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Für mich ist das Essen bei LH einer der Gründe, warum ich sie bevorzugt auf Nachtflügen nutze.Für mich ist das Essen auf LH einer der Gründe, wieso ich primär damit fliege, wenn ich die Wahl habe.
Auf den Sitzen schlafe ich sehr gut, die Fensterplätze sind vergleichsweise unbeliebt (über den Nachbarn klettern...) und daher oft zu haben, die Privacy da etwas weg vom Ganggewusel reicht mir völlig. Ich bin aber froh, wenn ich vorher etwas in der Lounge essen kann, und dann an Bord nicht mehr.
Wenn ich etwas Essen will, wähle ich sicher nicht Lufthansa. Kann aber Geschmachssache sein, für mich ist das LH Essen immer zu phantasievoll gestaltet (da habe ich es lieber Bodenständiger, ich brauche kein Mangochutney zum Lachs oder Feigensenf zum Käse etc.), und hat zuwenig Produktqualität (die Käsesorten bekomme ich z.B. größtenteils sogar bei Aldi und Lidl, selbst die First Class Käseplatte!). Dann lieber einfachere Gerichte, die aber aus besten Zutaten. Lieber guten Käse und dafür ohne Schnickschnack dabei. Kann jeder sehen wie er will. Und wer guten Käse will, muss z.B. Air France fliegen. Derartigen Lokalkolorit finde ich gut, es muss nicht überall das selbe Einheitsessen geben, Airlines dürfen ruhig die Vorlieben des eigenen Landes zelebrieren. LH macht das ja zum Beispiel während dem Oktoberfest bei den Flügen ab München.
Na gut, wenn EW der Maßstab ist, ist LH in der tat noch eine Kulinarische Hochburg...Das Futter bei EW wird immer substanzloser.
Ob man nun etwas selbst macht ("sein Portfolio erweitert", "seine Kompetenzen erhöht"...), etwas eine Tochter machen lässt ("In neue Geschäftsfelder expandieren"..) oder es outsouced ist alle Paar Jahre anders, was heute total angesagt ist, ist morgen schon wieder out, was heute völlig falsch ist, ist schon morgen gebot der Stunde. Ich sage nur Condor... Sowas müssen Finanzfachleute entscheiden, und die Zukunft bewerten.
Das Essen an Bord ist für viele Passagiere wichtig, und ganz sicher eher ein Kriterium bei der Buchungsentscheidung als das Gelb auf dem Leitwerk oder eben nicht. Beim Essen an Bord ist hohe Integration keine dumme Idee, denn schließlich muss in einer Lieferkette von Rohwareneinkauf bis zum Servieren am Sitz alles zusammenpassen, und idealerweise auch das Feedback zurück möglicht Hindernisfrei laufen. Das alles spricht sicher dafür, das Essen selbst zu machen. Nicht zu Unrecht sagt man ja auch, zu viele Köche verderben den Brei... Ein externes Unternehmen andererseits kann Spitzen besser Abfedern wenn sie mehrere Airlines beliefern, das kann Geld durch eine insgesamt bessere Auslastung sparen. Klappt natürlich nur, wenn man bereit ist auf Individualität zu verzichten, wenn man im Wesentlichen das selbe serviert wie andere Airlines auch.
Wenn Auslagern an Ende bedeutet, das im Flugzeug servierte Brötchen ist 3 Tage vor dem Flug in Tchechien geschmiert, dann unter Schutzgas eingeschweißt, tiefgekühlt und nach FRA gekarrt worden (von einer externen Spedition via Holland...), wo es dann nach einiger Lagerzeit im Flugzeug endet, dann Danke, aber Danke nein!
Und spätestens wenn man überall da frisch kochen will, wo man auch fliegt, muss man es selbst machen. Oder es etabliert sich eine einzige Firma an allen Flughäfen, eine derartige Konzentration ist ja bereits weitestgehend zu beobachten, was dann wenig Konkurrenz, und damit schlechte Produkte zu hohen Preisen dank Marktbeherrschender Position führt.
Im Prinzip ist mir egal wie sich LH nun genau organisiert, der Engländer würde treffend sagen "The proof is in the Pudding". (und der sollte einem bei "Kernkompetenz Essen" vielleicht nicht als erster einfallen