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Gerne wollen wir euch auf unsere Traumreise auf die Malediven zumindest virtuell mitnehmen!
Wir sind am vergangenen Mittwoch hier gelandet und werden am 10.10. (Sonntag) wieder heimwärts reisen.
Prolog
Nachdem unsere Reise nach Bali im Februar 2020 aus gesundheitlichen Gründen entfiel und die geplante Neuseeland-Reise im Oktober 2020 aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht möglich war (Neuseeland erlaubt keine Einreisen), entschieden wir uns für eine Reise auf die Malediven. Das war schon immer eines unserer Traumziele und nun rückte es in greifbare Nähe. Deutlich teurer als Bali (wobei das Resort an beien Orten vergleichbar gewesen wäre), aber durch die ganzen Absagen war ja noch Budget in der Reisekasse.
Diese Reise haben wir bereits im Januar gebucht. So waren die Flüge noch nicht sehr voll. Aufgrund der guten Buchungslage hat Lufthansa sich entschieden, die Malediven – anders als sonst üblich – ganzjährig anzufliegen. Vor Corona gab es wenn ich das richtig verstanden habe nur einen saisonalen Nonstop-Service (halbjährlich). Gottseidank konnten wir dennoch für den Hinflug zwei Meilentickets in C ergattern. Der Rückflug war Paid-Y+, aber mit eVouchern auf (monatelanger) C-Warteliste.
Problematisch war noch im Januar 2021 die desaströse Lage auf Stuttgart-Frankfurt. Vor Corona hatte Lufthansa diesen Flug 4-5 mal täglich als Feeder für die Langstrecke durchgeführt. Stand Januar 2021 gab es nur eine tägliche Verbindung um 10:55 Uhr. Allerdings geht der Flug nach Malé erst um 20:50 Uhr ab Frankfurt. Das heißt wir würden einen etwa 8 Stunden dauernden Umstieg in Frankfurt haben. Stand September 2021 gibt es wieder mehrere Stuttgart-Frankfurt Verbindungen, aber da unser Ticket nicht kostenlos umbuchbar ist, nützte uns das nichts.
Als Hotel haben wir uns nach ausführlicher Beratung durch @rcs für das Hurawahli Island Resort entschieden. Dort gibt es Beach Villen oder Ocean bzw. Ocean Pool Villen. Wir haben uns für letzteres entschieden. Die Ocean Pool Villen befinden sich auf einem eigenen Steg direkt über dem Meer und haben wie der Name schon vermuten lässt einen eigenen Pool. Dieser hat eine schöne Größe und sollte zum angenehmen Relaxen ausreichen. Man hat über eine eigene Treppe auch direkten Zugang zum Meer.
Da die Corona-Situation des Oktobers im Januar noch nicht absehbar war, haben wir auch einen Corona-Reiseschutz dazu gebucht. Gerade ein Maledivenurlaub ist nicht günstig und es wäre ärgerlich, wenn wir den Urlaub aufgrund von Coronabeschränkungen oder gar eines positiven Coronatests nicht antreten können, den Urlaub aber voll zahlen müssen.
Vorbereitungen
Ähnlich wie Dubai waren und sind die Malediven weitestgehend „offen“ für Touristen. Mittlerweile ist allerdings neben dem obligatorischen Test eine vollständige Impfung Voraussetzung für die touristische Einreise. Da wir beide mi J&J sowie einmal mit Biontech („Booster“) geimpft sind, war die erste Voraussetzung erfüllt und somit blieb nur der Test offen.
So begann die Reise damit, dass wir am Sonntag (26.09.) schon einmal zum Stuttgarter Flughafen fuhren um dort den Corona-Test machen zu lassen. Die Malediven verlangen einen PCR-Test. Für meine USA-Reisen im Sommer war bisher immer ein Antigen-Test ausreichend, den man im städtischen Testzentrum (Stichwort: Bürgertest) kostenlos durchführen lassen konnte. Da das hiesige städtische Testzentrum aber mangels Nachfrage und weil die kostenlosen Tests Anfang Oktober auslaufen werden, ohnehin seine Pforten in der Vorwoche geschlossen hat, hätten wir ohnehin zum Flughafen gemusst.
Dort angekommen war einiges los – wie immer gingen die Hälfte der Maschinen zu allen möglichen Städten in die Türkei, das dritte Viertel nach Mallorca und der Rest zu allen anderen von STR bedienten Zielen.
Vor dem Testzentrum war hingegen kaum etwas los und so warteten wir lediglich 5 Minuten bis wir an der Reihe waren. Der Test durfte bis zu 72h alt sein und so konnten wir den relativ frühzeitig machen. Daher haben wir uns für die günstigste Variante entschieden: den 24h Test zu 69€. Es hätte auch noch 12, 6 sowie 1h Tests gegeben, die natürlich entsprechend teurer sind. Gerade der 1h PCR-Test ist dahingehend spannend, dass damit PCR fast so schnell ist wie der (unzuverlässigere) Antigen-Test. Den 1h Test kann man ja theoretisch sogar dann noch machen, wenn man am Checkin aufschlägt und erst da feststellt, dass das Zielland einen Test verlangt.
Noch am selben Abend kamen die Ergebnisse: negativ: Damit stand der Reise nichts mehr im Wege.
Die Anreise
Am 28.09. (Dienstag) sollte es dann von Stuttgart ins sonnige Malé und von dort weiter auf die Insel Hurawahli gehen,
Hier die geplante Reiseroute grafisch visualisiert:
Stuttgart -> Frankfurt -> Malé (c) gcmap.com
Weiter geht es dann von Malé mit einem Wasserflugzeug und einem Speedboot:
Quelle: https://maldivesfinest.com/de/malediven-karte-25
Pünktlich um 7:15 Uhr fuhren wir mit der S-Bahn zum Stuttgarter Flughafen um dort einzuchecken. Wir hatten im Vorfeld versucht, die elektronische Einreiseanmeldung für die Malediven auszuführen. Leider ist die immer nur 24 Stunden gültig und da wir relativ lange unterwegs sein würden, dachten wir dass wir diese Anmeldung am besten im Transit in Frankfurt ausfüllen.
Am Stuttgarter Flughafen angekommen wurde uns dann aber mitgeteilt, dass die Health Declaration der Einreiseanmeldung eine der Voraussetzungen des Checkins ist. Also haben wir die Einreiseanmeldung noch schnell etwas abseits des Checkins durchgeführt. Wir hatten mit ordentlich Anreisepuffer geplant, falls ein Zug ausfallen würde, und so hatten wir noch mehr als genug Zeit bis der Flug um 10:55 Uhr abheben würde. Leider sind alle Lounges am Flughafen Stuttgart nach wie vor „temporär“ geschlossen. Mittlerweile nicht mehr wegen Corona, sondern wegen notwendiger Renovierungen. Das lässt Hoffnung, dass die Lounges irgendwann wieder geöffnet werden.
Der Flug LH133 nach Frankfurt war pünktlich. Die reine Flugzeit beträgt nur 30 Minuten, fast genau so lange dauert aber das Rollen an beiden Flughäfen. In der Business Class wird trotzdem ein Meal Service geboten. Lufthansa hat Anfang Juli das neue „Tasting Heimat“-Konzept gestartet. Für alle, die nicht den entsprechenden Parallelthread frequentieren: Die Idee hierbei ist, dass es auf den Flügen immer ein Menü gibt, was an eine bestimmte deutsche Stadt angelehnt ist – idealerweise an den Start- oder Zielort des Fluges. Auf diesem Flug war es „Tasting Berlin“, das mit dem Start- oder Zielort hat also nur so semi-gut geklappt:
Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung was das genau war, aber geschmeckt hat es. Das grüne war Spargel und das in der Mitte irgendeine Pastete, aber welche genau: keine Ahnung. Wer sagen kann, was das gewesen sein soll, darf das gerne in die Kommentare schreiben. Oben links gab es eine Art Beerenkompott. Das was aussieht wie ein Stein entpuppt sich als eine Art Schokokuss in etwas unerwarteter Form.
In Frankfurt angekommen hatten wir nun von etwa 11:45 Uhr bis 20:00 Uhr Zeit. So gingen wir gemächlich durch die Ausreisekontrolle und in die Lounge im Non-Schengen Bereich.
Positiv war, dass das Angebot der Lounges wieder mehr oder weniger das Vor-Corona-Niveau erreicht hat und man somit dort normal speisen konnte. Am Anfang der Pandemie gab es in den Lounges ja weder Essen, noch Getränke. Somit musste man zum Essen und Trinken immer raus gehen. Durch den langen Aufenthalt würden wir hier ja mindestens zweimal etwas essen.
Die erste Mahlzeit bestand aus einer Eigenbau-Leberkässemmel:
Prädikat: Durchaus essbar. Es hätte noch Kartoffelsuppe oder irgendeine Art Ofengemüse gegeben.
Danach habe ich noch etwas gearbeitet, da 1-2 Dinge noch dringend fertig werden mussten. Meine +1 nutzte die Zeit um in Ruhe zu lesen.
Die Lounge an sich war gut gefüllt, aber nicht überfüllt. Gegen 16 Uhr, als so langsam die gesamte USA-Welle der Flüge rausgegangen war (bis auf die UA-Maschine nach IAD), leerte es sich merklich:
Nettes Feature: Durch das Einchecken in die Lounge weiß Lufthansa, welche Flüge die Passagiere in der Lounge haben. Nur diese Flüge werden dann auf den Abflugmonitoren angezeigt:
Das Vorfeld ist leider immer noch eher leer verglichen mit 2019:
Zum Abendessen gab es dann testweise das Ofengemüse mit Leberkäs:
Ein Fehler, denn das Ofengemüse war einfach nicht gut.
Kurz bevor wir die Lounge verließen, füllte sich das Vorfeld dann doch noch:
Hier unser Flugzeug, ein A330-300. Leider habe ich kein besseres Foto in Frankfurt machen können:
Am Gate war einiges los, aber irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, dass der Flug ausgebucht war. Dazu waren es dann doch zu wenig Passagiere:
Allerdings trügen Gefühle ja manchmal und so weiß ich nicht, wie die Auslastung über alle Klassen hinweg letztendlich war. Die C war recht voll, ich würde auf leere Plätze im unteren einstelligen Bereich tippen.
Positiv: Man musste hier nicht nochmal den Impfausweis und Test vorzeigen. Das war Anfang bzw. Mitte des Jahres noch anders. Da wurde an allen Stellen des Flughafens peinlich darauf geachtet, auch ja genug Abstand einzuhalten, nur um hier vor dem Einsteigen dann durch den Dokumentencheck (der ja eigentlich schon beim Checkin durchgeführt wurde) mit parallelem Boarding eine große Menschentraube des Typs „Gruppenkuscheln“ zu erzeugen.
LH 704 – Plätze 3HK
Um 19:45 Uhr waren wir dann an Board und hatten unsere Plätze in Reihe 3 eingenommen. Da der Flug etwas länger geht (10h ist hier glaube ich die Grenze), gibt es hier extra Matratzen (die weißen Beutel vorne zwischen Bildschirm und Kissen). Die ist auf den kürzeren Flüge, beispielsweise an die US-Ostküste nicht vorhanden.
Pre-Departure Drink
Als Einstimmung auf die Malediven gab es zum Abendessen die Seafood Option:
Danach ging es ins Reich der Träume. Geweckt wurden wir dann vom helllichten Tage um etwa 7 Uhr maledivischer Zeit (4 Uhr deutscher Zeit). Zum Frühstück entschieden wir uns für das Müsli. Mit dem Fruchtfleisch im O-Saft hatten sie es sehr gut gemeint:
Und hier dann endlich der erste Blick auf eine Insel der Malediven:
Man sieht, dass die Inseln an sich recht ausgedehnt, aber sehr sehr flach sind. Nur ein ganz kleiner Teil ist überhaupt grün und ein noch kleinerer Teil ist bebaut. Eine Resort-Insel mit den typischen Stegen mit „Over-Water Villas“ (oben):
Hier ein paar Impressionen auf dem Weg nach Malé – der Hauptstadt der Malediven:
Als wir in den Endanflug gingen, tauchten mehr und mehr Schiffe auf:
Gelandet:
Der Flughafen ist etwas außerhalb der Hauptstadt, welche über die Brücke verbunden wird. Beeindruckend ist die Größe des Flughafens – er ist sehr sehr klein. So muss das Flugzeug am Ende der Landebahn wenden und wieder ein wenig zurück fahren um dann die Bahn zu verlassen. Neben der Bahn stehen einige andere Passagierflugzeuge:
Blick auf die Landebahn, da wir an deren Ende wenden mussten
Interessanterweise ist das aber kein Abstellplatz, sondern dort werden die Flugzeuge be- und entladen. Das erfolgt hier ausschließlich über Treppen und Busse. Ein großes Terminalgebäude mit Fingergates, an welche die Flugzeuge andocken könnten, sucht man hier vergeblich. Die Kräne im Hintergrund lassen aber vermuten, dass bereits ein neues Terminal gebaut wird. Es würde mich doch sehr wundern, wenn das keine Fingergates bekommt.
Hier noch der auf dem ersten Foto fehlende vordere Teil unseres Flugzeuges:
Das Terminalgebäude, in dem die Einreise und Gepäckausgabe stattfindet. Durch die himmelblauen Dächer wirken die Gebäude noch kleiner als sie eh schon sind:
Wenn der halbe Tag auf diesen kleinen Bildschirm passt, scheint auch generell nicht so viel los zu sein:
Dann ging es weiter zum Wasserflugzeug-Checkin. Hier gibt es eine Übersichtskarte, die illustriert, wie viele Resort-Inseln es gibt:
Wie in Indien ist auch hier das Mittel der Wahl für die Fortbewegung der Einheimischen das Mofa:
Die meisten Arbeiter hier scheinen auch aus Indien zu stammen.
Hier sieht man, wie nahe man am Flughafen vorbei fährt bzw. wie eingeengt er ist:
Das Wasserflugzeug-Terminal liegt auf der anderen Seite des Flughafens. Dort mussten wir noch etwas über 2 Stunden warten, da unser Flug erst um 12 Uhr ging. Aber auch hier gab es eine Lounge, die allerdings mit der Lounge in Frankfurt nur den Namen gemein hat. Es gab Stühle und kostenlose Getränke, das war’s.
Gegen 12 Uhr ging es dann zum Flugzeug von Trans-Maldivian Airways:
Ähnlich wie schon in Hawaii mit dem Island Hopper der Mokulele Airways seinerzeit bleibt auch hier die Cockpittür offen:
Sicherheitskontrolle gab es auch keine.
Die Piloten fliegen barfuß:
Und schon sind wir in der Luft, wenn auch erst mit Schlagseite nach links. Hatten die Piloten da die Trimmung nicht eingestellt? Nach kurzer Zeit wurde die Schräglage begradigt und es ging hoch hinaus:
Ein Flug im Wasserflugzeug ist definitiv was anderes als ein gewöhnlicher Flug. Durch die fehlende Druckkabine fliegt man natürlich nicht so hoch. Der Start und die Landung sind wesentlich holpriger und lauter ist es in der Kabine ebenso. Des Weiteren roch es die ganze Zeit nach Kerosin.
Gelandet – und schon fast am Ziel:
Weiter geht es mit dem Speedboot, von dem ich leider keine Fotos gemacht habe. Hier kommt unsere Insel in Sicht, bzw. ein Restaurant der Insel:
Wie es dann weiter geht erfahrt ihr "semi-live" morgen. Das passt, denn die maximale erlaubte Bilderanzahl pro Beitrag (40) ist hiermit ohnehin erreicht
Wir sind am vergangenen Mittwoch hier gelandet und werden am 10.10. (Sonntag) wieder heimwärts reisen.
Prolog
Nachdem unsere Reise nach Bali im Februar 2020 aus gesundheitlichen Gründen entfiel und die geplante Neuseeland-Reise im Oktober 2020 aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht möglich war (Neuseeland erlaubt keine Einreisen), entschieden wir uns für eine Reise auf die Malediven. Das war schon immer eines unserer Traumziele und nun rückte es in greifbare Nähe. Deutlich teurer als Bali (wobei das Resort an beien Orten vergleichbar gewesen wäre), aber durch die ganzen Absagen war ja noch Budget in der Reisekasse.
Diese Reise haben wir bereits im Januar gebucht. So waren die Flüge noch nicht sehr voll. Aufgrund der guten Buchungslage hat Lufthansa sich entschieden, die Malediven – anders als sonst üblich – ganzjährig anzufliegen. Vor Corona gab es wenn ich das richtig verstanden habe nur einen saisonalen Nonstop-Service (halbjährlich). Gottseidank konnten wir dennoch für den Hinflug zwei Meilentickets in C ergattern. Der Rückflug war Paid-Y+, aber mit eVouchern auf (monatelanger) C-Warteliste.
Problematisch war noch im Januar 2021 die desaströse Lage auf Stuttgart-Frankfurt. Vor Corona hatte Lufthansa diesen Flug 4-5 mal täglich als Feeder für die Langstrecke durchgeführt. Stand Januar 2021 gab es nur eine tägliche Verbindung um 10:55 Uhr. Allerdings geht der Flug nach Malé erst um 20:50 Uhr ab Frankfurt. Das heißt wir würden einen etwa 8 Stunden dauernden Umstieg in Frankfurt haben. Stand September 2021 gibt es wieder mehrere Stuttgart-Frankfurt Verbindungen, aber da unser Ticket nicht kostenlos umbuchbar ist, nützte uns das nichts.
Als Hotel haben wir uns nach ausführlicher Beratung durch @rcs für das Hurawahli Island Resort entschieden. Dort gibt es Beach Villen oder Ocean bzw. Ocean Pool Villen. Wir haben uns für letzteres entschieden. Die Ocean Pool Villen befinden sich auf einem eigenen Steg direkt über dem Meer und haben wie der Name schon vermuten lässt einen eigenen Pool. Dieser hat eine schöne Größe und sollte zum angenehmen Relaxen ausreichen. Man hat über eine eigene Treppe auch direkten Zugang zum Meer.
Da die Corona-Situation des Oktobers im Januar noch nicht absehbar war, haben wir auch einen Corona-Reiseschutz dazu gebucht. Gerade ein Maledivenurlaub ist nicht günstig und es wäre ärgerlich, wenn wir den Urlaub aufgrund von Coronabeschränkungen oder gar eines positiven Coronatests nicht antreten können, den Urlaub aber voll zahlen müssen.
Vorbereitungen
Ähnlich wie Dubai waren und sind die Malediven weitestgehend „offen“ für Touristen. Mittlerweile ist allerdings neben dem obligatorischen Test eine vollständige Impfung Voraussetzung für die touristische Einreise. Da wir beide mi J&J sowie einmal mit Biontech („Booster“) geimpft sind, war die erste Voraussetzung erfüllt und somit blieb nur der Test offen.
So begann die Reise damit, dass wir am Sonntag (26.09.) schon einmal zum Stuttgarter Flughafen fuhren um dort den Corona-Test machen zu lassen. Die Malediven verlangen einen PCR-Test. Für meine USA-Reisen im Sommer war bisher immer ein Antigen-Test ausreichend, den man im städtischen Testzentrum (Stichwort: Bürgertest) kostenlos durchführen lassen konnte. Da das hiesige städtische Testzentrum aber mangels Nachfrage und weil die kostenlosen Tests Anfang Oktober auslaufen werden, ohnehin seine Pforten in der Vorwoche geschlossen hat, hätten wir ohnehin zum Flughafen gemusst.
Dort angekommen war einiges los – wie immer gingen die Hälfte der Maschinen zu allen möglichen Städten in die Türkei, das dritte Viertel nach Mallorca und der Rest zu allen anderen von STR bedienten Zielen.
Vor dem Testzentrum war hingegen kaum etwas los und so warteten wir lediglich 5 Minuten bis wir an der Reihe waren. Der Test durfte bis zu 72h alt sein und so konnten wir den relativ frühzeitig machen. Daher haben wir uns für die günstigste Variante entschieden: den 24h Test zu 69€. Es hätte auch noch 12, 6 sowie 1h Tests gegeben, die natürlich entsprechend teurer sind. Gerade der 1h PCR-Test ist dahingehend spannend, dass damit PCR fast so schnell ist wie der (unzuverlässigere) Antigen-Test. Den 1h Test kann man ja theoretisch sogar dann noch machen, wenn man am Checkin aufschlägt und erst da feststellt, dass das Zielland einen Test verlangt.
Noch am selben Abend kamen die Ergebnisse: negativ: Damit stand der Reise nichts mehr im Wege.
Die Anreise
Am 28.09. (Dienstag) sollte es dann von Stuttgart ins sonnige Malé und von dort weiter auf die Insel Hurawahli gehen,
Hier die geplante Reiseroute grafisch visualisiert:
Stuttgart -> Frankfurt -> Malé (c) gcmap.com
Weiter geht es dann von Malé mit einem Wasserflugzeug und einem Speedboot:
Quelle: https://maldivesfinest.com/de/malediven-karte-25
Pünktlich um 7:15 Uhr fuhren wir mit der S-Bahn zum Stuttgarter Flughafen um dort einzuchecken. Wir hatten im Vorfeld versucht, die elektronische Einreiseanmeldung für die Malediven auszuführen. Leider ist die immer nur 24 Stunden gültig und da wir relativ lange unterwegs sein würden, dachten wir dass wir diese Anmeldung am besten im Transit in Frankfurt ausfüllen.
Am Stuttgarter Flughafen angekommen wurde uns dann aber mitgeteilt, dass die Health Declaration der Einreiseanmeldung eine der Voraussetzungen des Checkins ist. Also haben wir die Einreiseanmeldung noch schnell etwas abseits des Checkins durchgeführt. Wir hatten mit ordentlich Anreisepuffer geplant, falls ein Zug ausfallen würde, und so hatten wir noch mehr als genug Zeit bis der Flug um 10:55 Uhr abheben würde. Leider sind alle Lounges am Flughafen Stuttgart nach wie vor „temporär“ geschlossen. Mittlerweile nicht mehr wegen Corona, sondern wegen notwendiger Renovierungen. Das lässt Hoffnung, dass die Lounges irgendwann wieder geöffnet werden.
Der Flug LH133 nach Frankfurt war pünktlich. Die reine Flugzeit beträgt nur 30 Minuten, fast genau so lange dauert aber das Rollen an beiden Flughäfen. In der Business Class wird trotzdem ein Meal Service geboten. Lufthansa hat Anfang Juli das neue „Tasting Heimat“-Konzept gestartet. Für alle, die nicht den entsprechenden Parallelthread frequentieren: Die Idee hierbei ist, dass es auf den Flügen immer ein Menü gibt, was an eine bestimmte deutsche Stadt angelehnt ist – idealerweise an den Start- oder Zielort des Fluges. Auf diesem Flug war es „Tasting Berlin“, das mit dem Start- oder Zielort hat also nur so semi-gut geklappt:
Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung was das genau war, aber geschmeckt hat es. Das grüne war Spargel und das in der Mitte irgendeine Pastete, aber welche genau: keine Ahnung. Wer sagen kann, was das gewesen sein soll, darf das gerne in die Kommentare schreiben. Oben links gab es eine Art Beerenkompott. Das was aussieht wie ein Stein entpuppt sich als eine Art Schokokuss in etwas unerwarteter Form.
In Frankfurt angekommen hatten wir nun von etwa 11:45 Uhr bis 20:00 Uhr Zeit. So gingen wir gemächlich durch die Ausreisekontrolle und in die Lounge im Non-Schengen Bereich.
Positiv war, dass das Angebot der Lounges wieder mehr oder weniger das Vor-Corona-Niveau erreicht hat und man somit dort normal speisen konnte. Am Anfang der Pandemie gab es in den Lounges ja weder Essen, noch Getränke. Somit musste man zum Essen und Trinken immer raus gehen. Durch den langen Aufenthalt würden wir hier ja mindestens zweimal etwas essen.
Die erste Mahlzeit bestand aus einer Eigenbau-Leberkässemmel:
Prädikat: Durchaus essbar. Es hätte noch Kartoffelsuppe oder irgendeine Art Ofengemüse gegeben.
Danach habe ich noch etwas gearbeitet, da 1-2 Dinge noch dringend fertig werden mussten. Meine +1 nutzte die Zeit um in Ruhe zu lesen.
Die Lounge an sich war gut gefüllt, aber nicht überfüllt. Gegen 16 Uhr, als so langsam die gesamte USA-Welle der Flüge rausgegangen war (bis auf die UA-Maschine nach IAD), leerte es sich merklich:
Nettes Feature: Durch das Einchecken in die Lounge weiß Lufthansa, welche Flüge die Passagiere in der Lounge haben. Nur diese Flüge werden dann auf den Abflugmonitoren angezeigt:
Das Vorfeld ist leider immer noch eher leer verglichen mit 2019:
Zum Abendessen gab es dann testweise das Ofengemüse mit Leberkäs:
Ein Fehler, denn das Ofengemüse war einfach nicht gut.
Kurz bevor wir die Lounge verließen, füllte sich das Vorfeld dann doch noch:
Hier unser Flugzeug, ein A330-300. Leider habe ich kein besseres Foto in Frankfurt machen können:
Am Gate war einiges los, aber irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, dass der Flug ausgebucht war. Dazu waren es dann doch zu wenig Passagiere:
Allerdings trügen Gefühle ja manchmal und so weiß ich nicht, wie die Auslastung über alle Klassen hinweg letztendlich war. Die C war recht voll, ich würde auf leere Plätze im unteren einstelligen Bereich tippen.
Positiv: Man musste hier nicht nochmal den Impfausweis und Test vorzeigen. Das war Anfang bzw. Mitte des Jahres noch anders. Da wurde an allen Stellen des Flughafens peinlich darauf geachtet, auch ja genug Abstand einzuhalten, nur um hier vor dem Einsteigen dann durch den Dokumentencheck (der ja eigentlich schon beim Checkin durchgeführt wurde) mit parallelem Boarding eine große Menschentraube des Typs „Gruppenkuscheln“ zu erzeugen.
LH 704 – Plätze 3HK
Um 19:45 Uhr waren wir dann an Board und hatten unsere Plätze in Reihe 3 eingenommen. Da der Flug etwas länger geht (10h ist hier glaube ich die Grenze), gibt es hier extra Matratzen (die weißen Beutel vorne zwischen Bildschirm und Kissen). Die ist auf den kürzeren Flüge, beispielsweise an die US-Ostküste nicht vorhanden.
Pre-Departure Drink
Als Einstimmung auf die Malediven gab es zum Abendessen die Seafood Option:
Danach ging es ins Reich der Träume. Geweckt wurden wir dann vom helllichten Tage um etwa 7 Uhr maledivischer Zeit (4 Uhr deutscher Zeit). Zum Frühstück entschieden wir uns für das Müsli. Mit dem Fruchtfleisch im O-Saft hatten sie es sehr gut gemeint:
Und hier dann endlich der erste Blick auf eine Insel der Malediven:
Man sieht, dass die Inseln an sich recht ausgedehnt, aber sehr sehr flach sind. Nur ein ganz kleiner Teil ist überhaupt grün und ein noch kleinerer Teil ist bebaut. Eine Resort-Insel mit den typischen Stegen mit „Over-Water Villas“ (oben):
Hier ein paar Impressionen auf dem Weg nach Malé – der Hauptstadt der Malediven:
Als wir in den Endanflug gingen, tauchten mehr und mehr Schiffe auf:
Gelandet:
Der Flughafen ist etwas außerhalb der Hauptstadt, welche über die Brücke verbunden wird. Beeindruckend ist die Größe des Flughafens – er ist sehr sehr klein. So muss das Flugzeug am Ende der Landebahn wenden und wieder ein wenig zurück fahren um dann die Bahn zu verlassen. Neben der Bahn stehen einige andere Passagierflugzeuge:
Blick auf die Landebahn, da wir an deren Ende wenden mussten
Interessanterweise ist das aber kein Abstellplatz, sondern dort werden die Flugzeuge be- und entladen. Das erfolgt hier ausschließlich über Treppen und Busse. Ein großes Terminalgebäude mit Fingergates, an welche die Flugzeuge andocken könnten, sucht man hier vergeblich. Die Kräne im Hintergrund lassen aber vermuten, dass bereits ein neues Terminal gebaut wird. Es würde mich doch sehr wundern, wenn das keine Fingergates bekommt.
Hier noch der auf dem ersten Foto fehlende vordere Teil unseres Flugzeuges:
Das Terminalgebäude, in dem die Einreise und Gepäckausgabe stattfindet. Durch die himmelblauen Dächer wirken die Gebäude noch kleiner als sie eh schon sind:
Wenn der halbe Tag auf diesen kleinen Bildschirm passt, scheint auch generell nicht so viel los zu sein:
Dann ging es weiter zum Wasserflugzeug-Checkin. Hier gibt es eine Übersichtskarte, die illustriert, wie viele Resort-Inseln es gibt:
Wie in Indien ist auch hier das Mittel der Wahl für die Fortbewegung der Einheimischen das Mofa:
Die meisten Arbeiter hier scheinen auch aus Indien zu stammen.
Hier sieht man, wie nahe man am Flughafen vorbei fährt bzw. wie eingeengt er ist:
Das Wasserflugzeug-Terminal liegt auf der anderen Seite des Flughafens. Dort mussten wir noch etwas über 2 Stunden warten, da unser Flug erst um 12 Uhr ging. Aber auch hier gab es eine Lounge, die allerdings mit der Lounge in Frankfurt nur den Namen gemein hat. Es gab Stühle und kostenlose Getränke, das war’s.
Gegen 12 Uhr ging es dann zum Flugzeug von Trans-Maldivian Airways:
Ähnlich wie schon in Hawaii mit dem Island Hopper der Mokulele Airways seinerzeit bleibt auch hier die Cockpittür offen:
Sicherheitskontrolle gab es auch keine.
Die Piloten fliegen barfuß:
Und schon sind wir in der Luft, wenn auch erst mit Schlagseite nach links. Hatten die Piloten da die Trimmung nicht eingestellt? Nach kurzer Zeit wurde die Schräglage begradigt und es ging hoch hinaus:
Ein Flug im Wasserflugzeug ist definitiv was anderes als ein gewöhnlicher Flug. Durch die fehlende Druckkabine fliegt man natürlich nicht so hoch. Der Start und die Landung sind wesentlich holpriger und lauter ist es in der Kabine ebenso. Des Weiteren roch es die ganze Zeit nach Kerosin.
Gelandet – und schon fast am Ziel:
Weiter geht es mit dem Speedboot, von dem ich leider keine Fotos gemacht habe. Hier kommt unsere Insel in Sicht, bzw. ein Restaurant der Insel:
Wie es dann weiter geht erfahrt ihr "semi-live" morgen. Das passt, denn die maximale erlaubte Bilderanzahl pro Beitrag (40) ist hiermit ohnehin erreicht
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