Bad Ideas (make the best Memories) - 4000 km durch Lappland, Lofoten, Senja und Lyngen-Alpen zum Nordkap.

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Frank N. Stein

Erfahrenes Mitglied
04.04.2020
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der Ewigkeit
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@shauri, auch wenn bis jetzt noch keine Elch-Sichtung stattfand freut es mich, dass Ihr bei Eurem trip so ein phantastisches Wetter habt, wie die wiedermal eindrucksvollen Bilder dokumentieren. Ansonsten gilt: "Deine Gedanken formen Deine Realität, denke positiv und Du wirst Elche finden." ;)
 
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shauri

Erfahrenes Mitglied
@shauri, auch wenn bis jetzt noch keine Elch-Sichtung stattfand freut es mich, dass Ihr bei Eurem trip so ein phantastisches Wetter habt, wie die wiedermal eindrucksvollen Bilder dokumentieren. Ansonsten gilt: "Deine Gedanken formen Deine Realität, denke positiv und Du wirst Elche finden." ;)
Wenns danach ginge, würden wir beim Wandern auf Elche drauf treten :ROFLMAO:
Aber vielleicht brauche ich meine Gedanken auch fürs Formen von gutem Wetter...
:cool:
 
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shauri

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Hard Hikes make the best Memories - Glomtinden

Heute frühstücken wir besonders üppig (als ob das noch möglich wäre), denn unsere erste Wanderung hier auf den Lofoten steht heute an. Es gibt "Urlaubsbrot 2.0" und natürlich einen kleinen Müsli-Contest.



Wir wollen heute den Glomtinden besteigen. Ich hatte vorab die ganze Zeit gehofft, dass es wenigstens trocken ist und wir ein bisschen Sicht haben. DAS hatte ich dabei nicht einmal im Traum erwartet:

Bei unserer Abreise kommt noch ein Segelschiff vorbei. Mein Kopf spielt die Titelmusik von "Fluch der Karibik" dazu.

Vor unserer Wanderung stoppen wir noch an der beeindruckenden Vågan Kirke in Kabelvåg. Das Licht ist heute etwas ungünstig, aber was soll's, man nimmt, was man bekommt.




 

shauri

Erfahrenes Mitglied
Nächster Halt ist auch schon der kleine Parkplatz der Wanderung zum Glomtinden. Mit etwas Glück und Parkgeschick ergattern wir noch einen Parkplatz. Es ist 11 Uhr und die Sonne brennt. Optimale Wanderbedingungen also, um über Mittag einen steilen Berg zu besteigen. Ist bei uns ja inzwischen Gewohnheit und mit Hut und einer extra Schicht Sonnencreme problemlos machbar. Bei 18 Grad, die sich mit Wind auch wie 18 Grad anfühlen, ohne Wind eher wie 25, machen wir uns auf den zunächst leicht ansteigenden Schotterweg. Gut, dass wir uns heute morgen direkt für die sommerlichen Wanderklamotten entschieden haben.

Nach etwa 1,5 km leicht ansteigender Schotterpiste wird der Weg dann auch herausfordernder. Unser Eindruck: Norwegische Wanderwege gehen nicht in Serpentinen den Berg hinauf, sondern einfach so senkrecht wie möglich. Dieser Eindruck wird im späteren Tagesverlauf beim Anblick des Festvagtinden Wanderweges noch bestätigt, dieser geht einfach senkrecht ein Geröllfeld hoch. Wir sind ihn nicht gelaufen, war aber auch nie geplant. Wir wandern also jetzt steil bergauf Richtung Glomtinden.

Es wird zunehmend steiler. Der "Nöppel" mittig rechts im Bild ist übrigens der Glomtinden da wollen wir hin.

Die Aussicht entschädigt und bietet Grund für Verschnaufpausen.





Ja, es war wirklich so steil, wie es auf dem Foto aussieht.

Wir gewinnen natürlich bei so einem steilen Aufstieg schnell an Höhe, der See wird immer kleiner und der Blick immer weiter.



Ein kurzer flacher Abschnitt ist auch mal ganz angenehm und vor allem selten.

Da links oben wollen wir noch hin, wie genau, wissen wir auch noch nicht genau.

Wenigstens wandern wir mit Aussicht, wenn wir mal nicht auf unsere Füße und die Steine gucken müssen.

Immerhin kommt der Glomtinden Stück für Stück näher.

Die Aussicht hingegen wird immer weiter.

Wir wissen immer noch nicht genau, wie wir jetzt bis zum Gipfel kommen sollen, aber der Weg wird es zeigen.

Es ergibt sich hier die einmalige Gelegenheit eines Fotos von uns im Berg.

In diesen Steinen versteckt sich ein Weg. Der bisherige Aufstieg war also Pille-Palle.



Den restlichen Weg sind wir mit Händen und Füßen zu beschäftigt für Fotos, dafür haben wir es dann auch unverletzt nach oben zum Gipfel geschafft. Wir sind alleine und gönnen uns ein paar Gipfelfotos.

Natürlich genießen wir jetzt auch in vollen Zügen den Rundumblick.

Für solche Aussichten sind wir unter anderem hier hin gekommen, auf dieses Wetter haben wir natürlich gehofft, aber es keinesfalls erwartet. Wir legen mal ein wenig Sonnencreme nach.





Wo die Felsnase unten im Bild wohl hinzeigt?





Nachdem wir uns (sofern das hier möglich ist) sattgesehen haben, machen wir uns an den Abstieg. Das steilste Stück mit ein paar Kletterpassagen ist runter nicht halb so schlimm, wie wir es uns auf dem Weg nach oben vorgestellt haben, nachdem wir unsere Hände nicht mehr brauchen, wandern wir den restlichen Weg mit Stöcken nach unten. Unsere Knie danken es uns, aber der Abstieg zieht sich mal wieder schlimmer, als der Aufstieg war.
Unten angekommen wird mit einem alkoholfreien Kulturgut auf unseren ersten Lofotengipfel angestoßen.

Jetzt plagt uns doch ein Hüngerchen, und wir machen uns über unser Knäckebrot mit Västerbotten Käse her.
 

shauri

Erfahrenes Mitglied
Gut gestärkt geht es nach Henningsvær. Ich möchte das Fußballstadion sehen, das ich mal auf einem Foto gesehen habe und das quasi auf einer eigenen Insel liegt. Auch sonst soll der Ort ganz hübsch sein, also kann man ja mal schauen. Leider wollen das außer uns noch viele andere Menschen, und so ist es ziemlich überfüllt. Trotzdem schaffen wir es irgendwie zum Stadion.

Gut, ohne Drohne ist es nur ein kleines Fußballstadion, aber was solls.

Einen Leuchtturm gibt es natürlich auch, dieser ist in Privatbesitz und kann leider nicht besucht werden.

Wir werfen noch einen Blick Richtung Henningsvær und dann ergreifen wir auch schon wieder die Flucht. Es ist wirklich sehr, sehr voll hier.

Die Umgebung von Henningsvær ist natürlich - wie alles hier - auch sehenswert. Unten in der Mitte des Fotos erkennt man den oben erwähnten Festvagtinden, der Aufstieg erfolgt rechts vom Gipfel durch das Geröllfeld, ungefähr da, wo der grüne Streifen verläuft ,und es sind nicht gerade wenige Menschen dort unterwegs.







Wir setzen unseren Weg über unzählige Brücken fort und begegnen zwischenzeitlich so vielen Schafen, dass wir den Gedanken, unseren Counter noch um Schafe zu erweitern, direkt wieder verwerfen.
Heute haben wir uns entschieden, die südliche Nebenstrecke entlang der Küste statt der E10 weiter zu fahren, und umrunden daher den malerischen Rolvsfjord, in dem sich die Landschaft gerade sehr schön spiegelt.



Kurz hinter Leknes erwartet uns ein wunderschönes Ferienhaus, das wir ausnahmsweise sogar für zwei Nächte bewohnen werden.

Die Lage ist auch nicht zu verachten, direkt an einem kleinen Yachthafen.

Der "Nachteil" ist, dass wir zum Essen wieder nach Leknes fahren müssen. Daher gibt es für mich dann heute auch hier nur alkoholfreies Kulturgut. Es schmeckt allerdings trotzdem besser als das "Schous" des Gatten.

Als Vorspeise gibt es endlich mal eine leckere Fischsuppe mit Basilikumöl.

Als Hauptgericht hat der Gatte Lamm mit Püree und Gemüse und ich einen hervorragenden Burger. Beides vom regionalen Tier.

Der Burger ist mir noch ein eigenes Foto Wert, auf dem gemeinsamen ist er ja nur von oben zu erkennen.

Danach geht es zurück ins Ferienhaus, wo ich schonmal ein bisschen mit Langzeitbelichtung fotografiere. Es können ja inzwischen wieder jederzeit Nordlichter auftauchen, da will Frau ja bereit sein. Außerdem sieht es schön aus.



Rentier-Counter: 13
Elch-Counter: 0
 

Wolke7

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
3.195
1.092
Auf den Lofoten und Vesteralen habe ich nie Rentiere gesehen; dafuer erscheinen sie in grosser Zahl noerdlich von Tromsø. Da werdet Ihr den Rentiercount vielleicht von Einzeltiere auf Herden umstellen. Die Tiere laufen ueberall frei herum, so wie Ihr es schon in Schweden erlebt habt. Das kann auch bedeuten, Ihr werdet ueberfahrene Rentierskelette am Strassenrand sehen.
Gute Reise weiterhin.
 
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shauri

Erfahrenes Mitglied
Auf den Lofoten und Vesteralen habe ich nie Rentiere gesehen; dafuer erscheinen sie in grosser Zahl noerdlich von Tromsø. Da werdet Ihr den Rentiercount vielleicht von Einzeltiere auf Herden umstellen. Die Tiere laufen ueberall frei herum, so wie Ihr es schon in Schweden erlebt habt. Das kann auch bedeuten, Ihr werdet ueberfahrene Rentierskelette am Strassenrand sehen.
Gute Reise weiterhin.
Auf den Lofoten haben wir jetzt auch noch keine gesehen. Fand ich auch nicht so überraschend. Die restlichen Rentier Erfahrungen habe ich in Lappland im Winter auch gemacht. eider auch inklusive einem überfahrenen, das noch sehr frisch war, vermutlich habe ich deses und seine Kollegen am Vortag a gleicher Stelle ncoh fotografiert.
 
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shauri

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Hard Hikes make the best Memories - Reinebringen
Der Form halber sei zu erwähnen, es gab gestern Nordlichter. Allerdings nur einen winzigen Hauch. Ein Foto der Vollständigkeit halber. Da geht noch mehr.

Da wir momentan in einem Ferienhaus residieren, ist das Frühstück weniger üppig als im Hotel gewohnt. Wenigstens habe ich meinen Kaffepott und einen Reise-Kaffeefilter dabei.

Zum Frühstück gibt es gestern Abend gekaufte Blätterteigteilchen und Porridge mit Mandeln und Blaubeeren aus der Kühltheke. Sollte eigentlich Joghurt werden, aber was solls. Immerhin sind Aussicht und Wetter gut.

Mal schauen, ob wir so ausreichend gestärkt sind. Zügig fahren wir jetzt etwa eine Stunde durch bis nach Reine, wo wir den Reinebringen besteigen wollen. Der Reinebringen ist wohl eine der, wenn nicht die Top Wanderung auf den Lofoten und noch dazu eine sportliche Herausforderung mit knapp 2000 Stufen, die auf 1,1 km etwa 500 Höhenmeter überwinden, zuzüglich jeweils 2 km hin und Rückweg zum Parklpatz. Wir sind gespannt, wie anstrengend und wie voll es wird.
Das "zügig" nach Reine fahren ist dann auch so eine Sache, wenn man unterwegs an solchen Landschaften vorbeikommt und genau weiß, nachmittags wird die Sonne ungünstig stehen und man könnte nur noch im Gegenlicht fotografieren.















Irgendwann gegen Mittag (bekanntlich unsere liebste Wanderzeit) erreichen wir dann endlich auch den gigantischen Parkplatz in Reine, der gerade mal zur Hälfte gefüllt ist. Was muss hier also erst in der Hauptsaison los sein, es sind jetzt schon Menschenmengen, wie wir sie hier noch nirgends gesehen haben, unterwegs zum Trail.

Halbwegs zügig arbeiten wir die einfachen 2 km Hinweg entlang der Straße ab, wenn nicht gerade ein Aussichtspunkt dazwischen kommt.



Das ist er also, der berüchtigte Reinebringen. Fun Fact: Pünktlich zu Beginn unserer Wanderung reißt der Himmel komplett auf, und es wird mal wieder schweißtreibend (wäre es ohne Sonne schon ausreichend gewesen, aber wir jammern mal lieber nicht über "zu gutes Wetter").

Long Story short, die nächsten 1,1 km und 500 Höhenmetern sind wir mit Stufen steigen und atmen beschäftigt. Bei einer Trinkpause mache ich mal zwei Fotos, damit man zum einen sieht, wie viel hier los ist, zum anderen, wie steil die Treppen sind (das war nicht der steilste Abschnitt).



Immerhin, bis auf einige Ausnahmen geht es sehr entspannt und rücksichtsvoll zu, es gibt genügend Ausweichstellen für Pausen oder zum überholen und überholt werden. Letzteres passiert uns erstaunlicherweise seltener, als befürchtet. Wir haben den Eindruck, dass nicht alle, die mit uns losgelaufen sind, auch oben ankamen. Sobald der erste Aussichtspunkt auf Reine erreicht ist, ist es wirklich voll. Der eigentliche Gipfel ist erst hinten in der Mitte des Bildes, zu dem links davon liegenden müssen wir zum Glück nicht auch noch.

Die Aussicht ist aber auch wirklich großartig.

Der Reiseelch hängt derweil gechillt am Rucksack ab, er musste ja auch nicht laufen. Traudel hatte ein bisschen Höhenangst und blieb lieber im Ferienhaus.

Viele steigen von hier auch direkt wieder ab, wir lassen es uns natürlich nicht nehmen, bis zum Gipfelschild weiterzulaufen. Der Gatte macht freundlicherweise ein Beweisfoto von mir.

Danach kommt der Teil, den wir, wenn möglich, durch eine Seilbahnfahrt ersetzen. Hier gibt es keine, also müssen wir die knapp 2000 Stufen auch auf unseren eigenen Füßen wieder hinunterlaufen. Aufgrund der zum Berg hin leicht schrägen Stufen ist es nicht so unangenehm zu laufen wie befürchtet, dennoch fängt die Beinmuskulatur zwischenzeitlich an, interessante Dinge zu tun. Trotzdem schaffen wir es unverletzt und nicht allzu langsam nach unten.
Danach geht es zügig Richtung Auto, außer es gibt schöne Fotospots mit Spiegelungen.



Am Auto angekommen gibt es zur Feier des Tages ein alkoholfreies Issbjørn.

Danach lassen wir es uns natürlich nicht nehmen noch bis Å i Lofoten an der Südspitze zu fahren und dort ein paar Meter zu einem Aussichtspunkt zu gehen (aua). Von hier hat man heute einen schönen Blick nach Væroy.

Landschaftlich ist es auch hier sehr schön, ein Vogelfelsen sorgt für akustische Untermalung. Wir sind aber zu müde für Vogelbeobachtung und es ist mal wieder recht spät, wir müssen ja noch zurückfahren.



An den einspurigen Brücken hier gibt es Ampelregelungen, aber wer wartet nicht gern mit so schöner Aussicht.

Am Skagsanden können wir uns einen weiteren Stop nicht verkneifen, was für ein toller großer Sandstrand mit Panorama.

Das Wasser ist extrem klar und nach ein paar Fotos können wir es uns nicht verkneifen, unsere Füße darin ein bisschen zu kühlen, man könnte eher sagen "schockzufrosten". Das Wasser ist gefühlt noch kälter, als ich es am Nordatlantik im Sommer erwartet hätte. Recherchen ergeben, es müssen so 11 bis 12 Grad gewesen sein. Es erfrischt jedenfalls für die Weiterfahrt.



Direkt neben dem Strand liegt der kleine Ort Flakstadt mit einer malerischen kleinen Kirche, die ebenfalls zu einem Fotostopp einlädt.



Jetzt aber fix unter die Dusche und zum Abendessen, wir hatten nur ein paar Knabbereien unterwegs und sind am Verhungern. Das Abendessen fällt daher mit Knoblauchbrot, Zwiebelringen, Fish&Chips und einem Lava-Cake zum Nachtisch etwas üppiger aus. Das Kulturgut bleibt heute alkoholfrei.






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