KL: kurzer Erfahrungsbericht KL Langstrecke

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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
4.229
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Moin!

Ich habe keine Erfahrungen mit KL auf Langstrecke und hatte die vergangenen Tage erstmals das Vergnügen.

LH hat mich nach der streikbedingten Streichung deren Fluges auf DL/ KL umgebucht. Von sich aus innerhalb weniger Minuten automatisch - musste nur die neue Verbindung akzeptieren. Das war erstaunlich schmerzfrei.
Auf der Langstrecke stelle es sich dann als KL mit der B777-200ER und deren neuen C Suite heraus.

Wen man fleißig reist, kennt man irgendwann seine Pappenheimer (also die Airlines, die man selber öfter nutzt), und weiß, was einen erwartet - das sind bei mir LH/ LX und ansonsten AA/ BA/ CX und dann noch DL.
Daher ist es mal eine lustige Erfahrung, einfach mal unbedarft an Bord aufzuschlagen und ohne Kenntnisse oder große Recherche im Vorfeld sich überraschen zu lassen, was das Produkt denn so bietet.

Kurzum - ich fand KLM eher underwhelming würde die jetzt nicht Airline der Wahl ansehen, es sei denn auf den eigenen Routen haben die einen guten Flugplan.

Ja - die C Suite mit 1+2+1 auf der Langstrecke ist gut und bietet ausreichend Platz zum Schlafen - die Tür der 'Suite' geht nicht zum Boden und ist auch eher soft. Gut - gehöre sowieso zu der Fraktion, die die Tür nicht nutzt (mag die Karnickelställe nicht) und offen lässt.
Auch das es mit Buchung 36 Stunden vorher keine Fensterplätze mehr gab - das hat mit KL nix zu tun.

Nun zum eigentlichen Ablauf.

Boarding in den USA war eher durchwachsen (aufgrund knappen Anschlusses mit ca. 60 Minuten Verspätung) war das schon im vollen Gange und es waren ca. 50 Leute über - aber kein Prio Boarding (mehr). Man darf sich die allgemeine Schlange stellen oder vordrängeln (was ich nicht mache - aber andere taten es).
War ein 10-stündiger Flug durch die Nacht - der Serviceablauf so lala - kein Aperitif, was aber nicht zur Beschleunigung des Ablaufs diente, sondern es gab den ersten Gang dann erst nach über einer Stunde nach dem Start. Dann normal alle weiteren Gänge der Reihe nach serviert.
Espresso hat KL in der B777-200ER auch nicht.

Frühstück übersprungen - kann dazu nix sagen.

In Amsterdam dann knapp 2 Stunden zum Umsteigen - was nicht ausreichend ist, eine Dusche in der Schengen Lounge zu ergattern (die Warteliste war ewig) - wirklich? es war nicht mal Morgen, sondern Nachmittag.

Auf dem innereuropäischen Anschluss (70 Minuten) dann 2+2 Sitzordnung ohne (!) freien Nebensitz. Jeder Platz besetzt.
Und Catering auf Plastikschälchen.

Mir ist bekannt, dass das LH 'Tasting Heimat' für Spott sorgt - aber sorry KLM liegt eindeutig drunter.

In Summe gutes Hardware Produkt auf der Langstrecke aber das Soft Produkt ist deutlich unterer Durchschnitt.
Mit einer einmaligen Erfahrung kann jetzt nicht beurteilen inwieweit die beschriebenen Abläufe Standard sind, und was in die Kategorie 'dumm gelaufen' fällt.

Für mich klarer Fall von 'auf der anderen Seite des Zaunes ist das Gras auch nicht grüner' - je nach persönlicher Situation (Flugplan, persönliche Präferenzen) mag man KLM mögen, aber eindeutig im Sinne von 'das einzig Wahre' - nein das ist KLM für mich nicht.

Carsten
 

Petz

Erfahrenes Mitglied
08.11.2009
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Danke für deinen Bericht.

KLM bin ich in den letzten Jahren auf Langstrecke noch nicht geflogen - bin nur innereurop. mit ihnen unterwegs gewesen.
Meine Langstrecken bei der Gruppe waren in AF La Première - das ist immer top gewesen.

Bei meinen AFKL-Kontakten per Mail sowie persönlich bei einem kürzlichen Ultimate-Treffen habe ich auch u.a. bereits moniert:
- das ganze Plastik beim innereurop. Catering sowie das (vom Mundgefühl) grausige Holzbesteck,
- den fehlenden freien Nebensitz in C bei KLM Cityhopper - wobei der Nebensitz bei Hop ja frei bleibt.

Die Herrschaften sind immer interessiert an meinen Erfahrungen und Vergleichen als Ultimate und HON.
Habe ihnen auch mitgeteilt, dass trotz der ganzen Programmverbesserungen für Ultimates in den letzten Monaten, ich den HON aktuell noch als etwas wertiger sehe, speziell was der Nutzung der HON/F-Lounges angeht.

Wie üblich, hier ist das eine besser, dort ist das andere besser - die eierlegende Wollmilchsau gibt es wohl nicht.
 

skywalker1989

Erfahrenes Mitglied
12.10.2017
336
2.399
LUX
den fehlenden freien Nebensitz in C bei KLM Cityhopper
Wenn ich ab und zu die Preise bei KLM für innereuropäische Verbindungen in der C vergleiche, finde ich die Preise teilweise schon sportlich. Ich frage mich dann, ob KLM Cityhopper in der Embraer, wenn sie den Nebenplatz freilassen würden, dafür noch mehr verlangen wollen oder sogar müssen.:unsure:
 

reifel

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
1.507
1.443
Danke für den Bericht. Ja, dass KLM/AF die Mittelplätze auf den Embraer nicht frei lassen ist echt nervig. Auf den 737/320 schon.
Was bei KLM/AF auch nervt: Zumindest in den meisten Business Class-Normaltarifen kostet eine Sitzplatzreservierung in Business Geld (Ausnahmen bei Status usw)
 
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N140SC

Erfahrenes Mitglied
01.01.2024
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Wie üblich, hier ist das eine besser, dort ist das andere besser - die eierlegende Wollmilchsau gibt es wohl nicht.

Für mich ist KL der klassische Fall einer Airline, bei der das Motto gilt "reinsetzen und Fresse halten". Wirkliche Wunderdinge erwartet da eh vermutlich kaum jemand, die meisten fliegen wegen des oft günstigen Preises und vielleicht noch dem ganz angenehmen Umsteigen in AMS mit. Aber wenn man mal ganz ehrlich ist merkt man an allen Ecken und Enden, wer im Konzern die Hosen anhat und beim Bordprodukt die Vorgaben macht, wo es langgeht: AF.
 

reifel

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
1.507
1.443
Für mich ist KL der klassische Fall einer Airline, bei der das Motto gilt "reinsetzen und Fresse halten". Wirkliche Wunderdinge erwartet da eh vermutlich kaum jemand, die meisten fliegen wegen des oft günstigen Preises und vielleicht noch dem ganz angenehmen Umsteigen in AMS mit. Aber wenn man mal ganz ehrlich ist merkt man an allen Ecken und Enden, wer im Konzern die Hosen anhat und beim Bordprodukt die Vorgaben macht, wo es langgeht: AF.
AMS ist auch nicht mehr das was es mal war. Früher stand AMS für Qualität, Zuverlässigkeit. Zumindest war das der Eindruck. Irgendwie jetzt nur noch Überlastung, lange Wege, Schlangen an der Passkontrolle (zumindest für Nicht-EU Bürger) und ewigem Taxi und Problemen bei Nebel und Wind. Das ganze noch verfeinert mit gelegentlichem Zusammenbrechen vom Gepäcksystem. Ich weiss, ist jetzt bewusst ein wenig übertrieben, aber angenehm ist AMS eigentlich nicht wenn es nur darum geht möglichst schnell seinen Anschluss zu kriegen.

AF finde ich in Business auch deutlich besser als KLM, aber da ist dann halt auch CDG.
Vor allem wenn die Busse nicht alle fahren echt ätzend.
Kommt man spätachmittags zB von Bangkok an, und muss man nach Frankfurt zu 2G weiter, dann gehts erstmal zu Fuss oder mit Bahn ewig zu 2F, inkl. Siko und Passkontrolle, dort mit Bus nach 2G. Gute Chancen den letzten Flug nach Deutschland zu verpassen, und falls es doch klappt schafft es das Gepäck leider oft nicht.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
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1.496
Für mich ist KL der klassische Fall einer Airline, bei der das Motto gilt "reinsetzen und Fresse halten".
Ohne KL unnötig in den Himmel zu heben (das schaffen die, solange es Kerosin gibt, schon selbst). Kann es sein, dass Du sie gerade mit dem Deutschen Champignon verwechselt?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

AMS ist auch nicht mehr das was es mal war. [...]
AMS hat abggebaut, das sehe ich auch so und sooo kurz sind die Wege, wenn man im hinteren Teil der Schengen Gates ankommt und Non-Schengen weiterfliegt nun auch nicht. Aber ist z.B. FRA nun soviel besser (das neue T3 kenne ich natülich noch nicht)?

CDG ist allerdings auch für mich der Unflughafen schlechthin, den gilt es, und damit auch AF, so gut wie möglich zu umfliegen.
 
Zuletzt bearbeitet:

boekel

Erfahrenes Mitglied
04.11.2009
2.943
590
GVA
Ohne KL unnötig in den Himmel zu heben (das schaffen die, solange es Kerosin gibt, schon selbst). Kann es sein, dass Du sie gerade mit dem Deutschen Champignon verwechselt?
Beitrag automatisch zusammengeführt:


AMS hat abggebaut, das sehe ich auch so und sooo kurz sind die Wege, wenn man im hinteren Teil der Schengen Gates ankommt und Non-Schengen weiterfliegt nun auch nicht. Aber ist z.B. FRA nun soviel besser (das neue T3 kenne ich natülich noch nicht)?

CDG ist allerdings auch für mich der Unflughafen schlechthin, den gilt es, und damit auch AF, so gut wie möglich zu umfliegen.
wenn du mit LH fliegst, wirst du in FRA aber auch nicht in den Genuss kommen vom T3 abzufliegen. Von daher vergleichst du ein wenig Äpfel mit Birnen. Stimme dir aber zu, dass FRA auch keine Ausgeburt des angenehmen Umstiegs ist. Dafür sorgen schon die von der LH beauftragten Dienstleister
 

mfkne

Erfahrenes Mitglied
Was in meinen Augen für KLM spricht is die Zuverlässigkeit. Ich habe hunderte von Flügen mit KLM sowohl interkontinental als auch europäisch hinter mir und eine einzige Streichung während Corona erlebt. Auch nennenswerte Verspätungen sind an einer Hand abzuzählen. Bei der LH dagegen sind mir bei etwa 30 Flügen etliche gestrichen worden und verpasste Anschlüsse aufgrund Verspätungen kamen auch genug vor.
 

reifel

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
1.507
1.443
Was in meinen Augen für KLM spricht is die Zuverlässigkeit. Ich habe hunderte von Flügen mit KLM sowohl interkontinental als auch europäisch hinter mir und eine einzige Streichung während Corona erlebt. Auch nennenswerte Verspätungen sind an einer Hand abzuzählen. Bei der LH dagegen sind mir bei etwa 30 Flügen etliche gestrichen worden und verpasste Anschlüsse aufgrund Verspätungen kamen auch genug vor.
Flugplanänderungen sind bei KLM wirklich eher die Ausnahme, das stimmt schon. Wobei zeitweise durch das Chaos in AMS die Minimum Connecting Times angepasst wurden, da musste der eine oder knappe Anschluss dann doch umgebucht werden, weil es halt zu knapp wurde.

Ich denke das Hauptrisiko bei KLM ist einfach der Flughafen AMS, insbesondere im Herbst/Winter. Für Non-EU-Bürger auch die langsamen Passkontrollen.
 
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CarlD

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03.04.2022
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Ich denke das Hauptrisiko bei KLM ist einfach der Flughafen AMS, insbesondere im Herbst/Winter. Für Non-EU-Bürger auch die langsamen Passkontrollen.
Wollte ich auch schreiben. Von Mitte/Ende November bis Anfang/Mitte Februar versuche ich AMS (wie auch am Höhepunkt der Sommersaison) zu meiden, was auch ein leichtes ist, da ich um die Weihnachtszeit und in den Wochen danach seit Jahren kaum oder gar nicht fliege. Dieses Jahr hat es mich aber selbst in der zweiten Februarhälfte noch erwischt. Ein paar Flocken oder eine steife Brise von der See und ganz Schiphol steht Kopf.

Und in der Tat: Die Non-Schengen Schlange ist jedes mal, wenn man seinen eigenen Pass durch den automatischen Scanner schiebt, beeindruckend. Da ich auch afrikanische Gäste gelegentlich auf KL buche, habe ich da auch Erfahrungsberichte aus erster Hand: Macht keinen Spaß.
 
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Petz

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08.11.2009
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8.396
In den letzten Wochen waren die Schlangen für non-EU-Bürger in FRA auch nicht ohne...
 

Volume

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01.06.2018
14.009
12.161
Das sieht doch schon mal nicht schlecht aus, Aufstehen bei ausgeklapptem Tisch ging?
Wie lag die Trennstelle zwischen Sitz- und Rückenpolster in Bettstellung? Wie breit/hart war sie? (bin Seitenschläfer und habe da bei manchen Sitzen unangenehmen Beckenknochen-Aluminiumscharnier-Kontakt oder sacke in den Spalt).
Die nahtlosen LH Polster haben nicht nur Nachteile.
 

LINDRS

Erfahrenes Mitglied
03.04.2013
1.898
2.474
DRS
Ehrlich gesagt ist das ca. 2,5 Jahre her und ich kann mich an die angesprochenen Punkte nicht erinnern. Nur, dass ich vom LH A380 aufgrund des Schneechaos am MUC auf KLM umgebucht wurde und mich im Flieger über den Einzelsitz gefreut habe. Außerdem habe ich sehr gut geschlafen, obwohl wir schon am frühen Nachmittag am LAX losgeflogen sind.
 

N140SC

Erfahrenes Mitglied
01.01.2024
1.286
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Ohne KL unnötig in den Himmel zu heben (das schaffen die, solange es Kerosin gibt, schon selbst). Kann es sein, dass Du sie gerade mit dem Deutschen Champignon verwechselt?

Hatte ich versucht zu schreiben: LH ist, wenn Du die miteinander vergleichen willst, für mich eher mit AF gleichzusetzen, eben gerade nicht mit KL.
 

TS236

Erfahrenes Mitglied
21.07.2013
278
79
Seit neuestem bittet KLM auf Langstrecke nach Boarding completed, dass die Passagiere selbst die Gepäckfächer schließen, ,,da diese schwer seien".
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
974
1.496
Seit neuestem bittet KLM auf Langstrecke nach Boarding completed, dass die Passagiere selbst die Gepäckfächer schließen, ,,da diese schwer seien".
So neu ist das nicht, das hatte ich schon im letzten Herbst und jetzt wieder im Februar erlebt. Wäre nur interessant zu erfahren, ob auch C-Paxe ran sollen.....

Ich selber habe meistens einen Y+-Fensterplatz (und einmal war's auch ein weniger begehrter Y+ Mittelsitz) und war somit nicht betroffen. Allerdings bricht mir dabei im Zweifelsfall auch kein Zacken aus der Krone.
 
Zuletzt bearbeitet:

f0zzyNUE

Erfahrenes Mitglied
08.03.2009
9.546
3.674
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Was in meinen Augen für KLM spricht is die Zuverlässigkeit. Ich habe hunderte von Flügen mit KLM sowohl interkontinental als auch europäisch hinter mir und eine einzige Streichung während Corona erlebt. Auch nennenswerte Verspätungen sind an einer Hand abzuzählen. Bei der LH dagegen sind mir bei etwa 30 Flügen etliche gestrichen worden und verpasste Anschlüsse aufgrund Verspätungen kamen auch genug vor.
Zuverlässigkeit ist relativ. So oft wie ich Probleme hatte wegen Amsterdam-Wetter im Herbst und Winter (Nebel, Sturm/Wind mit einhergehender Reduzierung der STarts/Landungen) hätte ich oft meine Anschlüsse verpasst, wenn mich die Platinum Hotline nicht schon ab Nürnberg auf andere Verbindungen umgebucht habe. In Amsterdam bin ich von allen Flughäfen am öftesten festgehangen. Immerhin funktioniert die Bereitstellung eines Hotels und Essensvoucher 1A.
Auf Flyertalk gibt es einen eigenen Thread dazu "Mess in AMS".
 
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