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Amoma ist Pleite

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Ein Hotelanbieter braucht die Vorleistung nicht als zinslosen Kredit, um eine Übernachtung überhaupt ermöglichen zu können, sondern will lediglich ein Commitment, dass eine Buchung auch bezahlt wird.
Dass man von den Kunden eine kostenlose Kreditversicherung bekommt, ist natürlich ein Effekt, der gerne mitgenommen wird und sich positiv auf die Bonität auswirkt, hat mit dem eigentlichen Geschäft allerdings nichts mehr zu tun.

Das Hotel braucht es nicht, aber dss Geschäftsmodell des OTA/Brokers ... hatten wir schon an anderer Stelle
 
Also, ich bin am Freitag im Hotel. Laut dem Hotel ist die Buchung bestätigt, die Buchung wurde auch schon bezahlt und ich muss nur noch die City Tax bezahlen. Kann es trotzdem noch storniert werden? Was denkt ihr?
Ich habe bereits vor Monaten gebucht.
 
Also, ich bin am Freitag im Hotel. Laut dem Hotel ist die Buchung bestätigt, die Buchung wurde auch schon bezahlt und ich muss nur noch die City Tax bezahlen. Kann es trotzdem noch storniert werden? Was denkt ihr?
Ich habe bereits vor Monaten gebucht.

Wenn Du schon vor Monaten gebucht hast, dann ist es gut möglich, daß das Hotel sein Geld schon bekommen hat ...
Dann haben sie ja keinen Grund die Buchung zu stornieren.
Im Zweifelsfall nochmal genauer beim Hotel nachfragen.
 
Ich auch letzte Woche ... vllt. haben sie ja mit SuperDeals versucht das Ende aufzuschieben.
Anno 2016 hatte ich ständig diese 10%-Rabatt Codes im Postfach. Danach bekam ich das nur noch sporadisch. Seit Mai hatte ich das Angebot wieder in einer Dauerschleife erhalten. So im Nachhinein kann man das auch als Anzeichen werten.
 
Ich dachte amoma benutzt man nur für BRGs. Hätte nie gedacht, dass dort wirklich jemand bucht.
Warum denn nicht? Ging ja jahrelang gut und es war kein ganz unbekannter Anbieter. Auch bei Unister haben die Leute gebucht und wenn man 5€ sparen kann wird ein dubioser OTA für Flugbuchungen genutzt.
 
Ich habe da mal eine Nacht im Hilton Mainz gebucht für 85 Euro, kostete bei den anderen Anbietern ab 135 Euro die Nacht.
Wenn man 50 Euro verschenken möchte kann man dies natürlich auch tun.

Wie immer gilt je größer die Ersparnis/Gewinn desto größer natürlich das Risiko. Dessen muss man sich bewußt sein.
 
Das Hotel braucht es nicht, aber dss Geschäftsmodell des OTA/Brokers ... hatten wir schon an anderer Stelle
Der Aspekt des zinslosen Kredits ist dabei aber nur von Relevanz, weil die Prozesse so aufgesetzt sind, wie sie sind, es ist eben nicht so, dass das Geschäftsmodell der OTAs nicht auch mit gesicherten Zusagen funktionieren könnte, sofern solche Zusagen vermittelbar wären.
 
Der Aspekt des zinslosen Kredits ist dabei aber nur von Relevanz, weil die Prozesse so aufgesetzt sind, wie sie sind, es ist eben nicht so, dass das Geschäftsmodell der OTAs nicht auch mit gesicherten Zusagen funktionieren könnte, sofern solche Zusagen vermittelbar wären.

Solche OTAs gibt es auch. Das sind aber andere ...
 
Aber das Ganze einfach auf Eigenverantwortung zu reduzieren, greift schon etwas kurz. Das gleiche Muster wäre theoretisch auch bei Betrug anwendbar. Natürlich könnte man auch dort sagen, wer sein Geld nicht-vertrauenswürdigen Geschäftspartner anvertraut, ist selbst schuld.

fällt nicht auch Betrug unter "Eigenverantwortung"? Oder gibt's da auch einen Sicherungsschein?
 
nun auch meine 50 cents:

dass ein Hotel über die Alotments wirklich bereits Wochen vorher bezahlt worden sein sollte, halte ich für sehr zweifelhaft!

Das Modell wurde bereits zu Anfängen des VFT (und VFF) besprochen (damals noch sehr viel häufiger genutzt):

Broker wie Hotelbeds, Kuoni, GTA etc. vereinbaren eine Rate mit dem Hotel (in aller Regel Knebelverträge, allerdings wird eine gewissen Grundauslastung garantiert, in vor Internet Zeiten, was das sicher einfacher zu verkaufen, als heute, wo die Leute ggf. die Hoteleigene Website nutzen oder über google zum Hotel finden)

Der Broker verkauft seine Rate mit z.B. 10% Aufschlag an die Reisebüros (früher alleinge Nutzniesser, dann kamen die OTAs und haben das auch angeboten). Diese wiederum sind frei in der Preisgestaltung und können die Zimmer mit beliebigen Aufschlag verkaufen. In Internet Zeiten dürfte sich der VK-Preis für Offline/Online TA ungefährt auf dem bewegen der auf bei den Portalen und auf den hoteleigene Websites angeboten wird.

Wenn der Kunde bucht, bezahlt der an das Reisebüro/OTA, das Reisebüro bezahlt NICHT den Broker, sondern erst 4 Tage vor Anreise! Genau damit haben sich ja die ganzen OTAs die konkurs gingen verkalkuliert! Wenn das Reisebüro 4 Tage vor Anreise nicht bezahlt (bezahlen kann, weil zahlungsunfähig) storniert der Broker (hotelbeds, Kuoni) automatisch die Buchung - der Endkunde steht ohne Hotel da, obwohl der ja bezahlt hat.

Das Hotel selber wird vom Broker erst Wochen nach der Abreise bezahlt

Der Endkunde wird auch höchstwahrscheinlich nicht den Broker-Preis vom Hotel direkt bekommen (es soll Ausnahmen geben, wo Hoteliers Mitleid hatten).

Einzige Möglichkeit ist: Creditcard chargeback und Neubuchung über anderen Anbieter, der (noch) solvent ist!

Übirgens: diese Bankrotte häuften sich meist zu Beginn von Wirtschaftskrisen, wenn die zuviele Stornierungen rein bekommen und das Geld bereits ausgegeben war...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fände es wünschenswert, wenn hier unterschieden würde zwischen Geschäften, wo die Vorleistung elementarer Bestandteil für das Zustandekommen ist, und solche, wo sie lediglich als Sicherheit dient. Bis auf speziell organisierte Individualreisen dürften Reiseleistungen weitgehend in die zweite Kategorie fallen. Ein Hotelanbieter braucht die Vorleistung nicht als zinslosen Kredit, um eine Übernachtung überhaupt ermöglichen zu können, sondern will lediglich ein Commitment, dass eine Buchung auch bezahlt wird.
Dass man von den Kunden eine kostenlose Kreditversicherung bekommt, ist natürlich ein Effekt, der gerne mitgenommen wird und sich positiv auf die Bonität auswirkt, hat mit dem eigentlichen Geschäft allerdings nichts mehr zu tun.


Lies doch doch bitte mal in das Geschäftsmodelle von Amoma und Co in Bezug auf Hotels ein - du wirst recht schnell erkennen, dass die Vorauszahlung einen elementarer Bestandteil ihrer Marge ausmachen - und nein, es hat nicht nur mit den Zinsen und Cash Flow zu tun!

Jeder hat ja die freie Wahl wo und wie er bucht. Ich will bestimmt nicht dass mir der Staat hier was diktiert!
 
Mitte August ein Hotel (2 Nächte) für Ende Oktober gebucht, lt. schriftlicher Bestätigung vom Hotel ist die Buchung OK.

Glück gehabt.
 
Hallo,
leider bin ich auch von der AMOMA-Pleite betroffen. Ich habe mich mit meiner Bank wegen dem Chargeback-Verfahren Kontakt aufgenommen. Mein Berater hat mit MasterCard telefoniert. MasterCard hat angegeben, dass sie eine Insolvenzbescheinigung von AMOMA benötigen (am Besten per E-Mail anfordern (?!?).
Hat jemanden Kontaktdaten, wo ich solcher Bescheinigung bekommen könnte?
Vielen Dank für jede Unterstützung.
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Hallo,
leider bin ich auch von der AMOMA-Pleite betroffen. Ich habe mich mit meiner Bank wegen dem Chargeback-Verfahren Kontakt aufgenommen. Mein Berater hat mit MasterCard telefoniert. MasterCard hat angegeben, dass sie eine Insolvenzbescheinigung von AMOMA benötigen (am Besten per E-Mail anfordern (?!?).
Hat jemanden Kontaktdaten, wo ich solcher Bescheinigung bekommen könnte?
Vielen Dank für jede Unterstützung.
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In der Datei des zuständigen Bezirksgerichts?
 
Mitte August ein Hotel (2 Nächte) für Ende Oktober gebucht, lt. schriftlicher Bestätigung vom Hotel ist die Buchung OK.

Glück gehabt.

...wird auch noch bis Oktober storniert, da Amoma deine Hotelbuchung beim Broker (der auf deinem Voucher steht) erst 2-3 Tage vor Check In "bezahlt".
 
Insolvenzbescheinigung dürfte in der Schweiz so nicht einfach sein. Aber in ein paar Tagen sollte der Konkurs der Amoma Sàrl im Schweizerischen Handelsamtsblatt und dem Handelsregister veröffentlicht sein. Die Veröffentlichung im Schweizierischen Handelsamtsblatt wird man unter www.shab.ch abrufen können. Einen Handelsregisterauszug mit dem Hinweis auf den Konkurs (Zusatz "in Liquidation") wird man dann gratis unter www.zefix.ch abrufen können. Sollte das alles nicht ausreichen, muss man warten, bis das Konkursamt Genf das weitere Vorgehen bekannt gegeben hat, bzw. dann eine Konkursbestätigung beim Konkursamt in Genf kostenpflichtig bestellen (https://www.ge.ch/faillites/demander-attestation-non-faillite)

Wichtig: Bis zum jetztigen Zeitpunkt liegt m.W. noch keine offizielle Publikation der Insolvenz (bzw. Konkurs wie es in der Schweiz heisst) vor. Dies ist aber normal und kann noch ein paar Tage dauren.
 
Anno 2016 hatte ich ständig diese 10%-Rabatt Codes im Postfach. Danach bekam ich das nur noch sporadisch. Seit Mai hatte ich das Angebot wieder in einer Dauerschleife erhalten. So im Nachhinein kann man das auch als Anzeichen werten.

und dann sieht man ja auch ganz deutlich, dass da kriminelle am werk sind und am ende noch mal die taschen füllen wollen.
 
Gerade erst davon mitbekommen.
Gott sei dank bin ich denen in den letzten Tagen nicht auf den Laim gegangen.

Es gab teilweise echt sehr günstige Raten, bei denen ich länger überlegt habe. Insbesondere die Preise im höherpreisigen Segment waren mitunter absurd günstig. Für mein Bauchgefühl letztlich wohl zu günstig, um einen vierstelligen Betrag an einen windigen OTA zu überweisen.

Mit den Erkenntnissen von heute ist das schon echt frech, sich in den letzten nochmal die Taschen vollzumachen.
 
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