Scheidungsanwalt im Großraum Stuttgart

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Tiversin

Erfahrenes Mitglied
06.07.2016
3.330
8.354
DUS
und der Hauptfehler vieler Fachberater, darunter auch Anwälten, ist oft, dass sie so beraten, als müsste der Wurm dem Angler schmecken, also ihnen selber ... anstatt dem Fisch = dem Mandanten .... nur, weil sie oft nicht gescheit zuhören, und das Anliegen des Fisches gar nicht verstanden haben, oder sich nicht tief genug damit befassen wollen und dann den völlig falschen Wurm empfehlen, der gar nicht zu dem Fisch passt

Der Hauptfehler vieler Mandanten ist es, einen Haufen Stuss zu erzählen aus dem der Anwalt sich dann zusammenreimen darf, was denn gewollt ist.
Und wenn das Ergebnis ist, dass dem Fisch der Wurm nicht schmeckt und der Anwalt das auch noch offen kommunizert, dann ist mitunter er als Fischlieferant (um im Bilde zu bleiben) der Böse. Also nicht der Böse ;-)

um mal wieder zu dem Strangthema zurückzukehren
viele Mandanten in Scheidungssachen machen gleich den ersten Fehler, schubkarrenweise Unterlagen und Leitz Ordner zum Anwalt zu fahren und ihm vor die Nase zu knallen, oder vielleicht auch zum Steuerberater, und zu glauben, der Anwalt oder Steuerberater macht das schon

Ah ....!
Da spricht jemand aus Erfahrung. =;


Irrtum
der Anwalt wühlt sich nicht durch Schubkarrenladungen voller Unterlagen, um daraus irgendwelche Daten oder Schlüsse fürs Verfahren zu erhaschen
diese Hauptarbeit machen iaR die Mandanten selber, und das müssen sie wissen

Such Dir bessere Anwälte ...

denn mit dieser Hauptarbeit legen die Mandanten bereits hauptsächlich selber fest, wie das kommende Verfahren laufen könnte, und verschaffen sich dadurch entweder eine vorteilhafte oder eine nachteilhafe Anfangsposition für sich selber ... je nachdem, wie sie diese Hauptarbeit erledigen
der Anwalt oder Steuerberater selber macht das nicht

Ist tatsächlich nicht ganz verkehrt. Shit in shit out gilt auch in der Juristerei... allerdings formuliert man das gewöhnlich etwas ... freundlicher.

Die relevanten Themenbereiche im Kontext Scheidung sind hier angesprochen worden.

Insbesondere gebe ich @Flying Lawyer unbedingt recht, was den Steuerberater angeht.
Der darf gerne die relevanten Zahlen liefern, aber ansonsten bitte nichts. Ausgenommen die Doppelqualifizerten. Womit sich ein Kreis schliesst:
Die kosten Geld.


Zurück zum Thema:

@mf_2 : Jenseits der juristischen Seite gibt es die menschliche.
Ich gebe als (womöglich unerwünschten) Rat mit einen Therapeuten( gen.masc.) mit ins Boot zu holen.
Ohne Grund gibt man (gen.masc.) sich nicht das Ja-Wort. Und um es mit den Worten einer bereits geschiedenen Bekannten zu sagen:
"Man muss lernen, das nie Einer oder Eine alleine "Schuld" ist."
Alles Gute.
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
2.741
1.308
Ist tatsächlich nicht ganz verkehrt.
na immerhin

der Ausspruch: "wozu hab ich überhaupt n Steuerberater, ich mach die ganze Hauptarbeit ja selber" ist nicht nur unter Selbständigen bekannt
und nicht untypisch

gilt aber auch in bestimmten strittigen Scheidungsverfahren
vor allem für Denjenigen, bei dem auch was zu holen ist
die Hauptarbeit macht dieser Mandant selber, nicht der Anwalt
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
2.741
1.308
Der Hauptfehler vieler Mandanten ist es, einen Haufen Stuss zu erzählen aus dem der Anwalt sich dann zusammenreimen darf, was denn gewollt ist.
das Problem steckt oft nicht im Mandanten, sondern im RVG, welches dem Anwalt nur bedingten Spielraum gibt, insbesondere im Familienrecht, ab wann ein Mandant von der Gewinnzone in die Verlustzone rutscht

ist so ähnlich wie beim Arzt und dem Kassenpatienten

und deswegen hört der Anwalt oft seinem Mandanten nicht gescheit zu, und der Arzt nicht seinem Patienten, weil diesen Extraaufwand/diese Extrazeit keiner bezahlt
und dann wird dem Mandanten/Patienten eilig ne schnelle Antwort/Ratschlag gegeben, der oft überhaupt nicht das wahre oder ganze Problem/Symptom erfasst
 

Flying Lawyer

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
7.281
5.639
das Problem steckt oft nicht im Mandanten, sondern im RVG, welches dem Anwalt nur bedingten Spielraum gibt, insbesondere im Familienrecht, ab wann ein Mandant von der Gewinnzone in die Verlustzone rutscht
Der Hauptfehler liegt schon im Ansatz beim Mandanten, der meint, er könne beim Anwalt unsortierten Unterlagenschrott und Tonnen an unsortierten Gedanken abliefern, ihn gleichzeitig als Paartherapeut, Psychotherapeut und Beichtvater nutzen und das alle könne nach den Pauschalgebühren des RVG für eine einvernehmliche Scheidung bezahlt werden. Ist nicht. Gute familienrechtlich tätige Kolleg:innen können und tun all das Vorstehende und arbeiten konsequent auf Grundlage von Stundensätzen, die irgendwo zwischen 300 und 800 EUR zzgl. Auslagen und USt. liegen. Das diszipliniert auch Mandanten.
 
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Reaktionen: Reyhan und Tiversin

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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Der Hauptfehler liegt schon im Ansatz beim Mandanten, der meint, er könne beim Anwalt unsortierten Unterlagenschrott und Tonnen an unsortierten Gedanken abliefern, ihn gleichzeitig als Paartherapeut, Psychotherapeut und Beichtvater nutzen und das alle könne nach den Pauschalgebühren des RVG für eine einvernehmliche Scheidung bezahlt werden. Ist nicht. Gute familienrechtlich tätige Kolleg:innen können und tun all das Vorstehende und arbeiten konsequent auf Grundlage von Stundensätzen, die irgendwo zwischen 300 und 800 EUR zzgl. Auslagen und USt. liegen. Das diszipliniert auch Mandanten.
du hast vollkommen recht

und genau weil das so ist, werden Mandanten die Hauptarbeit ganz einfach selber machen (der Anwalt wirds nicht machen, weil er dann vorwiegend unbezahlt arbeiten müsste)
mir gehts nur darum: ihnen (den Mandanten) muss das auch bewußt sein, weil sie mit dieser Hauptarbeit auch maßgeblich ihre eigenen Vor- und Nachteile im Verfahren steuern, oder steuern können

nur darum gehts mir

sie haben den Schlüssel zum späteres Sieg also oft selber in der Hand, und sind sich dessen gar nicht bewußt
 

Airsicknessbag

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11.01.2010
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und wer genau garantiert, dass du nicht selber einer dieser Feld, Wald und Wiesenanwälte bist

Die Kollegen, gemeint sowohl als Berufskollegen als auch als Mitforisten, die ihn seit vielen Jahren auch persönlich kennen. Unabhängig davon entlarven sich Schwätzer und Hochstapler mit der Zeit unweigerlich von ganz alleine. Sowohl durch fehlendes Fachwissen als auch durch Inkonsistenz in ihren Stories.

Ich glaube nicht, dass ich alle Juristen hierzuforums (er)kenne, aber die, die ich kenne, sind auch alle "in real life" verifiziert und "echt". Sind schon auch ein paar.
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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1.308
Die Kollegen, gemeint sowohl als Berufskollegen als auch als Mitforisten, die ihn seit vielen Jahren auch persönlich kennen. Unabhängig davon entlarven sich Schwätzer und Hochstapler mit der Zeit unweigerlich von ganz alleine. Sowohl durch fehlendes Fachwissen als auch durch Inkonsistenz in ihren Stories.

Ich glaube nicht, dass ich alle Juristen hierzuforums (er)kenne, aber die, die ich kenne, sind auch alle "in real life" verifiziert und "echt". Sind schon auch ein paar.
mag ja sein, aber das war doch gar nicht der Punkt

der Punkt war, dass viele Anwälte von sich behaupten, sie seien der Profi, und der Gegenanwalt von der Gegenseite sei der Stümper und der Feld, Wald und Wiesenanwalt ... und wer garantiert Einem, dass es genau so ist ?!

zumal der Gegenanwalt von der Gegenseite genau das Umgekehrte behauptet

hmmm, und jetzt?
 

Tiversin

Erfahrenes Mitglied
06.07.2016
3.330
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DUS
mag ja sein, aber das war doch gar nicht der Punkt

der Punkt war, dass viele Anwälte von sich behaupten, sie seien der Profi, und der Gegenanwalt von der Gegenseite sei der Stümper und der Feld, Wald und Wiesenanwalt ... und wer garantiert Einem, dass es genau so ist ?!

zumal der Gegenanwalt von der Gegenseite genau das Umgekehrte behauptet

hmmm, und jetzt?

Neulich inner Kanzlei:

Sagen Sie mal ... der Anwalt der anderen Prozesspartei, also der der behauptet Sie seien ein Stümper ...ist der gut?

Absolut! Ich mach mir schon in die Hose wenn ich nur an seine Schriftsätze denke! Der ist richtig richtig gut! Wir werden sowas von untergeh... äh hallo? Hallo? Wo wollen Sie denn so plötzlich hin ?

*Geräusch einer leise ins Schloss fallenden Tür*
 

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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Neulich inner Kanzlei:

Sagen Sie mal ... der Anwalt der anderen Prozesspartei, also der der behauptet Sie seien ein Stümper ...ist der gut?

Absolut! Ich mach mir schon in die Hose wenn ich nur an seine Schriftsätze denke! Der ist richtig richtig gut! Wir werden sowas von untergeh... äh hallo? Hallo? Wo wollen Sie denn so plötzlich hin ?

*Geräusch einer leise ins Schloss fallenden Tür*
mich deucht, du guckst zuviel "Fischer Investments" Werbung

könnte der geklaut sein, Schlingel !? :ROFLMAO:
 

Airsicknessbag

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11.01.2010
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der Punkt war, dass viele Anwälte von sich behaupten, sie seien der Profi, und der Gegenanwalt von der Gegenseite sei der Stümper und der Feld, Wald und Wiesenanwalt ...

Das ist überhaupt nicht mein Eindruck. Zumal Anwälten gemeinhin klar ist, dass ihre Einflussmöglichkeiten im forensischen Bereich eher begrenzt sind. "Da mihi facta, dabo tibi ius." Der "Staranwalt", der einen Prozess "für den Mandanten gewinnt", den ein schlechterer Anwalt "verliert", ist ein Mythos und ein eher laienhaftes Verständnis.

Kautelarjuristisch ist das natürlich völlig anders, da kann ein Anwalt, der gute Verträge macht, schon einen großen Unterschied machen, insbesondere im späteren Streitfall (den der Anwalt, je besser er ist, umso effektiver verhindert hat).


Und hier konkret im Thread hat sich Flying Lawyer, ohne dass ich mich zu seinem Sprachrohr machen will, das hat er nämlich nicht nötig, nicht über die Feld-, Wald- und Wiesenkollegen erhoben. Er hat nur gesagt, dass es in dieser speziellen Angelegenheit besser wäre, einen Spezialisten zu haben, der sowas öfter macht. Er kann Sachen besonders gut, die ein FWW nicht oder nicht gut kann, und umgekehrt. FWW ist nicht mit Stümper gleichzusetzen, und das hat er auch nicht getan.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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ersparen wir uns die semantische Kniefieselei

einen Kollegen "Feld, Wald und Wiesenanwalt" zu nennen, ist bereits der Akt der Sicherhebung/Abwertung an sich, aber sei es drum
darum geht es mir nicht

mir geht es lediglich darum, dass ein Mandant das von außen letztlich nur schwerlichst erkennen kann, wer jetzt hier wirklich der Gute und wer der Schlechte ist, oder sein wird ... behaupten tut das erstmal jeder Anwalt für sich

und @Airsicknessbag, kann es sein, dass du im Familienrecht keine so wirklichen Erfahrungen hast ?!
da wird in den Schriftsätzen schon teils richtig emotional und auch teils stark polemisch gekeilt, zurückgekeilt und ausgeteilt unter den gegnerischen Anwälten

und immer dran denken, meine Erfahrungsberichte gelten lediglich für strittige, oft hochstrittige, Scheidungs- oder Zugewinnausgleichsverfahren
gütlichere Verfahren bekomme ich nicht mit, weil da iaR kein Sachverständiger angerufen oder hinzugezogen wird ... wozu auch
ich gehe aber davon aus, dass in einvernehmlicheren Verfahren der Ton in den Schriftsätzen wesentlich sachlicher und ruhiger ist, warum auch sollten sich die beiden Anwaltsseiten da auch keilen ?! machte in einvernehmlichen Verfahren ja auch gar keinen Sinn
 

Airsicknessbag

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11.01.2010
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mir geht es lediglich darum, dass ein Mandant das von außen letztlich nur schwerlichst erkennen kann, wer jetzt hier wirklich der Gute und wer der Schlechte ist, oder sein wird ... behaupten tut das erstmal jeder Anwalt für sich

Nein, seriöse Anwälte behaupten nicht, dass sie besser als andere seien, sondern dass sie den Mandanten bestmöglich vertreten. Kein Anwalt kann aus Scheiße Gold machen, und deswegen verspricht er das auch nicht - wenn er seriös ist.

Mit dem Nicht-erkennen-Können hast Du natürlich einen Punkt. Aber vielleicht kennt man ja irgendeinen guten Anwalt, z.B. den eigenen Haus- und Hofanwalt, falls man einen hat - der kann im Zweifel einen Kollegen empfehlen.

@Airsicknessbag, kann es sein, dass du im Familienrecht keine so wirklichen Erfahrungen hast ?!

Ja, zum Glück :p Aber ein bisschen Kindschaftsrecht mache ich ab und zu vertretungsweise.

da wird in den Schriftsätzen schon teils richtig emotional und auch teils stark polemisch gekeilt, zurückgekeilt und ausgeteilt unter den gegnerischen Anwälten

Kenne ich so nicht. Klar gibt es Kollegen, die mal etwas konfrontativer auftreten, aber so richtig ausfällig werden eigentlich nur Naturalparteien. Was soll das auch? Es bringt dem Mandanten ja nichts. "Das zitierte Urteil streitet nicht für die Rechtsauffassung der Gegenseite, weil..." ist auch nicht weniger effektiv als "Besagtes Urteil auch nur ansatzweise zu zitieren, ist so abwegig, dass es Zweifel am Geisteszustand des 'Kollegen' aufkommen lässt, weil..."

warum auch sollten sich die beiden Anwaltsseiten da auch keilen ?! machte in einvernehmlichen Verfahren ja auch gar keinen Sinn

Im strittigen ebensowenig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mr.Tequila

Erfahrenes Mitglied
21.05.2025
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@Airsicknessbag
erstmal vorneweg, Danke für die sachlichen Stellungnahmen (ernst gemeint)
es geht auch ohne Angepöbel und Angestänker, das ist doch schon mal was
sich grundsätzlich Respekt gegenüber zu zeigen, ist schon mal ein Anfang

nun zu deinen Punkten:
Mit dem Nicht-erkennen-Können hast Du natürlich einen Punkt. Aber vielleicht kennt man ja irgendeinen guten Anwalt, z.B. den eigenen Haus- und Hofanwalt, falls man einen hat - der kann im Zweifel einen Kollegen empfehlen.
klar, glücklicherweise hat man selber nicht "jeden Tag" eine Scheidung an der Backe, sondern kommt da in aller Regel wie die Jungfrau zum Kinde. Plötzlich braucht man aus heiterem Himmel nen Scheidungsanwalt, und was nu. Klar, dass sich die Allermeisten wohl erstmal im Bekanntenkreis umhören.

"ach du, der Siggi von 3 Häuser weiter hat sich doch vor 3 Jahren scheiden lassen, er war dort hinten bei Kanzlei Müller und war relativ zufrieden, probiers doch mal dort"
so in etwa dürfte der Normalfall aussehen

is ungefähr wie mit dem Arzt
"Bandscheibenvorfall!? ... ach ja, hatte der Nachbarssiggi neulich auch mal und war beim Doktor Schmidt und eigentlich ganz zufrieden. Probiers doch mal beim Schmidt"

wir sind uns hoffentlich einig, wenn Doktor Schmidt beim Siggi gut und erfolgreich war, ist das noch lange keine Garantie, dass es auch bei dir selber klappen wird, zumal jeder Fall ein bisschen anders liegt

Kenne ich so nicht. Klar gibt es Kollegen, die mal etwas konfrontativer auftreten, aber so richtig ausfällig werden eigentlich nur Naturalparteien.
sorry, ich bin da leider ein bisschen allergisch gegen mir Worte in den Mund zu legen, die ich nicht gesagt hatte.
ich sagte Polemik, es wird stark emotional polemisiert in den Schriftsätzen. Von ausfällig werden sagte ich hingegen nichts.
Ich hoffe wir sind uns einig, dass man Schriftsätze auch hart und polemisch formulieren und verfassen kann, ohne dabei ausfällig zu werden, direkt zu pöbeln oder gar Kraftausdrücke zu verwenden ... ich hab das jedenfalls noch nicht gehört oder gesehen ... kräftig polemisiert wird aber trotzdem, obwohl ich persönlich diese Arten von harter gegenseitiger Polemik auch schon für grenzwertig erachte

Was soll das auch? Es bringt dem Mandanten ja nichts.
es geht ja auch nicht um den Mandanten.
mit der Polemik in den Schriftsätzen versuchen die Streitparteienanwälte natürlich Einfluss auf den Richter zu nehmen, ihn zu nudgen und rhetorisch zu fernmanipulieren
wie man das halt so versucht und macht
"Das zitierte Urteil streitet nicht für die Rechtsauffassung der Gegenseite, weil..." ist auch nicht weniger effektiv als "Besagtes Urteil auch nur ansatzweise zu zitieren, ist so abwegig, dass es Zweifel am Geisteszustand des 'Kollegen' aufkommen lässt, weil...
mir ist schon länger klar, wo das eigentliche Problem in der Diskussion hier steckt
es gibt wohl gewisse Störgefühle bei einem ganz bestimmten Personenkreis, weil Manche nicht wahrhaben wollen, was ich hier erzähle, weil es vielleicht ihre heile Welt erschüttert ... oder sind sie naiv ... oder haben einfach keine Ahnung, wie hart die Welt tatsächlich sein kann, wenn gestritten wird
ich weiß es nicht ... jedenfalls reagieren sie dann pampig ... vermutlich weil sie bestimmte Dinge einfach nicht wahrhaben wollen, weil auf ihrem Ponyhof nicht sein kann, was nicht sein darf

egal

ich will nicht mehr mehr Tipps geben, für Leute, die sie eh nicht hören oder lesen wollen, und sogar noch aggressiv dabei werden
so sei es

nur noch ein Hinweis:
der Normalfall aus meiner Praxis jedenfalls ist, dass die Anwälte der Mandanten oft nicht falsch beraten, sondern lückenhaft beraten. Falsch beraten und lückenhaft beraten ist nicht dasselbe. Also bestimmte Dinge erst gar nicht erwähnen, die aber für den Mandanten uU. entscheidend wichtig gewesen wären.

Oft stehen die Mandanten in einem strittigen Verfahren dann da, das Verfahren ist schon mehrere Jahre alt (der Normalfall in Deutschland für strittige Verfahren sind oft mind. 3 Jahre und mehr) und sagen, dass wenn sie das vor 3 Jahren gewußt hätten, was sie heute wissen, sie ihren Fall ganz anders angegangen wären. Und das entsteht dadurch, weil die Mandaten selber die Hauptarbeit machen, vor allem am Verfahrensbeginn, und dort die Hauptfehler begehen, weil sie vom Anwalt nicht darauf hingewiesen wurden. Diese Hauptfehler sind aber nach 2 oder 3 Jahren nicht mehr wieder zurückholbar, weil diese Daten und Dinge vom Verfahrensbeginn dann längst auf dem Gericht liegen.

so
und jetzt soll Jeder stille und/oder schweigende Mitleser hier damit machen, was er will
falls er mal selber in diese Situation gebracht wird, sich in einem strittigen Verfahren scheiden lassen zu müssen, und da durch müsste
er kann es annehmen und mal drüber nachdenken, oder es bleiben lassen ... seine Sache