Lufthansa Servicewueste

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Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.506
6.075
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Ich war 5 Stunden vor departure am Flughafen in MUC. Der Flug ist zu 1000% fast leer geflogen.

Genau das ist es ja. Der Flug ist geflogen und du warst nicht da. No show. Du warst nicht am Gate. Aus Gruenden, die die Lufthansa nicht zu vertreten hat. Oder?

Warum sollte die Lufthansa dich denn jetzt - es sei denn du hast ein umbuchbares Ticket - kostenlos umbuchen und dir ein Hotel stellen? Nur weil die Bundespolizei dich nicht reingelassen hat? Das ist doch erst einmal dein persönliches Pech und von den von dir genannten Beteiligten kann keiner was dafuer.
 

CSVT

Erfahrenes Mitglied
01.07.2016
680
5
HAM
Erkläre mir doch mal in drei Sätzen, warum die LH bei einem Pax, der bei einem nicht gecancellten Flug warum auch immer (aber außerhalb der Einflusssphäre der Airline) now-show ist, die Fürsorgepflichten und die Pflicht zur kostenlosen Umbuchung hat. Das Argument würde ich dann auch gerne selbst nutzen.

Weil ich davon ausgegangen bin, dass er durch eine Verspätung von MUC-LHR (durchgeführt von LH) den AA Flug verpasst hat und in LHR festsitzt (damit durch LH verschuldet). Ging aus der Info nicht eindeutig hervor
 
Zuletzt bearbeitet:

RiKo

Erfahrenes Mitglied
15.04.2016
415
109
SIN, FRA
Weil ich davon ausgegangen bin, dass er durch eine Verspätung von MUC-LHR (durchgeführt von LH) den AA Flug verpasst hat und in LHR festsitzt (damit durch LH verschuldet). Ging aus der Info nicht eindeutig hervor

Vielleicht wurde am gegenüberliegenden Gate noch ein Nespresso getrunken oder es wurden Kunstwerke und Bildbände in der Lounge ausgiebig und angemessen gewürdigt? [emoji6]

Hätte letzteres nicht auch LH zu verantworten, da sie Kunstwerke und Bildbände ausstellt welche nach entsprechender Würdigung verlangen? [emoji23]
 

Ferrum

Erfahrenes Mitglied
06.06.2018
315
177
Vielleicht wurde am gegenüberliegenden Gate noch ein Nespresso getrunken oder es wurden Kunstwerke und Bildbände in der Lounge ausgiebig und angemessen gewürdigt? [emoji6]

Hätte letzteres nicht auch LH zu verantworten, da sie Kunstwerke und Bildbände ausstellt welche nach entsprechender Würdigung verlangen? [emoji23]

Gemein. Aber witziger Start in den Tag, danke für den Schmunzler am Morgen!
 

concordeuser

Erfahrenes Mitglied
01.11.2011
5.755
1.834
Hamburg
Wobei man sagen muss, dass nach den veröffentlichten Berichten sich HAM (Strom - kürzlich) und MUC (Sicherheitspanne) bei ihren Räumungen auch nicht gerade organisatorisch bewährt haben.
 
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InsideMUC

Kostenfaktor
06.11.2009
8.607
7.269
Fluchhafen
Erkläre mir doch mal in drei Sätzen, warum die LH bei einem Pax, der bei einem nicht gecancellten Flug warum auch immer (aber außerhalb der Einflusssphäre der Airline) now-show ist, die Fürsorgepflichten und die Pflicht zur kostenlosen Umbuchung hat. Das Argument würde ich dann auch gerne selbst nutzen.
Weil es nur für 156 Paxe möglich war, rechtzeitig am Gate zu erscheinen. Deine Argumentation mag für normale Tage korrekt sein. Aber für Samstag fern der Realität. Wenn um 12 Uhr mehrere Hundert, oder weit über tausend Passagiere vor dir stehen, hast du halt keine Chance den verspäteten Flug zu bekommen. :rolleyes:
 

oliver2002

Indernett Flyertalker
09.03.2009
9.982
5.979
52
MUC
www.oliver2002.com
Am Samstag ist ein außerordentlicher Irreg in München passiert. Gleich daraus eine Bild Schlagzeile zu machen ist ziemlich absurd.

Im irreg handling sind die Vorgaben immer das die ursprünglich gebuchte Service Klasse bei Umbuchungen auf OAL anwendung findet, da der OAL ja nur den Couponwert der Segments kriegt. In diesem Fall hat die BA nur die Euronen bekommen die der TO für sein PE ticket nach New York bezahlt hat. Die Cashupgrades vor Abflug ändern nur die Buchungsklasse, aber nicht das Ticket hinter der Buchung. Die Upgrades am Flughafen ändern nur den Sitzplatz.
 
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Ventus2

Erfahrenes Mitglied
05.04.2011
2.498
51
Nicht wirklich, wer ein Upgrade für einen bestimmten Flug bezahlt, hat danach immer noch nur das ursprünglich gebuchte Ticket - es sei denn man bezahlt die volle Preisdifferenz. Also wäre der Anspruch wohl gewesen, Transport in PE in die USA und Rückzahlung des Upgradepreises.

Ob das Ticket umgeschrieben wird oder nicht ist völlig egal solange das Upgrade bestätigt wurde. Dann gilt wie die LH selber auf der Webseite sogar nochmal ausdrücklich erwähnt die Beförderungsklasse in die man dann hätte fliegen sollen, dafür ist es auch egal ob das Upgrade mit Meilen oder Cash erfolgte. Anders sieht es nur bei freiwilligen Umbuchungen aus...
 
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Xray

Erfahrenes Mitglied
13.04.2017
2.092
1.191
Erkläre mir doch mal in drei Sätzen, warum die LH bei einem Pax, der bei einem nicht gecancellten Flug warum auch immer (aber außerhalb der Einflusssphäre der Airline) now-show ist, die Fürsorgepflichten und die Pflicht zur kostenlosen Umbuchung hat. Das Argument würde ich dann auch gerne selbst nutzen.

Ich gebe zu, ich musste eine Minute drüber nachdenken, aber das ist natürlich ein guter Punkt. Wobei ein Satz mehr gleich mehr Klarheit verschafft hätte, denn ich (und vermutlich manche anderen auch) haben die ganze Zeit überlegt, woraus geschlossen werden kann, dass Traze95 in London durch sein Verschulden no-show war. Gemeint ist natürlich der faktische no-show für MUC-JFK. Wenn FR den Hebel ansetzt und nicht umbucht, mag man das ja noch erwarten. Wenn LH das täte bei so einem Ereignis, wäre es schon eher ungewöhnlich.
Allerdings haben sie ihn dann ja warum auch immer umgebucht. Und damit sind sie doch wieder in der Verantwortung für den neuen Flug und hätten nach Verspätung in LHR für ihn sorgen müssen, oder nicht?
 
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Xray

Erfahrenes Mitglied
13.04.2017
2.092
1.191
Ob das Ticket umgeschrieben wird oder nicht ist völlig egal solange das Upgrade bestätigt wurde. Dann gilt wie die LH selber auf der Webseite sogar nochmal ausdrücklich erwähnt die Beförderungsklasse in die man dann hätte fliegen sollen, dafür ist es auch egal ob das Upgrade mit Meilen oder Cash erfolgte. Anders sieht es nur bei freiwilligen Umbuchungen aus...



Das wäre auch mein Stand der Dinge gewesen. Wie das Ticket ausschaut, kann doch völlig egal sein. Entscheidend ist, dass eine Airline zum Zeitpunkt X versprochen hat, einen in Business von A nach B zu bringen. Wenn das dann doch nicht eingehalten werden kann, ist das ein downgrade. Wenn es upgrade-Bedingungen von airlines gibt, die die Downgrade-Entschädigungen nach EU-Verordnung explizit ausschließen, kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass die im Streitfall vor Gericht stand halten würden..... Wenn LX das so macht, dann vermutlich, weil sie sich höchstens halb der EU-Verordnung verpflichtet fühlt....
 
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Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.127
910
Das wäre auch mein Stand der Dinge gewesen. Wie das Ticket ausschaut, kann doch völlig egal sein. Entscheidend ist, dass eine Airline zum Zeitpunkt X versprochen hat, einen in Business von A nach B zu bringen.

Nein, das hängt von den Upsell Bedingungen ab. LH verspricht da glücklicherweise das die Beförderung in der Klasse des Upgrades erfolgt. Andere Airlines machen das anders z.B. AY.
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.506
6.075
Weil es nur für 156 Paxe möglich war, rechtzeitig am Gate zu erscheinen. Deine Argumentation mag für normale Tage korrekt sein. Aber für Samstag fern der Realität. Wenn um 12 Uhr mehrere Hundert, oder weit über tausend Passagiere vor dir stehen, hast du halt keine Chance den verspäteten Flug zu bekommen. :rolleyes:

Das beantwortet nicht die Frage, warum die Airline Dich kostenlos umbuchen soll. Dazu braucht es eine Anspruchsgrundlage. Mit anderen Worten: Woraus ergibt sich bei diesem Fall von höherer Gewalt bitte, dass das Problem der Airline ist? Wenn Du keine Chance hast, hast Du keine Chance und wenn Du keine Chance hast, hast Du erst einmal verloren. Oder?
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.587
2.702
Bayern & Tirol
Nein, das hängt von den Upsell Bedingungen ab. LH verspricht da glücklicherweise das die Beförderung in der Klasse des Upgrades erfolgt. Andere Airlines machen das anders z.B. AY.

Huch? Wirklich? Airlines können gerne versuchen, geltendes Recht in ihren Beförderungsbedingungen auszuschließen. Die Frage ist nur, ob Sie damit Durchkommen. Der OP hatte einen bestätigten Flug in der Business-Class. Es ist unerheblich, wieviel er dafür bezahlt hat, mit Meilen, Vouchern, Talern oder Tonscherben. Auch der Preis ist unerheblich. Dem Richter ist es auch egal, wie das Ticket intern verarbeitet wird. Nach EU 261 hat der OP Anspruch auf Ersatzbeförderung in der Business Class und Betreuungsleistungen wie Hotel.

LH hat da teilweise absonderliche Rechtsauffassungen. Ich hatte schon bei Flugstreichungen folgende Aussagen:
„Ein Meilenticket kann man nicht umbuchen, sie müssen ein neues Ticket buchen.“
„Das Upgrade war ja Kostenlos mit Meilen, das verfällt natürlich.“

LH kann es ja gerne versuchen. Anscheinend verletzen die internen Anweisungen bewusst die EU261. Da ist man froh, wenn der Fluggast schnell weg ist und sich nicht beschwert.

Bei IrOps habe ich auch Downgrades akzeptiert, aber nur gegen Kompensation. Mein letzter Fall war AA: Ich hatte die Meilen für die Business Class und die Tarifdifferenz auf der Kreditkarte nach wenigen Tagen gutgeschrieben.

Spannend ist die Frage, wer das Hotel in London bezahlt. Wenn hier BA/AA verantwortlich sind, hat LH ja nichts mehr damit zu tun.
 
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Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.127
910
Huch? Wirklich? Airlines können gerne versuchen, geltendes Recht in ihren Beförderungsbedingungen auszuschließen. Die Frage ist nur, ob Sie damit Durchkommen. Der OP hatte einen bestätigten Flug in der Business-Class. Es ist unerheblich, wieviel er dafür bezahlt hat, mit Meilen, Vouchern, Talern oder Tonscherben. Auch der Preis ist unerheblich. Dem Richter ist es auch egal, wie das Ticket intern verarbeitet wird. Nach EU 261 hat der OP Anspruch auf Ersatzbeförderung in der Business Class und Betreuungsleistungen wie Hotel.

LH regelt das ja ausdrücklich insofern gibt es da ja kein Problem. Ich kenne es aber bei Upgrades die man am Flughafen kauft eigentlich nur so das dieses Upgrade nur für den entsprechenden Flug gilt. Das kenne ich von SAS, AY oder auch TG so.

Meilen Tickets sind ja grundsätzlich etwas anderes als ein Upsell in die höhere Beförderungsklasse.
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.587
2.702
Bayern & Tirol
Am Samstag ist ein außerordentlicher Irreg in München passiert. Gleich daraus eine Bild Schlagzeile zu machen ist ziemlich absurd.

Im irreg handling sind die Vorgaben immer das die ursprünglich gebuchte Service Klasse bei Umbuchungen auf OAL anwendung findet, da der OAL ja nur den Couponwert der Segments kriegt. In diesem Fall hat die BA nur die Euronen bekommen die der TO für sein PE ticket nach New York bezahlt hat. Die Cashupgrades vor Abflug ändern nur die Buchungsklasse, aber nicht das Ticket hinter der Buchung. Die Upgrades am Flughafen ändern nur den Sitzplatz.

Danke für die Erklärung der internen Ticketing und Rebooking Prozesse von LH.

Die Vorgaben sind nur leider nicht konform zur EU261. LH kann es ja probieren...
Wie macht das EW (oder die andern Billigheimer, die Navitaire oder ählichen Schrott nutzen) dann? Dort gibt es keine Tickets und somit keinen Cupon. Bekommt der Kunde dann gar keinen Flug, da er kein Ticket hat? Es gibt da nur eine Buchung mit Sitzplatz.

Somit ist der Begriff "Servicewüste" schon gerechtfertigt. LH kommuniziert an die Mitarbeiter konkret nicht rechtskonforme Procedures für Umbuchungen. Der Mitarbeiter glaubt das, was LH ihm vorgesetzt bekommt. Der unerfahrene Kunde schluckt es, weil die "gute LH" ja sicher recht hat. Die Minderheit der rechtlich informierten Kunden geht in solchen Fällen aber die Decke hoch.

Ich rege mich bei so etwas nicht auf. An solchen Chaostagen wie am letzten Samstag würde ich nur überlegen, ob ich wirklich reisen muss und den Trip ganz streichen. Wenn ich reisen muss (mir passiert so ein Chaos immer nur unterwegs), dann versuche ich möglichst schnell nach Hause zu kommen. Wenn die Airline nicht gewillt oder fähig ist, mich umzubuchen, kaufe ich mir ein neues Ticket und hole mir das Geld von der ursprünglichen Airline zurück. Auch hier zeigt sich die Qualität der Fluggesellschaft, wie lange sie zicken um einen berechtigten Anspruch auszugleichen.
 
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tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.587
2.702
Bayern & Tirol
LH regelt das ja ausdrücklich insofern gibt es da ja kein Problem. Ich kenne es aber bei Upgrades die man am Flughafen kauft eigentlich nur so das dieses Upgrade nur für den entsprechenden Flug gilt. Das kenne ich von SAS, AY oder auch TG so.

Meilen Tickets sind ja grundsätzlich etwas anderes als ein Upsell in die höhere Beförderungsklasse.

Nun, es gibt mittlerweile mehrere Möglichkeiten für die Upgrades:
- Cash-Upfare mit Ticket-Neuaustellung
- Cash-Upgrade mit Festpreis -> Keine Neuausstellung des Tickets
- Upgrade Auktion -> Manche Airlines schreiben das Ticket um, die meisten nicht
- Cash Upgrade beim Checkin -> Manche schreiben um, manche ändern nur den Sitzplatz

Den Unterschied werden die meisten Kunden nicht kennen. Sie erhalten lediglich eine Bordkarte für die Upgrade Buchung und somit eine Bestätigung der Service Klasse. Ich glaube nicht, dass ein Kunde das verstehen muss.
TG ex BKK kann es machen, alles was unter EU261 fällt sicher nicht. LH hat in den Fällen es bei mir nicht auf eine Klage ankommen lassen.

Generell fahren die Airlines ja wirklich gut mit dem System. Nur ein kleiner einstelliger Prozentsatz der Fluggäste treibt seine Ansprüche nach EU261 wirklich ein - es lohnt sich also die Kunden zu verarschen. Klar, würden die Airlines es auf die Preise umlegen. Gerne zahle ich aber ein paar Euro mehr für den Flug, habe aber dafür eine Airline die sich rechtskonform und fair verhält.
 
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Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.127
910
es lohnt sich also die Kunden zu verarschen. Klar, würden die Airlines es auf die Preise umlegen. Gerne zahle ich aber ein paar Euro mehr für den Flug, habe aber dafür eine Airline die sich rechtskonform und fair verhält.

Also bei Upsell Upgrades am Flughafen finde ich es nicht sonderlich unfair wenn man im Falle eines Falles doch in der ursprünglich gebuchten Klasse fliegen muss und sein Geld zurück bekommt.

Wenn das die normale Art und Weise wäre wie man die Kunden verarscht wäre das alles nicht sooo schlimm.
 

oliver2002

Indernett Flyertalker
09.03.2009
9.982
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MUC
www.oliver2002.com
Danke für die Erklärung der internen Ticketing und Rebooking Prozesse von LH.

Die Vorgaben sind nur leider nicht konform zur EU261. LH kann es ja probieren...
Wie macht das EW (oder die andern Billigheimer, die Navitaire oder ählichen Schrott nutzen) dann? Dort gibt es keine Tickets und somit keinen Cupon. Bekommt der Kunde dann gar keinen Flug, da er kein Ticket hat? Es gibt da nur eine Buchung mit Sitzplatz.

Somit ist der Begriff "Servicewüste" schon gerechtfertigt. LH kommuniziert an die Mitarbeiter konkret nicht rechtskonforme Procedures für Umbuchungen. Der Mitarbeiter glaubt das, was LH ihm vorgesetzt bekommt. Der unerfahrene Kunde schluckt es, weil die "gute LH" ja sicher recht hat. Die Minderheit der rechtlich informierten Kunden geht in solchen Fällen aber die Decke hoch.

Ich rege mich bei so etwas nicht auf. An solchen Chaostagen wie am letzten Samstag würde ich nur überlegen, ob ich wirklich reisen muss und den Trip ganz streichen. Wenn ich reisen muss (mir passiert so ein Chaos immer nur unterwegs), dann versuche ich möglichst schnell nach Hause zu kommen. Wenn die Airline nicht gewillt oder fähig ist, mich umzubuchen, kaufe ich mir ein neues Ticket und hole mir das Geld von der ursprünglichen Airline zurück. Auch hier zeigt sich die Qualität der Fluggesellschaft, wie lange sie zicken um einen berechtigten Anspruch auszugleichen.


Wenn LH auf OAL umbucht, muss sie sich an IATA Reso 735d halten. BA/AA hätten die Umbuchung in C auch nicht akzeptieren können und ihn nicht befördert. Denn nur die Serviceklasse des Tickets darunter/hinter zählt. Lies mal die 735d Anleitung: http://www.caymanairways.net/iata/manual/inv-rerouting-1st-ed-2002.pdf

LHG oder SAL ist ein anderes Thema: da kann LH sich relativ einfach C Plätze abgreifen ohne ein Endorsement zu machen. Bei LHG geht es ohne Probleme, bei SAL könnte der eine oder andere *A Partner die Beförderung verweigern.
 
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Xray

Erfahrenes Mitglied
13.04.2017
2.092
1.191
Das beantwortet nicht die Frage, warum die Airline Dich kostenlos umbuchen soll. Dazu braucht es eine Anspruchsgrundlage. Mit anderen Worten: Woraus ergibt sich bei diesem Fall von höherer Gewalt bitte, dass das Problem der Airline ist? Wenn Du keine Chance hast, hast Du keine Chance und wenn Du keine Chance hast, hast Du erst einmal verloren. Oder?

Für den konkreten Fall hier bliebe immer noch die Frage, ob durch die Umbuchung nach London nicht trotzdem ein neuer "Flug-Fall" entstanden ist und ob für diesen neuen Flug nicht erneut Versorgungsansprüche in LHR entstanden sind. Oder schließt eine Umbuchung aus Kulanz solche Ansprüche prinzipiell aus?

Und nur interessehalber, bei so einer Buchung über alle Airline- und Allianzgrenzen hinweg (MUC-LHR LH, LHR-JFK BA), welche Airline wäre überhaupt zuständig für a)Versorgungsansprüche vor Ort und b) Umbuchung? Jetzt nur mal angenommen, es wäre ein technical in MUC gewesen, der zur Umbuchung geführt hätte und dann z.B. ein erneuter technical, der zur Verspätung MUC-LHR geführt hätte?
 

tyrolean

Erfahrenes Mitglied
18.03.2009
6.587
2.702
Bayern & Tirol
Wenn LH auf OAL umbucht, muss sie sich an IATA Reso 735d halten. BA/AA hätten die Umbuchung in C auch nicht akzeptieren können und ihn nicht befördert. Denn nur die Serviceklasse des Tickets darunter/hinter zählt. Lies mal die 735d Anleitung: http://www.caymanairways.net/iata/manual/inv-rerouting-1st-ed-2002.pdf

LHG oder SAL ist ein anderes Thema: da kann LH sich relativ einfach C Plätze abgreifen ohne ein Endorsement zu machen. Bei LHG geht es ohne Probleme, bei SAL könnte der eine oder andere *A Partner die Beförderung verweigern.

Schon klar, nur ist da LH das Problem, in dem das Ticket nicht korrekt umgeschrieben wird. BA kann da nichts dazu machen und hat korrekt gehandelt. Das sind nur die internen Prozesse der guten LH. LH schreibt das Ticket nicht um, um Prozesskosten zu sparen, nimmt aber gerne das Geld für das Upgrade. Der Kunde hat dann im Fall eines IrOps dann das nachsehen, da die Micky-Maus-Lösungen ihm Probleme bereiten. Nur weil es technisch nicht geht, heisst es noch lange nicht dass es rechtlich konform ist. Warum sollte LH etwas ändern? Die meisten Kunden sind froh wenn sie überhaupt befördert werden, kennen ihre Rechte nicht und lassen sich verarschen.

Irreführend ist auch der Begriff "Ticket". Der geneigte Reisende weiss in der Regel gar nicht, was das eigentliche Ticket ist. Für ihn ist eine "Bordkarte" ein "Ticket" mit "Tickenummern", "E-Tickets", "Ticketumschreibungen" kann er relativ wenig anfangen. (Sie haben kein Ticket für den Flug -> Aber ich habe doch eine Bordkarte...). Der juristische Begriff Ticket ist eine Bestätigung für einen speziellen Flug und hat mal primär nichts mit einem Ticket gemäß IATA zu tun.
Art. 2 der EU261 klärt das ganz einfach:
f) „Flugschein” ein gültiges, einen Anspruch auf Beförderungsleistung begründendes Dokument oder eine gleichwertige papierlose, auch elektronisch ausgestellte Berechtigung, das bzw. die von dem Luftfahrtunterneh- men oder dessen zugelassenem Vermittler ausgegeben oder genehmigt wurde;
g) „Buchung“ den Umstand, dass der Fluggast über einen Flugschein oder einen anderen Beleg verfügt, aus dem hervorgeht, dass die Buchung von dem Luftfahrtunternehmen oder dem Reiseunternehmen akzeptiert und registriert wurde;

Die IATA Regeln stammen halt noch aus den Zeiten, in denen Cash-Upgrades ohne Ticket-Umschreibungen noch nicht existiert haben.

Ganz deutlich sieht man die Probleme von Micky-Maus-IT bei IrOps von EW. Da gibt es gar keine "Tickets", auch wenn der Kunde davon spricht.

In beiden Fällen wäre eher ein FIM auszustellen. Die Probleme werden hier auf den Kunden abgewälzt und er erhält nicht die Leistung für die er bezahlt hat. Nur das kostet halt etwas mehr...

Bei meinem letzten IrOp bei EW wollten sie mich auch von (damals) Best in LH Eco umbuchen, da Best ja nur eine Premium-Eco ist und bei IrOps das so gemacht wird. Gerne hätte ich das final gerichtlich ausdiskutiert, EW hat aber nach etwas gezicke brav mein AF Oneway-C Ticket erstattet.
 
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Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.646
12.892
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300x250
BA stellt das Hotel sowieso in Rechnung.
Und nimmt mir damit sehr viel Ärger ab. Super Service.
Habe ich bei BA auch schon erlebt, als sie für Air France die Kohlen aus dem Feuer geholt und meinen Tag gerettet haben. Natürlich gehe ich davon aus, sie lassen AF dafür bezahlen, aber immerhin habe ich so perfekten Service bekommen, die Leistung für die ich bezahlt habe.
AF hätte am Ende so oder so zahlen müssen, es hätte nur Jahre gedauert und Tausende für einen Anwalt gekostet. Super wenn BA das einem abnimmt.

die LH Mitarbeiter haben sicherlich ihr bestes getan.
die anwesenden LH Mitarbeiter haben sicherlich ihr bestes getan. Gerade in MUC würde ich das erwarten, neben HAJ habe ich dort bisher das beste LH Krisenmanagement bzw. vor allem die besten Mitarbeiter erlebt, die tatsächlich (auch wenn das heute eine abgedroschene Phrase ist) ihr bestes gegeben haben, weit mehr als wofür sie bezahlt werden (niemand wird dafür bezahlt zu rennen, um die Zeit einzusparen die sie nicht verschwendet haben).
Ob LH das Mögliche getan hat, um eine ausreichende Anzahl an Mitarbeitern zu stellen, wage ich zu bezweifeln. Beim letzten mal Schneechaos (am dritten Tag, mit mehrtägiger Ansage davor!) in FRA haben sie gerade mal 8 der 14 Desks beim Business Class Checkin besetzt, am AiRail Terminal war der Business Desk ganz zu und nur einer der 3 Eco-Desks besetzt. Das geht auch besser. Gerade an der Homebase.

Also bei Upsell Upgrades am Flughafen finde ich es nicht sonderlich unfair wenn man im Falle eines Falles doch in der ursprünglich gebuchten Klasse fliegen muss und sein Geld zurück bekommt.
Finde ich auch. Aber Geld zurück muss sein. Wenn ich sicher Business will, buche ich es gleich so.