich dir vollkommen Recht!

Habe genügend Bücher zu diesem Thema gelesen, und je mehr man liest, desto mehr, versteht man gar nichts mehr.

War ne gute Zusammenfassung, wenn die Chemie von beiden Parteien nicht stimmt, dann nützt es halt auch nichts mehr.

Es wird eine Persönlichkeit gesucht, die ins Team passt, nur leider weiß man allgemein nicht bei Vorstellungsgesprächen, wie den die anderen Charaktere dieses Teams aussehen und was genau gesucht wird. Der Teamleiter oder Abteilungsleiter weiß es sehr wohl, nur dem Bewerber bleibt es ein Rätsel.
 
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tix

Erfahrenes Mitglied
20.02.2011
3.952
2.180
...Es wird eine Persönlichkeit gesucht, die ins Team passt, nur leider weiß man allgemein nicht bei Vorstellungsgesprächen, wie den die anderen Charaktere dieses Teams aussehen und was genau gesucht wird. Der Teamleiter oder Abteilungsleiter weiß es sehr wohl, nur dem Bewerber bleibt es ein Rätsel.

Genau aus diesem Grund gibt es bei mir immer ein drittes Gespräch, bei dem der Bewerber einige seiner potentiellen Kollegen kennenlernt, ohne Management und HR. Das hat auch schon dazu geführt, daß wir einem Kandidaten abgesagt haben, obwohl eigentlich alles gepaßt hat - die Chemie hat halt nicht gestimmt.

Das ist übrigens auch etwas, worum man als Bewerber bitten kann. Wenn der Arbeitgeber das verwehrt, würde ich da schlicht nicht anfangen... :cool:
 
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darkeka0

Erfahrenes Mitglied
30.10.2017
846
1.549
Genau aus diesem Grund gibt es bei mir immer ein drittes Gespräch, bei dem der Bewerber einige seiner potentiellen Kollegen kennenlernt, ohne Management und HR. Das hat auch schon dazu geführt, daß wir einem Kandidaten abgesagt haben, obwohl eigentlich alles gepaßt hat - die Chemie hat halt nicht gestimmt.

Das ist übrigens auch etwas, worum man als Bewerber bitten kann. Wenn der Arbeitgeber das verwehrt, würde ich da schlicht nicht anfangen... :cool:

Wie laufen dann bei dir die Erstgespräche und Zweitgespräche ab? Und ganz besonders interessiert mich dann das Drittgespräch mit dem Team, wie läuft dieses dann ab?

1. Gespräch mit HR und Fachabteilung: Diskussion mit den Bewerber um ihn/sie zwischenmenschlich kennen zulernen
2. Gespräch mit der Fachabteilung: Diskussion mit dem Bewerber über seine fachliche Qualifikation, Kenntnisse, Fähigkeiten
3. Gespräch mit dem zukünftigen Kollegen aus der Fachabteilung: Diskussion mit dem Bewerber über Gott und die Welt und Fussball? Bedeutet dass dann wenn das falsche Fussballteam genannt wird, kommt es dann nicht zum Arbeitsvertrag?

Und ja, solche Diskussionen über Gott und die Welt sind auch bei Erstgesprächen mit der HR und der Fachabteilung sehr interessant.

Besonders, wenn diese einem in den ersten 10 Minuten des Gespräches mitteilen, dass sie "schon einen geeigneten Bewerber gefunden haben und dieser hat leider noch nicht seinen unterschriebenen Arbeitsvertrag an den Konzern weitergeleitet und deshalb möchten sie sich noch die weiteren Kandidaten ansehen, die doch keine Chance haben, dort eingestellt zu werden ;) !"

Da lohnt sich am besten noch eine lange Anreise, insbesonders wenn der Konzern keine Reisekosten bezahlt. Und nach dieser Rückmeldung wird sich der Bewerber gar nicht mehr verstellen, da er dann auch wirklich seine eigene Meinung zu den eingeworfenen Themen vertritt.


Augen auf bei der Stellensuche, den niemanden weiß, ob die ausgeschriebene Stelle noch frei oder unbesetzt bleiben soll. Vorstellungsgespräche sind wie Kinder Überraschungseier, denn man weiß nie was in ihnen steckt.

Wenn der Fachkräftemangel so hoch ist, wieso läuft dann alles über Zeitarbeitsfirmen und nicht über Festanstellungen bei den Konzernen. Wenn der Fachkräftemangel überhaupt existieren würde, dann könnte man ein entsprechen hohes Gehalt fordern und dieses würde auch bezahlt werden.

Wünsche euch viel Erfolg bei der Stellensuche, nur den Kopf nicht hängen lassen.
 
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bluesaturn

Erfahrenes Mitglied
27.05.2014
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Weiss zufaellig von Euch, wie das an Unis aussieht? Eine Freundin von mir hat in Deutschland ein Vorstellungsgespraech wahrgenommen und extra eine Runde von Hamburg nach Rostock und weiter nach Madrid gemacht. Sie sagt, der potentielle Arbeitgeber haette nichts in die Richtung angeboten.