Chance auf Kompensation bei absolutem Frust-Flug (Non-EU)

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handballplayer3

Erfahrenes Mitglied
01.10.2015
3.271
10.614
DUS
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Und es wird noch wilder: wie oben geschrieben (der Screenshot ist aus der booking-App) hatten bei der ursprünglichen Buchung die beiden Flüge tatsächlich separate Buchungs-Referenznummern. Bei der Umbuchung am Flughafen wurden jedoch offensichtlich die beiden Flüge unter der ersten Nummer (also der des Flugs GRU-LUA) zusammengefasst:
Anhang anzeigen 224020

Das war dann auch der Flug, bei dem ein Web-Check-In für beide Segmente mit einer einzigen ID möglich war. Was haben die da gemacht?
Separate Nummern per se ist nicht so ungewöhnlich. Das hängt mit der Plattform dahinter zusammen.

Auf einem Ticket erhält man für American und BA auch zwei PNR zum Beispiel. Die von Iberia sind statt sechs- auch nur fünfstellig.
Mein Ansatz wäre dann wahrscheinlich über einen Anbieter wie Airhelp was durchzusetzen, alleine aufgrund der unklaren Verhältnisse und mutmaßlichem Gerichtsstand in Brasilien.
 

aidsch90

Erfahrenes Mitglied
27.08.2015
723
158
Nürnberg
Und es wird noch wilder: wie oben geschrieben (der Screenshot ist aus der booking-App) hatten bei der ursprünglichen Buchung die beiden Flüge tatsächlich separate Buchungs-Referenznummern. Bei der Umbuchung am Flughafen wurden jedoch offensichtlich die beiden Flüge unter der ersten Nummer (also der des Flugs GRU-LUA) zusammengefasst:
Anhang anzeigen 224020

Das war dann auch der Flug, bei dem ein Web-Check-In für beide Segmente mit einer einzigen ID möglich war. Was haben die da gemacht?
Mehrere PNRs (6 stellig, alphanumerisch) ist nicht gleich mehrere Tickets.
Hab für November ein Ticket mit 3 verschiedenen PNRs da 3 verschiedene Airlines.
Ausschlaggebend ist die Ticketnummer
 

wideroe

Erfahrenes Mitglied
13.01.2011
2.742
1.449
Vertrag wurde ja mit booking.com geschlossen, und die sitzen ja in der EU. Oder in der Schweiz? Trotzdem werden die sehr wahrscheinlich einfach auf die Airline verweisen, die natürlich klar die Hauptschuld an der Katastrophe trägt. Trotzdem würde ich jedem raten, einen großen Bogen um den Laden (booking.com) zu machen, denn deren "Kundenservice" ist quasi nicht existent. Sie haben in dieser Situation mehrere Tage lang einfach nur darauf verwiesen, sie hätten die Airline "per Email angefragt und um Zustimmung zur Umbuchung gebeten". Mehr war aus denen nicht rauszuholen.

Besonders ärgerlich war halt insbesondere der weitere Verzögerungstag, der völlig unnötig und ausschließlich dem Chaos im TAAG-Buchungssystem sowie den völlig unempathischen und teilnahmslosen Mitarbeitern geschuldet war. Der größte Witz war, dass TAAG die beiden für das zweite Segment tatsächlich nochmals zahlen lassen wollte, keinerlei Interesse an sämtlichen vorgelegten Buchungs- und Zahlungsnachweisen hatte und wohl nur deshalb davon abgesehen hat, weil sich das im Buchungssystem gar nicht durchführen ließ, da sie schon auf der Passagierliste standen. Echt schräg.


Leider nicht mal das. Da keine offizielle Einreise erfolgt war, wurde der Pass abgenommen und sie durften das Hotel nicht verlassen - drei Tage lang, abzüglich jeweils der Zeiten am Flughafen. Das hat die Moral auch nicht gerade verbessert.
Mit welcher Zahl beginnt die Ticketnummer - 118? Dann wäre TAAG die ausstellende Airline. Wie auch immer das brasilianische Fluggastrecht aussieht, spricht die größere Wahrscheinlichkeit ja dafür, dass sich Ansprüche gegen TAAG richten. Insofern müsste man die, wenn man die Brasilien tituliert bekäme, gegen TAAG durchsetzen. Ohne eine Glaskugel zu besitzen, wäre meine Vermutung, dass die nicht auf erstes Auffordern zahlen und in Brasilien nichts zu holen ist.... Insofern würde ich auch mal checken, ob man bei Einschaltung eines brasilianischen Rechtsanwalts nicht vielleicht Recht bekommt, aber auf einem Berg Kosten sitzenbleibt - weil die Forderung nicht realisierbar ist oder weil in Brasilien, anders als in Deutschland, die im Rechtsstreit unterlegene Partei nicht wie selbstverständlich das Späßchen bezahlen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:

abacus

Neues Mitglied
27.07.2023
21
18
Mit welcher Zahl beginnt die Ticketnummer - 118? Dann wäre TAAG die ausstellende Airline. Wie auch immer das brasilianische Fluggastrecht aussieht, spricht die größere Wahrscheinlichkeit ja dafür, dass sich Ansprüche gegen TAAG richten. Insofern müsste man die, wenn man die Brasilien tituliert bekäme, gegen TAAG durchsetzen. Ohne eine Glaskugel zu besitzen, wäre meine Vermutung, dass die nicht auf erstes Auffordern zahlen und in Brasilien nichts zu holen ist.... Insofern würde ich auch mal checken, ob man bei Einschaltung eines brasilianischen Rechtsanwalts nicht vielleicht Recht bekommt, aber auf einem Berg Kosten sitzenbleibt - weil die Forderung nicht realisierbar ist oder weil in Brasilien, anders als in Deutschland, die im Rechtsstreit unterlegene Partei nicht wie selbstverständlich das Späßchen bezahlen muss.
Das neu ausgestellte Ticket beginnt mit 127, das ursprüngliche hab ich aktuell nicht im Zugriff. Das (inzwischen) Trio befindet sich aktuell per Mietwagen auf dem Weg direkt vom Airport zum Kruger Nationalpark, ich kann dann also erst morgen mal um die vollständigen Unterlagen bitten, wenn alle ein wenig runtergekommen sind und die Situation sich normalisiert hat.

Danke für deine Hinweise. Eine direkte Beauftragung irgend einer Rechtsvertretung in Brasilien kommt wohl nicht in Frage. Wenn überhaupt, dann werden wir den vorgeschlagenen Weg über Airhelp versuchen, wobei dort ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass man sich für ein Refund des eigentlichen Tickets direkt an die Buchungsagentur bzw. die Airline wenden soll. Airhelp kümmert sich wohl eher um die sonstigen Kosten, Aufwände und seelischen Grausamkeiten, die im Zusammenhang mit einem missglückten Flug entstanden sind. Vielleicht schildern wir ja auch einfach booking.com mal die Situation, setzen eine 14-Tage-Frist für ein Ticket-Refund und holen, falls die Frist verstreicht, das Geld erst mal über die Kreditkarte zurück. Und dann mal sehen, was passiert.
 

wideroe

Erfahrenes Mitglied
13.01.2011
2.742
1.449
127 ist Gol.

Einen Ansatz für eine Rückbuchung sehe ich nicht. Die vertraglich geschuldete Transportleistung ist ja erbracht worden.

Und Booking ist, wie gesagt, der Vermittler, nicht der Schuldner der Transportleistung.
 

abacus

Neues Mitglied
27.07.2023
21
18
Danke
Einen Ansatz für eine Rückbuchung sehe ich nicht. Die vertraglich geschuldete Transportleistung ist ja erbracht worden.
Also, naja. Irgendwie schon, aber bei insgesamt zwei Stornierungen bei einem Zwei-Segment-Flug und einer Gesamtverzögerung von fünf Tagen gegenüber der ursprünglichen Buchung, davon drei Tage Kasernierung am Popo der Welt, irgendwie auch wieder nicht. Wäre schon mal spannend, wie ein Gericht das beurteilen würde.

Und Booking ist, wie gesagt, der Vermittler, nicht der Schuldner der Transportleistung.
Das mag schon richtig sein, aber Booking hat die Kohle von der Kreditkarte abgebucht. Sollen die es sich doch von der Airline wiederholen, wenn sie unsere Meinung teilen, dass es so wohl nicht laufen sollte. Oder sollen sie dem Chargeback widersprechen, dann muss halt die Bank entscheiden. Worst case kommt am Ende nix dabei raus, aber zumindest muss Booking sich dann positionieren und kann sich nicht, wie bislang, überwiegend tot stellen. Oder spricht etwas dagegen, das auf diesem Weg zu versuchen?
 

abacus

Neues Mitglied
27.07.2023
21
18
Bis Deine Leute in Thailand sind, würde ich solche Stunts erstmal besser lassen....
Das wird ja zeitlich eh so sein. Bis wir die Unterlagen zusammengestellt und ein freundliches Schreiben an Booking aufgesetzt haben, vergehen ein paar Tage. Im Schreiben wird man ja eine Frist von mindestens 14 Tagen setzen, um den Flugpreis zu erstatten. In dieser Zeit sehe ich die andere Buchung nicht in Gefahr. Wenn das alles durch ist und Booking nichts gemacht hat (wovon ich ausgehe), dann sind die längst in Thailand, und vorher wird's sowieso kein Chargeback geben.

Aber mal sehen - wie es immer so ist, überwiegt im ersten Moment der Ärger über die verdorbene Reise und (in diesem Fall) die vollkommene Gleichgültigkeit derjenigen, die den Schlamassel zu verantworten haben. Ein paar Tage später sieht man es dann hoffentlich wieder gelassener.
 

BER2022

Aktives Mitglied
24.05.2017
226
333
Hallo ihr erfahrenen Vielflieger,

meine Tochter hat mich gefragt, ob und was sie in folgendem Fall unternehmen soll, oder ob das die Nerven nicht wert ist. Folgendes ist passiert (ja, ein paar Dinge hätte man vielleicht anders machen können/sollen, aber sie ist keine Vielfliegerin und eng budgetiert ;)):
  • Flug von Sao Paulo GRU nach Johannesburg JNB mit TAAG über Luanda
  • Gebucht über booking.com (leider das erste Segment als Codeshare über GOL, das zweite Segment direkt bei TAAG)
  • Fünf Tage vor dem Abflug: Mail von booking.com, dass einer der beiden Flüge gecancelt ist. Es handelt sich um den ersten, womit der zweite natürlich ebenfalls hinfällig wird
  • Empfehlung von booking: Umbuchen auf einen Flug zwei Tage später (selbes Routing). Empfehlung wird angenommen.
  • Booking kriegt in den folgenden fünf Tagen nix auf die Kette und antwortet auf sämtliche Kontaktversuche nur, dass eine Umbuchung erst nach Zustimmung der Airline vorgenommen werden kann
  • Am Tag des eigentlichen Flug, also zwei Tage vor dem empfohlenen Ausweich-Flug reicht es meiner Tochter. Sie fährt in Sao Paulo selbst zum Flughafen und erreicht gemeinsam mit dem Personal von GOL eine Umbuchung der beiden Flüge. Dass das Stunden dauert und viele Nerven kostet, kann man sich vorstellen.
  • Der neue Flug wird angetreten, das erste Segment funktioniert wie erwartet. Am Airport Luanda dann kein Boarding in den Anschlussflug, nach stundenlangem Vertrösten: Flug gecancelt wegen Maintenance an der Maschine.
  • Zunächst wird ein Weiterflug für den nächsten Tag versprochen, am Ende warten sämtliche PAX zwei Nächte im Hotel
  • Auf den Ersatzflug zwei Tage später werden alle PAX eingebucht - außer meiner Tochter und deren Freund. Grund: laut TAAG sei der Flug von Luanda nach JNB gar nicht bezahlt. Ewige Diskussionen später ist der Flieger weg und nach Stunden kommt endlich ein Manager, ruft zur Ordnung, und sie erhalten dann doch noch Tickets für den nächsten Tag.
  • Dieser Flug findet, mit einigen Merkwürdigkeiten, nach drei Nächten in Luanda dann auch tatsächlich statt. Insgesamt sind die beiden also fünf (!) Tage später als geplant und ursprünglich gebucht in Johannesburg angekommen. Dort haben sie sich mit meiner Frau getroffen, die (was für die Kompensationsansprüche sicher unerheblich ist, aber in Sachen Nerven und Folgekosten doch großen Einfluss hatte) am 30.08. aus Deutschland dort angekommen war, um sich dort mit den beiden zu treffen und am 01.09. eine dreiwöchige SA-Reise zu beginnen. Dafür war natürlich schon jede Menge vorgebucht (Mietwagen, Unterkünfte, Safari und einiges mehr). Die saß stattdessen fünf Tage mutterseelenallein in Johannesburg.
So, sorry für den lange Text, aber ihr könnt euch vorstellen, wie das an den Nerven gezerrt hat. Ich kann euch sagen, wenn ihr schon irgendwo stranden müsst, dann sucht euch lieber nicht Luanda aus. Die Frage ist: welche Ansprüche kann man eurer Meinung nach an wen richten? Lohnt sich der Aufwand, und falls ja: wie würdet ihr vorgehen?

Vielen Dank :)
Ich hänge Mal eine Frage an: Wurde bei Einreise nach Johannesburg die Vorlage einer Gelbfieberimpfung verlangt?