Langstrecke mit Schmalrumpfflugzeugen

ANZEIGE

taenkas

Erfahrenes Mitglied
26.08.2013
2.453
2.812
ANZEIGE
Genau - ich hab das auch mal relativ simpel für mich definiert: wenn ich grad wo bin, wo ich in meiner Freizeit nicht wäre, dann kann es keine Freizeit sein. Einzige Ausnahme: wenn ich mich selber aus Komfortgründen für eine frühere oder anderwertige Anreise entscheide.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
28.343
14.091
irdisch
Der hat Sonntag auch Freizeit.
Das sagt Google AI:
Eine Dienstreise gilt im deutschen Arbeitsrecht grundsätzlich dann als Arbeitszeit, wenn sie im direkten Interesse des Arbeitgebers liegt und Sie aktiv beansprucht werden.
Wer als Fahrgast in Bahn oder Flugzeug sitzt und frei über die Zeit verfügen kann, muss im Einzelfall (laut Tarif- oder Arbeitsvertrag) prüfen lassen, ob diese Zeit vergütet wird – nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) zählt passive Reisezeit oft nicht voll als belastende Arbeitszeit, sofern nicht gearbeitet wird.
Als Freizeit zählt sie aber auch nicht, wenn der Arbeitnehmer nicht voll darüber verfügen kann. An einem ungewollten Ort zu sein, ist Arbeit. Wie das bezahlt wird, ist eine andere Sache, sagte ich bereits. Viele bekommen nur Freizeitausgleich.
 

ilam

Aktives Mitglied
25.06.2013
173
218
Nein. Es ging um Arbeitszeit und Freizeit. Eine Dienstreise ist keine Freizeit.

Kommt auf den Arbeitgeber an. Da gibt es viele, denen die gesetzlichen Regelungen herzlich egal sind. Wo kein Kläger, da kein Richter.

O-Ton mir gegenüber ungefragt im Bewerbungsgespräch: "Auf einer Dienstreise schaut man nicht auf die Uhr und den Wochentag, wann Feierabend ist. Aber wir sind nicht so, wenn man am Sonntagabend spät in der Nacht angekommen ist, sagt niemand was, wenn man am nächsten Tag erst um 10 auf der Arbeit ist...."
(Wie war das noch mit 11h Ruhezeit zwischen 2 Arbeitstagen?)

Nein, ich nahm den Job nicht an. Der arme Tropf, der es tat, war nach 3 Monaten im Burnout. Und die Firma hat mittlerweile eine -für die Anleger- sehr teure Insolvenz hingelegt.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
28.343
14.091
irdisch
Dass man sich da insgesamt flexibel bewegt und partnerschaftlich verhält ist auch klar. Aber es ist eben Teil der Arbeit und keine Freizeit. Das Thema Reisezeit und der jeweilige Umgang damit müssten hier ja allen "Vielfliegern" extrem vertraut sein?
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
14.742
12.979
Nach dem Interview verstehe ich langsam das Konzept...
Der Airbus A321 XLR wird bei La Compagnie mehr als 9600 Kilometer Reichweite haben
Wir haben aktuell 65 bis 70 Prozent Freizeitreisende. Der Rest sind entweder reine Geschäftsreisende, oder Menschen, die geschäftlich reisen, dann aber noch privat einige Tage vor Ort dranhängen. Diese sogenannte Bleisure-Segement wächst. Zum einen, weil die Menschen sich gerne etwas gönnen und daher zum Beispiel Veranstaltungen wie Kunst-Events oder Sportveranstaltungen als Anlass nutzen, um ihren Aufenthalt zu verlängern.
[...]
Wenn jemand beispielsweise am Dienstag hin- und am Donnerstag zurückfliegt, verlangen Fluggesellschaften dafür typischerweise viel Geld. Wer seinen Aufenthalt aber so verlängert, dass er das Wochenende einschließt, kann dadurch möglicherweise in eine niedrigere Preiskategorie rutschen. Auch das ist ein treibender Faktor.
Man setzt also auf die Geschäftsreisenden, die noch ein Konzert oder ein Fußballspirel an ihre Reise anhängen dürfen, und lässt denen gegenüber den reinen Geschäftsreisenden noch Geld nach...
Langsam kann ich nachvollziehen warum DUS-EWR nicht funktionieren kann...

Die Geschäftskunden die bereit wären, im Vergleich zu DUS-DUB-EWR, DUS-LHR-EWR, DUS-CPH-EWR, DUS-CDG-EWR etc. noch ein paar Hundert Euro für den bequemen Direktflug draufzulegen will man gar nicht haben, sondern "Bleisure" Gäste die Schnäppchenpreise zahlen und an ihre Dienstreisen noch was dranhängen (können/dürfen/wollen).

Und er hat schon erkannt:
Wir hatten Deutschland zunächst wenig im Blick, denn Lufthansa ist hier sehr stark. Und wenn man mit ihr in bestimmten Städten konkurriert, gerade an Drehkreuzen, hat sie die Möglichkeit, einen bei den Preisen stark unter Druck zu setzen. Das ist typisch, wenn man einer großen Airline Konkurrenz macht: Sie kann ihre Preise über drei, vier Monate senken, sogar halbieren, und man gerät in eine schwierige Situation.
Gut beobachtet was in DUS zu AirBerlin Zeiten passiert ist...

Aber zurück zum eigentlich interessanten Aspekt:
Wir haben nur 68 beziehungsweise 76 Sitze und Fluggäste, dadurch haben wir ein geringeres Leergewicht, eine geringere Nutzlast und deutlich mehr Reichweite als andere Fluglinien, die den LR einsetzen, wie zum Beispiel Jet Blue. Die können heute mit dem Flugzeug nicht das tun, was wir damit tun. Das wird auch für den A321 XLR. Mit ihm könnten wir von Paris nach San Francisco, Peking, Johannesburg oder auf die Malediven fliegen.
d.h. in einer "nur Business" Konfiguration kann man mit einem XLR sogar Westküste oder Ostasien fliegen !
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.844
7.389
Nach dem Interview verstehe ich langsam das Konzept...
Der Airbus A321 XLR wird bei La Compagnie mehr als 9600 Kilometer Reichweite haben

Man setzt also auf die Geschäftsreisenden, die noch ein Konzert oder ein Fußballspirel an ihre Reise anhängen dürfen, und lässt denen gegenüber den reinen Geschäftsreisenden noch Geld nach...
Langsam kann ich nachvollziehen warum DUS-EWR nicht funktionieren kann...

Die Geschäftskunden die bereit wären, im Vergleich zu DUS-DUB-EWR, DUS-LHR-EWR, DUS-CPH-EWR, DUS-CDG-EWR etc. noch ein paar Hundert Euro für den bequemen Direktflug draufzulegen will man gar nicht haben, sondern "Bleisure" Gäste die Schnäppchenpreise zahlen und an ihre Dienstreisen noch was dranhängen (können/dürfen/wollen).

Und er hat schon erkannt:

Gut beobachtet was in DUS zu AirBerlin Zeiten passiert ist...

Aber zurück zum eigentlich interessanten Aspekt:

d.h. in einer "nur Business" Konfiguration kann man mit einem XLR sogar Westküste oder Ostasien fliegen !
Sehr interessantes Interview. Auch seine Position zu Suiten in der C.