... habe versehentlich gecancelt, das Mail dazu erst eine Stunden / einen Tag später gelesen", "ich habe meine Uhr auf Greenwichtime stehen lassen, als ich aus London gekommen bin und daher den Abflug um eine Stunde versäumt" ... alles Sachen, wo man dann Kulanz erwarten darf?
G.
Ich schrieb ja extra von der
praktisch zeitgleichen Handlung- die für mich ein belastbares Indiz wäre, daß es ein Versehen ( ein Fehler) war.
Ich schrieb auch, daß ich in solch einem Fall darauf hoffen würde, daß, wenn man dann mit einem Menschen spricht, der den Fehler nachvollziehen kann und zugunsten des Kunden handeln kann.
Es sollte nicht mal ein Recht daraus abgeleitet werden, aber die Möglichkeit der Kulanz ( aus begründeten Situationen heraus), die sollte die "Status-Wertschätzung" schon beinhalten...
Und das Gegenteil ist der Fall.
Ich- als Statuslose bei LH- denke mir nur, oh je, so behandeln sie schon die theoretisch besonders wertgeschätzten loyalen Kunden...
Übrigens könnte ich mir schon vorstellen, daß ein anderer Mitarbeiter vielleicht was möglich gemacht hätte,
ich möchte mir nicht eingestehen müssen, daß das wirklich die praktizierte Problemlösungsstrategie den Statuskunden gegenüber ist.
Menschen arbeiten in allen Bereichen unterschiedlich engagiert, vielleicht hätte ein anderer Mitarbeiter seine Möglichkeiten anders ausgeschöpft.
denn das es keinerlei Spielraum gibt, das kann ich wirklich nicht glauben.
OT über Hartnäckigkeit:
Ich hatte Freitag einen Fall, da habe ich den Kundenservice einer Firma telefonisch um die Daten einer Produkteinführung gebeten, es ging um Garantieansprüche (Rechnung nicht greifbar, beim SB) .
Die Auskunft war zu meinen Ungunsten (und im Nachhinein einfach inhaltlich falsch), nach kurzer Internetrecherche habe ich dann nochmals angerufen,
hatte einen anderen Mitarbeiter dran, dieselbe Frage gestellt.
Großes Erstaunen, diese Frage wäre heute schon gestellt worden.
Ich: "Ja, aber die Antwort hat mir nicht gefallen", das ganze sozusagen mit einem Lächeln in der Stimme und danach die Erklärung, daß ihre Angabe so nicht stimmen könne.
Er hat nochmals nachgefragt und- oh Wunder- die Auskunft stimmte um 1,5 Jahre nicht...
Ohne Hartnäckigkeit wären wir auf einem ziemlichen Schaden sitzen geblieben,
mein LG hatte den Fall schon mit Wut im Bauch wieder abgehakt, so ist es natürlich noch in der Garantiezeit.
Je nachdem, wieviel Zeit der OP noch zur Verfügung hatte, wäre ich auch den Mitarbeitern vor Ort "aufs Häuschen gestiegen", ganz freundlich, aber hartnäckig.
Der Fehler lag klar bei ihm, aber diese Null-Entgegenkommen-Politik
in diesem Fall ist nicht zu verstehen..
Und deshalb war der VFT als Anlaufstelle für einen Problemlösungsversuch ein logischer Gedanke!