Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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Wuff

Erfahrenes Mitglied
01.04.2012
3.145
8
HAM/LBC
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Wieviele "Tesla-Killer" haben Audi und Porsche eigentlich in den letzten Jahren schon angekündigt, ohne irgendwas zu liefern?

Ich vermute, das die schlau genug sind und abwarten, bis die Batterie-basierte Technologie ihren sanften Tod stirbt. Weil es vom Kunden nicht akzeptiert wird und die Lade-Infrastruktur nicht funktioniert. Das ist nur etwas für eine Elite und nicht die breite Masse.

Statt dessen wird sich dann (meiner Meinung nach) die Brennstoffzellen-Technologie durchsetzen, weil kundenfreundlicher, praktischer und auf Dauer billiger. Und hinten kommt auch nur Wasser raus.
 

dch

Erfahrenes Mitglied
30.05.2012
887
5
EDDH
Ich vermute, das die schlau genug sind und abwarten, bis die Batterie-basierte Technologie ihren sanften Tod stirbt. Weil es vom Kunden nicht akzeptiert wird und die Lade-Infrastruktur nicht funktioniert. Das ist nur etwas für eine Elite und nicht die breite Masse.

Statt dessen wird sich dann (meiner Meinung nach) die Brennstoffzellen-Technologie durchsetzen, weil kundenfreundlicher, praktischer und auf Dauer billiger. Und hinten kommt auch nur Wasser raus.

Ich denke nicht, dass das was wird. Daimler war führend in der Brennstoffzelle und hat die Technologie gerade beerdigt. Begründung: Akkus werden in Kürze so billig, dass die Brennstoffzelle nicht mehr verkäuflich ist.

Zudem: Die Herstellung von Wasserstoff erfordert einen sehr hohen Energiebedarf, das rechnet sich am Ende einfach nicht, die Tankstellen sind höchst störänfällig, weil 700 bar benötigt werden, und außerdem brauchst Du auch im Wasserstoffauto eine Traktionsbatterie (zum Fahren), da die Brennstoffzelle keine Spitzenlasten liefern kann. Ohne die Batterie fährst Du an der Ampel wie eine Schnecke los.

Du hast also immer auch ein E-Auto mit verbaut, das von einer Brennstoffzelle unterstützt wird. Der Toyota Mirai kostet "nackt" schon fast 80.000 € und ist jetzt nicht das Fahrdynamikwunder.
 

singmeister

Erfahrenes Mitglied
16.08.2011
2.401
100
BSL
Du hast also immer auch ein E-Auto mit verbaut, das von einer Brennstoffzelle unterstützt wird. Der Toyota Mirai kostet "nackt" schon fast 80.000 € und ist jetzt nicht das Fahrdynamikwunder.
Ich hatte letztens einen Toyota Auris Hybrid als Uber und der Fahrer meinte, er hätte die Kiste für unter 25'000 CHF beschafft und der Verbrauch läge unter 5 L im Stadtverkehr.

Bei solchen Werten muss sich ein Stromauto, Brennstoffzellengefährt oder was auch immer schon sehr anstrengen, um ökonomisch und ökologisch besser wegzukommen (leider ist der Auris, besonders innen, recht hässlich und liefert denke ich eher wenig Fahrspass, für den Privatgebrauch also ungeeignet).
 
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gabenga

Erfahrenes Mitglied
16.11.2010
2.324
518
STR
Ich denke nicht, dass das was wird. Daimler war führend in der Brennstoffzelle und hat die Technologie gerade beerdigt. Begründung: Akkus werden in Kürze so billig, dass die Brennstoffzelle nicht mehr verkäuflich ist.
Gibt es dazu eine Quelle? Die bringen doch jetzt erst mal den GLC F-Cell auf den Markt.

Bei dem Stromern zieht doch jetzt auch erst mal die Ehrlichkeit ein. Die Reichweiten werden der Realität angepasst und im Winter wird es vermutlich so manch erstauntes Gesicht geben. In den Städten wird sich eine vernünftige Ladeinfrastruktur nicht realisieren lassen. "Wir" schaffen ja weder die Stromleitungen von Nord nach Süd noch den Ausbau der Datennetze.

Zudem frage ich mich was man mit Stromern in Flächenstaaten möchte. Im Winter von Chicago nach Detroit mit dem Stromer? Wieviel Stopps braucht man da?
 

dch

Erfahrenes Mitglied
30.05.2012
887
5
EDDH
Gibt es dazu eine Quelle? Die bringen doch jetzt erst mal den GLC F-Cell auf den Markt.

https://www.automobil-produktion.de...weniger-vorteile-der-brennstoffzelle-277.html


Bei dem Stromern zieht doch jetzt auch erst mal die Ehrlichkeit ein. Die Reichweiten werden der Realität angepasst und im Winter wird es vermutlich so manch erstauntes Gesicht geben. In den Städten wird sich eine vernünftige Ladeinfrastruktur nicht realisieren lassen. "Wir" schaffen ja weder die Stromleitungen von Nord nach Süd noch den Ausbau der Datennetze.

Ladestationen kosten weit weniger als eine klassische Tankstelle. Hamburg wird bis Ende 2019 etwa 1.200 Elektroladestationen haben. Meiner Meinung nach ist das sogar ziemlich vernünftig.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
9.425
2
Ladestationen kosten weit weniger als eine klassische Tankstelle. Hamburg wird bis Ende 2019 etwa 1.200 Elektroladestationen haben. Meiner Meinung nach ist das sogar ziemlich vernünftig.

Nur kann man an einer Tankstelle weit mehr Fahrzeuge volltanken als auf vergleichbarer Fläche in der gleichen Zeit Fahrzeuge aufladen.

1200 Ladestationen reichen doch max. zum aufladen von 3600 Fahrzeugen am Tag, das schafft man fast mit einer Tanke.
 

singmeister

Erfahrenes Mitglied
16.08.2011
2.401
100
BSL
Ladestationen kosten weit weniger als eine klassische Tankstelle. Hamburg wird bis Ende 2019 etwa 1.200 Elektroladestationen haben. Meiner Meinung nach ist das sogar ziemlich vernünftig.
Und wieviele Elektroautos kann man mit diesen 1200 Stationen am Leben erhalten? Bzw. wieviele solche Stationen würde man benötigen, um 30/60/80% des Fahrzeugaufkommens zu bedienen?

Dass eine Ladestation weniger kostet als eine klassische Tankstelle, ist nachvollziehbar. Ich würde aber argumentieren, dass eine Ladestation mehr kostet wie ein Parkplatz. Denn das ist der relevante Vergleich.
An eine Ladestation "zum tanken" zu fahren ist doch unrealistisch, da man dann dort viel zu lange rumhocken müsste. Also parkt man sein Auto, stöpselt den Strom dran und geht dann seiner Wege. -> Parkplatz.
 
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Wuff

Erfahrenes Mitglied
01.04.2012
3.145
8
HAM/LBC
Hamburg wird bis Ende 2019 etwa 1.200 Elektroladestationen haben. Meiner Meinung nach ist das sogar ziemlich vernünftig.

Fußläufig entfernt von mir sind davon 5 Stück. Ein Auto beim Ladevorgang habe ich dort noch nie gesehen, trotz regelmäßiger Beobachtung.
Nur ein paar Falschparker, welche dort 2x pro Tag systematisch abgeschleppt werden, damit die Fläche wieder frei ist.
 

gabenga

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16.11.2010
2.324
518
STR
Das Interview ist aus 2017 und zetsche sagt darin auch
In den nächsten zehn Jahren werde der Schwerpunkt von Daimler auf batterieelektrischen Antrieben liegen.
Das liest sich für mich nicht so, wie wenn sich Mercedes von der Brennstoffzelle verabschiedet.

Ladestationen kosten weit weniger als eine klassische Tankstelle. Hamburg wird bis Ende 2019 etwa 1.200 Elektroladestationen haben. Meiner Meinung nach ist das sogar ziemlich vernünftig.

Ok, und wie bekommst Du den (vielen) Strom zu den Ladestationen? Meinst Du die vorhandenen Leitungskapazitäten reichen da aus?
Im Übrigen sind 1.200 Ladestationen sind doch ein Mückensch*** wenn Du eine Großstadt elektrisch mobil machen willst.
 
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chrigu81

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16.02.2016
1.257
1.147
Zürich
Nur kann man an einer Tankstelle weit mehr Fahrzeuge volltanken als auf vergleichbarer Fläche in der gleichen Zeit Fahrzeuge aufladen.

1200 Ladestationen reichen doch max. zum aufladen von 3600 Fahrzeugen am Tag, das schafft man fast mit einer Tanke.
Elektro und Verbrenner sind 2 Technologien welche nicht 1 zu 1 miteinander zu vergleichen sind. Beim Verbrenner bist du auf die Tankstelle angewiesen. Beim Elektroauto ist die Idee eigentlich das Auto jeweils über Nacht wieder voll aufzuladen. Du brauchst daher mit einem Elektroauto weniger oft unterwegs aufzutanken als mit einem Verbrenner. Ein Nachtanken unterwegs mit dem Elektroauto brauchst du demnach nur noch wenn du an einem Tag über 4-500km fährst.
 

Wuff

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01.04.2012
3.145
8
HAM/LBC
Beim Elektroauto ist die Idee eigentlich das Auto jeweils über Nacht wieder voll aufzuladen.
Ach du Schreck. D.h man bräuchte dann 1:1 Anzahl Ladestationen zu Elektroautos. Mal abgesehen von Nachtarbeitern, die tagsüber laden.
Das ist meines Erachtens sowohl vom Aufbau der Infrastruktur (Ladestationen) als auch von der Stromproduktion unmöglich für einen Massenmarkt und nur für eine Minderheit machbar.
 

Wuff

Erfahrenes Mitglied
01.04.2012
3.145
8
HAM/LBC
Ja, Du müsstest dann schon in ein Haus mit Stromanschluss umziehen :D
Auf dem Lande mag das funktionieren - da reicht für den Kleinbedarf vielleicht noch eine Schuko-Steckdose.

Für unsere Tiefgarage hier in HH (30 Stellplätze) hatten wir das auf das Agenda der letzten Eigentümerversammlung, weil allgemeines großes Interesse am E-Autos besteht.

Fazit: Antrag abgelehnt, da Investitionskosten von 200.000€ für eine neue Trafo-Station vom Netzbetreiber verlangt wurden.

Damit kriegt erstmal keiner hier von den 30 Stellplätzen eine Ladestation, denn mit einer Schuko-Steckdose ist es da nicht getan.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
9.425
2
Elektro und Verbrenner sind 2 Technologien welche nicht 1 zu 1 miteinander zu vergleichen sind. Beim Verbrenner bist du auf die Tankstelle angewiesen. Beim Elektroauto ist die Idee eigentlich das Auto jeweils über Nacht wieder voll aufzuladen. Du brauchst daher mit einem Elektroauto weniger oft unterwegs aufzutanken als mit einem Verbrenner. Ein Nachtanken unterwegs mit dem Elektroauto brauchst du demnach nur noch wenn du an einem Tag über 4-500km fährst.

Das ist ja prinzipiell klar, aber du wirst es nicht schaffen 30% oder mehr der öffentlichen Parkplätze (an denen die Autos meist über Nacht stehen) mit einem Ladeanschluss zu versehen.

Ich hatte das in diesem Thread schon mal geschrieben, das Elektroauto das wir heute kennen eignet sich perfekt für Menschen die weniger als 200KM am Tag fahren und die ein eigenes Haus besitzen. Stadtmenschen die z.B. am Wochenende mal einen Ausflug aufs Land machen wollen haben es da schwerer.
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
20.493
8.873
FRA/QKL
Ach du Schreck. D.h man bräuchte dann 1:1 Anzahl Ladestationen zu Elektroautos. Mal abgesehen von Nachtarbeitern, die tagsüber laden.

Es soll durchaus Menschen geben die zu Hause schon elektrifiziert sind... :eek:
:D

Spaß beiseite, Stromanschlüsse herzustellen ist nicht das Thema. Wer ein Haus hat mit Garage, Carport oder Stellplatz kann das problemlos vor Ort realisieren. Vorteil hierbei wäre einen Teil des Bedarfs selbst zu produzieren durch Installation einer PV Anlage mit Batteriespeicher. Das reicht natürlich nicht für den Vielfahrer und dafür ist diese Technik vielleicht auch nicht die Beste. Aber wenn heute eine Mehrheit der Fahrzeuge weniger als 15.000 Km im Jahr fährt - das sind etwa 40 Km am Tag im Schnitt - so sollten diese Fahrzeuge problemlos über Nacht aufgeladen werden können. Mit einer normalen 32A Steckdose können bis zu 22 kW je Stunde geladen werden. Das ist keine Hexerei. Problem ist allerdings in der Tat noch die Verteilung des Stroms, d.h. die fehlenden Stromtrassen.
 

singmeister

Erfahrenes Mitglied
16.08.2011
2.401
100
BSL
Es soll durchaus Menschen geben die zu Hause schon elektrifiziert sind... :eek:
:D
Spaß beiseite, Stromanschlüsse herzustellen ist nicht das Thema. Wer ein Haus hat mit Garage, Carport oder Stellplatz kann das problemlos vor Ort realisieren. ...Aber wenn heute eine Mehrheit der Fahrzeuge weniger als 15.000 Km im Jahr fährt - das sind etwa 40 Km am Tag im Schnitt -...
Was du beschreibst passt 100%ig auf Menschen, die in Vororten in Einfamilienhäusern leben und dann in die Stadt pendeln bzw. vor Ort die Kinder rumfahren. Die Laden ihren Stromer zur Not einfach über Nacht an der normalen Steckdose.

Aber wieviel % des gesamthaften Mobilitätsbedarfs in Deutschland deckt dieses Szenario ab? Es wohnt nunmal nicht jeder im EFH mit eigener Garage. Und wenn schon allein mal schnell an den Gardasee zu fahren ein fast unüberwindbares Problem darstellt, wie soll das Elektroauto da über den Status des Zweitwagens hinwegkommen?
 

Wuff

Erfahrenes Mitglied
01.04.2012
3.145
8
HAM/LBC
Es soll durchaus Menschen geben die zu Hause schon elektrifiziert sind... :eek: .

Einige ja. Aber eben nicht die große Masse in der Stadt. Genau das ist das Problem. Siehe mein Beitrag #613.

Trotz 5 Interessenten (von 30 Stellplätzen) an e-Fahrzeugen kriegen wir in der Tiefgarage keinen Strom, weil das 200.000€ kostet.

5 aus 30 Eigentümern ist ja auch meilenweit entfernt von einer Abstimmungs-Mehrheit.
Wobei sich aber sogar gerade noch die Experten streiten, ob ein Mehrheitsbeschluss ausreicht oder eventuell sogar Einstimmigkeit erforderlich ist wegen der baulichen Veränderung.
 
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Rambuster

Guru
09.03.2009
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237
Point Place, Wisconsin
Einige ja. Aber eben nicht die große Masse in der Stadt. Genau das ist das Problem. Siehe mein Beitrag #613.

Trotz 5 Interessenten (von 30 Stellplätzen) an e-Fahrzeugen kriegen wir in der Tiefgarage keinen Strom, weil das 200.000€ kostet.

5 aus 30 Eigentümern ist ja auch meilenweit entfernt von einer Abstimmungs-Mehrheit.
Wobei sich aber sogar gerade noch die Experten streiten, ob ein Mehrheitsbeschluss ausreicht oder eventuell sogar Einstimmigkeit erforderlich ist wegen der baulichen Veränderung.

Bauen die Stadtwerke das überhaupt? Ich denke die installieren euch eine Station und das wars.
 

suedbaden

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28.03.2010
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München
Einige ja. Aber eben nicht die große Masse in der Stadt. Genau das ist das Problem. Siehe mein Beitrag #613.

Trotz 5 Interessenten (von 30 Stellplätzen) an e-Fahrzeugen kriegen wir in der Tiefgarage keinen Strom, weil das 200.000€ kostet.

5 aus 30 Eigentümern ist ja auch meilenweit entfernt von einer Abstimmungs-Mehrheit.
Wobei sich aber sogar gerade noch die Experten streiten, ob ein Mehrheitsbeschluss ausreicht oder eventuell sogar Einstimmigkeit erforderlich ist wegen der baulichen Veränderung.
Und wenn alle mitmachen würden, wären pro Steckdose 6667 Euro fällig. Das kommt zu den Kosten des E-Mobils ja noch hinzu.
 
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Wuff

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01.04.2012
3.145
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HAM/LBC
Bauen die Stadtwerke das überhaupt? Ich denke die installieren euch eine Station und das wars.
Auf unsere Anfrage hin haben wir vom Netzbetreiber (Hamburg Strom) ein Angebot über den genannten Betrag (200k) erhalten. Die arbeiten auch nicht für Luft und Liebe. Und auch nicht von einer erhofften Umlage auf den Strompreis.

Die 200k sind übrigens nur die Kosten seitens des Netzbetreibers. Hinzu kommen noch die Umbau-Aufwendungen durch Elektriker, Maurer etc.
Und die Mehrwertsteuer.
 

dch

Erfahrenes Mitglied
30.05.2012
887
5
EDDH
Einige ja. Aber eben nicht die große Masse in der Stadt. Genau das ist das Problem. Siehe mein Beitrag #613.

Trotz 5 Interessenten (von 30 Stellplätzen) an e-Fahrzeugen kriegen wir in der Tiefgarage keinen Strom, weil das 200.000€ kostet.

Das WEG muss in dieser Hinsicht dringend novelliert werden, da bin ich ganz Deiner Meinung.

Aber 200k€ für einen Mittelspannungstrafo sind gewaltig bei 30 WE. Wie viel MVA soll der liefern?

Dass alle E-Autos gleichzeitig laden, kommt faktisch nicht vor. Genauso wenig wie alle Nachbarn gleichzeitig ihren E-Herd anschalten.