Bahn-Sammelthread

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NikSeib

Erfahrenes Mitglied
29.11.2016
1.323
806
In Deutschland gab es mal Bahnsteigkarten, das muss so ungefähr bis Mitte der 1960er Jahre gewesen sein.
Man kam nur auf den Bahnsteig mit einer Fahrkarte oder einer Bahnsteigkarte, die man an einer Kontrollstation erwerben konnte. Da kann ich mich ganz dunkel dran erinnern.
Heute würde man einen moderneren Weg wählen können, automatische Sperren, die sich nur mit gültigem Ticket öffnen, wären eine Möglichkeit. Aber man muss natürlich immer im Blick behalten, dass solche Sperren auch die Menschenmassen an großen Bahnhöfen "schaffen" müssen.
Meister schalt mal dein Hirn ein! so ein Sperrschwachsinn bringt in Deutschland gar nix!
Willst den Schwachsinn auch bei jeder Milchkanne aufmachen? du kannst das Ding sagen wir mal in Nürnberg recht easy durchziehen und was machst wenn die Leute von Mimberg mit der Sbahn zum Hbf rein rollen?
Was machst dann die Oma mit ihrem Koffer wo sonst der Enkel mit zum Zug kommt und das Ding in die Karre lupft?
 

lowwer

Erfahrenes Mitglied
12.11.2020
1.112
327
Wien
Heute würde man einen moderneren Weg wählen können, automatische Sperren, die sich nur mit gültigem Ticket öffnen, wären eine Möglichkeit. Aber man muss natürlich immer im Blick behalten, dass solche Sperren auch die Menschenmassen an großen Bahnhöfen "schaffen" müssen.
Theoretisch gut aber praktisch springen die Leute drüber die man draussen haben will. Schaue mal wie das in New York klappt.
Oder du stellst an jeden Bahnhof viel Polizei hin die bei den "Schützlingen" nicht kneifen und durchgreifen... :sleep:
Was machst dann die Oma mit ihrem Koffer wo sonst der Enkel mit zum Zug kommt und das Ding in die Karre lupft?
Ned mit fahren oder sich an einen hilfts dienst wenden oder mit de Famile unterwegs sein.
 

red_travels

Reisender
16.09.2016
30.704
22.815
www.red-travels.com
In Deutschland gab es mal Bahnsteigkarten, das muss so ungefähr bis Mitte der 1960er Jahre gewesen sein.
Man kam nur auf den Bahnsteig mit einer Fahrkarte oder einer Bahnsteigkarte, die man an einer Kontrollstation erwerben konnte. Da kann ich mich ganz dunkel dran erinnern.
Heute würde man einen moderneren Weg wählen können, automatische Sperren, die sich nur mit gültigem Ticket öffnen, wären eine Möglichkeit. Aber man muss natürlich immer im Blick behalten, dass solche Sperren auch die Menschenmassen an großen Bahnhöfen "schaffen" müssen.

es wäre billiger den NV komplett kostenlos anzubieten als diese Sperren Bundesweit einzubauen.
 

Langstreckenpendler

Erfahrenes Mitglied
28.12.2021
1.568
2.109
es wäre billiger den NV komplett kostenlos anzubieten als diese Sperren Bundesweit einzubauen.
Das geht um die Fernbahnhöfe, nicht um die Milchkannen. Das Problempublikum konzentriert sich doch darauf. Und wo es dennoch Probleme gibt muss man sich fragen ob dort nicht auch Fernverkehr hingehört wenn sich das dort bereits interessant genug für zwielichtiges Publikum anfühlt. Neue Methode der Marktanalyse ;-)

Was Oma mit Koffer angeht - die schickt entweder per Hermes. Ansonsten braucht es SERVICE!
 

tarantula

Erfahrenes Mitglied
02.02.2011
2.671
3.108
Löhne
es wäre billiger den NV komplett kostenlos anzubieten als diese Sperren Bundesweit einzubauen.
Das mag sein, aber es geht darum, dass gewisse Personengruppen nicht mehr so leicht in gewisse Bereiche der Bahnhöfe gelangen, die keine Fahrabsicht haben. In Kleinkleckersdorf hängen die eher selten herum. Es reicht eigentlich aus die Sperren in den 50 oder 100 stark frequentierten Bahnhöfen zu installieren.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.822
3.090
es wäre billiger den NV komplett kostenlos anzubieten als diese Sperren Bundesweit einzubauen.
Das ist btw. einer der Gründe weshalb viele US-amerikanischen Städte keinen kostenlosen Nahverkehr wollen (obwohl es unterm Strich für sie günstiger wäre): du bekommst unerwünschte Personen nicht mehr aus den Verkehrsmitteln raus.

Theoretisch haben diese Personen auch jetzt schon die Möglichkeit über die Social Services an eine kostenlose Monatskarte zu kommen, praktisch tun das nicht alle bzw. kannst du als Verkehrsbetrieb dafür sorgen, dass bestimmte Menschen dieses kostenlose Ticket nicht mehr erhalten wenn sie zu viele Probleme bereiten.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Es reicht eigentlich aus die Sperren in den 50 oder 100 stark frequentierten Bahnhöfen zu installieren.
Frag mal in Los Angeles nach. - Selbst an Free Fare Days werden die Haltestellen über die Notausgänge betreten und verlassen.
New York hat ähnliche Issues.
nicht mehr so leicht in gewisse Bereiche der Bahnhöfe gelangen, die keine Fahrabsicht haben.
Dem typischen Klientel sind derartige Sperren egal bzw. würden sie die überwinden (z.B. mit weggeworfenen Fahrkarten) oder einfach irgendwo in den Nahverkehr einsteigen und dann zugseitig ankommen. - Da gibt's durchaus auch einige die nichts mehr zu verlieren haben.

Mittels Hausrecht könnte man das auch heute schon durchsetzen (wenn man wollen würde).
Was dann z.B. in San Diego z.B. zu solchen (und ähnlichen) Regelungen führt: https://www.sdmts.com/rider-info/how-ride/rules-riding
[...] Beverages must be in spill-proof or screw-top containers [...]
[...] Large bags of recycled cans are not allowed on transit vehicles any time. [...]
[...] Riders are limited to two small carry-on bags/items that can be reasonably carried on their laps when seated and/or stowed safely under, or in front of, their seats. [...]
Diese Regeln interessieren in der Praxis absolut niemanden. - Aber wenn irgendwer Probleme macht, kannst du die Menschen sehr schnell rauswerfen. Wenn's Probleme gibt werden die Regeln auch sehr schnell und sehr konsequent angewendet.
Ähnliche Regelungen finden sich auch heute schon den Hausordnungen von InfraGo bzw. der Verkehrsbetriebe in Deutschland.

Was wirklich hilft ist die Präsenz von entsprechendem Personal. - Als ich vor einiger Zeit mal geschaut hatte, hatte San Diego pro Schicht so viele Transit Enforcement Officer wie die BVG insgesamt. - Weiß aber nicht ob das immer so ist oder ob die BVG mittlerweile nachgelegt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
22.893
18.985
Mittels Hausrecht könnte man das auch heute schon durchsetzen (wenn man wollen würde).
Was dann z.B. in San Diego z.B. zu solchen (und ähnlichen) Regelungen führt

Nur unterliegt die Bahn in Deutschland dem Kontrahierungszwang, ist Teil der Daseinsvorsorge und ist (mittelbar) grundrechtsgebunden. Das setzt dem Hausrecht gewisse Verhältnismäßigkeitsgrenzen.
 
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westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.822
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Nur unterliegt die Bahn in Deutschland dem Kontrahierungszwang, ist Teil der Daseinsvorsorge und ist (mittelbar) grundrechtsgebunden. Das setzt dem Hausrecht gewisse Verhältnismäßigkeitsgrenzen.
Ja. - Aber nichts von dem widerspricht dem Durchsetzen der bereits geltenden Hausordnung. Meiner Meinung nach bietet die derzeit bestehende Hausordnung schon mehrere Möglichkeiten. Man muss es nur wollen.
1.2 Aggressives Verhalten oder körperliche Gewalt gegen Personen
1.5 Versperren von Flucht- und Rettungswegen
1.12 Handel mit und Konsum von Drogen und Betäubungsmitteln
1.13 Betteln und Belästigen von Personen oder Durchsuchen von Abfallbehältern
1.16 Sitzen und Liegen auf dem Boden, auf Treppen und in Zugängen
1.22 Lärmbelästigung und lautes Abspielen von Musikgeräten
 

Monstertour

Erfahrenes Mitglied
08.01.2016
1.288
733
LEJ
Habe in Berlin auch mal erlebt, dass ich bei einer Kontrolle am Arm festgehalten wurde, während ich mein Ticket suchte, damit ich bei Öffnung der Türen nicht verschwinde. Nicht jeder lässt sich das gefallen.
Da würde ich sofort fordern losgelassen zu werden, wenn nicht gerne hinzuziehen von Grün-Weiß.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das mag sein, aber es geht darum, dass gewisse Personengruppen nicht mehr so leicht in gewisse Bereiche der Bahnhöfe gelangen, die keine Fahrabsicht haben. In Kleinkleckersdorf hängen die eher selten herum. Es reicht eigentlich aus die Sperren in den 50 oder 100 stark frequentierten Bahnhöfen zu installieren.
Da sitzt die Dorfjugend im Wartehäuschen.
 

Karl Langflug

Erfahrenes Mitglied
22.05.2016
3.656
3.841
Was ist denn Deine Idee? Auf welcher Grundlage soll denn das Personal dann „wegweisen“?
Ein Verbot ist doch die Grundlage um auf Basis des Hausrechts der Bahn einen Verstoß gegen das Verbot feststellen und tätig werden zu können.
Ohne verbot sind auch Polizisten nur interessierte Beobachter.

Die Polizei hat jetzt schon das Recht, "Problemmacher" wegzuweisen, dafür braucht es kein Alkoholverbot. Was nützt denn da das Alkoholverbot? Wenn er ein Bier in der Hand hat, kann ich ihm darauf hinweisen, dass er das nicht trinken darf? Nimmt er einen Schluck, weise ich ihn weg? Steht die noch verschlossene Bierflasche neben ihm, geht es nicht?

Und ja, das Problem wird verlagert und nicht gelöst. Aber das kann die Bahn nicht lösen, dass ist Sache der Kommunen. Und nur, weil die es nicht lösen können, soll die Bahn deren Verhalten tolerieren? Oder dann gleich den Zugang beschränken? Das ist doch völlig unverhältnismässig.

Mich fasziniert ja, wie das in China (Beijing South) oder auch bei Taiwan High Speed Rail läuft. Man betritt nur mit Ticket den Bahnsteig.

Am Beijing South kommt man auch erst nach Bereitstellung des Zuges eine Ebene darunter durchs Gate - die Wartebereiche/Lounges sind alle eine Ebene darüber.
Da braucht es eigenartigerweise praktisch keine Polizei in der Anlage. Gepäck wurde dort übrigens mal (ich weiß nicht, ob das so noch besteht) wie bei der Flughafensicherheitskontrolle beim Betreten des Bahnhofs geröntgt.
Faszinierte mich gar nicht. An den Chinesischen Bahnhöfen läuft man um die Absperrungen rum zum Eingang, um dann je nach Bahnhof nochmals zwei Schleusen zu passieren und dann stehe ich im seelenlosen Wartebereich bis das Gate aufgeht. Von dort eile ich dann mit meinen hundert Mitreisenden zum Zug, Bahnhof = Flughafen. Stell dir mal vor, ich muss von Frankfurt in den Vorort jedes Mal durch die Schleuse und dies nur, weil es ein paar Pöbler am Bahnhof hat, die Reisende belästigen. Das passt doch auch überhaupt nicht zu unser liberalen Gesellschaft, der wir Sorge tragen sollten. Mailand? Diese langen Schlangen vor der Einlasskontrolle? Und dann quetscht sich alles zwischen Perronende und Einlasskontrolle und das wollen wir wirklich, nur um Leute, die Unfug machen, auszusperren?

Es genügt, die fehlbaren Personen konsequent vom Bahnhof wegzuweisen, dass das funktioniert, weiss ich aus eigener Erfahrung, habe lange genug an einem grossen Bahnhof gearbeitet mit offener Drogenszene direkt daneben.
 
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