Zum Beispiel weil es von jemandem operiert wird, der den Begriff Zugbindung gar nicht kennt...wieso sollte dann je jemand ein Ticket ohne zugbindung erwerben?
ist doch realtiv egal. Wichtig ist: eine Strecke x im ganzen Prozess muss manuell überbrückt werden, also kann diese auch mit LKW statt Handwagen und 3km statt x überbrückt werden. Es gibt keinen technischen Grund, warum die Länge von x irgendeine Auswirkung hat.Er musste ja garnicht bis ins Terminal sondern es fehlten ja nur die letzten Meter. Die Anbindung ist ja vorhanden aber auf der anderen Seite des Übergangs also quasi Rechts statt Links.
Weil 99% mehr Angst vor "Zugbindung" haben, als davor ihren Anschlußflug zu verpassen und damit ihre geplante Reise zu ruinieren, ohne Recht auf Erstattung...Weil sich 99% daran halten, aus Angst vor der möglichen Konsequenz.
Was der eine als "Umsteigegarantie" glorifiziert kann man auch als "Totalverlustdrohung" verstehen... Wenn man keine Lust hat, zu Hochzeit, Beerdigung, Bewerbungsgespräch, Kreuzfahrt etc. einen Tag zu spät anzukommen, hat man weiterhin keinen EU261 Anspruch auf Rückerstattung. Dann ist bei einer Zugverspätung halt einfach das ganze Geld pfutsch.
So manch einen scheint das weniger zu schrecken, als der Gedanke eine Zugbindung zu verletzen.
Was besonders interessant wird, wenn das Flugticket mit dem Zug den du dann tatsächlich genommen hättest, sogar billiger war. Dann ist die Nacherhebung nämlich negativ... Denn du reist ja nicht zu DB Tarifkonditionen, sondern zu LH Tarifkonditionen...Außerdem kann die DB ja auch den Fahrpreis nacherheben, wenn der Kunde nicht des Zuges verwiesen wurde.