Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.189
6.436
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- Solar braucht keine Sonne, die laden ohne Sonne genausu gut.

- "Ich" habe jetzt eine Wärmepumpe, damit heize ich kostenlos.
Das ist natürlich übertrieben. Aber auch hier habe ich Werte aus der Praxis:

30kWp PV Anlage auf Ost/Westdach. Heute bei bedecktem Himmel 25kWh vom Dach geholt. Das hat tatsächlich für die WP komplett gereicht und noch die 10kWh Batterie vollgeladen. Die 10kWh reichen jetzt bis morgen früh.
So schlecht nicht im Winter.
 
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jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.203
1.186
CGN
Berlin-Erlangen sollte es nonstop schaffen. Im Winter jetzt haben die teilweise vier Ladestopps auf der Route gebraucht

das sind laut Google Maps 500km und 5h Fahrzeit. Die schafft kein E-Auto im Winter am Stück. Die schafft aber auch konzentriert(!) und verkehrssicher(!) auch kaum ein Fahrer am Stück.

Man braucht aber bei sinnvoller Anwendung(!) auch keine vier Stopps.

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Mit Wahrheit meine ich nicht, dass Du, Deine Eltern oder deren Freunde lügen. Sondern dass natürlich so eine Geschichte auch immer mehr Dynamik aufnimmt, je öfter sie weitererzählt wird.

Realistisch nötig sind:

Mit einem Schnellladestopp sollte die Strecke aber mit jedem Auto mit 450km WLTP auch im Winter zu schaffen sein. Wenn man ein Schisser ist und das Auto nicht auf < 10% runterfährt 2 Stopps. Mehr auf gar keinen Fall.

ein bis zwei Stopps. Den zweiten würde ich nicht unbedingt nur bei "wenn man ein Schisser ist" sehen, ist ja auch eine Frage der Geschwindigkeit (wer gerne auch mal >160 fährt, wird mit einem Stopp nicht hinkommen auf der Strecke).

Einen dritten Stopp halte ich auch nicht für komplett abwegig: Von Anfänger-Anwenderfehler (beim vorherigen Ladevorgang auf die Reichweitenanzeige vertraut und zu früh aufgehört? Oder versehentlich vor dem Start nur auf 80% geladen, weil die entsprechende Option aktiviert war) bis hin zu technischen Gründen ist da alles denkbar. Oder vielleicht war der Stopp auch gar nicht nötig, aber man hatte dann am Ende doch Hunger und Angst, zu leer anzukommen, also nochmal nachladen.

Wenn dann noch an einem Rastplatz Ladesäulen nicht will (Technik oder Ladekarten-Scheiße), man den aber (richtigerweise) mitzählt, ist man schnell bei vier Ladestopps. Die sind technisch überhaupt nicht nötig, aber inhaltlich auch nicht gelogen, und wer abgefuckt ist (nachvollziehbar) wird natürlich die Geschichte so erzählen, dass das abfuckende im Vordergrund steht.

Der Punkt war, das E-Autos in der Praxis keineswegs nur begeisterte Nutzer hinterlassen.

Nachvollziehbar. Ich bin nun wirklich nicht derjenige, der sich oft auf Deine Seite schlägt. Aber ich war mit dem KIA letztes Jahr in Berlin und München, beides rund 600km einfache Fahrt (also ein bisschen länger als Dein Beispiel), beides mit zwei Ladestopps zu schaffen, beide Male eine völlig stressfreie Hinfahrt, aber beide Male leider eine Rückfahrt, die - wenn ich sie als Anekdote erzähle - niemanden von der E-Mobilität überzeugt.

Das Problem war vermutlich auch bei Euren Bekannten nicht das Auto.

Das Problem ist m.E., dass man sich mit dieser Technik beschäftigen muss. Das gilt für das Handling des Fahrzeugs und dem sinnvollen Laden unterwegs. Das gilt aber auch für die Infrastruktur. Brauchbare und weniger brauchbare Ladekarten, schnelle und weniger Ladesäulen (die aber im Navi als 300KW angezeigt werden). Usw.

Die Bekannten Deiner Eltern haben den Führerschein vermutlich zu einer Zeit gemacht, wo es keine E-Autos gab. Und haben von ihren Eltern oder dem großen Bruder gezeigt bekommen, wie man tankt und worauf man achten muss. Dass man sich bei einem E-Auto gerade in Kombination mit Langstrecken-Ladevorgängen mal erklären sollte, worauf man da achten muss, bedenken die meisten nicht.

(Und erklärt ihnen auch niemand. Ein Bekannter von mir hat letzte Woche seinen Opel Grandland Vollstromer abgeholt und nicht mal Infos zu einer möglichen Opel-Ladekarte dazu bekommen, dem hab ich erstmal Anbieter empfehlen müssen)
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
5.801
4.611
in welchem Gesetz steht das?

Unter anderem im EEG?
was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wer sich PV aufs Dach baut, macht das aufgrund einer Kalkulation, nicht aus ideologischer Verbissenheit.
Ich denke, es geht darum, das Klima zu retten, was denn nun? Wenn es mehr kostet, ist das Klima dann egal?
Versteh den Satz oder lass es bleiben.
Ich verstehe es also ganz richtig :)
sagt auch niemand. Aber toll, was Du alles weißt.
Ich denke, deine PV liefert Strom und Energie ohne Netz bzw. macht dich unabhängig? Denn den Netzanschluss brauchst du nun einmal, wenn deine Leistung für den Verbrauch nicht ausreicht.
Wow. Was für eine Erkenntnis. Hat jemand jemals irgendwas anderes behauptet?
Lies dir mal dein erstes Posting durch.
EE braucht halt Speichermöglichkeiten für Grundlast.
Speicher sind keine Grundlast. Egal, wie groß.
Die wurden in der Vergangenheit vernachlässigt,
Das wird nicht vernachlässigt, Speicher sind schlicht in den benötigten Größenordnungen unbezahlbar. Und nochmal: Speicher sind KEINE Grundlast.
früher sogar zurückgebaut (Pumpspeicherkraftwerke) und müssen darum jetzt geschaffen werden.
Es ist schlicht keine Möglichkeit mehr da, Pumpspeicherwerke zu bauen, die geologischen Möglichkeiten sind erschöpft; die finanziellen auch. Und dazu kommt: Wasser sollte nicht zum Stauen und Pumpen genutzt werden, die Natur sollte ihre freie Bahn haben.
Wow, das Wetter hier und den PV-Ertrag meines Hauses kennst Du also auch?
Nun, der Wetterbericht und die Wetterlage in November/Dezember/Januar war bei euch, mit kleineren Ausnahmen, recht gleichmäßig. Es ist (mir) schlicht egal, wo du wohnst.
"zuviel EE" - wofür? Ich dachte die erneuerbaren reichen hinten und vorne nicht?
Für jedes Watt EE muss jedes Mal ein Watt Grundlast zugebaut werden und ein Watt Netzlast. Was passiert, wenn zu viel EE (und zu wenig Netzkapazität) da sind: ihr müsst euren Strom in die Nachbarländer verschenken oder einfach sinnlos ableiten oder EE abschalten. Diese verkaufen ihn euch dann zurück. Ein Teil der Redispatchkosten, die Milliarden kosten.
Und wieso übernimmt die Allgemeinheit Kosten, wenn ich meinen Strom zu einem Preis an den Netzbetreiber verkaufe, der unter dem liegt, den der gleiche Netzbetreiber bei einem Gas- oder Kohlekraftwerk bezahlen müsste?
Weil deine PV subventioniert wurde, dein Erzeugerpreis, der durch das EEG festgelegt ist und (ebenfalls) viel zu hoch (subventioniert) ist. 7.5 Cent ist viel zu hoch.
ich rede gar nicht von Abgaben und Steuern. Und ich rede auch nicht von den Pflichten (und auch nicht von den Rechten) eines Erzeugers, der ist man dadurch nicht zwangsläufig.
Dann schau mal ins EEG. Und das Finanzamt bekommt auch seinen Teil ab.
Nein, es ist ein Monopol. Wenn andere Anbieter außer den Stadtwerken nicht dürfen,
Wer sagt, dass sie nicht dürfen?
obwohl sie wollen,
Sagt wer und steht wo?
und die Stadtwerke 60ct/kWh aufrufen, dann ist das ein Monopol.
Die können auch ein Euro aufrufen in einer Marktwirtschaft. Jeder Verbraucher kann sich seinen Lieferanten von Strom aussuchen. Nix Monopol.
unsere Autoindustrie lebt von Subventionen.
Nein. Nicht in diesen Ausmaßen, wie sie bei den EE und den BEV gezahlt und verbraucht werden.
 

ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
5.801
4.611
Kann ich voll und ganz nachvollziehen was du sagt. Subventionen sind am Ende nie fair. Man muss sich bei der Thematik "Elektromobilität" von der persönlichen Ebene lösen und das ganze als Transformation der Gesellschaft zu einer zukunftsweisenden Technik sehen. Das schwierigste ist der Anfang weil keiner ein E-Auto kaufen will wenn es keine Infrastruktur gibt und weil keine Infrastruktur aufgebaut wird wenn es kein E-Auto gibt.

Einer muss den ersten Schritt gehen. Aber um gegen die etablierte Verbrennertechnologie samt perfektionierter Tankstelleninfrastruktur anzukommen muss irgendjemand viel Geld in die Hand nehmen damit wir uns bewegen. Da Infrastruktur beteiligt ist sehe ich hier auch den Staat zentral in der Rolle. Und da die Autoindustrie zu den wichtigsten Zweigen des Landes gehört ist auch bei den Fahrzeugen der Staat irgendwie gefordert um eine Veränderung zu erreichen. Macht man es nach der neoliberalen Ideologie soll der Markt das regeln. Der wird das dann sicher regeln, aber sicher nicht mit einer zukunftsorientierten Automobilindustrie und eine gute Verkehrsinfrastruktur.

Interessant ist der Blick nach Japan, wo ich vor kurzen zwei Wochen im Urlaub war. In der Zeit habe ich insgesamt vier Elektroautos gesehen (1x Ioniq 5, 1x Tesla, 1x Audi e-tron, 1x BMW i3) und drei Ladestationen die verweist waren. BEV werden es hier sehr schwer haben wenn man nichts ändern. In Japan dominieren effiziente Verbrenner auf Vollhybridtechnik (überwiegend Toyota-HSD-Technik), Japan fahren sehr defensiv und damit mit sehr niedrigen Verbräuchen, in Japan sind sehr viele Kleinstwagen unterwegs und die Benzinpreise niedrig (ca. 1€/L). Wer hat hier Interesse an einem E-Fahrzeug wenn es zudem nur sehr wenig Ladesäulen gibt?

Die japanische Autoindustrie hat sicher auch kein großes Interesse auf die Elektromobilität zu wechseln zumal man dort selbst weit hinter den deutschen Herstellern hinterherzuckelt (einfach mal anschauen wie die E-Fahrzeuge von Toyota und Honda verglichen mit einem aktuellen ID.3 oder ID.4. sind) und man selber die Hybridtechnik perfektioniert hat. Man wird hier sicher politisch verhindern schnell auf die E-Mobilität zu gehen. Denn dann würden ja sofort China und Südkorea mit ihren deutlich ausgereifteren Fahrzeugen die japanischen Hersteller verdrängen können. Das kann dann auch nicht im Interesse des Staates sein. Nur wie lang wird man es schaffen an einer vergangenen Technologie festzuhalten? Und was folgt dann?

Dieser Blick in ein Land dass die Elektromobilität noch mehr verschlafen hat als wir hat mir gezeigt, dass die Politik der letzten Jahre zumindest nicht ganz falsch war und man es zumindest geschafft hat den Anschluss zu finden. Der Anfang war sicher sehr holprig wenn man die erste Generation der Volkswagen-MEB-Fahrzeuge gesehen hat. Aber mittlerweile hat man es auch im Volkswagen-Konzern geschafft die MEB-Plattform auf einen Stand zu bringen die wirklich gut ist.

Aber man ist noch nicht am Ende. Nachdem jetzt die Grundinfrastruktur und die Technologie brauchbar geworden ist müssen jetzt auch E-Fahrzeuge für alle möglich sein. Einerseits hilft da die neue Förderung und andererseits kommt jetzt auch langsam der Gebrauchtwagenmarkt in Schwung der schon viele gute E-Fahrzeug zu guten Preisen bietet. Die Förderung wird hier auch das ihre beitragen und die Gebrauchtwagenpreise weiter senken was auch jeden weniger wohlhabenderen zugute kommt. Jetzt fehlt halt noch die Regulierung der Ladepreise die noch an einem Punkt ist wo es noch nicht passt (man kennt es ja von den Mobilfunkpreisen bevor der Staat eingegriffen hat).

Ich bin zuversichtlich dass das Land das hinbekommen wird. So schlecht ist weder die neue Technologie, noch die Autoindustrie. Hierzulande ist man bequem geworden und sitzt lieber mit fetten Bauch in der Vergangenheit als seinen Hintern hochzubekommen um in die Zukunft zu gehen. Manche wird man sicher nie erreichen, die sind einfach zu fett geworden, aber viele werden noch aufstehen und denen folgen die vorwärts kommen wollen.
du solltest dir mal die weltweiten Marktanteile von (PKW) BEV und Verbrennern ansehen und die jeweilige Infrakstruktur dazu. Dazu die Verkaufszahlen. Dann, welche Mobilitäts-Hersteller den Turn-around zu Verbrenner gehen. Von Spezialfahrzeugen, LKW, Schwerlast-Fahrzeugen, Schiffe, Flugzeuge, Hubschraubern, Motorrollern, Motorrädern, Mofas, etc. etc. ganz zu schweigen.

Dann sieht man, dass nur China (bedingt durch staatliche Bevormundung, Zwang und Kommunismus und durch Softpower seine Produkte ins Ausland verkaufen und Hersteller anderer Länder im Namen des Klimaschutzes verdrängen wollen. Man sollte sich mal ansehen, wie stark China trotz aller Bemühungen das Klima und die Umwelt verschmutzt. Chinesische BEV lagern einfach die Verschmutzung nach China aus) und Deutschland diesen Weg weiterhin so konsequent beschreiten.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das ist natürlich übertrieben. Aber auch hier habe ich Werte aus der Praxis:

30kWp PV Anlage auf Ost/Westdach. Heute bei bedecktem Himmel 25kWh vom Dach geholt. Das hat tatsächlich für die WP komplett gereicht und noch die 10kWh Batterie vollgeladen. Die 10kWh reichen jetzt bis morgen früh.
So schlecht nicht im Winter.
Bei meiner Mutter in Deutschland kam heute kaum was über die PV rein (weniger als 1 kWh) und beide 10 kWh Speicher leer. Und nu?
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.678
4.150
Nord Europa
Das ist natürlich übertrieben. Aber auch hier habe ich Werte aus der Praxis:

30kWp PV Anlage auf Ost/Westdach. Heute bei bedecktem Himmel 25kWh vom Dach geholt. Das hat tatsächlich für die WP komplett gereicht und noch die 10kWh Batterie vollgeladen. Die 10kWh reichen jetzt bis morgen früh.
So schlecht nicht im Winter.
Ich habe besonders hochwertige Panels. War es mir Wert.

45 Grad Süd Richtung.
Bei Sonnenschein 35% Ertrag, ohne Sonne fast nix.
---
Im Sommer bringt sie täglich bis zu das 20 fache der Nennleistung.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.203
1.186
CGN
ich werde sicherlich nicht Deinen Quatsch komplett kommentieren, darum hier nur:

Ich denke, es geht darum, das Klima zu retten, was denn nun? Wenn es mehr kostet, ist das Klima dann egal?

was Du denkst, weiß ich nicht, das ist sehr wirr. Darum der Einfachheit halber mal die Aussage, auf die Du Dich bezogst:

Ein EFH-Besitzer, der sich eine PV-Anlage auf's Dach baut, macht das (..) nicht aus ideologischer Verbissenheit zum Thema Energiewende (..). Sondern, um die Gesamtstromkosten seines Hauses auf Dauer zu reduzieren.




Ich denke, deine PV liefert Strom und Energie ohne Netz bzw. macht dich unabhängig?

ich bin mir echt nicht sicher, ob "ich denke" nicht etwas sehr hoch gepokert ist. Zum Einordnen auch hier nochmal der Kontext:

In der Kalkulation ist auch eingeplant, dass es Zeiten gibt, an denen man zu viel Strom produziert und ihn einspeist, und Zeiten, in denen man zu wenig Strom produziert und welchen dazukauft




Wer sagt, dass sie nicht dürfen?

die Stadt Köln.


Sagt wer und steht wo?

sage ich (übrigens auch zwei andere damals in Köln ansässige CPOs, mit denen ich im Austausch war) und stand in dem Posting, auf das Du geantwortet hast:

da es baulich hier nicht auf privatem Grund möglich ist, hatte ich gemeinsam mit Nachbarn eine öffentliche Säule direkt hier im Wohngebiet aufstellen wollen, war seitens der Stadt Köln "nicht gewünscht"

Und falls Du die Argumente der Stadt Köln nachlesen willst, kannst Du das hier tun.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.203
1.186
CGN
Jeder Verbraucher kann sich seinen Lieferanten von Strom aussuchen. Nix Monopol.

Ein Verbraucher in Köln, der auf öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen ist, kann sich seinen Lieferanten (technisch) nicht aussuchen. Daraus ergibt sich auch, dass er sich ihn auch (vertraglich) nicht frei aussuchen kann, weil der EMP am Ende vom CPO RheinEnergie/Tank-E und dessen Tarifstruktur abhängig ist.

In anderen Branchen ist genau das als Monopol eingestuft worden und führte zu einer Regulierung, die ich mir an der Stelle auch wünschen würde.

In der Telekommunikation z.B. hat NetCologne ein Monopol auf die Erreichbarkeit von NetCologne-Kunden. Wenn ich mit meinem O2-Handy eine Nummer im NetCologne-Netz anrufen will, führt kein Weg an NetCologne vorbei. Also muss sich NetCologne die Durchleitungsentgelte (quasi das, was beim Laden das Roaming ist) vom Regulierer genehmigen lassen und kann nicht einfach unverschämt viel verlangen. Mit dem Ergebnis, dass ich von meinem O2-Handy aus bei NetCologne-Kunden anrufen kann ohne dass das überraschend teuer wird oder gar nicht geht, weil O2 mit all den kleinen Stadtnetzbetreibern gleich gut kalkulieren kann.

In der Elektromobilität funktioniert das nicht. Die Ladekarten sind deshalb so selten dämlich und kompliziert von den Tarifen, weil während sich NetCologne an regulierte marktübliche Preise halten muss, die Konzernschwester Tank-E einfach irgendwelche Phantasiepreise für ihren Ladestrom verlangen kann (und die Ladekartenanbieter dann im Zweifelsfall die Säulen aussperren oder mit Parkgebühren-ab-120-Minuten versehen o.ä., weil sie es nicht anders kalkuliert bekommen).

Und genauso wenig, wie ich als O2-Kunde Einfluss darauf habe, ob die angerufene Rufnummer im NetCologne-Netz liegt (ich kann ja nicht den Metzger wechseln, nur weil mein heimischer Metzger Kunde beim falschen Internet-Anbieter ist), genauso wenig habe ich als LadekarteXYZ-Anbieter Einfluss darauf, wer der Anbieter in Köln ist, der Ladesäulen auf öffentlichem Grund aufstellen darf (ich kann ja nicht die Heimatstadt wechseln).
 

somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.942
4.893
Gummersbach
Juser , in nunmehr 12382 posts konnte meiner Beobachtung nach niemand bekehrt werden die Antriebstechnik zu wechseln . Es handelt sich nämlich um eine ideologisch basierte Auseinandersetzung mit endlosem Potential . Und deswegen ist eine kaputte Ladesoile dem einen eine Qual und dem anderen schnurzegal weil er zur nächsten fährt . Wer übrigens von Kölle nach Hamburg fahren möchte und immer nur 15 Liter tankt oder nur einen Tank mit 20 l Kapazität hat muß auch öfter anhalten .
 
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Aladin

Erfahrenes Mitglied
03.03.2020
4.252
5.151
Chersonesus Cimbrica
Wer übrigens von Kölle nach Hamburg fahren möchte und immer nur 15 Liter tankt oder nur einen Tank mit 20 l Kapazität hat muß auch öfter anhalten .
Bei Dir vermutlich vor allem, weil die Blase drückt.

Bedenke: In Deinem Alter sollte man so weite Strecken nicht mit dem Moped fahren. Jedenfalls nicht ohne Unterstützung durch die persönliche Pflegefachkraft.
 

somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.942
4.893
Gummersbach
Bei Dir vermutlich vor allem, weil die Blase drückt.

Bedenke: In Deinem Alter sollte man so weite Strecken nicht mit dem Moped fahren. Jedenfalls nicht ohne Unterstützung durch die persönliche Pflegefachkraft.

Juser , die im Übrigen " persönliche Pflegefachkraft " wirst du dir im Gegensatz zu mir nicht leisten können , da jedenfalls bin ich mir sicher . Denk an meine Worte dereinst im Pflegeheim wenn es nach Pipi riecht , nicht nur nach deinem .
 

3RONVAC

Erfahrenes Mitglied
28.08.2017
2.771
11.684
Ich glaube eher, die praktische Nutzbarkeit ist für viele nicht so gegeben. Meine Eltern haben Freunde, die ein neues E-Auto haben, was Besseres. Berlin-Erlangen sollte es nonstop schaffen. Im Winter jetzt haben die teilweise vier Ladestopps auf der Route gebraucht und dann mit defekten Säulen, wo man vor Ort noch eine funktionierende finden muss. Die haben ihr E-Auto verflucht. Sowas spricht sich rum.

Die angegebene WLTP Reichweite schafft kein BEV, das stimmt. Vor allem nicht im Winter und auf der Autobahn. WLTP schafft aber auch beim Verbrenner im Normalfall keiner, auch wenn der natürlich schneller getankt ist.
Bei einem BEV kannst Du im Winter, wenn die gefahrene Strecke nahezu nur Autobahn ist (und je nach Fahrweise) ca. 40% von der WLTP Reichweite abziehen. Dein Beispiel verstehe ich trotzdem nicht. Jeder der einen BEV hat und Langstrecke fahren will, fährt mit 100% oder zumindest mit deutlich über 80% los. Die meisten BEV, wenn es nicht gerade eine alte ZOE ist, was in Deinem Beispiel ja nicht so zu sein scheint, schafft die Strecke mit 1x unterwegs laden am Schnelllader für 20-30 Minuten.

Ja, ist klar, Praxiserfahrungen sind nicht gewünscht. Vermutlich laden die nicht immer voll? Auf jeden Fall hat es die versprochene Reichweite nicht geschafft.
(falsches Zitat entfernt)

Doch, durchaus interessiert an anderen Meinungen und Praxiserfahrungen, aber gib doch bitte mal einfach mehr Kontext in Deinem Beispiel. Mit wieviel % ist der Fahrer losgefahren, was ist es für ein Auto, welche Ladesäulen haben nicht funktioniert? Dann kann man es einfach besser beurteilen. Defekte Ladesäulen gibt es natürlich, nur gerade auf Langstrecke, wo das HPC high power charging an den Autobahnen bundesweit ganz gut ausgebaut ist (außer zu Ferienstoßzeiten), gibt es einige Alternativen und vor allem in der Regel 4-16 Ladepunkte je Park wo vielleicht mal 1-2 nicht gehen.


In der Firma in welcher mein Bruder sein Geld verdient, wurde nun auch vollends auf E umgeflottet. Er hat nun einen ID7 Tourer bekommen.
Natürlich ist der Preis ein Treppenwitz. Da gilt es dann anzusetzen.

Das Thema ist halt, dass die Autos die letzten 5-10 Jahre einfach generell alle erheblich teurer geworden sind (u.a. durch diverse unsägliche EU Vorgaben und durch stark gestiegene Lohnkosten und verhältnismässig hohe Inflation). Da sticht jetzt ein ID.7 nicht negativ heraus, weder im deutschen Umfeld noch bei anderen Autos vergleichbarer Größe.
In der Praxis hat das auf dem Neuwagenmarkt aber einen deutlich kleineren Impact, weil die meisten Neuwagen geleast werden und zunächst geschäftlich genutzt werden (versehen mit entsprechenden Rabatten und niedrigen Leasingfaktoren). Und auch als privater Neuwagenkäufer muss man heute mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn man bar kauft in den Preisregionen. Durch gestütztes Leasing und Förderungen ist in gefühlt 99% der Fälle immer KM-Leasing mit Rückgabe nach 2-4 Jahren die beste Alternative (inkl. voller Werksgarantie bzw. Garantieverlängerung und Wartungspaket). Beim BEV ist sowieso alles andere finanzieller Selbstmord.
 
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ThoPBe

Erfahrenes Mitglied
16.09.2018
5.801
4.611
ich werde sicherlich nicht Deinen Quatsch komplett kommentieren, darum hier nur:
Nun, weil ich mit dem "Quatsch" richtig liege, aber gut. Entschuldigung in Form deiner Verkürzung angenommen.
was Du denkst, weiß ich nicht, das ist sehr wirr. Darum der Einfachheit halber mal die Aussage, auf die Du Dich bezogst:
Es geht nur um Sparen der Gesamtkosten, nicht um das Klima. Nochmal: wenn es für dich teuer wird, weil es keine Einspeiseentgelt oder Förderung mehr gibt, dann keine PV?
ich bin mir echt nicht sicher, ob "ich denke" nicht etwas sehr hoch gepokert ist
Nein. Physikalisch-atomar bewiesen.
. Zum Einordnen auch hier nochmal der Kontext:
Eben. Deine PV liefert nicht genug Energie und du musst zukaufen. Mit Netz. Aus anderen Quellen als die EE. Weil alle anderen Nutzer auch keinen Überschuss haben und das Netz "laufen" muss.
Nein.
sage ich (übrigens auch zwei andere damals in Köln ansässige CPOs, mit denen ich im Austausch war) und stand in dem Posting, auf das Du geantwortet hast:
Quelle der CPOs?
Und falls Du die Argumente der Stadt Köln nachlesen willst, kannst Du das hier tun.
Zur Verdeutlichung: die Stadt Köln will nicht, dass auf öffentlichen Grund privat gewünschte Ladesäulen gebaut werden. Die Stadt kann wie jeder Grundstückseigentümer bestimmen, was wie gebaut wird. Wen derjenige, der eine Ladesäule will, eine bauen möchte, dann muss er sich ein Grundstück kaufen und eine Ladesäule auf seine Kosten errichten.

Es besteht schlicht kein Anspruch darauf, eine Ladesäule auf fremden Boden zu bauen. Schon gar nicht auf öffentlich-rechtlichen, der Haushaltsvorgaben unterliegt. Das ist kein Monopol, sondern schlichte Wahrung von Privat- bzw. öffentlichen Eigentum.

Zitat: "Das ist nichts, um reich zu werden - aber das Thema finde ich immer noch spannend, die Förderquote ist hoch, Geld auf dem Konto rumliegen zu haben ist auch keine wirkliche Option, also wieso nicht Ladesäulen aufbauen? Konkret ging es für 2022 zunächst um rund 150 Ladepunkte im Gesamtwert einer halben Million Euro, also etwa 25% mehr als das, was wir heute haben. Und im Folgejahr gerne nochmal genauso viel (weitere Fördertöpfe vorausgesetzt)."

Aha. Man verdient aber trotzdem etwas und das Klima ist egal, weil Geld nicht rumliegen soll und es Fördergeld gibt.
 
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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.189
6.436
Im Sommer bringt sie täglich bis zu das 20 fache der Nennleistung.
Das verstehe ich physikalisch nicht.

Wenn Du meinst das 20 fache der Nennleistung in kWh, solltest Du nochmal überdenken, was Du wie berechnest.

Für das 20fach der Nennleistung in kWh müsste die Anlage an einem Tag 20 Stunden mit Nennleistung laufen. Wie soll das gehen? Wenn überhaupt erreicht man selbst im Süden von DE die Nennleistung an wenigen Tagen im Frühling mal für ein paar Minuten. Im Sommer sind die Module dafür schon viel zu warm.
20h voller Sonnenschein sind ohnehin komplett unmöglich.

An einem Tag wo alles perfekt läuft, kann das 6-8 fache der Nennleistung in kWh erreichen. Mit unsere großen Anlage sind das an einem perfekten Sommertag 200kWh aus 30kWp Leistung. Da das eine O/W Anlage ist, wären bei perfekter Südausrichtung vielleicht 220-230kWh möglich.

Bei Sonnenschein 35% Ertrag, ohne Sonne fast nix.

Was sind 35% Ertrag? 35% Wirkungsgrad? Sicher nicht.

Auch dazu ein Beispiel aus der Praxis von heute: 30kWp, bedeckter Himmel, in der Spitze mittags 8kW Leistung.
 
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chrigu81

Erfahrenes Mitglied
16.02.2016
1.412
1.420
Zürich
Das ist natürlich übertrieben. Aber auch hier habe ich Werte aus der Praxis:

30kWp PV Anlage auf Ost/Westdach. Heute bei bedecktem Himmel 25kWh vom Dach geholt. Das hat tatsächlich für die WP komplett gereicht und noch die 10kWh Batterie vollgeladen. Die 10kWh reichen jetzt bis morgen früh.
So schlecht nicht im Winter.
3.5% Kapzitätsfaktor ist natürlich besser als nichts, aber der Brüller ist es nicht...
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.189
6.436
3.5% Kapzitätsfaktor ist natürlich besser als nichts, aber der Brüller ist es nicht...
Na ja, war ein trüber Tag im Winter. Den ganzen Tag bewölkt. Mehr ist da leider nicht drin.

Dazu kommt noch, dass das Haus derzeit noch den größten Teil des Tages im Schatten eines Berghanges liegt. Macht bei diffusem Licht nicht ganz so viel aus, etwas weniger ist es dadurch trotzdem. In 2 Wochen ist es aber mit dem Schatten vorbei.
 
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chrigu81

Erfahrenes Mitglied
16.02.2016
1.412
1.420
Zürich
Nicht falsch verstehen, deine 3.5% zeigen einfach exemplarisch weshalb PV in unseren Breiten sinnlos sind um eine Industrienation zu betreiben. Als Fuelsaver für Fossile oder zum Beispiel als Minimalautarktie für Private sieht das natürlich anders aus.
Hätte ich in Deutschland ein Haus, wäre mit all den Subventionen wahrscheinlich auch eine PV drauf.
 

Frank N. Stein

Erfahrenes Mitglied
04.04.2020
9.648
15.605
der Ewigkeit
Mercedes, der nächste Hersteller,
bei dem die feuchten Träume und Hirngespinste von „electric first“, oder dann gar „electric only“
grandios gescheitert sind. (y)

Thema, bei der sich der Hersteller verkalkuliert hat
"ist die Elektrostrategie, bei der sich die Schwaben zu früh auf die falschen Modelle festgelegt hatten."

Der Stern sinkt
 
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