Bald keine allgemeine Rundfunkabgabe mehr?

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TheDude666

Erfahrenes Mitglied
02.05.2012
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ARN
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Ich habe es schon mal angemerkt:
Dass die ÖR ihr Programm ins Internet stellen und das dann als Rechtfertigung für diese unsägliche "Haushaltsabgabe" argumentativ verdrehen ist eine Unverschämtheit, die im Grunde eigentlich einer Überprüfung nicht standhalten dürfte.
Das wäre ja so, als wenn eine Panflötenkombo in der Fußgängerzone mit ihrem Gedudel ungewollt die Fußgänger belästigt und diese dann noch eine Zwangsabgabe in deren Hut geben müssten, nur weil sie sich in demselben öffentlichen Raum aufhalten...
Oder man würde Kindergeld beantragen mit dem Argument, man halte das entsprechende "Gerät" zur Zeugung vor.
 

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
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FRA
Ich finde die Rundfunkgebühren sehr gut, sichern sie doch die weitgehende Freiheit von Werbeunterbrechungen.
Unerträglich ist die andauernde Unterbrechung durch Werbeblöcke bei den Privatsendern ... ich wünschte mir auch die Möglichkeit, mir die Privaten werbefrei zu erkaufen.
 

Brainpool

Erfahrenes Mitglied
15.03.2014
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Werbefrei? Blos nicht!
Sitze oft genug vor interessanten Sendungen, die man auch gierig verschlingt, und hoffe darauf das bald Werbung kommt um Pinkeln gehen zu können.
 
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gabenga

Erfahrenes Mitglied
16.11.2010
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STR
Nicht ganz, Du kannst aber, abgesehen vom Reality-TV-Schrott , (fast)alles vorher (und in HD) sehen.
 

Vollzeiturlauber

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27.11.2012
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Nord Europa
Wer drei Wohnungen hat, hat in der Regel auch genug Geld, um diesen lächerlichen Betrag zu zahlen. Reichtum verpflichtet halt ;)

Stimmt! :no:

In der einen Wohnung (lebst du noch oder wohnst du schon) mein Sohn und bastelt an seinem Master,
die andere bewohnt meine Tochter (die macht gerade eine Fortbildung in Weimar).

Aber Papa hat es ja! :)
 
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GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
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Am Bundeskartellamt mag ich nicht mäkeln, wobei ich mir auf dem Gebiet des Kartellrechts auch nur wenig Expertise zumesse. Ich halte FDRs Aussage für aktuell, weil die Regierungen dieser Welt gegenüber den "Wirtschafts- und Finanzmonopolen, Spekulanten und rücksichtslosen Banken" nur reaktiv agieren und dies zumeist nur mit Rettungsaktionen. Ich habe noch nie verstanden, warum es der Wirtschaftswissenschaft und den Regierungen nicht möglich ist zB eine Spekulation "gegen" eine Währung (nur ein Beispiel: Soros' Pfundkrise – Wikipedia ) sachgerecht zu unterbinden.

Das ist aber das schlechtestmögliche Beispiel, das Du nur wählen konntest. Kein Markt ist von einem Monopol so weit entfernt wie der Devisenmarkt.
Der "Spekulant" ist nicht daran schuld, wenn eine Währung fällt. Oder ist bei Dir der Feuermelder schuld, wenn es brennt? Der Spekulant hat höchstens ein wenig früher als andere erkannt, wenn eine Währung nicht mehr im Einklang mit den Realitäten bewertet wird. Und manchmal bekommt er damit Recht, und manchmal nicht.
Daß Politiker ein Interesse daran haben, das nach aussen anders darzustellen, und daß das zum "politischen Geschäft" gehört, sollte Dir eigentlich bekannt sein. Oder glaubst Du wirklich, daß sich Putin hinstellen wird, und sagen wird, daß seine verfehlte Politik am Rubelverfall schuld ist? Natürlich waren das nur die bösen Verschwörer aus dem Westen! :doh:
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.188
534
BTT: Ich glaube, wir sind uns alle einig, daß die privaten Sender nicht unbedingt die Krone des Intellekts und der Kultur sind. Aber ist eigentlich schon 'mal jemand auf die Idee gekommen, daß dies auch daran liegen könnte, daß dieses Feld überreichlich von den ÖR besetzt wird?
Anders ausgedrückt: Nur mal als Gedanken-Experiment: Angenommen, es gäbe die ÖR nicht, könnte dann nicht der eine oder andere private Anbieter auf die Idee kommen, qualitativ sehr hochwertige Spartenprogramme anzubieten, weil dann auch ein paar hunderttausend Leute (von Mio. spreche ich ja gar nicht) bereit wären, im Abo dafür zu bezahlen, und/oder es einige Werbetreibende gäbe, die gerne bereit wären, in so einem Umfeld zu werben, was sie derzeit im Unterschichten-Fernsehen aber nicht tun? Nur mal so ein Gedanke... ;)
 
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Maluku_Flyer

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01.10.2010
2.053
1
MUC
... Nur mal als Gedanken-Experiment: Angenommen, es gäbe die ÖR nicht, könnte dann nicht der eine oder andere private Anbieter auf die Idee kommen, qualitativ sehr hochwertige Spartenprogramme anzubieten, weil dann auch ein paar hunderttausend Leute (von Mio. spreche ich ja gar nicht) bereit wären, im Abo dafür zu bezahlen, und/oder es einige Werbetreibende gäbe, die gerne bereit wären, in so einem Umfeld zu werben, was sie derzeit im Unterschichten-Fernsehen aber nicht tun? Nur mal so ein Gedanke... ;)

Dann nenn doch mal ein Land, in dem das so funktioniert. In den USA gibts PBS und NPR. Und die müssen ständig um Geld betteln. Discovery channel, History channel (a.k.a. the Hitler channel) und Konsorten sind von der Qualität mit unseren Öffentlichen sicher nicht zu vergleichen.
 
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OliverLHFan

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04.04.2009
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NUE (fast)
Und das Problem ist dann wo?

OK, wenn man vielleicht Fußball schaut, dann jubelt der Nachbar schon bevor Du das Tor siehst, aber sonst ist Timeshift doch ideal bei Sendungen, die werbefrei sind.

Oliver
 

GoldenEye

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30.06.2012
13.188
534
Dann nenn doch mal ein Land, in dem das so funktioniert. In den USA gibts PBS und NPR. Und die müssen ständig um Geld betteln. Discovery channel, History channel (a.k.a. the Hitler channel) und Konsorten sind von der Qualität mit unseren Öffentlichen sicher nicht zu vergleichen.

In einer freiheitlichen (?) Gesellschaft sollte die Beweiskette umgekehrt laufen: Der staatliche Eingriff muß seine Rechtfertigung begründen, nicht die Abwesenheit von staatlichem Eingriff.

Abgesehen davon: Bei der Presse funktioniert es doch auch. Niemand würde auf die Idee kommen, man müsse zuerst den Bayern-Kurier oder das Neue Deutschland abonnieren und damit subventionieren, bevor sich der Bürger eine freie Zeitung kaufen darf.

Und jetzt komme mir nicht mit dem Zeitungssterben, es gibt immer noch mehrere hundert Zeitungen in Deutschland, und hinter der Nummer 1 mit den vier Buchstaben gibt es auf den direkten Folgeplätzen ja durchaus einige mit hoher Verbreitung trotz (oder wegen :idea: ) hohem qualitativem Anspruch.
 
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concordeuser

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01.11.2011
5.755
1.826
Hamburg
"In einer freiheitlichen (?) Gesellschaft sollte die Beweiskette umgekehrt laufen: Der staatliche Eingriff muß seine Rechtfertigung begründen, nicht die Abwesenheit von staatlichem Eingriff."


... bis zu etwa Idealist?

Geschäfte zu lasten Dritter haben doch Konjunktur, etwa das Geld an den Gasmann für seine Hilfe an einen Hannoveraner Freund aus der Versicherungsbranche.
 

concordeuser

Erfahrenes Mitglied
01.11.2011
5.755
1.826
Hamburg
es verführt mich ja geradezu zu der Aussage

"wir wissen doch alle, dass die Demokratie nicht so ist, wie sie sein sein sollte"
 

Maluku_Flyer

Erfahrenes Mitglied
01.10.2010
2.053
1
MUC
In einer freiheitlichen (?) Gesellschaft sollte die Beweiskette umgekehrt laufen: Der staatliche Eingriff muß seine Rechtfertigung begründen, nicht die Abwesenheit von staatlichem Eingriff.

Gilt das Fragezeichen jetzt unserer Republik? Lügenpresse, unterdrücktes Volk und so?

Die Benutzung der Atmosphäre zur Verbreitung von Sendungen ist in allen zivilisierten Staaten der Welt streng reguliert, meist wesentlich strenger als Printmedien. Natürlich auch und ganz besonders im vermeintlichen Paradies des freien Marktes, den USA. :p Für das Privileg kann man bei den Sendern kassieren oder beim Empfänger oder bei beiden. Oder glaubst du etwa, dass du für RTL nicht zahlst?
 
P

pmeye

Guest
Also ich bin für einen öffentlich finanzierten Rundfunk. Allerdings sollte dieser weniger opulent daherkommen sondern sich auf die Basisinformationspflichten konzentrieren. Bei den regionalen Anstalten würde ich mir wünschen, dass aufgeräumt und zusammen gefasst wird. Vielleicht sollte man versuchen, mit 50% des aktuellen Budgets auszukommen?
 
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GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.188
534
Gilt das Fragezeichen jetzt unserer Republik? Lügenpresse, unterdrücktes Volk und so?

Das sage nicht ich, und auch nicht irgendwelche Verschwörungstheoretiker, das sagt die hier:

Und daß sie sich selbst oftmals in der Praxis nicht daran gehalten hat, macht ja die Diagnose deswegen nicht falsch.
 

Maluku_Flyer

Erfahrenes Mitglied
01.10.2010
2.053
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MUC
Das sage nicht ich, und auch nicht irgendwelche Verschwörungstheoretiker, das sagt die hier: [video]

Und daß sie sich selbst oftmals in der Praxis nicht daran gehalten hat, macht ja die Diagnose deswegen nicht falsch.

Cute. Der "Markt" interessiert sich für die "Freiheit" allerdings nicht die Bohne. Auch wenn die Naivlinge das immer glauben wollen. :rolleyes: