IB: Familie mit dickem Haustier verpasst Urlaubsflug

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CEndres80

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Sehr lustig...


Hundgepäck-Problem
Familie mit dickem Haustier verpasst Urlaubsflug

Weil ihr Hund das zulässige Höchstgewicht fürs Handgepäck überschritt, musste eine Familie in Düsseldorf ihre Urlaubsplanung ändern. Eiligst musste eine Transportbox für den Frachtraum her - doch dann war der Flieger weg. Jetzt ging der Fall vor Gericht.

Düsseldorf - Weil ihr Hund zu viele Pfunde auf die Gepäckwaage brachte, hat eine Familie in Düsseldorf ihren Urlaubsflieger nach Portugal verpasst. Da der Mischling bei früheren Reisen stets in der Passagierkabine mitfliegen durfte, hatte die Familie auch diesmal darauf vertraut. Doch am Schalter musste sie erfahren, dass ihr Vierbeiner das zulässige Kabinen-Höchstgewicht um mehrere Kilo überschreitet. Am Dienstag wurde der Streit vor Gericht fortgesetzt.

Mit einem Taxi war der 50-jährige Familienvater noch zum anderen Ende des Flughafens geeilt, um eine Frachtbox für den Bello zu kaufen. Als er mit der Box zurückkam, habe die spanische Airline Iberia aber den Schalter vor seinen Augen geschlossen. Nebenan, am Schalter für die erste Klasse, seien derweil noch Passagiere abgefertigt worden. Dass ihr Hund fett geworden sei, bestritt die Familie. Er habe allenfalls ein bisschen zugelegt.

Die Familie war schließlich samt Hund per Auto nach Portugal gereist und hatte ihre 910 Euro für die Flugtickets per Klage zurückverlangt. Die Airline beharrt darauf, alles richtig gemacht zu haben. Der Schalter habe ganz normal geschlossen.

Der Richter des Düsseldorfer Amtsgerichts ließ am Dienstag erkennen, dass die Familie schlechte Karten hat, weil sie eine etwaige Willkür der Airline nicht beweisen könne. Er appellierte aber an die Kulanz der Fluggesellschaft und schlug einen Vergleich vor: Beide Parteien sollen sich die Kosten teilen. Das will Iberia nun prüfen.


Quelle:
Hundgepäck-Problem: Familie mit dickem Haustier verpasst Urlaubsflug - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
 
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matchcut30

Guest
Als er mit der Box zurückkam, habe die spanische Airline Iberia aber den Schalter vor seinen Augen geschlossen. Nebenan, am Schalter für die erste Klasse, seien derweil noch Passagiere abgefertigt worden.

Während in Villa Riba noch FIRSTkasper einchecken, wird in Villa Bacho schon Feierabend gemacht! So san's, die Spanier!
Und Pummel-Bello darf nicht mit!
Mit Emerald oder Sapphire wär das nicht passiert.
Note to self: Mileage Runs sind gut für den Familienfrieden.
 
M

matchcut30

Guest
Die Geschichte lässt aber böses vermuten:

Wer bitteschön fährt mit Kind und Kegel zum Flughafen,
- kriegt es nicht hin(!), gegen gewisse Widerstände, das Pummeltier doch noch einzuchecken,
- wehrt sich nicht dagegen, abgewiesen zu werden, während nebenan noch fleißig Bordkarten gedruckt werden,
- schießt 910 Euro in den Wind,
- um dann mit dem Auto(!) nach Portugal zu fahren?!
- und sich die 910 Euro anschließend auf dem Klageweg wieder zu holen?

a) gescheiterte IDB-Spekulanten
b) Opfer dieser Futurama-Gehirnschnecken
c) Deutsche?!
 

AHS

Erfahrenes Mitglied
07.10.2010
657
4
Es ist noch früh...
Bei mir nicht.

- kriegt es nicht hin(!), gegen gewisse Widerstände, das Pummeltier doch noch einzuchecken,
Was würdest du denn machen, wenn sich standhaft geweigert wird, den Moppel einzuchecken? Es wird im Artikel nicht erwähnt, was versucht wurde und wer hinzugezogen wurde. Bei dem entstehenden Aufwand allein für die Beschaffung der Box dürfte im Vorfeld schon einige Zeit diskutiert worden sein.

- schießt 910 Euro in den Wind,
Alternative? Hund draußen anbinden und rein in den Flieger?

- um dann mit dem Auto(!) nach Portugal zu fahren?!
Nicht jeder hat die Kohle so locker sitzen, dass mal schnell für 3 oder mehr Personen neue (und dann vermutlich sauteure) Tickets gekauft werden. Gebuchte Unterkunft vor Ort, auf Urlaub gefreut, also wird nach Alternativen gesucht, und die günstigste heißt dann wohl "Auto".

- und sich die 910 Euro anschließend auf dem Klageweg wieder zu holen?
Erneut die Frage nach der Alternative! Ob vorher auf außergerichtlichem Wege versucht wurde, den Fall zu klären, steht nicht im Artikel. Und dann steht halt am Ende nur der Klageweg zur Verfügung, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt.
 
M

matchcut30

Guest

Und deswegen zerpflückst Du mit hoher empathischer Energie meinen Kommentar?
Manch einer erkennt Ironie und Sarkasmus nicht mal dann, wenn sie mit gespr*izten Beinen vor ihm liegen...

Was würdest du denn machen, wenn sich standhaft geweigert wird, den Moppel einzuchecken? Es wird im Artikel nicht erwähnt, was versucht wurde und wer hinzugezogen wurde. Bei dem entstehenden Aufwand allein für die Beschaffung der Box dürfte im Vorfeld schon einige Zeit diskutiert worden sein.

Das ist richtig, und wirklich Gedanken, wie der ganze Vorgang, in verschiedenen Varianten, möglicherweise verlaufen sein könnte, habe ich mir nicht gemacht. Sorry that.
Ich hab mir halt eine Urlauberfamilie vorgestellt, die bei dem Satz "ihr Hund ist zu fett und muss in den Frachtraum" nicht in Lachen sondern in Tränen ausbricht. Taktlos, aber lustig.

Alternative? Hund draußen anbinden und rein in den Flieger?

Hundepension? Jemanden anrufen, der ihn abholt?
Mein Gott, ich war nicht dabei, aber es hat einfach die Frage aufgeworfen, warum man auf eigene Entscheidung (das war es ja letztlich) die Tickets in die Tonne kloppt, um dann von D nach Portugal mit dem Auto zu fahren, um dann wiederum die Airline zu verklagen.

Nicht jeder hat die Kohle so locker sitzen, dass mal schnell für 3 oder mehr Personen neue (und dann vermutlich sauteure) Tickets gekauft werden. Gebuchte Unterkunft vor Ort, auf Urlaub gefreut, also wird nach Alternativen gesucht, und die günstigste heißt dann wohl "Auto".
Jaja, das ist ja alles richtig. Warum glaubst Du, ist diese Meldung eine Meldung? Warum geht das durchs Radio und durch Zeitungen und landet schließlich hier im Forum? Weil's lustig ist, irgendwie. Abseitig. Weil es dazu einlädt, sich das vorzustellen. Schadenfreude ist sicher keine besonders edle Emotion, aber jetzt todernst und entrüstet auf das Schicksal der armen Familie hinzuweisen? Ist ja okay, ich nehme alles zurück, es ist eine sehr traurige Angelegenheit, die Kinder haben geweint, der Hund hat gebellt, der Vater hat geschwitzt, und die ganze Situation war absolut UNABDINGBAR und ALTERNATIVLOS.
 

AHS

Erfahrenes Mitglied
07.10.2010
657
4
Ich kann noch viel empathischer sein :D.

Ich finde die Geschichte auch witzig (weil ich Gott sei Dank nicht betroffen war), so ist es nicht. Du hast es nur dargestellt, als wenn das die absoluten Vollpfosten wären und man es locker anders hätte lösen können. Vielleicht waren es absolute Vollpfosten, aber dazu müsste man mehr über den Ablauf wissen.
 
H

HONig

Guest
Im Zweifel tippe ich aus der Lebenserfahrung eher auf besonders regelkonforme Vollpfosten bei der Airline mit wenig Fingerspitzengefühl.

Fingerspitzengefühl. Kein Produkt von Lufthansa.
Kundenumgang. Kein Produkt von Lufthansa.
Zufriedene Kunden. Kein Produkt von Lufthansa.

Der Wettbewerb folgt dem großen Vorbild...
 
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matchcut30

Guest
Da liegt der Hund begraben:

Da der Mischling bei früheren Reisen stets in der Passagierkabine mitfliegen durfte, hatte die Familie auch diesmal darauf vertraut.

Auf etwas zu vertrauen bzw. gewisse Dinge, die früher "immer geklappt haben", vorauszusetzen, ist im Umgang mit egal welchen Airlines ein sofortiges Disqualifikationsmerkmal. Welches die Familie ja auch zu spüren bekam.

Der nächste Hund:

Er appellierte aber an die Kulanz der Fluggesellschaft und schlug einen Vergleich vor: Beide Parteien sollen sich die Kosten teilen.

Wie mächtig Airlines gegenüber dem ahnungslosen Kunden sind, merkt man, wenn Richter an deutschen Gerichten schon "appelieren" müssen und Vorschläge unterbreiten.

Das will Iberia nun prüfen.

Genau. Und heraus kommt ein 100 Euro Voucher, wir würden uns freuen, Sie demnächst wieder an Bord eines Iberia-Fluges begrüßen zu dürfen!
Besser als nix!:doh:
 
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Dog

Erfahrenes Mitglied
17.03.2010
252
0
FRA/CGN/DUS
BTT

1. Niemand hier weiss, wie die Familie sich am Check-In verhalten hat.
2. Wie komfortabel wäre es für den Hund wohl in der Kabine geworden (mit seinen 8kg unterm Vordersitz)?
3. Frage ich mich, warum die vorhandene Box nicht einfach direkt als AVIH eingecheckt wurde...

Gruß
Dog
 

Greenie

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
315
141
Gestern abend lief ein Kurzbericht im TV über den Prozeß.

Der Hund war beim ersten Flug noch jünger und mithin leichter. Inzwischen ist er wohlgenährt. So wirkte er auch auf den ersten Blick.
Man konnte durchaus unmittelbar auf die Idee kommen, den Hund zu wiegen.

Am Check-In hat man dann der (portugiesischen oder spanischen(?)) Familie mitgeteilt, dass der Hund in Transportbox im Frachtraum mitkommen kann und einen Hinweis gegeben, wo man Transportboxen erwerben kann. Der Familienvater ist dann schnellstmöglichst dorthin (Taxi) und mit der Box wieder am Check-In aufgetaucht.

Der Anwalt der Iberia äußerte sich nach der Verhandlung vorsichtig ablehnend gegenüber dem Vergleichsvorschlag.
 
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matchcut30

Guest
Der Hund war beim ersten Flug noch jünger und mithin leichter. Inzwischen ist er wohlgenährt. So wirkte er auch auf den ersten Blick.
Man konnte durchaus unmittelbar auf die Idee kommen, den Hund zu wiegen.

Was diese Aussage:

Auf etwas zu vertrauen bzw. gewisse Dinge, die früher "immer geklappt haben", vorauszusetzen, ist im Umgang mit egal welchen Airlines ein sofortiges Disqualifikationsmerkmal.

nur unterstreicht, aber dem Starrsinn der Airline ein balkenbrechendes Ausmaß an Naivität der Familie entgegensetzt!

Wer dann nicht auf die Uhr schaut...
 

Flymaniac

Erfahrenes Mitglied
05.03.2010
2.035
256
BTT


2. Wie komfortabel wäre es für den Hund wohl in der Kabine geworden (mit seinen 8kg unterm Vordersitz)?
3. Frage ich mich, warum die vorhandene Box nicht einfach direkt als AVIH eingecheckt wurde...

Muß ein ganz besonderer Tierfreund sein der seinen Hund auf dem Weg nach Portugal auch noch umsteigen läßt.

zu 3. In der Kabine muß es eine flexible Tasche sein. Für den Gepäckraum muß es eine feste Hundebox sein.
 
H

HONig

Guest
Starrsinn der Airline

Die sich überlegen sollte, wie oft die Gäste reisen - und manchmal einfach mal fünfe gerade lassen sollte.

Es ist auch kein Sicherheitsproblem.

Insofern wäre am Check-In ein "Auf dem Rückweg bitte im Frachtraum in der Transportbox, aber hinwärts ausnahmsweise in der Kabine." eine sehr kundenfreundliche und sinnvolle Lösung gewesen. Die Familie wirkt auf mich jetzt auch nicht so unverständig, als hätten sie da nicht eingeschlagen.

Zudem kann die Check-Dame auch die Boardingpässe ausstellen und das Gepäck nachchecken. Das schafft jede Airline ja auch am Gate mit dem Handgepäck, um die Gäste zu schikanieren.

M.E. liegt der Fehler bei der Airline. Hoffentlich sieht das der Richter auch so und ist auch schon mal geflogen.
 

dipoli

Gegen-Licht-Gestalt
21.07.2009
7.656
6
MUC
Sorry. Regeln sind dafür da, dass sie beachtet werden und für ALLE gelten!
 
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matchcut30

Guest
Zudem kann die Check-Dame auch die Boardingpässe ausstellen und das Gepäck nachchecken. Das schafft jede Airline ja auch am Gate mit dem Handgepäck, um die Gäste zu schikanieren.

Das schafft jede Airline, die ihren Gästen eine Self-checkin-Möglichkeit wie OLCI, Automaten, Smartphone usw. bietet.
 

MichaelFFM

Hertz-loses Mitglied
Teammitglied
Ein dicker Hund, diese Geschichte.
Allerdings ist es ja schon etwas sehr naiv, auf den guten Willen des Personals zu hoffen.
Die Regeln fuer 'Kabinentiere' sind klar definiert und zugaenglich, dann muss das Tierchen halt vorher auf die Waage.
Auch muss ein Tiertransport im Frachraum vorher angemeldet werden. Waere dort kein Platz mehr verfuegbar gewesen, haette die Familie auch nicht fliegen koennen.

Ueberhaupt sollte man immer genug Zeit einplanen, wenn man mit Kindern, Tieren oder gar VFT Mitgliedern auf Reisen geht. ;)
 

flysurfer

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
26.001
45
www.vielfliegertreff.de
Sorry. Regeln sind dafür da, dass sie beachtet werden und für ALLE gelten!

Sorry, das ist ausgemachter Unsinn, außer man ist Blockwart und schätzt die dazu gehörende Mentalität. :rolleyes:

Richtig ist vielmehr: Keine Regel ohne Ausnahme, und selbstverständlich sind Regeln SINNVOLL anzuwenden, unter Berücksichtigung des konkreten Falls und der Situation. Regeln dienen schließlich einem Zweck, nicht einem Selbstzweck.