Beinah live - Mr. Hard in Afrika reloaded

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Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
9.707
15
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Allzu lang ist es nicht her, denn bereits vor etwas weniger als fünf Jahren, machte ich mich auf, um mit meinem Reisebericht Staub aufzuwirbeln: https://www.vielfliegertreff.de/reiseberichte/63307-mr-hard-afrika.html
Zeit nachzusehen, wie der Stand der Dinge ist.

In Planung diesmal, Safari, Wasserfälle und der Tafelberg.

Bald geht es los - wie immer „Beinah live“
 

Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
9.707
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Prolog

Es wird Zeit, wieder einmal nach Afrika zu reisen. Diesmal wollen die Big Five gesehen werden, und auch die Victoria Fälle sollen nicht ausgelassen werden.
Aber wie hinkommen? Erster Gedanke, ET in C ab BRU oder AMS via ADD (und ggf. VIE). Günstig im Preis, aber in Summe nicht wirklich komfortabel bei Anreise aus dem Rheinland. Ich hätte es wohl gemacht, aber +1 war das nicht zu vermitteln. LH oder SA eher teuer, und Wings ab CGN kommt für mich nicht in Frage. Ebenfalls nicht die LX in Y - einfach zu eng. Da bot es sich an, die Vorteile des BA Gold auszunutzen: angenehmer Preis ab DUS in Y, und die Langstrecken ohne Aufpreis in der Exitrow. Hin nach JNB im A380 - für viele hier ja das Fluggerät schlechthin. Zurück im Jumbo ab CPT.
Dazwischen JNB-LVI mit Comair - das Upgrade kostete ~35€, dann noch VFA-JNB-CPT mit SA, preislich ok, upgegradet mit wenigen Meilen, und beide Leg’s mit großen Vögeln.
Ein wenig Lodge Hopping im Umfeld des Krüger sollte die Sichtung der Big Five ermöglichen. Fünf Tage in CPT dürften für Entspannung sorgen. Bleibt nur noch die Frage, ob die Sache am Ende so rund wird, wie sie aussieht - immerhin, opulent bebildert wird auch dieser Bericht allemal werden.
 

Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
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16:40 ab Paddington

Nicht ganz, aber immerhin, um 16:40 geht es ab Düsseldorf nach London-Heathrow. Da kann man sich bereits den ganzen Tag auf elf Stunden in der Y freuen. Zeit nachzusehen, wann ich das letzte Mal Langstrecke in Y geflogen bin - lang ist es her, mit AB von ORD nach TXL - die schöne alte Zeit.

Es ist sonnig und warm im Rheinland, als es auf die A3 gen Düsseldorf geht - würde die BA CGN anfliegen, ich könnte mir vorstellen jedes Ziel via LHR anzufliegen, um den Anfahrtsweg nach DUS nicht in Kauf nehmen zu müssen. In DUS selbst Menschentrauben in der Check-In Halle, die Siko jedoch überraschend leer. Ein Snack aus der Hugo Junkers Lounge später erreichen wir D38 gegen 16:05 Uhr. Fast alle stehen bereits im Bus. Um 16:25 ist der Flieger geboardet und bereit.

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Pünktlich um 16:40 geht es dann auch los. Wir überfliegen eine Welt die erst seit drei Wochen tiefgrün und an vielen Stellen auch leuchtend gelb ist. In Deutschland hat sich der Frühling breit gemacht, während andernorts der Herbst aufzieht. Der Flug selbst ist ruhig, allerdings irritiert ein singendes Geräusch, dass nach Erreichen der Flughöhe auftritt und bis zum Verlassen derselben anhält. Offenbar ist eines der Triebwerke mit der gewählten Drehzahl nicht einverstanden. Dem Flug an sich tut dies keinen Abbruch, London wird sicher und vor der Zeit erreicht - wenn auch frei von nennenswerten Turbulenzen. Dort angekommen reicht die Zeit für einen BA Burger, dann gilt es die A380 zu boarden.

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obligatorisches Ernährungsbild

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Reihe 70 ist oben, verfügt über sehr viel Beinfreiheit und kommt ohne Fenster daher.
Der Rest ist langwierig aber schnell erzählt. Es gibt eine Getränkerunde, eine persönliche Begrüßung vom Purser, leichte Turbulenzen und irgendwann auch was zu essen. Dann reiten wir durch die Nacht

Fazit. Ein Flug ist ein Flug ist ein Flug ist ein Flug. Es gibt einen Start, eine Landung, und die Zeit dazwischen. Rund zehn Stunden in diesem Fall. Sicherlich, auf einer zusammengebastelten Liegefläche von zwei Metern, wäre es bequemer, egal ob vorwärts oder rückwärts, aber 1085£ für das promotional Upgrade fanden wir doch etwas übertrieben. Um die 450 £ (wenn ich es richtig verstanden habe) hätten uns in die PremiumY gebracht. Zum Exit kaum ein Mehrwert. Um es kurz zu machen, auch in Y kommt man an.

Bilder des Fluggerätes und der Verpflegung on air werden aufgrund vielfachen Kundenwunsches nicht gezeigt.
 

crossfire

Erfahrenes Mitglied
15.04.2012
1.733
10
Das verspricht, interessant zu werden, allein die BA Flüge....Ich liebe die Reisen mit BA, entweder Du wirst auf Wunsch abgefüllt, oder Du verstehst nur die Hälfte dessen, was der FB Dir mitteilen will, Dank eines wahnsinnigen Cockney oder so Dialekts. Oder es gibt schon mal die „stiff upper lip“, wenn The Kraut zu deutsch daherkommt...
Aber langweilig ist es nie.....
Gute Reise !
 
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ChristianW

Erfahrenes Mitglied
10.05.2016
1.599
190
Sydney
Der Rest ist langwierig aber schnell erzählt. Es gibt eine Getränkerunde, eine persönliche Begrüßung vom Purser, leichte Turbulenzen und irgendwann auch was zu essen. Dann reiten wir durch die Nacht

Oh wow, das mit der Begrüßung hatte ich bei BA noch nie als OWE. Bei QF, AA und CX so gut wie immer, bei BA noch nie. Mal sehen, sind ja noch gut 20 BA Flüge ausstehend in diesem Jahr.
 
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Ein Klavierspieler

Erfahrenes Mitglied
10.04.2015
532
1
Und der Mr.reist jetzt im Handgepäck oder bleibt gar daheim...?

Weiland gab es Fotos im C-sitz von seiner Bärität

Downgrad auf Lebenszeit?

O tempora o mores
 
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Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
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Willkommen in Afrika

Willkommen in Afrika

Wie landen etwas vor der Zeit, können ohne große Wartezeit einreisen, nehmen unser Gepäck in Empfang, leeren einen ATM und erstehen im dritten Versuch eine SIM-Karte. Auf der Terrasse des Interconti nehmen wir einen Kaffee, bevor wir unsere weitere Mitreisende für die ersten Tage, gleichzeitig meine Reisebegleitung der ersten Südafrikareise, treffen und unseren kleinen SUV in Empfang nehmen. Das Prozedere für Mietwagen habe ich für mich inzwischen dahingehend vereinfacht, dass ich im Vorhinein alle sinnvollen Versicherung buche, und vor Ort dann einfach alles unterschreibe was man mir vorlegt. Denn schon Otto wusste, das Kleingedruckte ist schlecht für die Augen.

Dann geht es im strahlenden Sonnenschein hinaus, hinaus aus dem Flughafen, hinaus aus Johannesburg, raus aufs Land. Unsere, bereits am Tag zuvor angereist Reisebegleiterin, fährt uns durch weites trockenes Herbstland, bis in die Berge um den Blyde River. Viele Bilder entstehen heute nicht. Aber die Panoramaroute kann ich als absolut beeindruckend empfehlen.

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Nicht immer sind die Strassen in gutem Zustand

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Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
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Zebras zum Auftakt

Zebras zum Auftakt

Die Lodge für die ersten beiden Nächte ist perfekt. Am Vorabend haben wir ein Haus mit zwei Schlafzimmern bezogen. So wie man es sich für Afrika vorstellt, mit mehreren Terrassen und Balkon.

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Nach dem Frühstück entspanne ich etwas am Pool, bevor ich ob der Hitze auf den Südbalkon wechsle. Alsbald kommen ein paar Zebras, die für einige Zeit in der Nähe des Hauses grasen.

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Zum Abend hin unternehmen wir noch einen Ausflug zum Blyde River Staudamm und genießen die Farben.

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In mir klingt Reinhard Mey mit „Gib mir Musik“. Musik, die ich hier durch Reisen ersetzen möchte, und allein dieser Ausblick, am Blyde River Canyon, ist „(...) all die Nerverei und alle Schläge wert!

(...) Alles Gemeine ist verklungen,
All die Hänselei‘n, die Mißerfolge, die Demütigungen.
Die bitt‘re Niederlage ist in Wirklichkeit ein Sieg.(...)“

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Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
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Die Affen rasen durch den Wald

Die Affen rasen durch den Wald

Für die nächsten beiden Nächte geht es ein Stück weiter gen Norden an den Bush River. Wir halten in Hoedspruit um einzukaufen, und am frühen Nachmittag erreichen wir unser Haus direkt am Fluss, dort wo die Hippos angeblich beinahe jeden Tag vorbeikommen.

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Die nächsten beiden Tage verbringen wir mit entspanntem Warten, und sehen dabei allerlei Tiere. Affen der kleineren Sorte wohnen in einem Baum gegenüber des Hauses, Größere, Baboons, wohnen ein Stück weiter.

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Ein Art von Reh und Hirsch kommt mehrmals vorbei, und das Krokodil ist auch nicht weit.

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Besonders possierlich ist der Dung-beetle, eher bekannt als Pillendreher.

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Am Ende sind es zwei entspannte Tage, auch wenn vom Hippo nur die Fussspuren zu finden sind. Wer jetzt in seinem Kopf ein Lied eines blonden Südafrikaners hört, hat Kulturbewusstsein. Videos zu dem Thema bleiben dem Hauptmann vorbehalten.

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fvpfn1

Erfahrenes Mitglied
06.02.2016
550
14
Schöne Bilder! Ich schließe mich speedtriple an, verrätst Du uns wo Deine Lodges liegen?
 
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Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
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Safari

Safari

Die nächste Etappe führt uns nur rund 50 Kilometer weiter gen Norden, nach Phalaborwa. Einer der Orte, mit einem Gate zum Kruger Nationalpark. Wir beziehen für zwei Nächte eine kleine Rundhütte in einer Hotelanlage mit Restaurant, Spa, Pool, Poolbar und allem Zipp und Zapp. Die Einrichtung der Hütte ist zwar deutlich einfacher als in dem Haus zuvor, dafür ist das ganze auch deutlich teurer.

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Wir buchen am Parkeingang zwei Abend- und eine Morgenpirschfahrt im traditionellen Gefährt, mit Abholung am Hotel. Hätten wir auch direkt im Hotel buchen können - dann inkl. Getränke und Snacks, wäre allerdings mehr als doppelt so teuer geworden.

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Den Rest der Zeit verbringen wir mit Tierbeobachtung oder Entspannung. Nicht von allen Tieren gelingen ob des Tageslichts Bilder, aber mit Leopard, Büffel, Elefanten, Hyänen, Giraffe, Zebras, Kudu und unzähligen Impalas war einiges dabei.

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Büffel (Big Five)

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Giraffe

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Elefanten (Big Five)

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Hyäne

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Leopard (Big Five)

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Impalas

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Schildkröte

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Interessant, der Fahrer, ist auf allen drei Touren der gleiche. Auf der letzten Tour sind nur wir drei, und er sagt, eigentlich fehlt euch nur noch der Löwe und das Nasshorn. Für das Nasshorn sieht er kaum Chancen, den Löwen hingegen könnten wir sehen. Dies geschieht dann auch nach knapp zwei Stunden.

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Löwin (Big Five)

Er erklärt uns, dass kaum jemand in 1,5 Tagen bei drei Ausfahrten soviel Glück hat. Wir danken ihm, sind überglücklich und beenden die Tour eine Stunde vor der Zeit, was ihm einen frühen Feierabend beschert. Zwei Löwen, nach Büffel, Elefanten und dem Leopard sind vier der Big five, was mehr ist als wir zu erhoffen wagten. Und das im Kruger-Nationalpark, nicht in einem Private-Gamepark.

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Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
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!. Zwischenspiel

1. Zwischenspiel

Bevor es nach Cape Town geht, machen wir noch einen Abstecher nach Zambia und Zimbabwe. Genauer gesagt zu den Victoriafällen. Dafür geht es zunächst von Phalaborwa via Polokwane zurück nach Johannesburg. Rund 500 Kilometer, für die wir uns den ganzen Tag Zeit nehmen. Obwohl die Landschaften unerwartet wechselhaft sind, teils geht es durch trockenes Ödland, teils durch grüne Hochebenen, teils durch Täler die an die Toskana oder Norditalien erinnern, allerdings mit Bananenplantagen, vergesse ich Bilder zu machen.

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In Johannesburg verabschieden wir unsere Reisebegleitung, geben den Mietwagen zurück (eine Quittung hierfür ist in Südafrika nicht vorgesehen, und auch auf Nachfrage kann die Rückgabe nicht schriftlich bestätigt werden), und quartieren uns für eine Nacht im IC am Airport ein. Danke an dieser Stelle dem Foristen Lennart für den Tipp, das hervorragende Restaurant im Hotel zu nutzen.

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Am nächsten Morgen geht es dann, nur mit Handgepäck ausgestattet, mit Comair im Kleid der BA nach Livingstone.

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Nach einem kurzen Aufenthalt in der Slow-Lounge (Hervorragendes Angebot an Speisen und Getränken, Slow ist hier lediglich das WLAN) boarden wir die 737 und nutzen die kurze Flugzeit für das gebotene Lunch, welches wir aus drei warmen Optionen wählen konnten.

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Vorspeise

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Hauptgericht

Für die Victoria Falls gibt es seit einiger Zeit das KAZA-Univisa, mit dem man für dreißig Tage die Länder um die Fälle bereisen kann. Es gilt derzeit zumindest für Zambia und Zimbabwe und kann für 50 USD in bar on Arrival gekauft werden. Für mich die sinnigste Option, wollte ich doch neben VFA auch LVI ins Log bekommen. Außerdem führt der Weg von LVI nach Victoria Falls über die Brücke, und da wir nur einen Tag Zeit haben, können wir so das Beste daraus machen. Zudem bietet der Flug nach LVI die Chance einen Überflug über die Fälle zu haben.

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Soweit die Theorie
 
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Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
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Victoria Falls

Victoria Falls

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Praktisch landen wir pünktlich in Livingstone, nachdem wir unterwegs einen grandiosen Blick auf die Fälle hatten. Wir legen das im Flieger verteilte, und durch uns ausgefüllte Einreisezettelchen für Zambia vor, und kaufen das Visum. Anschließend gehen wir in die Ankunftshalle, wo wir und andere, vom vorgebuchten Transferservice bereits erwartet werden. Der Fahrer händigt uns das Einreiseformular für Zimbabwe aus, was wir im Bus ausfüllen. Dann geht es durch Bilderbuch-Dritte-Welt-Afrika gen Wasserfälle. Vor der Brücke, bei der Ausreise aus Zambia, sammelt der Fahrer die Pässe ein, und erledigt die Formalitäten, dann geht es langsam vorbei an den wartenden LKW und über die Brücke, die im Niemandsland liegt.

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Auf der anderen Seite angekommen, müssen wir aussteigen und mit Pass und Formular selbst über die Grenze gehen. Es gibt einen Stempel in den Pass und dann sind wir in Zimbabwe, wo wir wieder den gleichen Bus besteigen.
Unser Hotel, das Kingdom at Victoria Falls, Nachbar und Partner des legendären The Victoria Falls Hotel, könnte auch ein Themenhotel in Vegas sein. Unzählige Zimmer, großes Restaurant, Pool mit Bar, Casino und Konferenzräume. Die Währung ist US-Dollar und die Preise stattlich. Das knattern der Hubschrauber ebenfalls wie in Vegas allgegenwärtig.

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Wir machen einen Spaziergang, um vom Victoria Falls Hotel auf die Brücke zu schauen, und gehen dann zum Lookout-Café.

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Gast des Hotels
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Dann finden wir uns pünktlich um 16:15 am Hoteleingang ein. Vergeblich, denn für die Sunset-Cruise hat man uns versehentlich eine falsche Startzeit genannt, welche bereits vergangen ist. Als man uns stattdessen nach Rückfrage beim Anbieter die Diner-Cruise anbieten will, stellt man fest, dass es auch dafür zu spät ist. Unangenehm, wenn man nur eine Nacht bleibt, und wann wir das Geld wiedersehen ist auch fraglich. Also zurück zum Lookout-Café, wo wir zum Abendessen bleiben.

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Die missglückte Bootsfahrt könnte ich jetzt natürlich als Aufhänger nehmen, um all das aufzuzählen, was nicht optimal ist. Der Transferbus unzureichend klimatisiert, das Hotel ohne Upgrade, langem Late-Checkout und etwas abgewohnt, Teile des Abendessen unzureichend gewürzt oder nicht optimal auf den Punkt gegart. Stattdessen wertschätze ich aber lieber das, was dieses Leben mir bietet. Die unbezahlbar vielseitigen Erlebnisse und Eindrücke die für bleibende Erinnerungen sorgen.

Am nächsten Morgen sind sehr viel Sicherheitspersonal und sehr viele Anzugträger in unserem Hotel. Der Präsident von Zimbabwe ist anwesend, erklärt uns später der Taxifahrer. Noch vor dem Frühstück gehen wir zu den Fällen. Der Weg vom Hotel führt durch den Nationalpark, vorbei an Affen, Warzenschweinen und Elefanten, allesamt nicht sichtbar - zum Glück wahrscheinlich. Fünf Minuten später sind wir am Eingang zu den Fällen, 30 USD pro Person werden verlangt. Dem Vernehmen nach müssen die Fälle eindrucksvoll sein, sehen kann man allerdings wenig, da die Gischt alles einnebelt. Wir gehen trotzdem Lookout für Lookout ab, und versuchen das Getöse sehend zu ergründen.

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Möglicherweise wären die 150$ pro Person für 7 Minuten Helikopterflug doch gut angelegt gewesen, aber dafür bleibt nun keine Zeit mehr. Stattdessen wagen wir uns nochmal ins Niemandsland, auf die Brücke zwischen Zimbabwe und Zambia. Dank unseres Visums bekommen wir bei der Ausreise umgehend einen kleinen Zettel mit Stempel und den Vermerken „BRG“ und „Two“. Zurück von der Brücke gibt es einen weiteren Stempel auf diesen Zettel, und dann in der Inspection Bay eine kurze Diskussion, dass ein Stempel fehlen würde (Schrecksekunde), bevor es dann korrekt, und nach Abnahme des Zettels, zurück nach Zimbabwe geht. Soweit relativ unproblematisch. Allerdings steht neben uns ein Canadier, der wohl ohne Passierschein Zimbabwe verlassen hat (so genau guckt da keiner), und nicht wieder zurück darf. Vermutlich spielt er ab jetzt die Rolle des Tom Hanks, und die Brücke wird sein Terminal sein. Rein nach Zimbabwe ließen sie ihn jedenfalls während wir dort standen nicht.

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Sei es drum, wir gehen Frühstücken, genießen den Late-CheckOut bis 10:30 Uhr, und fahren für 30$ per Taxi zum Flughafen Victoria Falls.
 
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Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
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2. Zwischenspiel

2. Zwischenspiel

Lounge ist nicht in VFA, weder für C noch für Star Gold. Lediglich PriorityPass würde akzeptiert. Einkaufen ist auch nicht, da nur sehr wenige Geschäfte, mäßig befüllt.
Das A330 in Y annähernd ausgebucht, in C 9 von 36. Pünktlich geht es nach JNB. Erwähnenswert, da die parallel fliegende BA heute über eine Stunde Verspätung hat. Gut dass die Entscheidung nicht dafür gefallen war.

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Hauptgericht

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Vegetarische Variante

Das IC empfängt uns wieder mit einem King Executive Eckzimmer, und unsere Koffer haben sich im Hotel in der Zwischenzeit wohlgefühlt. Den Nachmittag verbringen wir mit Dampfbad und Pool im obersten Stockwerk, Blick auf den Airport inklusive. Das Abendessen im Intercontinental ist auch dieses Mal wieder hervorragend, die Nacht erholsam.

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9:45 ist die Abflugzeit mit South African nach CPT. Früh genug um in Johannesburg Frühnebel bei ~10 Grad Celsius zu erleben. Geflogen wird wieder mit dem Widebody. Das A330 sowohl in C als auch in Y gut gebucht.

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An dieser Stelle ein paar Worte zu South African Airways (das die Flüge im Widebody mit LieFlat stattfand soll für das folgende unberücksichtigt bleiben): VFA-JNB, Flugzeit 1:25. In Business gibt es drei warme Gerichte zur Auswahl, neben Vor- und Nachspeise. Je zwei Sorten Rot- und Weißwein, Sekt, Wasser, Kaffee, Tee, Milch und die gesamte Bar. In Y gibt es auch ein warmes Essen, allerdings weniger Auswahl. JNB-CPT, Flugzeit 1:47 ebenfalls hervorragender Service, wenn auch ob der Morgenzeit wohl ohne Alkohol. Im Vergleich zu dem, was A3 oder TK bieten, sicherlich in einer Liga. Im Vergleich zum Pappkarton, den SAS auf Strecken wie ARN-FRA in Y+ serviert - eine C wird dort ja leider nicht angeboten - deutlich am oberen Ende anzusiedeln. Aber da in den skandinavischen Ländern Butterkrise herrscht, noch im Ansatz nachvollziehbar.
Kein Vergleich ist der Service hingegen zu dem was die Flughansa auf einer vergleichbaren Strecke an Service bietet - kalte Platte, Weinauswahl Rot oder Weiß, aber immerhin Sekt vom Winzer. Nun, die Flughansa hat ja auch nur 5 (in Worten: fünf) Sterne. South African Airways immerhin schon 4 (vier). Was soll es, „für die kurze Strecke brauche ich nichts zu essen“ sagen viele an dieser Stelle. Stimmt, aber wenn es darum ginge was ich brauche, könnte ich auch in einem Wellblech Appartement mit Plumsklo und Warmwasser aus der Gießkanne leben. Und meine täglichen ca. 2000 benötigten Kalorien würde ich in Form von Sonnenblumenöl esslöffelweise zu mir nehmen. Aber ich schweife schon wieder ab.
 
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Mr. Hard

Spaßbremse
23.02.2010
9.707
15
Fortsetzung in Kürze, wenn genügend Internet zum Upload von Bildern zur Verfügung steht.
 

HON/UA

Erfahrenes Mitglied
28.02.2011
3.605
1.440
Odessa/ODS/UA
Fortsetzung in Kürze, wenn genügend Internet zum Upload von Bildern zur Verfügung steht.
Das kennt wohl jeder der in Afrika unterwegs war. Kleiner Tipp: verwende flickr.com, damit ging der Upload wesentlich besser als mit anderen, brach auch nicht ab wenn die Internetverbindung unterbrochen wurde.