Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
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irdisch
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Mhhh

Abarth will auch wieder Verbrenner:
 

3RONVAC

Erfahrenes Mitglied
28.08.2017
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Nicht so ganz richtig, aber das hast du ja eigentlich auch schon gesagt.
Es fehlt schlicht und einfach eine gemeinsame Definition von "Hybrid" und "Plug-in Hybrid", denn auch die PHEV mit einer Zwergenbatterie, die gerade mal 30km hält und deswegen zu 80% der Nutzungszeit nicht verwendet wird ist eigentlich ein Verbrenner.
Ich wäre für eine Aufteilung in "Carbon emmitting Vehicles" CEV und NCEV, wo dann auch Brennstoffzellenfahrzeuge, aber keine Holzvergaser erfasst werden.

Also ich finde die Abgrenzung zwischen Plug-in Hybrid und Hybrid eigentlich schon richtig und auch klar. Plug-in Hybrid ist alles mit Stecker, Hybrid ist ohne Stecker aka mildhybrid etc.
Deshalb sage ich ja, die "Hybrid ohne Stecker" in der Statistik gehören in die Benziner/Diesel Fraktion reingerechnet, da in 95-100% der Fälle je nach Auto der Verbrenner läuft.

Die beiden Dinge Hybrid mit und ohne Stecker in einen Topf zu werfen wie Du es forderst, fände ich aber nicht richtig. Moderne Plug-in Hybride haben durchaus ihre Berechtigung (als Brückentechnologie), denn mittlerweile haben die in der Regel einen Akku um die 25kwh, fahren echte 100km elektrisch und laden tlw. mit 50kw DC in 30 Minuten den Akku bei Bedarf voll. Schau Dir sowas wie den neuen Q3 e-hybrid an oder auch Modelle anderer Hersteller die mit 22-50kw laden können. Auch sowas wie ein C300de hat als Alleinstellungsmerkmal Dieselhybrid in den Fuhrparks seine Berechtigung.

Ich bestreite ja nicht, dass ein reiner BEV energetisch besser ist, nur was die PHEV Gegner immer bei dem Thema vergessen ist, dass ein PHEV in der Regel einen Verbrenner ersetzt und eben nicht ein PHEV einen BEV ersetzt. Der PHEV nimmt dem BEV also nichts weg. Das ist halt für Leute, die noch Vorbehalte haben und sich keinen BEV kaufen würden, aber vielleicht eben als Brückentechnologie einen neuen PHEV nehmen, um mit dem Thema warm zu werden und dann ggf. beim Folgefahrzeug auf einen reinen BEV umsteigen.
Früher mit den Minireichweiten der PHEV wurde der batterieelektrische Fahranteil kaum genutzt, das darf und soll man kritisieren, aber mit den neuen PHEV und oft auch Lademöglichkeiten beim Arbeitgeber oder ähnlichem kann man damit durchaus unter der Woche oder urban rein elektrisch unterwegs sein. Ich bin ein Gegner des einseitigen PHEV-Bashing mit der neuen Technik, denn diese FZ können (bei richtiger Nutzung) etwas zur Akzeptanz der alternativen Antriebe beitragen.
 
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Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
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FRA
Eigentlich immer nur ins Negative
Dass Subventionen den Markt verzerren ist klar, aber warum soll das negativ sein und vor allem "immer nur" ins negative.

Ich würde eher sagen, Subventionen blockieren den Blick auf ein Markgeschehen ohne sie.
Wie würde Deutschland aussehen ohne die Milliarden Agrarsubventionen, wie würde Deutschland aussehen ohne Tabaksteuer ... man waaaaß es net
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
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Nord Europa
Wir kommen vom Thema ab.
zu 1. Ein Deutschland ohne Agragroßkonzerne. Jost-Stefan Heinig*) kauft gerade großflächig Ackerland in Lower Saxony, warum wohl?
zu 2. Steuer ist keine Subvention
*) Der neue Dieter Schwarz?
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
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14.287
FRA/QKL
Damit bist du aber einer der ganz wenigen, die tatsächlich auch die Batterie nutzen und nicht nur die 0,5%.
Wenn PHEV so genutzt werden, wie beworben und wie auch von den Herstellern propagiert wäre es sicher mit heute 100 Km Reichweite und 50kW DC laden durchaus eine sinnvolle Alternative für alle die noch Bedenken mit reinen BEV haben.

Aber ich bin bei dir, viele greifen die 0,5% ab und fahren ansonsten zu 100% den Verbrenner. Dabei wäre es eigentlich einfach die Fahrdaten abzugreifen. Nur wer mindestens sagen wir 66% elektrisch fährt erhält die 0,5%. Alle anderen müssen mit 1,0% versteuern.

Aber das ist ja eigentlich gar nicht gewollt von Regierung und Herstellern. Die Regierung rechnet sich den CO2-Ausstoß schön und die Hersteller reduzieren ebenfalls ihren CO2-Rucksack mit den theoretischen Werten.
 
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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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Aber das ist ja eigentlich gar nicht gewollt von Regierung und Herstellern. Die Regierung rechnet sich den CO2-Ausstoß schön und die Hersteller reduzieren ebenfalls ihren CO2-Rucksack mit den theoretischen Werten.
Das war ja schon die Situation, die den Dieselskandal begründet hat: Mit Dieseln ließen sich, vor allem im alten NEFZ Zyklus, auf dem Papier relativ kleine CO² Emissionen erreichen. Das half damals, die CO² Ziele erreichen. Daher hat man jahrelang großzügig über die, intern sicherlich bekannten, Betrügereien hinweggesehen.
 
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Mr.Tequila

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21.05.2025
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D manipuliert sich seine CO2 Bilanzen schön, indem es seine Industrie zerstört
allerdings müssen ... weil wir es nicht mehr selber produzieren ... immer mehr Waren und Vorprodukte importiert werden, in denen dann natürlich das CO2 implizit drinsteckt

aber eben nicht mehr in den Papieren und den Statistiken
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
1.656
847
50% des deutschen Strommix ist ... je nach Jahreszeit ... fossil

oder anders gesagt, die ganzen Flottenverbräuche sind ebenso getürkt, weil Elektro mit 0 in die Statistik fließt, obwohl der Strom gar nicht CO2 frei ist
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
1.656
847
Netto exportiert DE jedes Jahr große Mengen Strom. - Selbst in 2022, als alle behauptet haben, dass bald die Lichter ausgehen würden.

Die Stromimporte nach DE dienen größtenteils der Netzstabilisierung innerhalb der EU.
eine glatte Lüge und Fakenews:

Deutschland hatte 2024 einen Stromaustauschsaldo von etwa 28 Terawattstunden (TWh) als Importüberschuss, was bedeutet, dass mehr Strom importiert als exportiert wurde

dazu kommt noch, dass D seine Stromexporte teils sogar mit negativen Preise supporten muss, also der MWh noch Geld hinterherschießt, damit zum Beispiel die Österreicher tagsüber unseren Überstrom in ihren Wasserkraftwerken speichern, den wir dann nachts von dort wieder teuer zurückkaufen, wenn die ganzen PVs exakt 0 Strom liefern

Deutschland
Gagaland

oder wie schon Toynbee schrieb:
große Gesellschaften werden nicht ermordet, sie begehen Selbstmord
 

vapianojunkie

Erfahrenes Mitglied
15.01.2014
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MUC
50% des deutschen Strommix ist ... je nach Jahreszeit ... fossil

oder anders gesagt, die ganzen Flottenverbräuche sind ebenso getürkt, weil Elektro mit 0 in die Statistik fließt, obwohl der Strom gar nicht CO2 frei ist
Der CO2 Ausstoß für den Strom wird schon bei der Energieerzeugung gezählt. Ihn im Verkehrssektor nochmal zu zählen, würde zu Double Counting führen. Davon gibt's in diesem ganzen CO2-Gezähle schon genug.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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5.955
Bis 22 ja. Seit 23 läufts leider andersrum. 😉 Eine Trendumkehr ist nicht erkennbar.

Steile These.

2023 gab es noch einen netto Exportüberschuss.

2024 nicht mehr, das stimmt. Es wurden netto nur 2,3% des deutschen Stroms importiert.

Allerdings wurde tatsächlich auch viel Ökostrom importiert, so dass deutsche Kohle- und Gaskraftwerke weniger gelaufen sind.

Hier mal aufgeschlüsselt: